Ausbildung Gesundheits- und Krankenpflegerin ohne Vorkenntnisse?

    Guten Abend ihr Lieben!


    Ab Montag beginnt mein vierwöchiges Praktikum in einem Krankenhaus. Wenn ich mich "gut anstelle" mit Aussicht auf eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch für eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin.


    Allerdings habe ich noch keinerleid Vorkenntnisse (nur aus Erzählungen von Verwandten/Bekannten) und bin natürlich schon sehr aufgeregt, freue mich allerdings auch darauf! :)z


    Habt ihr schon soetwas hinter euch? Was für Erfahrungen habt ihr gemacht? Habt ihr Tipps für mich?


    Danke schon mal! *:)

  • 65 Antworten

    Man sollte Erbrochenes, Sche.ße und Schnodder sehen können, üble Gerüche ertragen können.


    Dran denken, dass dieser Beruf bescheiden bezahlt wird, man auch an Weihnachten vielleicht nicht zu Hause ist und dass man mehr Überstunden schiebt, als einem lieb ist.


    Das sollte man schon jetzt nüchtern betrachten.

    Marulabaum

    Danke für deinen Beitrag *:)


    Ich denke dass ich das ertragen kann. Meine kleine Nichte (jetzt 19 Monate alt) habe ich auch schon oft gewickelt, habe Erbrochenes weggewischt etc. und keine Probleme damit gehabt. Natürlich ist es erst ein bisschen komisch aber daran habe ich mich schnell gewöhnt.


    An Feiertagen arbeiten ist für mich kein Problem, im Gegenteil, das mag ich sogar gerne. ;-D


    Und die Überstunden... In meiner Ausbild, Zeit der Übernahme in dem Betrieb wo ich vorher gearbeitet habe, habe ich auch (unbezahlte) Überstunden geleistet.

    Ich habe eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester gemacht, vorher hatte ich auch ein Praktikum gemacht. Das sollte man auf jeden Fall machen, da wird man dann gleich ins kalte Wasser geschmissen...


    Man hat in dieser Ausbildung unheimlich viel Theorie, eine Freundin von mir hat gleichzeitig eine Ausbildung zur Arzthelferin gemacht, die hat beteutend weniger Theorie gehabt.


    Kurzum in der Ausbildung zur Krankenschwerster muss du sehr viel mehr lernen als in anderen medizinischen Berufen.

    Also ich hatte Vorwissen vor der Ausbildung, wirklich genutzt in der Praxis hat nicht das Wissen sondern die vorherige Arbeit im Altenheim...


    man muss es nüchtern betrachten, keine stilisierten Ideale, kein Helfersyndrom und es NUR deswegen machen wollen... dann kommt man gut zurecht, auch mit Fakten. Das man nie genug Zeit hat, ständig unter strom steht und nicht jeder Patient vor Dank vor einem auf die Knie fällt ;-D


    Und dann machts doch auch noch irgendwie spaß...


    Viel Glück

    Zitat

    man muss es nüchtern betrachten, keine stilisierten Ideale, kein Helfersyndrom und es NUR deswegen machen wollen... dann kommt man gut zurecht, auch mit Fakten. Das man nie genug Zeit hat, ständig unter strom steht und nicht jeder Patient vor Dank vor einem auf die Knie fällt


    Und dann machts doch auch noch irgendwie spaß...

    kann ich so unterschreiben. Ich hab im Oktober meine Ausbildung angefangen. *:)


    Vorkenntnisse hatte ich eigentlich keine, zumindest nur "privat"

    Ach zwecks Erfahrung wegen Prakikum...einige meiner "Kollegen" haben welche absolviert. Im Prinzip ist es wohl schon so, dass man in's kalte Wasser geschmissen wird. Ging mir aber auch jetzt in der Ausbildung so. ;-)

    ich war vorher APH mit so nem 10 wochen kurs hab 400 euro im AH gearbeitet... dann aber 4 jahre ganz raus und dann ab zur ausbildung, wollte aber schon immer Medizin studieren und hab Bio LK gehabt und wusste wirklich ne ganze Menge... aber alles theoretisch und dann merkte man dass es in der Praxis schon anders lief... hat mir aber in der Ausbildung geholfen schulisch, hab glaub nie gelernt in den 3 jahren.. lach

