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    Meine Mutter ist Gsd noch nicht pflegebedürftig, aber an sich ist sie ein Wrack psychisch.

    Das ist die schwierigste Situation überhaupt, weil man als Angehöriger dann keine Rechte hat (im Sinne des Aufenthaltsbestimmungsrecht, med. Behandlungen..), aber irgendwie doch die Pflicht hat, sich zu kümmern. Zumindest empfindet man das ja oft so.

    Da sagst du was.


    Und da ich selbst solche Probleme habe hab ich für mich den Schnitt gemacht und gesagt, ich entziehe mich ihrem Einflussbereich so weit wie möglich. 1 x im Monat besuchen und ab und zu telefonieren. Sie wohnt 2 km weiter, aber es hatte schon seinen Grund, warum ich ausgezogen bin.


    Wenn ich ehrlich bin ist sie der Hauptgrund dafür, dass ich hier wegziehen werde.


    Damit ich besser gesunden kann.


    Und natürlich auch, dass ich sie nicht pflegen muss, sollte es so weit sein. Klingt krass, aber ihr müsstet die Frau echt mal erleben.


    Ich finde es schwierig nett und liebevoll zu Menschen sein zu müssen, denen es dein ganzes Leben lang nicht möglich war, dir auch nur ein gutes Wort angedeihen zu lassen...


    Ich verstehe die TE ehrlich gesagt kein bisschen. Mein Selbsterhaltungstrieb ist für sowas wohl zu stark.

    Es muss auch nicht jeder Mensch einen anderen Menschen pflegen. Ich könnte es nicht und würde es auch nicht wollen. Habe es als Kind bei einem Opa mitbekommen. Er war mürrisch, meckerte, schrie, drohte und meine Mutter (als Schwiegertochter) durfte ihn säubern, füttern, waschen, anziehen. Aber sie bekam keinerlei Dank. Weder von meinem Vater, noch von den anderen Verwandten. Im Gegenteil. Jahrelang keinen Urlaub, Niemans wollte ihn nehmen. Soziales Netz - Fehlanzeige damals.

    So war es beim Opa mütterlicher Seits auch.


    Meine Mutter war die Einzige (und ich) die sich gekümmert haben. Und wir haben nichts bekommen, der Testberichte Familie Geld und Geschenke


    Mein Cousin 400€ für "seine Mühen" weil er Opa besucht hat. Er hatte bestimmt ganz viel Mühe, 3 Straßen weiter zu fahren.

    Nur um mal zu wissen, wie das schmeckt, würde ich schon mal ein Häppchen probieren, was ich bisher mangels Gelegenheit aber noch nicht tat.


    Aber selbst, wenn es mir schmecken würde, würde ich wohl kein Dauerkonsument von Pferdefleisch werden.

    @ Benutzerin 005

    Hier haben wir wohl wirklich ähnliches erlebt. Gut, fand meine Mutter an mir nie etwas. Sie hatte ja ihre Lieblingstochter. Als meine Nichte Abschlussball hatte, war das natürlich toll. Immerhin musste auch die ganze Familie eingekleidet werden von meiner Mutter, einschließlich Nichte.


    Als meine Tochter dann Abschlussball hatte und sie sah umwerfend aus in ihrem Kleid, wurde sie keines Blickes von meiner Mutter gewürdigt. Jetzt war ich keinesfalls das schwarze Schaf in der Familie. Ich war verheiratet, habe immer gearbeitet, aber anerkannt hat meine Mutter das nie. Heute ist sie auch kein Pflegefall, von der Psyche her schon.


    Aber sie soll sich nur von meiner Schwester pflegen lassen. Es ging sogar noch weiter. Ich sollte das Haus erben, deswegen wurden meine Geschwister ausbezahlt, nur übergeben haben meine Eltern nie. Jetzt freuen sich meine Geschwister. Sie haben weit mehr als ihren Anteil im Laufe des Lebens kassiert und erben nun auch noch das Haus. Meine Schwester ruft mich sonst nie an, aber als sie wissen wollte, ob meiner Mutter evtl. das Haus an mich übergeben hat, da kam sofort der Anruf.


    Der Auszug war das Beste, was ich machen konnte.

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    16.10.15 16:22

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    Wenn er jemals ernsthaft in der Lage gewesen wäre, sich gegen seine Mutter abzugrenzen, würde er es tun.

    Schon klar, dennoch ist und bleibt es seine Aufgabe. Ich finde nicht, dass man das der TE zum Vorwurf machen kann.


    Monika65

    Doch, das finde ich schon. Die TE tut so, als würde sie sich "aufopfern", um irgendwas "mitmenschliches" und "gutes" zu bewirken. Gegenüber ihrem Mann aber bewirkt sie womöglich gar nichts gutes oder mitmenschliches, ganz im Gegenteil.


    ich denke, dass darf man dann schon mal so schreiben, dass das, was sie veranstaltet, nur ihr nutzt, aber weder ihrem Mann noch ihrer Schwimu.


