Natürlich lernt man das nicht alles in den 3 Jahren!


    Aber es hängt irgendwie alles zusammen. Was muß ich bei welchen Erkrankungen oder Einschränkungen beachten z.B.


    Ich krieg bei uns nen Krampf wenn ich seh wie ne Bewohnerin mit Hemiparese am betroffenen Arm hochgezogen wird;Nahrung an ne PEG angehängt wird,aber das Kopfteil nich hochgestellt wird,Symptome für ne Hypoglykämie nicht erkannt werden usw. In Zweifelsfall halt ich als Fachkraft für sowas nämlich den Kopf hin!!!

    ich glaube, wir sind uns einig darin, dass man keine Leute, die von nichts eine Ahnung haben, auf alte- oder alte und kranke Menschen loslassen darf.


    Mir ging die überhebliche Zurechtweisung bezüglich der Ausdrucksweise der Fadenerstellerin auf die Nerven.


    Ich kenne Pflegehelferinnen, die ebenfalls "füttern" sagen, sich jedesmal erkundigen, was es zu beachten gibt beim Patienten und diesen dann liebevoll versorgen.


    Bei uns muss von Zeit zu Zeit 20 Patienten das Essen angereicht werden von etwa 4 Leuten, da ist Hilfe willkommen und bitter nötig.


    Aber wie gesagt, darum ging es mir gar nicht.

    SORRRRRRYYYYYY !!!

    Ich wollte keinen Kampf auf "gelernt, geprüft" oder "nur mal gezeigt" entfachen.


    Ich arbeite nun seit 3 Monaten in einem Altenpflegeheim, und mir wurde in der ersten Zeit sehr viel gesagt, gezeigt, beigebracht...


    Worauf ich genau achten muss,


    - wann ich jemanden holen muß,


    - ich bin auch nie allein


    - ich werde ständig kontrolliert etc, etc.....


    Wir haben im Haus gelernte Pflegehelferinnen, denen schon die Nerven reißen, wenn jemand die "Schutzhose" (hab ich vorher nie gehört -- Einlage sagt man bei uns ???) voll macht.


    Ich muss schon sagen, gründlichere und liebevollere Reinigung ohne Stress haben sie sicher bei Menschen denen die Würde" im Vordergrund steht, und das kann auch jemand sein, der nur angelernt ist.


    Das ich mich nicht ganz im rechtlichen Rahmen bewege ist mir bewusst, aber was solls - ich geb mein Bestes - möchte auch die Ausbildung machen, aber ohne Praxis wäre ich bei uns in Ö nicht mal versichert.


    Hoffe ich hab Euch nicht allzusehr gestresst, Danke für die Antworten.


    LG Helferlein666

    Ahhhhh

    und nochmals sorry betr. "Füttern", hab beim ersten Eintrag nicht nachgedacht, aber mir wird es so gesagt, das ist sicher nicht abwertend gemeint. Neben den Bewohnern sagen wir das eh nicht...

    na ja... klar sagt man in der umgangssprache " füttern". klar füttere ich säuglinge und alte menschen. aber ich weiss auch nicht, dieses kleine wörtchen löst bei mir persönlich ein bitterer beigeschmack aus. wenn ich kollegen höre, die diese klitzekleine wörtchen sagen, schaue ich erstmal :-o aber wie gesagt, hat jeder ne andere einstellung dazu!

    bei wörtern wie füttern, wickeln, windel, patient waschen bekomme ich echt nen zustand. es klingt sowas von abwertend.


    auch wenn es umgangssprachlich so heißt hat es was gewaltig entwürdigendes und beleidigendes an sich.


    das fehler passieren liegt an der überlastung. immer weniger pflegekräfte müssen immer mehr patienten/bewohner versorgen.


    zudem ist es nicht einfach mit dementen menschen zu arbeite. für mich ist es die höchste herausforderung an der ich oft verzfeifle.


    die arbeit in senioreneinrichtungen sehe ich auch als besondere belastung. viele dort haben chronische erkrankungen (diabetes, herz- lungenerkrankungen, demenz) die pflegekräfte kämpfen gegen windmühlen. egal was sie machen es ist keine besserung in sicht.


    irgendwann erreicht mn einen punkt an dem es einem egal wird.


    das entschuldigt es natürlich nicht, aber dort sehe ich die gründe.

    ja genau! so sehe ich das auch. burnout lässt grüssen. ich hatte schon kollegen, die sich in keinster weise darüber im klaren waren, was sie verbal von sich gaben. wickeln..., füttern... was weiss ich nicht noch alles! trotz aller überbelastung: ich denke, das hat auch was mit der persönlichen grundhaltung eines einzelnen zu tun. so wie man dieser arbeit gegenüber eingestellt ist, was für eine sichtweise man hat. aber das soll es wirklich nicht entschuldigen. ich gehe von mir selbst aus; wenn zu mir ne pflegekraft käme und sagen würde, hei ich fütter und anschliessend wickel ich sie. da möchte man echt nicht alt werden und in einem heim landen, oder?? aber zum glück ist es nicht überall so.

