@ karlito

    Ja, alles in allem auch meine Meinung. :)^


    Habe gestern gehört, dass die Pflegekassen durch den Abgleich mit der Bundesagentur momentan wie wild am forschen sind, welche Angehörigen von häuslich und ambulant versorgten Pflegebedürftigen als 1,-€-Jobber tätig sind oder Lohnersatzleistungen wie ALG oder ALG II beziehen, um diese aufzufordern, ihre Angehörigen selbst zu pflegen. :-o:-o


    Ich denke, dass auf diesem Weg auch wieder Geld eingespart werden kann... ;-D;-D;-D Andererseits werden dadurch weitere Arbeitsplätze in ambulanten Pflegediensten vernichtet. Dies führt zu weiteren Ausfällen der Sozialversicherungszweige und des Weiteren werden steuerliche Einnahmen wegbrechen, was offensichtlich niemand merkt. :-/


    Hauptsache die Krankenkassen zahlen ihren Mitarbeitern weiterhin bis zu 14,5 Gehälter. >:(

    @ jabo

    Diese Zahl wird unter anderem vom bpa genannt. Ich rechne jetzt nicht vor, in welcher Höhe SV-Beiträge und Steuern durch illegale Beschäftigungsverhältnisse verloren gehen oder in welcher Höhe dafür ALG gezahlt wird.

    hi xmal

    ja. glaub ich gerne. Die Osterweiterung der EU ist noch unser Untergang... finde ich. Aber der Staat bricht sowieso zusammen, der Liberalismus zieht ein und die Globalisierung. Wer mit billig ein Schnäppchen macht, kommt kurz weiter. Die reinsten Goldgräberzeiten... Nuggett um Nuggett...

    Falls Ihr doch nach einer Pflegekraft sucht habe meine liebe Mutti, Sie sucht momentan ein Job, Sie ist gelernte Krankenschwester mit 30 Jahre Erfahrung ( Ahnung hat Sie davon ) Kommt aus Rumänien spricht gut unsere Sprache , 57 Jahre alt, flott und zuverlässig, kann sehr gut kochen und kann für 24 Std. Pflege hinlegen, und Sie ist Sehr nett.


    Bitte per Email kontaktieren


    Daniel W.

    Pflegekräfte aus Polen

    Es ist schon sehr einfach über das Angebot polnische Pflegekräfte zu beschäftigen herzuziehen. Dabei wird von vielen vergessen, daß nicht jeder ältere Mensch in der Lage ist deutsche Pflegekräfte zu bezahlen. Soll dann eine solche Person in ein Pflegeheim???


    Ich bin selbst auf der Suche nach seriösen Vermittlungsstellen. Wie ich erfahren habe, kostet der deutsche 24h Dienst 4500 Euro im Monat. Da s ist ein Betrag, den meine Mutter nicht bezahlen kann. Wenn sie in ein Pflegeheim geht, muß ein Teil der Kosten vom Sozialamt, d. h. vom Steuerzahler, übernommen werden, und die KOsten sind sehr hoch.Ist daß dann besser, als wenn man eine Person aus Osteuropa beschäftigt? Abgesehen von den Kosten für ein Pflegeheim, sollte man nicht vergessen, daß viele der pflegebedürftigen Senioren, in ihrer eigenen Wohnng verbleiben wollen. Und wenn, dies auf Grund der überhöhten Forderungen der deutschen Pflegekäfte nur mit Pflegekräften aus dem Ausland möglich ist, dann möchte ich es mit dieser Möglichkeit versuchen.

    und was glaubst Du, jetzt zu hören? Hm, schuldbewußtes Schweigen, zu teuer, überzogene Forderungen... Willst Du wissen, wieso jene Polinnen weniger fordern? Weil sie entweder die Lebenshaltungskosten in diesem Land noch nicht gewohnt sind oder grenznah wohnen und daher niedrigere haben. Die bleiben auch nicht ewig so billig.

    @ ahania

    Mal eine Gegenfrage: würdest Du für drei Monate über einen Zeitraum 24 Stunden je Tag für eine Person in einem Haushalt anwesend sein wollen und dafür letzten Endes 1.300,- € je Monat als Lohn zu bekommen?


