ich auch, sollte ich ml wieder im krankenhaus liegen und es solte jemand auf die idee kommen mich um 4 uhr morgen waschen zu wöllen... der würde einen ritt mitmachen.


    bei uns auf der intensiv ist es aber gang und gebe, allerdings nur bei patienten die ihre umgebung nicht mehr registrieren (koma patienten).

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    nd bin mittlerweile frustriert und desilliusoniert! wenn ich eine andere wahl hätte würde ich sofort was anderes machen!

    Kann dich so gut verstehen!! Ich habe selber 20 Jahre in der Pflege gearbeitet und dann das Handtuch geschmissen. Ich hatte das große Glück, aufhören zu können.

    @ Süntje ... habe doch geschrieben das es im grunde stimmt. ist manchmal schon eine herrausforderung einem liegendem patienten die haare zu waschen. erstmal zeitlich und ohne das bett zu überschwemmen.

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    also bis zur rente werde ich das sicherlich nicht machen!

    Das sagen fast alle - und ich kann es nachvollziehen.


    Das macht doch keinen Spaß mehr. Man hat für keinen richtig Zeit und ständig ein schlechtes Gewissen. Ich war nachts mit über 60 Patienten auf einer chirurg. Station alleine!

    es sind ja noch nicht mal nur bandscheiben oder rückenprobleme...


    ich finde den psychischen druck am allerschlimmsten! das jemand sterben könnte weil ich es nicht gemerkt habe z.b. oder jemand stirbt alleine weil ich keine zeit habe mich ans bett zu setzen.


    bei uns sind wir zwar nachts NOCH zu zweit aber dafür haben wir keinen artzt da. jedesmal diese bettelei und telefoniererei bis jemand kommt. zum kotzen!

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    jedesmal diese bettelei und telefoniererei bis jemand kommt. zum kotzen!

    Das war bei uns auch so! Ich hätte es begrüßt, wenn das Bereitschaftszimmer bei uns auf dem Flur gewesen wäre. Statt dessen schliefen die Ärzet im ausrangierten Schwesternwohnheim auf der entlegensten Stelle des Krankenhausgeländes. Auch Hebammen mussten erst gerufen werden, weil keine im Haus angestellt war, sondern die niedergelassenen sich den Bereischaftsdienst teilten.


    Wenn ich drüber nachdenke, wird mir im Nachhinein noch schlecht. Einfach nur Glück, dass nichts Schlimmes passiert ist.:-/

    stimmt, hatten wir uch schon. bei der übergabe an die nachschwester stand fest das ein patient die nicht nicht überleben wird. keine verwanten und keiner da er sich dazu zu setzen kann. es muss schlim sein alleine zu sein wenn man weiß man stirbt.

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    es muss schlim sein alleine zu sein wenn man weiß man stirbt.

    Und leider ist es ja so, dass die meisten Menschen im Krankenhaus sterben.


    Ich frage mich sowieso, warum manche Ärzte für steinalte, todkranke Patienten überhaupt eine Einweisung veranlassen, wenn der Tod doch absehbar und nicht mehr aufzuhalten ist.


    Irgendwann muss man doch sterben dürfen!?

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    Irgendwann muss man doch sterben dürfen!?

    leider nicht. ein sterben in würde ist kaum noch möglich d wir so viele mittel haben das leiden zu verlänger weil der tot etwas sehr schlimmes ist.


    es gibt schlimmeres als den tot, manchmal ist es besser zu sterben.

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    Irgendwann muss man doch sterben dürfen!?

    wenn es nach den meisten ärzten geht aber anscheinend nicht!


    spannender weise sind bei uns sogar 98jährige pat. im kurativen ansatz und gehen nach der 5chemo nochmal schön ne runde auf die intensivstation. um dann von da auch wieder abgeschoben zu werden und bei uns dann nach einer ca. 3monatigen liegezeit doch zu versterben. tracheotomiert, apallisch und über ne peg ernährt - versteht sich!


    bin ich negativ??? ;-D

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    bin ich negativ

    Nee, einfach nur realistisch! Dieses Gebaren war einer der Gründe, warum ich icht mehr Krankenschwester sein mochte. Was du für dich selbst nicht willst, das füge auch keinem anderen zu.So sehe ich das. Das deutsche Gesundheitssystem ist ist unmenschlisch und würdelos.

    Huhu ihrs,


    bisher hab ich ja nur mitgelesen... Als Noch-Schülerin muss ich aber doch mal mitsenfen :)z


    Zu den Namenschildern: Bei uns wird ebenfalls mit Vornamen gesiezt. Ich finde das auch okay so... In der Psych bei uns war man in zivil unterwegs, dafür wurde mit Nachnamen angesprochen. Zivil ist nicht so meins, Kittel sind mir auch, wenn man sie objektiv "nicht braucht" lieber - Nachname fand ich allerdings nach kurzer Eingewöhnung angenehm. Welche andere Berufsgruppe lässt sich mit Vornamen ansprechen?


    Bei denen, die mit Erwachsenen zu tun haben, dürften das nicht viele sein. Andererseits gibt es ein bisschen Gefühl von "Anonymität" - wenn meine psychisch auffälligen und teilweise nicht berechenbaren Patienten grundsätzlich den ganzen Namen kannten, fand ich das auch komisch.