    ausserdem zeugt es nicht von profisionalität wenn man diese ausdrücke benutzt. schutzhose wechseln klingt gleich anders als windel wechseln oder wickeln.


    essen anreichen ist nicht so abwertend wie füttern.


    patienten bei der körperpflege helfen/assestieren ist besser als patient waschen.


    ich bin auch sicher das bei der hälfte des personals das sich krank meldet die leiden psychosomatisch sind.


    ständig schaukelschichten wochenweise durcharbeiten. überstunden die nicht abgegolten werden können.


    pflege wird immer spezifischer und die behandlungsmetoden ändern sich permanent. immer neue geräte.


    das wirwar der medikamente immer neue immer mehr ausweicher.


    auf unserer inneren gibt es 21 zimmer mit insgesamt über 50 patienten, bei ca ein viertel handelt es sich permanent um komplette pflegefälle wenn nicht sogar mehr. dafür zwei exis (weil eine sich kurzfristig krank gemeldet hat) und ein schüler als springer. dann noch zwei demente patienten (einer aggressiv uns schlägt um sich der andere versucht immer von der station zu laufen) ärzte die kommen und gehen und ihre visiten machen wie sie wollen. angehörige die fragen haben. (wir dürfen keine relevanten infos geben) zwei neuzugänge warten auf dem flur, wobei die zu entlassenen die zimmer noch nicht geräumt haben. dreibettzimmer die mit vier patienten belegt sind. patienten anderer fachrichtungen weil andere stationen bereits voll sind.


    patienten die beschwerden haben versucht man auch noch gerecht zu werde.


    und das ist nur ein kurzer einblick in einen "normalen" tag.


    da passieren fehler, es entschuldigt diese fehler nicht... aber sie passieren.


    dies ist meine zweite ausbildung. bei der ersten muste ich nichtmal halb so viel lernen und wissen.


    Anatomie, krankheitslehre, chirurgie, innere, orthopädie, gyn, kindermedizin, gesprächsführung, beratungen, psychologie...


    bevor jemand über die pflegeverhältnisse sich beschwert sollte er einige zeitlang mal in einem pflegeheim, alteneinrichtung oder einem krankenhaus gearbeitet haben.

    das problem ist so alt wie der dazugehörige beruf. leider... auch wir haben überbetten auf der station, die ärzte kommen immer gerade dann, wenn man nun wirklich nicht mit zur visite kann, aber muss... man sollte sich teilen oder vierteln können. ach mensch! meistens kommt immer irgendwas anderes dazwischen oder mal ein notfall. über ostern hatten wir eine krankmeldung. meine kollegin schleppte sich mit einer fetten erkältung in den nachtdienst, irgendwann kapitulierte sie, wir mussten dann von unserer sowieso mageren besetzung noch jemanden in den nachtdienst schicken. aber sowas ist ja nix neues in der pflege. kann es ein das wir jetzt vom thema abgekommen sind??;-D;-D:=o na ja, irgendwie passt ja alles zusammen, oder?

    Zitat

    ausserdem zeugt es nicht von profisionalität wenn man diese ausdrücke benutzt

    sie ist ja auch keine "Professionelle".


    Freu dich, wenn du examiniert bist und solche Hilfen an die Seite bekommst und bring ihnen behutsam die richtigen Begriffe bei.

    aber wer ist denn ungelernt?

    Also sorry, aber es muß erst mal klar sein, wer ungelernt ist und wer nicht. Eine Hilfskraft ist für mich jemand ohne Ausbildung.


    Was ist aber mit den Assistentinnen, die über eine Ausbildung verfügen? Auch die werden immer noch als Hilfskraft geführt. Aber es ist doch so, sobald jemand etwas gelernt hat und geprüft worden ist, ist er eine Fachkraft. Auf seinem Gebiet das er gelernt hat. Also ist eine geprüfte Pflegeassistentin eine Pflegefachkraft in der Pflegeassistenz. Nicht nur examinierte sind Fachkräfte, auch gelernte Assistentinnen sind Fachkräfte auf ihrem Gebiet und als solche sollten sie auch bezeichnet werden. Sobald man eine Ausbildung hat, ist man keine Hilfskraft mehr.


    Ich arbeite seit 14 Jahren als Helferin, habe nun die Ausbildung zur Assistentin gemacht, bin geprüft und habe bestanden. Praktisch mit 2, schriftlich mit 1. Trotzdem soll ich noch eine Hilfskraft sein?


    Nein, eher eine Fachkraft in der Pflegeassistenz.


