Beschäftigungen für Senioren

    Hi,


    meine Schwiegermutter (64) lebt bei mir im Haushalt, da sie mehrere Krankheiten hat und in ihrer eigenen Wohnung kaum noch klar kam. Sie muss dreimal pro Woche zur Dialyse, wegen einem kompletten Nierenversagen, darüber hinaus hat sie Bluthochdruck, mehrere Herzinfarkte hinter sich, leidet an der Schaufesterkrankheit und ist Risikopatient hinsichtlich Schlaganfällen und weiteren Herzinfarkten.


    Nun ist es so, dass wir im Sommer sehr viel unternommen haben, waren im Thermalbad, auf der Bowlingbahn, auf Volksfesten, im Kino u.s.w. Derzeit ist es alles etwas abgeflaut, weil mir im Moment aus privaten Gründen ein wenig die Motivation und Zeit fehlt. (Mache derzeit Führerschein u.s.w.)


    Meine Frage ist, da meine Schwiegermutter eigentlich keine gleichaltrigen Freunde hat und sich daher sehr auf mich fixiert, welche Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es für Senioren, wo sie nicht nur tagelang (außer Dialyse) im Bett liegt und Bücher liest? Sie ist so für ihr Alter noch rüstig, kann auch rausgehen, aber sie macht es leider oft nicht. Ich denke oft an so Seniorentreffpunkte, die es auch in unserer Stadt gibt, aber das ist nicht "ihr Ding" wie sie sagt.


    Mir ist eben aufgefallen, dass sie einen strukturierten Plan braucht, dann macht sie auch Dinge. Sie war in einer Rehaklinik, da hat es ihr super gefallen, sie hat alle Anwendungen mitgemacht und war auch aufgeschlossen. Aber ich kann ihr doch nicht für jeden Tag einen Plan hinlegen und sagen "das und das und das machst Du heute"?


    Vielleicht hat ja von euch jemand Tipps, wie man einen älteren Menschen sinnvoll beschäftigen kann, so dass sie Spaß an ihrem Alltag hat und nicht ihre Tage quasi "rumkriegt". Sie ist jetzt nicht die allerhellste, also schwierige Dinge wie "Computer" gehen gar nicht, ich habe ihr oft angeboten, dass ich ihr alles beibringe, so dass sie z.B. chatten kann im Netz, Foren suchen kann mit Gleichaltrigen, aber das will sie gar nicht.


    Ich würde mal sagen, ohne es böse zu meinen, sie ist denktechnisch recht einfach gestrickt, also zu schwierige Dinge kann man ihr nicht zumuten. (Und bevor es nun wieder heißt – Du böse Zyankali, wie redest Du denn über Deine Schwiegermutter... Sie weiß das SELBST und sie ist diejenige die oft sagt "ach dafür bin ich doch zu blöd" und ich versuche ihr dann Mut zuzusprechen, dass man sein Licht nicht unter den eigenen Scheffel stellen kann). Spaßeshalber (wenn auch nicht Aussagekräftig) wollte sie damals mal den IQ-Test bei Günther Jauch mitmachen. Sie hat nicht mal die Fragen verstanden.... Das meine ich mit "denktechnisch" ist es nicht überdurchschnittlich.


    Ich hatte schon überlegt, ob ich vielleicht einen "Auftrag" an sie weitergebe, also z.B. "hör mal Mutti, ich brauche für Weihnachten 3 x gestrickte Socken" und sie dafür auch bezahle. Sie macht gerne Handarbeiten und vielleicht würde sie sich dann auch produktiv fühlen.


    Vielleicht hat ja noch jemand Ideen und Anregungen, was man ihr ermöglichen könnte, so dass sie ein altersangemessenes, erfülltes Leben haben kann.

  • 43 Antworten

    hat sie denn eine Pflegestufe oder so? Wenn Seniorentreffs nicht "ihr Ding" sind ist es natürlich wirklich schwierig.... denn dort hätte sie soziale Kontakte, die machen auch mal Ausflüge etc. Ich würd da einfach mal mit ihr hingehen und ihr das zeigen. Oder Tagespflege, da haben sie auch Unterhaltung.

