Ich bin gerade ganz verwundert, dass man als Schwester doch so viel medizinisches Background lernt.


    Davon habe ich (leider) noch nie etwas bemerken können.


    Mein Dad ist ein Sammelsurium von Krankheiten – einige seltene Rheumakombinationen, eine Vielzahl von kardiologischen Problemen und noch ein paar Altersklassiker wie Restless-Legs. Und ich habe noch nie erlebt, dass eine Schwester bei der Aufnahme/beim Klingeln etwas anderes tat, als sich das aktuelle Problem anzuhören und entweder einen Arzt zu holen, oder es solange zu ignorieren, bis sich das Spiel wiederholt.


    Überhaupt habe ich sehr oft das Klischee von der adipösen, schlecht gelaunten Bettpfannenträgerin erlebt, das Gegenteil der engagierten Fachkraft allerdings nur sehr selten.


    Ich will auch garnicht provozieren, ich weiß aus meiner Familie, dass es viele Berufe gibt bei denen die Aussenwirkung kaum mit der Realität vereinbar ist, mich würde nur interessieren: Wenn ihr so viel wisst, warum dürft ihr es nicht anwenden? Versicherungsprobleme? Überforderung?

    kommt drauf an was du meinst?


    was darf man in deinen augen denn nicht?


    Ich darf nichts therapeutisches selbst entscheiden, aber ich darf sehr wohl mehr als von dir geschildert und geschrieben. Ich glaub wenn dir da wirklich nur solches Personal begegnet ist, dann liegt es oft an den Zuständen der Klinik. Wenn ich die Grundbedürfnisse wegen Stellenschlüssel kaum befridiegen kann (waschen essen etc) dann ist für mehr leider auch keiner Zeit.


    Vieles ist leider ne "rechtliche Grauzone" und das wird dann auf jeder Station so gehandhabt wie der Chefarzt es zulässt...

    Weil wir ein Heilhilfsberuf sind und unserem Handeln (noch) sehr enge Grenzen gesetzt sind, und wir viel weniger dürfen das es in Holland oder GB der Fall ist. Aber da auch die Pflege mittlerweile akademisiert wird, sind wir immerhin schon mal auf einem guten Weg. Denn das Stichwort heißt EBN (Evidence based nursing) und damit tun sich viele schwer. Pflege ist schon lange kein Job mehr in dem man sein Helfersyndrom befriedigt und was jede ungelernte Kraft mal eben machen kann. Pflege ist weitaus mehr als waschen, Betten machen und Essen anreichen. Und erst wenn der letzte das auch begriffen hat, haben wir die Chance etwas zu erreichen, und daher wäre ein Pflegekammer auch schon mal der Schritt in die richtige Richung!

    @ Sunflower_73

    Zitat

    Kurzum: Man MUSS als Anfänger nichts können. Außer anpacken und mitdenken und nicht im Weg stehen.

    Ich werde es versuchen und mein Bestes geben. Hoffentlich stelle ich mich nicht allzu doof an :)z

    @kathi-rockt.

    Das klingt doch ziemlich interessant alles :)^ jetzt werde ich noch nervöser und aufgeregter. :[]


    Ich habe dieses Jahr meine Ausbildung zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel abgeschlossen und wurde anschließend für zwei Monate übernommen. Jetzt bin ich 20 Jahre alt.


    Darf ich fragen was du denn vorher gemacht hast? Weil du geschrieben hast dass du auch ein "Späteinsteiger" bist?

    @ beetlejuice21

    Zitat

    echt ist das so krass das man nicht mal ein Praktikum machen "darf" .... lass das KH argumentieren und mal ehrlich in den 4 wochen finden die eh nix für dich... da find ich den Staat ja unglaublich, wer sich selbst kümmert wird noch bestraft.

    Ja, weil mir das Praktikum sogesehen nichts bringe, um wieder in den Beruf oder einen ähnlichen Beruf so schnell wie möglich wieder einsteigen zu können.


    Da frage ich mich allerdings, wie das Krankenhaus argumentieren soll? Mit der Aussicht auf einen Ausbildungsplatz zum nächsten Jahr? Ich habe mir überlegt, ob ich vielleicht ein Anschreiben vorfertigen soll, um dem KH damit die Arbeit für die Argumentierung abzunehmen?!


    Ich bin selber aktiv geworden, weil ich ungelogen 7 mal ( :(v !) innerhalb von zwei Wochen bei der Hotline der Bundesagentur für Arbeit angerufen habe, um ein Beratungsgespräch zu bekommen, um dann zu erfahren, was ich für Möglichkeiten habe oder auch nicht... das Beratungsgespräch war erst für Januar 2013 vorgesehen, deshalb hat man sich nicht bei mir gemeldet. :|N

    ich frag mal doof, bist du denn in irgendeiner maßnahme zur zeit das das amt überhaupt merken würde, dass du dieses Praktikum machst.


    So wie ich das kenne gibts dafür ja kein Geld das man anmelden müsste, also kann man das nicht einfach als Freizeitbeschäftigung erklären und sagen in den 4 wochen wird die Arge eh keine termine für dich haben also tu was du willst?


    Sollte das rechtlich nicht erlaubt sein, nehm ich das zurück das wäre mir dann unbekannt.

    @ Myree:

    Bin geneigt, mich Beetlejuice anzuschließen.


    Bin gerade selber arbeitslos und weiß, dass ich ein Praktikum machen dürfte (max. 4 Wochen). Als ich vor einigen Jahren mal kurz Hartz IV bekam, hätte ich es da auch gedurft. Allerdings halt auch nur so kurz. Da kann sich natürlich was geändert haben, aber...