    Bedenke bitte, dass mit den von Dir genannten 4.500,- € 24 Stunden an 30-31 Tagen im Monat abgedeckt werden sollen und das runtergerechnet zu einem Stundenlohn von 6,25 € (4.500 / 24 / 30 = 6,25). Des Weiteren wollen von den 4.500,-€ auch noch die eigene Kranken- und Rentenversicherung bezahlt werden.


    Lass doch mal einen Klempner einen Monat 24 Stunden bei Dir im Haus werkeln? Für einen Stundenlohn unter 35,-€ wirst Du den wohl nicht bekommen und in meiner freien Autowerkstatt, zu der ich gehe, werden 45,-€ zuzügl. MwSt. gefordert.


    Die Zeiten der kostenlosen Nächstenliebe sind vorbei und Pflege ist eine knallharte Dienstleistung für die wir Pflegenden oder unsere Arbeitgeber ganz legal die entsprechende (finanzielle) Gegenleistung fordern dürfen, okay? Einerseits jammern wir rum, dass die Belastungen durch Abgaben für Sozialversicherung und Steuern immer höher werden, unterstützen aber nicht einmal die legale Beschäftigung in Deutschland.


    Laut Berufsverbänden sollen übrigens 100.000 illegal beschäftigte osteuropäische Haushaltshilfen, die Pflegeleistungen erbringen, in deutschen Haushalten tätig sein.


    Wer osteuropäische Pflegekräfte oder Haushaltshilfen genannt an der Bundesagentur für Arbeit vorbei beschäftigt, beschäftigt illegal und schwarz! Aber Geiz ist eben geil und unser Erbe wird nicht für die teueren, legal beschäftigten Pflegekräfte ausgegeben - so sieht es aus in Deutschland, oder nicht? Da braucht mir niemand jammern, dass die Alten angeblich nicht in ein Heim wollen, obwohl weder die Angehörigen noch die Alten jemals eines von innen gesehen haben. Diese Argumentationsweise k.... mich nur noch an, da es im Kern nur um das Geld geht, aber eigentlich niemals um die Personen, die es tatsächlich betrifft.


    Könnte Dir übrigens ein Heim empfehlen, in dem nur bis 820,- € in Pflegestufe 3 gezahlt werden müssen. Welche Leistung dafür zu erwarten ist, brauche ich wohl nicht weiter ausführen.

    Das sehe ich auch so!

    Und so unschuldig tun, von wegen man wolle den Steuerzahler nicht unnötig belasten - puh! Das System ist das System und schon so gedacht, ich glaube kaum, daß man es entlastet, indem man daran vorbeiwerkelt! Fals es Dich interessiert: in Berlin ist ein Altenheim nach Polen ausgelagert worden, und die Bewohner hat man gleich mit ausgelagert. Das ist doch wahrscheinlich ganz nach Deinem Geschmack, oder? Ist doch nett von denen, dann muß Steuerzahler nicht zahlen blöde, gierige Pflegekräfte aus Deutschland! Also, wie wäre es, vielleicht kann die EU ja irgendeinen Landstrich in den Karpaten kaufen, da packen wir dann für schlappe 2 Euro Kosten pro Stunde alle Alten aus Europa hin, in riesige Wohnsilos! Von Spanien bis Litauen, ganz im Zug der Zeit, multikulti, da kriegen die Alten noch mal wat zu sehen von der Welt und ordentlich Leute zum Kennenlernen, wo die sich ja nie nen Urlaub leisten konnten! Ist doch Klasse, wir wachsen zusammen!

    Warum so unfreudlich und so gehässig?


    Eure Argumente in allen Ehren, dennoch etwas freudlicher, sachlicher und weniger persönlich beledigend könnte jeden Gedankenaustausch bereichern.


    Und:


    1. Es war nie die Rede von illegal beschäftigten. Heutzutage ist es durchaus möglich, Kräfte aus anderen Ländern in Deutschland legal zu beschäftigen. Es ist nicht an der Bundesagentur für Arbeit vorbei, diese Menschen haben durchaus eine Arbeitserlaubnis.