    Grüße *:)

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    ich denke, dass darf man dann schon mal so schreiben, dass das, was sie veranstaltet, nur ihr nutzt, aber weder ihrem Mann noch ihrer Schwimu.

    Woher willst du das wissen? Im Großen und Ganzen geht es der Schiegermutter vielleicht gut damit. Und ihr vielleicht nicht, ich hatte jedenfalls nicht den Eindruck. Und was den Mann angeht, ich bin strikt für Eigenverantwortung.

    Das ist nur meine Einschätzung. So wie du deine Enschätzung dazu hast.


    Indem verschiedene Einschätzungen und Meinungen geäussert werden, haben die TE oder andere Mitleser die Möglichkeit, verschiedene Gesichtspunkte kennen zu lernen.


    Und ja, ich denke schon, dass die TE das ganze aus Eigennutz veranstaltet. Um sich selber als "aufopfernd" darzustellen. Um sich selber ihr gegenüber ihre "Mitmenschlichkeit" zu beweisen. Oder was auch immer.


    .


    Und ja, Eigenverantwortung hin oder her, ich glaube trotzdem nicht, dass sie ihrem Mann einen Gefallen oder etwas Gutes getan hat, als sie seine Mutter gegen seinen strikten Willen bei sich aufgenommen hat. (Denn umgekehrt hiesse das doch, alles Mögliche gegen den Willen seines Partners zu tun, bis er sich schlußendlich durch Beendigung der Beziehung wehrt. Es ist auch möglich, seinem Partner etwas schlechtes anzutun, obwohl er das im Rahmen der Beziehung noch toleriert und schluckt.) Was wäre denn die Option ihres Mannes gewesen? Aus der gemeinsamen Wohnung am Tage des Einzugs seiner Mutter auszuziehen? Die Ehe zu scheiden?


    .


    Und ja, ich denke, der Schwimu ginge es in einem Heim besser, weil sie dort Gesellschaft hätte. Und nicht nur vor lauter Langeweile nur in ihrem Zimmerchen herumgammeln müsste.


    Grüße *:)

    Der Sohn müsste entscheiden, wie es mit der Mutter und seinem Leben weiter gehen soll, vorausgesetzt, es stimmt, dass ihm kein Gefallen getan wird. Er ist doch Teil dieses ganzen Arrangements.

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    Und ja, ich denke, der Schwimu ginge es in einem Heim besser, weil sie dort Gesellschaft hätte.

    Kommt darauf an, für ein Heim ist sie sehr jung. Außerdem kann man sie, wie gesagt, nicht gegen ihren Willen dahin bringen, das geht einfach nicht. Es ist alles nicht so einfach. Zum Glück, muss man sagen.

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    Nur es stellt sich hier die Frage, wie die Schwiegermutter in einer eigenen Wohnung zurecht kommt. Kann man sie alleine lassen?

    Genau das ist ein Punkt. Damals wäre es noch gegangen, heute ist es unmöglich. Sie hätte ohne Hilfe z.B. nach dem Sturz nicht mehr aufstehen können, weil sie Spinalkanalstenose hat und daher ein Bein kaum benutzen kann.


    Sie nimmt ohne Kontrolle ihre Medikamente nicht oder nur sporadisch ein, was Blutdruckkrisen bis weit über 200 zur Folge hat. Sie kann ohne Hilfe nicht mal die Rettung anrufen, weil sie kein Telefon gescheit bedienen kann oder die Nummer nicht kennt oder gar nicht darauf kommt, dass sie dort anrufen könnte.


    Und abgesehen davon geht es auch darum, dass sie weder das eine, noch das andere überhaupt will. Sie WILL nicht alleine sein und erst Recht nicht hier weg. Sie liebt die Katzen, das umsorgtwerden und ist rundum zufrieden. Sie WILL gar keine sozialen Kontakte, sie hätte durchaus Möglichkeiten gehabt, es wurde ihr immer wieder angeboten in einen Verein zu gehen oder dies oder jenes. Mitpatientinnen von der Dialyse haben sie zum Kaffee eingeladen, sie hat es einfach abgelehnt weil sie keinen Bock hat. Was solle das ändern, wenn sie im Heim ist? Sie wird dort dann einfach die Leute mit schlechter Laune verekeln, nur weil man ihr Leute vor die Nase setzt ist sie noch lange nicht sozialkompetent. Im Krankenhaus sind die Schwestern auch froh, wenn sie sie nur von hinten sehen, genauso gehts den Ärzten. Sie merkt oft gar nicht, wie herablassend sie zu "Personal" ist.

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    Nur um mal zu wissen, wie das schmeckt, würde ich schon mal ein Häppchen probieren, was ich bisher mangels Gelegenheit aber noch nicht tat.


