Wollen: weil ich einfach keinen Bock mehr auf Fließbandarbeit habe, alles nur schnell schnell und möglich fertig werden. Kaum Zeit um sich mal zu den Menschen zu setzten und mit ihnen zu reden oder sie mal zu betüddeln.


    Können: weil der Beruf gesundheitliche Spuren bei mir hinterlassen hat und ich einfach nicht noch mehr körperliche Einschränkungen haben will, ich hab ja bis zur Rente noch ein paar Jahrzehnte

    Mellimaus21

    Ist der Zeitdruck denn so groß?! %-|


    Welche gesundheitlichen Spuren denn? Ich frage, weil ich mit 20 Jahren auch schon Rückenleiden habe. Nicht gravierend, aber ich muss schon regelmäßig muskelaufbauenden Sport machen.

    Der ist schon happig der Zeitdruck, denn die Pflegefälle werden nicht weniger und wenn man viele Vollpflegen hat, hat man schon gut zu tun. Unter der Woche geht es mit Sicherheit besser als am Wochenende.


    Am Wochenende steht man dann mit 4 Leuten im Frühdienst und hat den gleichen Aufwand wie sonst auch. Ich glaube mein Rekord war das wir 18 Vollpflegen mit 4 Leuten zu waschen hatte, tweilweise mussten wir zu zweit ran.


    Das Prblem in der Woche ist halt, das der normale Ablauf von Untersuchungen und OPs ja trotzdem um spätestens 8 Uhr los geht. Heißt, wenn man dann keinen Transportdienst hat. Müssen auch zwei Leute ständig hin und herrennen und die Leute zum Op/vom Op etc hin und her karren ....plus dann eben Aufnahmen, Entlassungen, Essen verteilen, Tabletten stellen etc ...


    Es ist schon sehr viele was in so einem Frühdienst ab geht. Kommt natürlich auch immer auf die Station an, aber die Zunahme an Pflegefällen ist schon merklich und viele STationen die eben wenig Belegungen haben müssen auch Fremdpatienten aufnehmen bis woanders Platz ist.


    Deshalb zu denken, ach ich bin ja auf Dermatologie da ist nicht viel mit waschen, ist heute auch nicht mehr, weil man schnell zugebombt wird mit internistischen/neurologischen Patienten wenn man Betten frei hat und das Haus dicht ist.


    Tja bei mir mussten die Knie und die Bandscheiben dran glauben. Knie schon recht früh, Rücken erst später.


    Aber das sind leider die Dinge die man in Lauf nimmt, mit dem Rückenschoneneden Arbeiten ist halt so eine Sache wenn man im KH kaum Hilfsmittel zur Verfügung hat

    Kommt in die Psychiatrie – da ist viiieeel Zeit zum Reden! Und die körperlichen Risikofaktoren sind eher... spezieller Art. ;-)


    Was ich kritisch sehe:


    Wie schnell man (okay, je nach Politik des Hauses) auch versetzt werden kann. Dass man z.T. nicht sicher sein kann, in dem Bereich (wo es gesundheitlich etc. vielleicht gerade gut passt) bleiben zu können.


    Bei mir in der Klinik gab's eine extreme Häufung von Übergriffen auf Persona auf der geschlossenen Station (Problem: Überbelegung und forensische Patienten, die die Polizei wg. Überbelegung der Forensik halt dort regelrecht ablud). D.h. innerhalb von 4 Tagen war die Hälfte des Pflegepersonals verletzt krankgeschrieben.


    Da drohten dann Zwangsversetzungen. Einige Personen aus der Pflege waren aber schon mal auf der Geschlossenen und ebenfalls wg. Übergriffen/Verletzungen gewechselt und hätten den Job dort nicht mehr machen KÖNNEn psychisch. Das war der Leitung ziemlich egal – und die Betroffenen sagten deutlich: Dann kündige ich.


    Das kann es halt auch irgendwie nicht sein.

    Zitat

    Dem Lebensstil des Fachpflege-Personals nach zu urteilen, kann der Verdienst wirklich nicht schlecht sein. Muss ich mal anmerken.