    Nach der Beschreibung ist sie eher kein Pflegefall.


    Zyankali, ich ziehe den Hut davor, wie sehr du dich für deine SchwieMu engagierst. Ich hoffe, die alte Dame hält das nicht für selbstverständlich.


    Ich könnte mir vorstellen, dass sie Vorschläge, die von ihr etwas Eigenständigkeit erfordern würden wie z.B. der Besuch einer Seniorenbegegnungsstätte, deshalb ablehnt, weil du sie ganz schön verwöhnt hast mit deinem Programm für sie.


    Vielleicht solltest du dezent auf deine anderen Verpflichtungen und Interessen hinweisen und sie bitten, auch mal auf dich Rücksicht zu nehmen. Die Handarbeitsidee ist doch schon mal gut, sie ist ja auch noch nicht im Greisenalter. Vielleicht könnte sie in einer Offenen Ganztagsschule einen Strickkurs für die Kinder geben oder so etwas.

    Hier sitzen in einem Wollgeschäft fast täglich einige Damen und stricken, alles für einen guten Zweck. Was hat sie in ihrem Leben noch gemacht? Außer Handarbeiten? Etwas sortieren, ordnen? Es müsste für einen anderen Menschen ein wenig wichtig sein und damit ihr eine Bestätigung geben.

    Auch von mir Anerkennung, dass du dich so um sie kümmerst,das ist sicher nicht einfach. Ich selbst habe meine recht schwierigen Eltern, nach einer schwierigen Kindheit gepflegt und weiß, wie schwer das ist. Besonders schwer, wenns nicht die eigene Mutter ist.


    Bei uns gibts einen Oma und Opa Dienst, d.h. ältere, rüstige Personen unternehmen was mit Kindern die selbst keine Oma und Opa haben. Sie gehen auf den Spielplatz, essen ein Eis zusammen, spielen zusammen etc. Einfach um sich gegenseitig gut zu tun. Beide Seiten haben was davon. Vielleicht kann sie das ja machen und hat Lust dazu, vorausgesetzt, es gibt so etwas bei euch. Kurse bei VHS o.ä. für Senioren gibt es auch immer wieder. Hat sie keine Freunde, andere Verwandte, Bekannte, alte Schulfreunde??? Bestätigung halte ich auch für sehr wichtig, egal wie alt man ist.

    Hi und danke für eure Antworten!


    Doch, es gibt Verwandte, zwei Schwestern und noch diverse Cousinen, aber sie ist mit allen im Streit auseinander gegangen, weil sie im Jahr 2000, als sie von ihrer Niereninsuffizens erfuhr ein ziemliches Biest war. So habe ich sie auch kennengelernt, sie hat mich das erste halbe Jahr permanent runter gemacht, was ich für ein Flittchen und für eine Nutte sei, dass ich ihr den Sohn wegnehmen will u.s.w. Die ersten 3, 4 Jahre durfte ich auch nicht in ihre Wohnung, wenn mein Partner sie besucht hat, da wollte sie von mir nichts wissen. Das hat sich auch erst nach einer langen Weile geändert, mein Partner hatte sich aufgrund ihres Verhaltens mir gegenüber irgendwann komplett von ihr distanziert, sich über ein Jahr nicht mehr bei ihr gemeldet und das hat mir wiederum dann leid getan, weshalb ich zu ihr hin bin und mich mit ihr ausgesprochen habe. Seitdem hat sich das Verhältnis zu ihr geändert, mittlerweile sieht sie mich als sowas wie ihre eigene Tochter an.


    Das Verhältnis zu ihren Verwandten hat sich aber nicht mehr kitten lassen, dass möchte sie auch nicht mehr. Ich merke aber eben, WENN sie mal Kontakt zu Gleichaltrigen hat, dann gefällt es ihr auch. Das war wie in der Reha, sobald sie eben den Kontakt hatte zu ihren Mitpatientinnen, ist sie förmlich aufgeblüht, hatte Spaß und hat geredet und gelacht. Oft denke ich auch, dass ihr vllt. ein Partner fehlt, denn sie 1980 Witwe geworden, hatte dann einen neuen Partner, aber da ist es seit 2002 auch vorbei. Mit 64 kann man doch eigentlich noch einen kennenlernen oder sind die Chancen für eine kranke Frau da ziemlich mies? So optisch glaube ich, unterscheidet sie sich nicht von anderen älteren Damen, sie ist schlank, hat eine gute Figur, gepflegt und eben eine normale Person würde ich mal sagen.