    2. Es ist nun mal so, daß viele alte Menschen sich mit dem Gedanken an eine Heimunterbringung nicht anfreunden können.Zu diesem Personenkreis gehört auch meine Mutter.Mir ist durchaus bewußt, daß diese Einstellung auf Grund von viele Vorurteilen entstanden ist und ich teile sie auch gar nicht. Ich persönlich habe meinen Kindern heute schon erklärt, daß ich, gar nichts dagegen habe meinen Altersabend, wenn es nötig sein sollte in einer geegneten Einrichtung zu verbringen.


    3. Daß es hierbei allein ums Geld geht und nicht um die Wünsche der Angehörigen trifft in keinster Weise zu, denn ich müßte für die Kosten der Unterbringung nicht aufkommen, was hätte ich also davon.Im Gegenteil, ich wäre mit einer Heimunterbringung meiner Mutter am ehesten entlastet.

    Zitat

    Es geht doch nur darum Oma der "Billigpflege" mit allen Gefahren auszusetzen, damit man selbst an Omas Knete (Rente und Pflegegeld) kommt und sich bereichern kann... Für wie blöd haltet Ihr uns denn

    So ein blödes Geschwätz.


    Die Durchschnittsrente einer Frau beträgt so um die 600 €.


    Jetzt rechne mal das Pflegegeld dazu, sagen wir mal Stufe 2


    921 € dann sind wir bei etwas über 1500 €. Ein Platz im Pflege-


    heim kostet bei uns zwischen 2800 und 3300 €.


    Wo kommt denn dann der Rest her?

    beiträge zum Teil weltfremd

    Die Beiträge von Jaborosa kann ich absolut nicht nachvollziehen.


    Wenn man seine Angehörigen nicht ins Seniorenheim abgeben möchte, aber 24h auf hilfe angewiesen sind, kann man nur auf Osteuropäische Betreuungskräfte zurückgreifen. Eine deutsche Kraft kostet ungefähr 150 Euro pro Tag, macht bei 31 Tagen 4650 Euro, eine polnische Kraft bei gleicher Qualifikation kostet zwischen 1400 bis 2077 Euro.


    Mann muss sich auch mal die Frage stellen, warum können unsere Wohlfahrtsverbände keine Globalübliche Betreuungspreise anbieten??? Deutschland kann sich der Globalisierung nicht entziehen, auch im Sozialbereich nicht. Sie müssen sich den Markt auch gegen Polen stellen.Daran ändern auch nicht die unqualifizierten Äußerungen von Jaborosa nichts.

    dann sollte man in Deutschland vielleicht besser die Lebenshaltungskosten plus Abgaben senken! Das wäre dann was anderes. Geht aber nicht, da sonst ein paar Leute weniger Profit machen. Also werdet Ihr wohl selber pflegen oder eben besagte Osteuropäer einstellen müssen. Viel Spaß dabei.


    "Weltfremd" leitet sich übrigens immer davon ab, von welcher Warte aus man die Welt sieht und bei wem man dann bemerkt, daß er sie nicht von derselben sieht... Jenen tituliert man dann so, was reichlich überheblich und somit dumm ist. Und für "unqualifiziert" halte ich meine Kommentare auch nicht, bloß für nicht besonders schmeichelhaft gegenüber Laien/Outsider. Da bieten sich derartige Attribute natürlich schnell an...

    erkläre mir mal bitte die Finanzierung

    Ich kann ihre Sichtweise leider immer noch nicht nachvollziehen.


    Wie soll ein Durchschnittsverdiener den Differenzbetrag zwischen polnischen und deutschen Anbieter aufbringen. Was soll die ironische Aussage: viel Spass dabei Osteuropäische Fachkräfte einstellen. Ist eine polnische Pflegefachkraft weniger Wert???


    Ich möchte auch lieber eine Fachkraft aus Deutschland einstellen,am liebsten eine die Arbeitslos ist um Sie aus der Arbeitslosigkeit und sozialer Ausgrenzung herauszuholen. Ich kann dies leider nicht bezahlen.

    eine persönliche 24h Pflege ist auch eher die Ausnahme und nach deutschem Verständnis Luxus. Und Luxus ist eine Privatbetreuung auch meiner Meinung nach. Normaler Weise werden derartige Patienten von der ambulanten Pflege betreut, die ein bis zweimal am Tag vorbeikommt. Etwas anderes ist es bei Heimbeatmeten. Hier wird im Schichtdienst gearbeitet, 24h lang. Allerdings besteht da auch eine medizinische Indikation.