    Aber selbst, wenn es mir schmecken würde, würde ich wohl kein Dauerkonsument von Pferdefleisch werden.

    :D :-D:D Guten Appetit

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    Doch, das finde ich schon. Die TE tut so, als würde sie sich "aufopfern", um irgendwas "mitmenschliches" und "gutes" zu bewirken. Gegenüber ihrem Mann aber bewirkt sie womöglich gar nichts gutes oder mitmenschliches, ganz im Gegenteil.

    Ich frage ich, was du mir unterstellen willst die ganze Zeit. Kannst du mir den eigenen Nutzen mal erklären? Ich habe weder das Gefühl, dass ich mich besonders "menschenfreundlich" verhalte, noch suhle ich mich in irgendeiner Form der Anerkennung, denn woher sollte ich die denn beziehen? Wenn ich Anerkennung haben wollen würde, dann würde ich in irgendeinem Flüchtlingsheim helfen oder sonstwas. Also diese Unterstellung kannst du gerne wieder vergessen, denn das hat damit einfach gar nichts zu tun. Ich brauche das auch nicht um mein Selbstwertgefühl zu puschen oder sonstwas. Psychologisch selbst analysiert hat es viel eher mit dem frühen Verlust meiner eigenen Mutter zu tun, wobei ich sie nicht erst durch den Tod verloren hab, sondern schon Jahre vorher durch den Alkohol.

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    Und ja, Eigenverantwortung hin oder her, ich glaube trotzdem nicht, dass sie ihrem Mann einen Gefallen oder etwas Gutes getan hat, als sie seine Mutter gegen seinen strikten Willen bei sich aufgenommen hat.

    In dem Punkt gehe ich mit dir konform, dass habe ich nicht. Dass es aber so schlimm für ihn ist, war mir in der ersten Zeit nicht bewusst und 2. gingen wir alle fest davon aus, dass es eine Übergangslösung ist.

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    Kommt darauf an, für ein Heim ist sie sehr jung. Außerdem kann man sie, wie gesagt, nicht gegen ihren Willen dahin bringen, das geht einfach nicht. Es ist alles nicht so einfach. Zum Glück, muss man sagen.

    Ja, ich finde es auch gut, dass das nicht einfach "so" geht, sonst würden wohl viel mehr alte Menschen im Heim landen.

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    Er hat den Kontakt zu ihr dann rigoros abgebrochen und wollte nichts mehr von ihr wissen. Durch Zufall hab ich sie 3 Jahre später getroffen und da war sie bereits Patientin der Dialyse, entschuldigte sich für ihr Verhalten und bat mich inständig, ihr den Kontakt zu ihrem Sohn zu ermöglichen. Sie dachte tatsächlich ich verbiete es ihm, dabei hab ich ihn mehr als einmal aufgefordert ihr eine Chance zu geben.


    Es hat mich damals viel Überredenskunst gekostet dass er auf sie zugegangen ist, doch er hat es gemacht. Nach einer kurzen Zeit hat sie es wieder verdorben.

    Damals war sie ja nicht pflegebedürftig, aber du hast deinen Mann gedrängt, Kontakt zu seiner ungeliebten Mutter aufzubauen. Warum eigentlich? Was sind deine Motive dabei?


    Und jetzt hast du eine Situation hergestellt, wo dein Mann seine Mutter kaum mehr loswerden kann. Warum hast du eine solche Situation hergestellt?


    Vieleicht solltest du einfach mal deine Motive und Beweggründe hinterfragen?


    Irgendwelche Mitmenschlichkeit kann ich dabei jedenfalls nicht entdecken, ganz im Gegenteil.


    Grüße *:)

    Ich weiß im Moment keinen anderen Rat als erst mal mit dem MDK die eventuelle Pflegebedürftigkeit überhaupt abzuklären. Dann eventuell Betreuung, wenn ihr das habt, dann könntet ihr sie unterbringen, aber das muss man sich dann durchziehen und finanzieren können. Geh doch mal zur Sozialstation und lass dich beraten, was du für Möglichkeiten hast um euch zu entlasten.

    Das kann man vorher nicht so genau sagen, kommt auch darauf an, wie sie sich aufführt und an wen man beim MDK gerät. Aber natürlich käme euch das bei der häuslichen Betreuung zugute und vielleicht gehts dir dann auch besser, wenn deine Bemühungen auch finanziell ausgeglichen werden.. Darüber hinaus kann dann die Betreuung beantragt werden, was euch mehr Spielraum gibt, denn dann könnt ihr bzw. der Betreuer manches entscheiden, was jetzt nicht so leicht geht. Über die verschiedenen Möglichkeiten der Entlastung kannst du dich bei den Sozialveränden schlau machen, wie gesagt, Sozialstation, Diakonie, Cariatas, Awo, Rotes Kreuz etc. pp.