    Warum braucht man denn als Krankenschwester so ein großes medizinisches Fachwissen, meine Freundin beklagt sich, dass man letztendlich eh nur Betten mach darf, Essen austeilen, Leute waschen ect. Ist das nicht überall so? Kommt vielleicht drauf an, auf welcher Station man arbeitet und wieviel Berufserfahrung gesammelt wurde, oder?

    naja man geht nicht umsonst zur schule und lernt da mehr als betten machen... gibt leute die haben höhere ambitionen...


    Und man lernt sämtliche Krankheiten mit samt verlauf, therapie, die komplette anatomie und ein schnellstreifschuss durch die Mikrobiologie...


    plus den ganzen Sozialthemen... mir reichte es... da fallen auch leute durch, und nicht weil sie keine Betten machen können...


    Aber weil manche den Beruf so sehen ist er auch so mies bezahlt und man traut ner schwester nicht mal zu ohne "Befehl von oben" ne Aspirin herauszurücken. Ist aber nur in Deutschland so, in Schweiz und Skandinavien läufts gaaaanz anders.

    ist deine Freundin noch schülerin? dann hat sie leider doofe stationen erwischt. SOllte sie schon fertig sein, dann naja ich weiß ja nicht....


    Krankenbeobachtung ist das zauberwort, ein Arzt der den nur 4 minuten pro tag sieht muss sich auf die Aussagen der Pflegekraft verlassen können. Ich arbeite jetzt ambulant intensiv ganz ohne Arzt und muss auch alles allein entscheiden...

    Zitat

    Warum braucht man denn als Krankenschwester so ein großes medizinisches Fachwissen, meine Freundin beklagt sich, dass man letztendlich eh nur Betten mach darf, Essen austeilen, Leute waschen ect. Ist das nicht überall so?

    Bei sowas geht mir ja immer die Hutschnur hoch. Das sind auch genau die Leute die dafür sorgen das Pflege klein bleibt und von außen gerne als die die Bettpfannen durch die Gegen trägt und wäscht gesehen wird.


    Pflege ist weitaus mehr als das. Wir sind die die den Patienten den halben Tag sehen, wir sind die die kleinste Veränderungen wahrnehmen, sei es am Allgemeinzustand oder an den Wunden und wir sind es auch die Wunden versorgen, Medikamente verabreichen, Insuline spritze, den Patienten in Gesundheitfragen beraten etc.


    Menschen die der Meinung sind Pflege ist eh nur waschen und Betten machen, die haben eindeutig was falsch gemacht :-/

    Danke für die vielen Antworten! @:)


    Ich wollte heute der Bundesagentur für Arbeit bescheid geben, dass ich ab Montag das Praktikum im Krankenhaus beginne. Habe den Tipp bekommen, dass ich sagen soll, dass ich mehrere Abteilungen in dem Krankenhaus durchlaufe, also auch die, die zu meinem erlenten Beruf gehören (mit anschließender wahrscheinlicher Einstellung), da mir das Praktikum ansonsten nicht genehmigt wird. Jetzt muss das Krankenhaus begründen, warum das Praktikum 4 Wochen dauern soll. Irgendwie weiß ich jetzt nicht weiter... ":/

    @ kathi-rockt

    Zitat

    Im Prinzip ist es wohl schon so, dass man in's kalte Wasser geschmissen wird. Ging mir aber auch jetzt in der Ausbildung so. ;-)

    Genau davor habe ich wahrscheinlich Angst, dass ich versage und nicht gut genug dafür bin, obwohl mich das alles brennend interessiert. Das Gefühl vom "versagen" und "nicht gut genug sein" hatte ich sehr oft in meiner vorherigen Ausbildung. :-|


    Wie gefällt dir die Ausbildung denn und was findest du an dem Beruf gut, wenn ich fragen darf? *:)

    @ Mellimaus21 @ beetlejuice21

    Zitat

    Warum braucht man denn als Krankenschwester so ein großes medizinisches Fachwissen, meine Freundin beklagt sich, dass man letztendlich eh nur Betten mach darf, Essen austeilen, Leute waschen ect. Ist das nicht überall so?