    Bin gespannt auf euere reaktionen*:)

    also bin ich Profi? Ich führe die "Sache" seit 14 Jahren aus und habe es nun auch noch gelernt.;-)


    Ich denke zudem, dass Laienpflege nicht zwangsläufig unprofessionell sein muß. Es kommt drauf an wie die Person angelernt wird. In meinen ungelernten Zeiten bin ich von examinierten angelernt worden, die grade frisch von der Schule kamen. Ich habe viel gelernt, und es war alles andere als unprofessionell. Nicht jede ungelernte ist unprofessionell und nicht jede examinierte Kraft ist das gelbe vom Ei.


    Wir können alle ohne den anderen nicht, die examinierten nicht ohne die Assistenntinnen und die Assistentinnen nicht ohne die examinierten. Die Assistentin ist morgens oft die erste vor Ort, muß beobachten, handeln, schnell reagieren können. Ich bin auch der >Meinung, dass dies nur Kräfte tun sollten die Ahnung haben.

    @ Tanja32... genau. laienpflege kann genau so professionell sein wie die eines profis, vielleicht sogar besser.


    es kommt immer auf den ausführenden an.


    wrum soll man nicht als assistenz können und wissen als ein exi?


    "nur" weil dieser eine prüfung gemacht hat?


    ich nehme jetzt mal ein schlechtes beispiel:


    ich habe kampfsport (kickboxen) betrieben und habe als orananggurtträger unsere braungurtträger ohne weiteres in die tasche gesteckt. das lag daran das ich trainiert habe, aber nie interesse an den gurtprüfungen hatte.

    ja, aber ohne Prüfungen kommt eben heute nicht mehr weit. Mir werden meine 14 Jahre Erfahrung auch nicht anerkannt. Und das ist einiges an Erfahrung und Tätigkeiten. Die Bestimmungen sind ja erst in den letzten Jahren so streng geworden. Ich seh einfach die Logik nicht. Eine Assistentin oder Heolferin, egal, ob gelernt oder ungelernt darf die verantwortung übernehmen, alleine die Pflege durchzuführen. Wenn in dem Moment ein Notfall entsteht, sollte sie handeln dürfen, zumindest die Viatlzeichen prüfen.


    Es kann aber noch nicht mal jede den Blutdruck messen. Und man hört, eine Helferin darf das nicht. RR messen gehört zur Behandlungspflege. Im Notfall sollte aber einiges erlaubt sein, vorausgesetzt, die Pflegekraft kann es. Dementsprechend müßten immer Schulungen angeboten werden und eine Helferin, die keine Vitalwerte messen kann, ist meines Erachtens in der ambulanten Pflege nicht richtig.


    Mal angenommen, ich komme zu einer Pat. die Diabetikerin ist. Es geht ihr schlecht. Im Normalfall müßte als erstes der BZ gemessen werden um zu sehen, ob sie im Unterzucker ist oder der Wert zu hoch ist. Sie soll nicht spritzen, auf gar keinen Fall, dass ist Sache der examinierten, aber sie sollte meiner Meinung nach Werte sammeln dürfen, die sie dann entweder an den Arzt oder an die examinierte weitergeben kann. Wie hört sich das denn an, wenn sie sagt, ich hab hier eine, der geht es schlecht, aber Blutdruck kann ich nicht messen, BZ darf ich nicht messen, ich kann ihnen leider keine weiteren Infos geben. Da fragt sich doch der auf der anderen seite der Leitung mit wem er es da zu tun hat. Deshalb meine Meinung: Behandlungspflege die examinierten, im Notfall bis zu einem gewissen Grad auch die Assistentinnen, zumindest die nötigen Werte ermitteln. Und zwar ohne Angst hinterher am Pranger zu stehen. Denn wenn es der Pat. schlechter geht, weil die Pflegerin keine Anhaltspunkte hat, ist es genauso schlecht, und das für beide Seiten. Und es sollten Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten werden, die dann auch anerkannt werden. Eine Assistentin, die sich in Behandlungspflege weiterbildet, sollte sie dann auch durchführen dürfen. Die examinierten haben es ja auch irgendwann beigebracht bekommen, jeder kann es lernen.

    @ Novitz

    Zitat

    Ich z.B habe nach 2Wochen einarbeiten auch alle Aufgaben meiner Kollegen übernommen und durfte wegen guter Leistung in den Nachtdienst gehen.

    Falls du den Nachtdienst alleine übernommen hast, dann hatte das nichts mit "Belohnung" für "gute Leistung" zu tun... als nicht examinierte Kraft darfst du das vom Gesetz her nämlich nicht, weder im Altenheim noch im Krankenhaus! Ist nur ne Frage der Zeit bis da was passiert und dann erklär mal, dass du das wegen "guter Leistungen" machen "darfst"! *kopfschüttel*


    Gruß,


    Exx