    Naja, nach der Ausbildung wird es wohl wie bei uns im Haus sein - Vorname und Sie - so haben sich die Damen jedenfalls auch am Telefon gemeldet ;-)


    Ich hab mein schriftliches und praktisches Examen (hoffentlich erfolgreich!) endlich in der Tasche *ächz*. Mündliches folgt noch.


    Noch 13 Tage Station! :p>


    Nur noch 13 Tage.


    13 Tage Horror.


    Nie wieder KH!!!!


    Und mir geht's mit der Vorstellung super. Sagt sich einfach, wenn man weder Altenheime noch ampulante ( ;-D ) Pflege in Betracht zieht.


    Aber Leute, ich hab meinen Traum gefunden... *strahl*


    Dialyse.


    Sonntagsfrei, keinen wirklichen ND, Betreuung von 4-5 Patienten *hüpf*, kaum Grundpflege, massiv übertarifliche Bezahlung, viel zu lernen, lange Einarbeitung, FWB in Aussicht, mehr Urlaub, Zusatzleistungen.... :)^


    Einfach nur genial. Ich freu mich wie Bolle und bete, dass alle Prüfungen gereicht haben... Ich will nur noch weg. Und das Lustige - unser kompletter Kurs ist so dermaßen angenervt von Allem, was mit Arbeit zu tun hat... Völliger Frust auf allen Seiten. Selbst bei mir bröckelt ab und an die über 3 Jahre stabile Fassade der *immer gut gelaunten Schülerin*... Patienten gegenüber vergesse ich mich zwar nicht, aber die ein oder andere, leise, zynische Bemerkung rutscht schon mal raus... |-o


    Meine Freude darüber, erstmal nie wieder in diesem hirnverbrannten KH-Alltag mit Waschstraßen , Ärzten, die minütlich ihre Inkompetenz unter eindrucksvollen Beweis stellen, unglaublich genervten Patienten, das Prellbock-Dasein, etc. pp. mitzubekommen. Ich will nicht mehr.


    Und das von einer Frau, die die ersten Jahre in der Ausbildung inbrünstig sagte, niemals etwas Anderes... Ambulanz, NA oder Anästhesie könnte ich mir zwar immer noch vorstellen, aber keinen Stationsalltag - auch nicht mehr Intensiv.


    Und dieser Traumjob scheint eine Wende zu sein, mit dem ich mir sogar vorstellen kann, länger als 3 Jährchen in der Pflege zu bleiben :)z Ich hatte auch schon Zweitausbildungen überlegt, obwohl ich wirklich gerne in der Pflege bin...


    Nu ja, ihr kennt das ja :-p


    Und ich will nicht zum Spätdienst! *mopper*

    ich weiss nicht ob man alles nur auf das gesundheitssystem schieben kann... und selbst wenn können wir das nicht ändern. aber es gäbe viele andere kleinere baustellen an denen man arbeiten könnte!


    aber da man selbst das nicht darf, es einem ja regelmässig von höheren stellen untersagt wird, steht mein entschluss diesen beruf zu verlassen fest.


    ich soll schuften wie ein schwein, alles kontrollieren, alles im blick haben und dabei die fresse halten! zum denken sind wir eh zu dumm! alles was ich sage oder mache ohne anweisung von oben ist sowieso falsch!


    ich frage mich nur manchmal wo das alles noch enden soll? wer will diesen beruf noch ausüben? wie ich an anderer stelle schonmal erwähnte habe ich panische angst davor selbst mal ins krhs. zu müssen. bei der dummheit die ich tagtäglich erlebe habe ich angst um mein eigenes leben!

    und wer ist schuld daran... geld! die krankenversicherungen wollen immer mehr geld haben, die versicherten wollen immer weniger zahlen, patienten rennen wegen jedem huster und nieser zum arzt, alte menschen kosten immer mehr,


    krankenhausaufenthalt wird nur noch nach krankheitsfall bezahlt.


    wir haben einen arzt der neulich erzählt,e das er erlebt hat wie diese umstellung stattgefunden hat.


    es wurden statistiken von dem krankenkassen erstellt wie lange durchschnittlich für eine krankheit die liegedauer ist.


    es gab da wohl eine dame die dann bei ihm ankam... was ist den ein ileus? er: "ein ilius ist eine erkrankung im bauchraum die..." sie: "danke" sie: "was ist den eine apindiziteus?" er: "eine apendizitis ist eine erkrankung im bauchraum, man nennt es auch blinddarmentzündung. diese muss..." sie: " danke".


    er sagte: es ist erstaunlich das solche "hohlen nüsse" dann darüber zu entscheiden haben was ärztliche behandlung und pflege kosten darf.

    Zitat

    Ich frage mich sowieso, warum manche Ärzte für steinalte, todkranke Patienten überhaupt eine Einweisung veranlassen, wenn der Tod doch absehbar und nicht mehr aufzuhalten ist

    weil viele Angehörige zu Hause da heillos mit überfordert sind, ihrem Opa beim Sterben zuzusehen. Und da ist es eben bequemer, ihn ins Krankenhaus zu schicken.


    Anmerken wollte ich noch zu dem "allein sterben". Es gibt in vielen Städten, Dörfern ehrenamtliche Hospizhelfer, die sich zum Sterbenden setzen, ihn und die Angehörigen begleiten, wir rufen sie nur fast nie. Das ist eine Hilfe, die wir uns nicht holen, obwohl wir es könnten......