    Naja. Man darf aber nicht vergessen, dass man auch nachts und am Wochenende und an Feiertagen arbeiten muss. Speziell die Nachtdienste sind der eigenen Gesundheit meiner Meinung nach nicht sehr förderlich. Wären diese Zulagen für Nacht-, Wochenend-, und Feiertagsdienste nicht, würde das Gehalt schon sehr bescheiden ausfallen.

    Das Stammpersonal hat bei mir in der Klinik halt gar keine Nachtdienste leisten müssen, sondern nur Früh- oder Spätdienste. Klar, Wochenenden gehörten dazu, aber viele waren froh, dafür in der Woche frei zu haben.

    Hmm... wir hatten ständig Mangel an Nachtdienstpersonal. Z.T. ist mein Stationsleiter (Dienstbeginn 8h) gegen 14h nach Hause gegangen, um dann zum Nachtdienst wiederzukommen... oder andere aus dem Team haben es ähnlich gemacht, alle zähneknirschend und wenn alles andere (stundenlanges Abtelefonieren aller Nachtwachen auf der Liste) scheiterte.

    Die Nachtdienste haben Vorteile und Nachteile. Ein großer Nachteil ist eben der gesundheitliche Aspekt, nämlich das Fehlen eines geregelten Schlaf-Wachrhythmus. Auf Dauer kann das ganz schön an die Substanz gehen. Ein Vorteil ist der finanziele Aspekt und natürlich auch, dass es nachts meist relativ ruhig ist und man dem Stress des Tages entgeht. Kommt aber natürlich auf den Bereich an in dem man arbeitet.

    ich hab früher mal in 3 Schichten gearbeitet. Gut zwar nicht in einen Krankenhaus... . dann wurde meine Befristung nicht verlängert und ich bekam eine Stelle im Normaldienst. Gut ich verdiene ohne Zuschläge viel weniger wie vorher, hab dafür endlich ein geregelts Privatleben und mehr Freizeit... . Ich möchte nicht mehr tauschen auch wenn ich wegen meiner Qualifikation oft gefragt werde ob ich in die normale Pflege möchte. Nein ehrlich wirklich nicht, ich hab Wochenende immer frei und auch Feiertage. Also wenn es geht, ich möchte nicht mehr in die Pflege zurück

    so ich sitze im Nachtdienst in heimbeatmung..hab also ne langweilige nacht vor mir wenn es keinen Notfall gibt..aber Kind ist stabil.. und betuddeln könnte ich schon stundenlang. .grins..


    was Geld angeht kommt drauf an was man viel und wenig nennt ich hab Monatsende soviel wie mein Bruder als Kaufmann. .aber der hat geregelte Arbeitszeiten und weihnachten frei.. und weniger Verantwortung. .


    was Zeit angeht.. darum bin ich in die 1:1 Betreuung gegangen..fliesband war auch nicht meins...

    @ Beetlejuice:

    Damit muss man halt auch umgehen können: Keine direkten Kollegen zum sofortigen Austausch, dafür "näher dran" am Patienten und den Angehörigen. Und tendenziell ja wohl auch "aussichtslosere" Fälle.


    Ich komme zwar nicht aus der Pflege, bei mir steht aber gerade beruflich ein Job mit Anteilen auf der Onkologie zur Diskussion...


    Man muss sich halt genau überlegen, womit man selber umgehen kann und womit nicht.

    genau, hier ist es eigenständiger, dafür auch mehr Verantwortung... kein Doc den ich wegen bisschen Ibu anrufen muss der mir was verordnen soll etc... ich ruf wenn die Notrettung..


    Dafür eben auch mal Sachen die man auf Stationen so nicht sieht.


    Da ich nur Kinder versorge ist es natürlich auch nicht ganz ohne... da muss man einfach mit dem Bild vor augen hin ihnen es so schön wie möglich zu machen, egal wie lange das sein wird... klar ist das nicht einfach und wenn man einen der kleinen dann verliert ist es auch heftig... dafür bin ich dann 10 std am Tag hier und nicht wie in ner Ambulanten Altenpflege 20 min pro Person und quasi auch unter zeitdruck plus immer hin und her fahren... das wäre z.b nie mein Job... anderen macht das großen Spaß...


