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    Darf ich als APH Medikamente stellen ?

    Hallo *:)


    Habe mich nun gerade hier im Forum angemeldet, und hab da auch gleich eine Frage ;-D


    Ich habe 2001 meine Ausbildung zum APH ( einjähriges Examen ) bei Blindow gemacht. Zu unserem Lehrplan gehörte auch die Arzneimittellehre. Seit nun 3 Jahren arbeite ich in der Ambulanten Pflege. Laut meinem Lehrplan darf ich Medikamente stellen, und verabreichen. Ebenso darf ich Subcutane Injektionen machen.


    Gestern hatten wir spontan Besuch vom MDK. Allerdings vom MDK der für die Privaten Kunden zuständig ist, aber sich auch um Kassenpatienten Gedanken macht.


    Jedenfalls viel der einen Dame dann bei Durchsicht der Leistungsnachweise auf, dass ich beim Kunden XXX Medikamente gestellt habe, und eben auch abgezeichnet habe. Die Damen meinte nun, dass ich keine Medikamente stellen darf. Mein Chef war total ":/ Dem MDK, der letztes Jahr zur Prüfung war, und von den Kassen kam, juckte das garnicht.


    Das ich aber beim Kunden XXX die Versorgung bei der PEG mache, störte die Dame nicht. Auch wenn ich "NUR" APH bin, so habe ich eineiges an Wissen, was Medikamente, und deren Nutzen angeht.


    Darf ich nun Medikamente stellen, oder nicht ?


    Zum Glück werde ich diese Jahr noch meine Weiterbildung zur Fachkraft machen.

  • 14 Antworten

    Hallo, als APH darfst du tatsächlich KEINE Medikamente richten.


    Du darfst gereichete Medikamente verabreichen.


    Auch einen PEG Verband darfst du machen, sofern keine Behandlung der Einstichstelle erfolgt.


    Du darfst auch s.c Injektionen verabreichen, BZ Kontrollen ausführen, Kompressionsstrümpfe anziehen.


    Das alles ist den den Leistungsbeschreibungen


    ( offizieller Name:Anlage 2 zu § 23 Abs. 3 u. § 42 Abs. 1 des Rahmenvertrages über die Häusliche Krankenpflege nach § 132a Abs. 2 SGB V) beschrieben-


    wer was mit welcher Ausbildung darf, die zu jedem Versorgungsvertrag gehören, den die Pflegeeinrichtungen mit den Kassen abgeschlossen haben.


    Daher sollte jeder Heimleitung, PDL und auch WBL diese Leistungsbeschreibungen bekannt sein.


    Diese Leistungsbeschreibungen weichen in einigen Punkten von Bundesland zu Bundesland ab.


    Hier einmal der Link zu den leistungsbeschreibungen gültig für Hessen:


    http://www.krankenpflege-gerling.de/download/LAG_Anlage2b_Leistungsbeschreibung_2007.pdf


    Daher wäre es sinnvoll bei euch einmal eine Fortbildung für ALLE - einschl. der Führungskräfte - zu diesem Thema durch zu führen.


    Grüße Griesuh

    Noch ein Nachtrag zum Thema Prüfung durch die PKV anstatt MDK.


    Es sind ca. 10 % aller Kranken - u. Pflegekasse Versicherten bei einer PKV versichert.


    Laut Gesetz dürfen die PKV's seit 2012 auch Qualtitätsprüfungen ausführen.


    Die Landesverbände der Pflegekassen erteilen die Prüfaufträge.


    Jetzt wird per Zufallsprinzip auch die PKV mit Prüfaufträgen von den Landesverbänden der Pflegekasse zur QP beauftragt, jedoch bei höchstens 10 % der Pflegeeinrichtungen.


    So hatte ich das Pech, in 2012 der erste PD in Hessen gewesen zu sein, der von der PKV geprüft wurde.


    Diese Prüfung war eine Katastrophe. Die PKV Prüfer hatten eine erhebliche profilneurose.


    Gegen diese Prüfung ging ich anwaltlich vor. Das Prüfergebnis der PKV wurde nicht veröffentlicht, da es nur so von Formfehlern und falschen Angaben wimmelte.


    Kurz darauf kam dann eine MDK Prüfung. Die Prüfungen von PKV und MDK waren unterschiedlich wie Tag u. Nacht

    Du darfst auch keine gerichteten Medikamente verabreichen! Die Verantwortung für die Richtigkeit der gestellten Medikamente trägt der, der sie austeilt! Bei uns war es sogar so, dass der KPH (Krankenpflegehelfer) stellen durfte, aber nicht austeilen. Der "Steller" bereitet also vor, der "Ausgeber" muss die Korrektheit überprüfen, da er die Verantwortung trägt!

    Anna-Ernestine


    Leider stimmt deine Antwort so nicht.


    KPH und auch APH dürfen vorgerichtete Medikamente verteilen.


    Lese bitte einmal die Leistungsbeschreibung, dort steht es eindeutig.


    In der Leistungsbeschreibung heißt es:


    Nr. Leistung Beschreibung Seite 16


    26.2 Verabreichen


    von ärztlich


    verordneten Medikamenten,


    26.2 Verabreichen/Eingeben von ärztlich verordneten Medikamenten


    über den Magen-Darm-Trakt (keine Substanzen zur


    Mundpflege), die Haut (Medikamentenpflaster, keine Einreibungen),


    die Nase, die Ohren oder über die Atemwege. Die


    Kontrolle, ob Medikamente eingenommen wurden, ist Bestandteil


    dieser Leistung.