    Das Besondere an dem Beruf ist, vermute ich zumindest, dass man aus dem Patientenzimmer geht und man sich sagen kann, dass man dem Patienten geholfen hat. Ob er vor Dankbarkeit auf die Knie fällt oder nicht... dass man zusammen im Team arbeitet und die Patienten beobachtet und Veränderungen wahrnimmt.

    @ :)

    In meinem letzten Job (Psychiatrie) hat die Pflege echt viel geleistet, z.T. sogar themenspezifische Gruppen übernommen. Dabei waren nicht mal alle Fachpfleger. Von den medizinischen Dingen ganz zu schweigen. Auf der Station (Alkoholentzug) fielen auch durchaus medizinische Sachen an, aber doch weniger als bspw. auf einer chirurgischen Station. Trotzdem gab's Notfälle wie Entzugskrämpfe, Suizidversuche und erforderliche Reanimation – und ohne das tolle Pflegeteam hätte die ärztliche Unterbesetzung im Chaos geendet.


    Für die Betten hatten wir aber auch noch eine hauswirtschaftliche Stationshilfe, die auch z.T. für's Essen (mit den Patienten selbst) zuständig war.


    Ansonsten zählte halt auch die Meinung der Pflege, die bei jeder Visite dabei war. Denn DIE sahen die Pat. rund um die Uhr und waren wichtige Informationsträger. Davon, dass sie wesentliche Teile MEINER Einarbeitung übernommen haben, ganz zu schweigen.


    Am besten funktioniert es im Übrigen in Kliniken/Abteilungen, wo die Pflege geschätzt wird und eben nicht als Essensservierer und Hinternabputzer verstanden wird.


    Die Schülerinnen, die bei uns die Station durchliefen, waren aus verschiedenen Ausbildungsjahren. Gerade die im 1. Jahr waren noch sehr unsicher und wurden auch anders eingesetzt, brauchten viel mehr Kontrolle und Anleitung als die aus dem 2. oder 3. Jahr (plus unterschiedlicher persönliche Begabung im Umgang mit Psychiatrie-Patienten). Kurzum: Man MUSS als Anfänger nichts können. Außer anpacken und mitdenken und nicht im Weg stehen.


    Für alles andere macht man ja eine Ausbildung!

    @ myree

    Mir gefällt es bisher ganz gut. Im Moment ist es noch viel neues und ich darf eben noch nicht wirklich was,...außer Betten machen, Essen austeilen, Tropfen stellen, Blutzucker messen, Waschen, Essen austeilen, Lagern, Patienten zu Untersuchungen fahren und bei Klingeln ins Zimmer laufen. ;-)


    Aber ich mags. Ich mag es mit Menschen zu arbeiten, für sie da zu sein, was zu tun zu haben, die Dankbarkeit, die Abwechslung, das ganze Drumherum.


    Schwer zu sagen... Das einzige was nervt: dass ich bei jedem Pups "Erlaubnis" brauche...aber das ändert sich ja noch (zuindest etwas ;-) )


    Darf ich fragen, was du davor gemacht hast? Ich bin auch "Späteinsteiger"

    Und darum find ich ein Praktikum durchaus sinnvoll, eigentlich merkt man am 2. tag schon ob es einen gruselt oder ob man die Arbeit ok findet / gern macht...

    @ TE:

    echt ist das so krass das man nicht mal ein Praktikum machen "darf" .... lass das KH argumentieren und mal ehrlich in den 4 wochen finden die eh nix für dich... da find ich den Staat ja unglaublich, wer sich selbst kümmert wird noch bestraft.