    Das mit dem Stricken für die Allgemeinheit oder einem Strickkurs ist eine tolle Idee. Vielleicht kann ich ja hier mal bei Nachbarschaftshäusern und so nachfragen, ob es da eine Möglichkeit gibt. Eventuell wäre ja auch eine ehrenamtliche Aufgabe etwas für sie habe ich schon überlegt, bei uns bei der Tafel arbeiten viele ältere Menschen (habe da selbst mal ein halbes Jahr geholfen) ,die sind teilweise sogar noch älter.


    Danke für euren Zuspruch! Übrigens, nein eine Pflegestufe gibt es nicht, wobei mir ein Krankenpfleger mal sagte ich soll mich darum bemühen.

    Schau doch mal in deiner Gemeinde welche Angebote es für ältere Leute gibt . Bei uns gibt es auch Computerkurse für Ältere .


    Und eins will ich noch kundtun , wenn ich in 5 Jahren 64 bin und jemand sagt Seniorin zu mir , der kriegt von mir eins mit nem Krückstock übergebraten .

    Hallo:)


    Ich arbeite in der altenpflege mit spas.


    Beschäftigung ist ein weitläufiger Begriff:)


    Also unsere damen und Herren spielen sehr gerne Mensch ärger dich nicht, stadt land fluss (wobei man dies mündlich macht und eins nach dem anderen fragt), viele wollen auch beim kochen oder brote schmieren mit eingebunden werden.


    Den tipp den ich dir geben kann, kümmer dich um eine pflegestufe. Wobei ich nicht weis was deine Mutter noch kann und was nicht. Und bezieh sie viel in den Alltag mit ein, somit kommt sie sich nicht nutzlos vor.


    Das mit den socken finde ich eine schöne idee wenn es ihr Spaß macht immer zu. Frag dazu doch auch mal bei einem weihnachtsbasah ob sie welche dafür stricken soll.


    Hoffe es waren nützliche tipps

    Zitat

    Und eins will ich noch kundtun , wenn ich in 5 Jahren 64 bin und jemand sagt Seniorin zu mir , der kriegt von mir eins mit nem Krückstock übergebraten .

    Haha, wollte ich auch gerade so ähnlich schreiben, nur im Namen meiner Mutter – Vorsicht! ;-D

    Zitat

    Und eins will ich noch kundtun , wenn ich in 5 Jahren 64 bin und jemand sagt Seniorin zu mir , der kriegt von mir eins mit nem Krückstock übergebraten .

    :-o Ab wann ist man denn eurer Meinung nach Senior? Also ich finde an dem Wort nichts schlimmes, so wie man zum Kind Kind sagt, zum Erwachsenen Erwachsenen, spricht man ab irgendeinem Alter (ich dachte immer 50 Plus) von Senioren. Meine Mietzekatze ist auch ein Senior ]:D der haut mich aber nicht wenn ich ihn "oller Opa" nenne oder ihm sein Seniorenfutter vorsetze :-D der zeigt mir jeden Tag dass das Motto "Je oller, je doller" auch auf Katzen zutreffen kann.

    Für mich (ich bin Altentherapeutin) ist 64 jetzt auch nicht seniorenmäßig ... sondern noch relativ jung. Ist sie denn körperlich eingeschränkt oder hat eine Pflegestufe? Sonst tu ich mich jetzt schwer mit der vorstellung, was sie noch kann und wieso Du sie "pflegst". Vllt magst ein wenige erzählen?

    zum begriff senior: meine mutter ist 70 und ich würde sie NIE seniorin nennen...sie ist noch so fit, hat blonde lange haare, kerngesund und macht alles, was wir jüngeren auch machen..ich denke, da spielt zum großen teil a) die optik und verhalten mit rein und b) der gesundheitszustand, jemand kann mit 64 mehr "senior" sein als in 75-jähriger beispielsweise..^^ gerade in dem altersspektrum gibt es extrem viele unterschiede

    Zitat

    sie macht es leider oft nicht. Ich denke oft an so Seniorentreffpunkte, die es auch in unserer Stadt gibt, aber das ist nicht "ihr Ding" wie sie sagt.