    Ne ExKollegin von mir arbeitet nun auf der Onkologie... sie sagt auch, völlig anderes arbeiten wieder, auch schön, aber eben teils auch heftig... und trotz allem auch Zeitmangel und Pflegenotstand für die Vollpflegefälle.

    Hallo ihr Lieben! Entschuldigt dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. @:)


    Habe mein vierwöchiges Praktikum nun fast rum, ich muss nur noch am 27. und 28.Dezember spät arbeiten.


    Es hat mir wirklich viel Spaß gemacht! :)^ Ich bin auf der Kardiologie, das Team ist einfach super! Haben gestern sogar beim Kaffee trinken inder Pause zu Dounats und Berliner Weihnachtslieder gesunden. ;-D In ein Zimmer reinzukommen, auf die Patienten zugehen und ihnen zu helfen und es ihnen so angenehm wie möglich zu machen, das fand ich interessant. Außerdem wurde mir viel gezeigt und ich habe auch schlimme Sachen miterlebt (Todesfälle, schwere Pflegefälle, sichtbare verschlechterung von Patienten aber auch eine deutliche Besserung von Patienten). Ich persönlich komme relativ gut mit dem zurecht, was ich gesehen habe. Hatte in meinem Feierabend wenig damit zu kämpfen. Aber ich weiß auch, dass es schlimmer geht und es auch Staionen mit sehr schlechtem Arbeitsklima gibt.


    Ab dem 7.Januar habe ich einen Job in einem Büro auf Vollzeit, mal schauen wie sich das entwickelt und ob ich eine Weiterbildung mache? Oder doch ins Krankenhaus will? Das Vorstellungsgespräch für die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin habe ich schon im Januar. ;-)


    Jetzt bin ich hin und her gerissen... {:(


    Ich wünsche euch allen schöne Weihnachten! x:) :)D

    tja das ist jetzt ne schwierige Frage, aber wer als Praktikantin durchkommt der schafft das auch als Schülerin ^^ würde ich mal so wertfrei sagen ;-)


    In nem Büro? bist du denn als sowas ausgebildet? oder wäre das ein Job ohne Ausbildung?

    Zitat

    tja das ist jetzt ne schwierige Frage, aber wer als Praktikantin durchkommt der schafft das auch als Schülerin ^^

    Findest du? :-)


    Ja, ich habe Kauffrau im Groß- und Außenhandel gelernt. Aber das ist nicht so meine Welt... Ich bekomme schon Schweißausbrüche wenn ich nur das Wort "Logistik" oder "buchen" höre. :-|


    Das ist ein zweijähriger Vertrag, aus dem ich natürlich jederzeit rauskomme.


    Und mein Freund sitzt mir im Nacken und macht Druck, weil mein Zeugnis der Ausbildung nicht so gut ist und mich in 10 oder 15 Jahren keine Firma damit nehmen würde. Er meinte entweder eine Weiterbildung oder eine neue Ausbildung. ":/

    OK dann würde ich an deiner Stelle in Ruhe schauen ob mir der Büro Job nicht doch gefällt. Ausbildungsbedinn wäre wohl eh erst im Oktober, oder fangen die auch zum April an? Machen auch manche...


    Das was dein Freund sagt kann ich so nicht bestätigen, den AG interessiert doch meist das letzte am meisten, heißt wenn du jetzt zwei Jahre arbeitest und da ein gescheites Arbeitszeugnis bekommst, dann würde den nächsten AG dieses viel mehr interessieren als dein Ausbildungszeugnis... grübel


    So jedenfalls kenne ich das..


    Da man beide berufe sicher nicht vergleichen kann, ist es auch schwer dir da was zu raten, sicher würde deine Arbeit in ner Firma regelmäßiger sein, keine Schichten etc... gehalt wäre in etwa das gleiche (nach der KK ausbildung)... hhmmm...