    Und:


    Man kann sich doch auch parallel dazu bewerben / Bewerbungen schreiben.

    @ Mellimaus21

    Zitat

    http://www.youtube.com/watch?v=oH02sf_ludI

    Ich würde eine Pflegekammer sehr begrüßen. :)^


    Ich selber habe auch ein Praktikum vor meiner Ausbildung absolviert ohne jegliche Vorkenntniss. Die habe ich wirklich erst durch meine Ausbildung (eher durch viel Selbststudium) erworben. Generell kann man sich zum "Bettpfannenwechsler" degradieren. Muss man aber nicht. Der Job verlangt eine Menge ab, egal ob geistig, körperlich oder psychisch. Meine Ärzte könnten nicht für einen Tag meinen Job übernehmen. ;-) Das wird ihnen leider immer dann bewusst, wenn ich sie dafür missbrauche.

    wie gesagt ich kenn die gesetzeslage nicht zum Praktikum, ich weiß nur man muss halt für Gespräche zur Verfügung stehen und Bewerbungen schreiben, das geht auch beides während des Praktikums du willst ja nicht 4 wochen nach Timbuktu verschwinden...


    von daher... ich sehe da eigentlich keine Kollision zwischen den Interessen... aber ich bin ja auch kein bürokratisches Amt. ;-D

    Also zwei Wochen wären ok, laut Arbeitsvermittler, vorausgesetzt dass es auf eine eventuelle Beschäftigung nach dem Praktikum beläuft. Ich werde morgen mal fragen wie das wäre, wenn ich auf die Fahrtkostenerstattung verzichte?! ":/


    Genau, ich bin zur Zeit in keiner Maßnahme und da ein Beratungsgespräch erst für Januar 2013 vorgesehen war, hätte die arge eh nichts davon mitbekommen.


    Dazu habe ich noch einige Bewerbungen als Bürokauffrau usw nebenbei laufen. Und ich habe schon in dem KH nachgefragt, die würden die Schichten so legen, dass ich zu einem Vorstellungsgespräch könnte. :)^

    Oh leider keine Beiträge heute. *:)


    Ich gehe morgen zur Bundesagentur für Arbeit und werde die Karten auf den Tisch legen. Sehe da momentan keine andere Möglichkeit.


    Habt ihr noch Tipps für mein Praktikum? Der Montag rückt immer näher und ich werde schon ein bisschen hibbelig. :p>

    Zitat

    dass dieser Beruf bescheiden bezahlt wird

    das stimmt nicht, man kann sich fortbilden, Zusatzausbildungen machen etc - wer das tut wird auch besser bezahlt, und Schlechtverdiener sind z.B. psychiatrische Krankenschwester/Pfleger definitiv nicht ;-)

    Dem Lebensstil des Fachpflege-Personals nach zu urteilen, kann der Verdienst wirklich nicht schlecht sein. Muss ich mal anmerken.


    Bei mir in der Psychiatrie kam hinzu: Das Pflegepersonal hat nur Früh- oder Spätdienste gemacht. Für die Nachtdienste gab es separates Personal. Hatten somit auch recht angenehme Arbeitszeiten. Im Verhältnis zum 3-Schicht-System.

    Ergänzung:


    Ich war auch sehr erstaunt zu sehen, dass zumindest bei mir die Klinik die Fachpflege-Ausbildung finanziert hat und die Personen sogar während der Praktika woanders weiterhin Gehalt erhielten.

    @ Myree:

    Vielleicht so simple Sachen wie ohne Nagellack dort auftauchen. ;-) Am wichtigsten aber: Nicht zu viel nachdenken. Du hast ja schon Arbeitserfahrung, wenn auch in einem anderen Bereich. Also einfach beobachten und versuchen, mitzudenken.

    Klingt ja doch alles ziemlich gut, was man hier liest.


    Für welche Fachrichtungen kann man denn eine Zusatzausbildung machen?


    Sunflower_72: Das ist eine gute Idee! Außerdem habe ich mir vorgenommen einen Zopf zu machen. Und nur leicht Schminke aufzutragen


    :)D

    also aus eigener Erfahrung zählt die Klinik oft die Weiterbildung z.b. Onkologie Anästhesie oder intensiv aber danach gibt's deswegen nicht mehr Gehalt.. ich verdiene NRW durch meine Nachtschicht so gut das ich zufrieden bin..grundgehalt ist da mehr in Witz.. liegt aber am Träger und wir sind privat also nicht Tarif gebunden..merkt man.. :-/

    Ist das wirklich so schlecht bezahlt?! :-o :(v


    Habe nächste WOche ein Vorstellungsgespräch in einer Firma als Bürokauffrau. "Übergangsweise", falls ich eine neue Ausbildung beginne im Oktober – langfristig wenn nicht.


    Anfang Januar habe ich ein Vorstellungsgespräch in dem Krankenhaus für eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin.


    Wenn alles nach meinem Plan läuft, dann wäre der Plan perfekt! *:)

    Na ja ich finde die Bezahlung jetzt nicht wahnsinnig schlecht, wegen der Zuschläge. Aber es könnte durchaus mehr sein. Aber es gibt auch genügend Berufe die deutlich schlechter bezahlt werden.


    Aber man sollte sowas auch nicht wegen des Geldes machen. Dann steht man das nicht durch, und alle medizinischen Heilhilfsberufe sind eher unterdurchschnittlich bezahlt ...


    Wobei man nicht am Hungertuch nagen muss, ich würde damit schon gut klar kommen, aber ich will und kann den Job nicht mehr machen