    Zitat

    alte Dame

    Ist mir auch direkt aufgefallen. Mensch, die Gute ist doch erst 64! Meine Mutter ist 2 Jahre älter und hat da noch gearbeitet. Die würde mir was husten ;-D


    Aber ich würde mir auch wünschen, dass sie mehr soziale Kontakte hätte ":/ .

    Zitat

    Ab wann ist man denn eurer Meinung nach Senior? Also ich finde an dem Wort nichts schlimmes, so wie man zum Kind Kind sagt, zum Erwachsenen Erwachsenen, spricht man ab irgendeinem Alter (ich dachte immer 50 Plus)

    :-o Dann wäre mein Partner ein Senior. Neeeeeeee. Zu jemandem, der voll im Berufsleben steht, passt das doch überhaupt nicht.

    Zitat

    Also unsere damen und Herren spielen sehr gerne Mensch ärger dich nicht, stadt land fluss (wobei man dies mündlich macht und eins nach dem anderen fragt), viele wollen auch beim kochen oder brote schmieren mit eingebunden werden.

    Und wieviele deiner Damen und Herren sind Mitte 60?

    Also für mich ist und bleibt meine SchwiMu eine Seniorin, für sich selbst übrigens auch. Im Volksmund werden wohl Menschen dann als Senior bezeichnet, mit dem Eintritt ins Rentenalter, da meine Schwimu schon seit mehreren Jahren krankheitsbedingt Rentnerin ist, passt es demzufolge auch.


    Davon abgesehen, an Senior sehe ich nichts beleidigendes und es ist keine Titulierung. Das ist eine Bezeichnung wie Mann, Frau, Kind, Erwachsener u.s.w.


    Davon abgesehen spielt sicherlich auch die Persönlichkeit eine Rolle, es gibt Leute die sind mit 70 noch so junggeblieben, dass kaum einer das Wort "Senior" damit verbindet. Andere wiederum, da sehe ich auch meine Schwimu, sind eben "früher alt?".

    @ Ambivalent:

    Wie ich schon schrieb, es gibt keine Pflegestufe. Es sind eben verschiedene Krankheiten, die im Alltag doch recht hinderlich sind, dazu kommt die 3 x pro Woche Dialysepflicht, die eben auch körperlich sehr anstrengend ist. Da ist es durchaus schon einfacher für sie, wenn jemand kocht, wenn jemand im Notfall da ist und wenn sie sich nicht um den Haushalt kümmern muss.


    So allgemein kann sie aber noch alles machen, sie kann eigenständig rausgehen (macht es halt nur leider nicht), sie kann (könnte) wenn sie wollte kochen, sie kann Handarbeiten, sie kann alles was ich auch kann, es dauert eben bei einigen Sachen etwas länger. Vielleicht ist es auch ein charakterliches Problem, sie könnte mehr, sie tut es nicht.


    Computerkurs? Da käme von ihr: Dafür bin ich zu alt und zu dumm. Ersteres würde ich abstreiten, zweiteres kann ich leider nicht abstreiten, denn sie ist sehr unaufmerksam, wenn ich ihr heute sage, dass wir morgen z. B. Toilettenpapier brauchen, hat sie das garantiert wieder vergessen. Sie hört einem nicht zu, sie denkt schon über andere Dinge nach, während man sich gerade mit ihr unterhält, also es ist schon extrem schwierig ihr etwas beizubringen.