    Hierzu gehören z. B. Tabletten, Augen-, Ohren-, Nasentropfen,


    Salben, Tinkturen, Lösungen, Aerosole, Suppositorien


    für vom Arzt bestimmte Zeiträume


    - Über den Magen-Darm-Trakt (auch Magensonde)


    - Über die Atemwege


    - Über die Haut und Schleimhaut


    26.2.1 zum Verabreichen/Eingeben von ärztlich verordneten


    Medikamenten über den Magen-Darm-Trakt


    26.2.2 als Einreibung bei akuten posttraumatischen Zuständen,


    akuten entzündlichen Gelenkerkrankungen, akuten wirbelsäulenbedingten


    Symptomen, akuten dermatologischen


    Erkrankungen.


    26.2.3 zur Behandlung des Mundes, lokale Behandlung der


    Mundhöhle und der Lippen mit ärztlich verordneten Medikamenten.


    Qualifikation


    26.2 Krankenschwester/


    -pfleger,


    Kinderkranken –


    schwester /-pfleger,


    Altenpfleger/in,


    Krankenpflegehelfer/


    **in


    und sonstige**geeignete Pflegekräfte


    Unter sonstigen geigneten Pflegekräften verstehen die Kassen unter anderem auch APH.


    Da gibt es nichts mehr zu diskutieren.

    Bei uns wird es aber so gehandhabt und das ist auch gut so! Die Kontrolle erfolgt dann nämlich nochmal durch den Austeiler, was mehr Sicherheit bringt. Ich würde auch nie blind Medis austeilen, die ein anderer gestellt hat!

    Anna-Ernestine


    das was du machst und das was du darfst sind zwei paar verschiedene Dinge.


    Du darfst als APH vorgerichtete Medikamente verteilen. Wenn du es nicht machen willst, wegen der ach so überstrapazierten "Durchführungsverantwortung" so ist das deine persönliche Sache.


    Es kann dich keiner dazu zwingen.


    Wenn es bei euch so geregelt ist, dann ist es so.

    Wenn du das so genau zu wissen scheinst, warum fragst du dann in diesem Forum? Ich finde es gut, das KPH und APH nicht die selben Dinge wie ich "dürfen" (zumindes dort wo ich arbeite), denn sonst hätte ich auch kein Examen machen müssen!

    Hi, eine APH darf nicht die selben Dinge ( Behandlungspflege) wie eine AP machen.


    Was wer was mit welcher Ausbildung darf ist in der Leistungsbeschreibung, deren Link ich eingestellt habe,


    eindeutig festgelegt.


    So wie du schreibst denke ich, hast du diesen Link nicht geöffnet und die Leistungsbeschreibung auch nicht gelesen.


    Unabhängig davon, kann jede Einrichtung durch Dienstanweisungen festlegen ob APH oder KPH die Leistungen, die sie eigentlich erbringen dürften, nicht ausführen dürfen.


    Das ist dann eine innerbetriebliche Anordnung.


    Übrigens bietet der bpa und andere Fortbildungen für Pflegekräfte ohne formale Qualifikation, um dann sogenannte geringfügige Behandlungspflege ( Häusliche Krankenpflege -HKP n. SGB V) durch APH und sonstige geeignete personen erbringen zu dürfen, an.


    Da zu gehört auch das Verabreichen von gerichteten Medikamenten.


    Lese bitte die Leistungsbeschreibungen.

    IRRTUM! ;-D


    Ich dachte erst , du wärst der Fragesteller (beides blaue Namen, flüchtig überflogen), daher wunderte ich mich ein wenig! Dass du gut Bescheid weißt, war mir sofort klar! Wir handhaben es nunmal so bei uns wie ich es beschrieben habe, daher wälze ich keine Leistungsbeschreibungen. Bisher waren alle zufrieden mit der Art wie wir das machen. Bisher habe ich mich tatsächlich noch nicht damit auseinander gesetzt wie es tatsächlich vorschrieben ist! Schande! ;-)


    Wir schlottern immer vor Leuten wie dir, aber letztendlich sind die doch immer zufrieden mit uns! :-D

    Vor mir brauch keiner zu schlottern, warum auch ??


    Wie ich schon geschrieben habe ist das, so wie es bei euch gehandhabt wird, eine innerbetriebliche Anweisung und ihr habt euch an diese Anweisungen zu halten.


    Dann ist es bei euch eben so.


    Mir ging es um diese pauschale Aussage APH DÜRFEN NICHT. Deshalb ist es immer sinnvoll bei Diskusioen einen gewissen Informationshintergrund zu besitzen.


    Auch ich hätte nie gedacht als ich mich selbstständig machte und einen ambul. Pflegedienst gründete, dass ich einmal so ein Reiter sein muss um gegen die Willkür der Kassen an kommen zu können.


    Leider kommst du ohne Kenntnisse dieses §§§ Dschungels nicht gegen die Kassen an.

    So hab ich es auch gelernt, zwischen KPH und KP ... was allerdings lustig war, dass man die gestellten verabreichen konnte und wir eindeutig gestellt haben, ohne das man noch erkennen konnte was das war (z.b. ohne Blister, tropfen schon in ein Pinnchen etc)... darum hab ich dann lieber selbst verabreicht, war ja auch mein Stellen und daher meine Verantwortung