    Arbeitsrechtlich ist es so, daß in Deutschland 24h-Dienste gar nicht erlaubt sind. Wenn, dann als Bereitschaftsdienst, und das wird größten Teils in Kliniken gemacht.


    Es ist fraglich, ob jemand eine 24h Pflege wirklich BRAUCHT, oder ob man sie nur WILL. Wenn ich mir einbilde, ich bräuchte immer eine erste-Klasse Fahrkarte, dann bitte schön, kann ich auch das Geld dafür hinlegen. Wenn das für die eigenen Verhältnisse zu teuer ist, brauche ich mich nicht zu beklagen. Wenn die polnische Eisenbahn billiger ist, bitte. Allerdings hat es auch den Nimbus von Leibeigenschaft, und vielleicht regt mich auch diese servile Art osteuropäischer Kolleginnen und Kollegen auf, die sich an einen Haushalt "verkaufen" und damit die Rechte der hiesigen Pflegekräfte torpediert.


    Vielleicht, man entschuldige die Polemik, sollte man analog im öffentlichen Dienst dann den Markt freigeben für Sicherheitsfirmen, damit die blöde Polizei endlich mal für weniger Kohle guten Service leistet.

    @ ahania

    Warum so gehässig? Vielleicht, weil wir auch um unseren eigenen Arbeitsplatz Angst haben müssen, wenn der Anteil der *Haushaltshilfen* weiterhin zunimmt?


    Legal über die Bundesagentur für Arbeit ist nur die Beschäftigung von Haushaltshilfen, jedoch nicht die von Pflegekräften. So wurde es mir auch von einem Mitarbeiter der örtlichen Arbeitsagentur bestätigt als ich einen Anbieter gemeldet habe, nachdem sich dieser in meiner Gegend breitmachen wollte. Wenn es sich nur um haushaltsnahe Tätigkeiten gehandelt hat, warum wurden dann vier Pflegeverträge mit dem bisherigen ambulanten Pflegedienst gekündigt?


    Hast Du Dir schon die hier http://www.med1.de/Forum/Pflege/162587/2/ eingestellten Links zu den Aufenthaltstiteln durchgelesen?


    Habt Ihr vielleicht schon einmal gemeinsam über eine Kurzzeitpflege in einem *Heim* nachgedacht? Sei es nur, um den Alltag dort auch bewusst zu er-*leben*?


    Die Sache mit dem Geld muss nicht zwingend auf Dich zutreffen, da die Geldseite sehr oft ein Ausschlusskriterium für Angehörige ist, ihren pflegebedürftigten Angehörigen in ein Heim umziehen zu lassen. Dies schreibe ich nicht nur so daher, sondern berichte aus persönlichen Erfahrungen, wobei vielfach der Trugschluss herrscht, dass die Pflegeversicherung schließlich alles übernehmen müsse.


    Zitat hskler

    Zitat

    Man muss sich auch mal die Frage stellen, warum können unsere Wohlfahrtsverbände keine Globalübliche Betreuungspreise anbieten? Deutschland kann sich der Globalisierung nicht entziehen, auch im Sozialbereich nicht. Sie müssen sich den Markt auch gegen Polen stellen.

    Die freie Wohlfahrtspflege hat es bis heute nicht geschafft, sich dem freien Wettbewerb seit Einführung der Pflegeversicherung zu stellen. Die Entgelte dieser Anbieter sind weiterhin u.a. durch staatliche und kirchliche Zuschüsse subventioniert, sonst würden die Entgelte um einiges höher als die der privaten Anbieter liegen, wobei die Ergebnisqualität der privaten Träger vielfach höher ist. Wie sollen sich die freien Wohlfahrtsverbände also gegen osteuropäische Anbieter positionieren, wenn sie nicht mal einen innerdeutschen Vergleich bestehen würden?