    Es hat mich viel Mühe gekostet, sie von ihren ewigen Kochshows im Fernsehen und "Nerv-TV" auf RTL abzubringen und ihr "Bücher" näherzubringen, mittlerweile hat sie in dem letzten halben Jahr mehr Bücher gelesen als den Rest ihres Lebens. Aber es ist halt schwierig jemandem ein wenig Bildung zu vermitteln, der sich sperrt, der lieber alles beim Alten hat und der sich mit seinem begrenzten Horizont zufrieden gibt. Sie ist halt auch furchtbar naiv, wenig Taktgefühl e.t.c. Um mal ein Beispiel zu nennen: Mein Partner und ich wollen ins Kino, ein Liebesfilm (ist nur ein Beispiel). Sie würde gnadenlos mitgehen, sich dazu setzen und Spaß haben, der Gedanke das sie vielleicht bei der ein oder anderen Aktivität stören könnte, Fehl am Platz.


    Es ist halt schwierig ältere Menschen irgendwie wo zu integrieren, wenn sie es selbst nicht wollen.

    Zyankali

    So wie du sie beschreibst scheint sie wirklich viel älter im Geiste zu sein . Ich für mein Teil habe mir vorgenommen , wenn ich Rente habe werde ich durchstarten ! Yeah !


    Die Frau vom Boss ist nah an die 80 und hat sich ein Notebook gekauft. Sie stöbert das Net nach Mode durch .

    Zitat

    spricht man ab irgendeinem Alter (ich dachte immer 50 Plus) von Senioren

    Ja ab irgendeinem Alter, aber doch nicht mit 50, da steht man doch noch mitten im Berufsleben. Zumal das Rentenalter in Zukunft erst ab 67 beginnt. Also wenn mich jemand Seniorin nennen würde, ich würde mir ziemlich veralbert vorkommen. *:)

    Senioren sind bei mir manchmal auch Leute um die 50. Das hängt aber nicht vom Alter ab, sondern davon wie sich eine Person gibt. Wenn jemand mit 80 topfit ist, am Leben Spaß hat und alles möglich unternimmt, dann sind das für mich keine Senioren, aber es gibt ja schon 40 jährige die wie Senioren aussehen und auch so verhalten.


    Bei uns gibts auch, ohne nein, schon wieder das Wort Seniorentanz, Seniorengruppen usw. Vielleicht blöd, aber könntest du nicht mal mit ihr dahin gehen, um es sich anzusehen??? Meine Eltern kamen letztes Jahr krankheitsbedingt in ein Heim. Ich war die ersten Tage auch immer überall mit meiner Mutter hin, Sitztanz %:| Krafttraining, Sport, Kaffeekränzchen, Vorlesungen usw. Auch wenn ich da mit Abstand die Jüngste war ;-D hatte ich immer Spaß dabei. Meine Mutter hat sich dann recht schnell dort eingewöhnt, nette Leute gefunden und ist dann auch alleine hin. Einfach nur der erste Anstoss, um die Angst oder Hemmungen oder was auch immer zu überwinden.

    Anscheinend hat sie keine Lust, etwas Neues zu lernen oder neue Leute kennenzulernen. Ich denke, das sollte man respektieren (es sei denn, sie ist eigentlich immer ein sehr geselliger Mensch mit viel Interesse an Neuem gewesen und du vermutetst, daß es sich um einen leicht depressiven Rückzug handelt– dann könnte es sinnvoll sein, sie ein bißchen zu solchen Aktivitäten zu "drängen").


    Handarbeiten finde ich eine sehr gute Idee, außerdem könntest du sie um Hilfe im Haushalt bitten, es muß ja nichts körperlich Schweres sein: Kartoffeln schälen, Wäsche zusammenlegen, Socken einrollen, Blumen gießen und die alten Blätter abzupfen... Oder mal einen Kuchen backen oder so. Dinge, die sie gut kann eben.


    Und dann fallen mir noch Rätselhefte ein. Habe gerade gesehen, daß es auch Rätselhefte für weniger intellektuelle Menschen gibt, z.B. 50 Seiten "finden Sie die Unterschiede zwischen den zwei Bildern". Im Buchhandel gibt es auch Bücher zum Thema "Aktivitäten für Senioren", meist sind diese für Gruppen gedacht, aber vielleicht findest du auch Dinge, die man allein tun kann.