Dürfen Heilerziehungspfleger Blut abnehmen und i.v. spritzen?

    Hallo liebe Leute *:)


    Meine Frage..dürfen Heilerziehungspfleger (mit Spritzenschein) Blutabnehmen bzw. i.v. Spritzen? Es geht um eine Freundin die sowas meint aber ich mir nicht ganz sicher bin ob das zulässig ist. Achja vielleicht ist das noch relevant: Sie macht ihre Ausbildung in Sachsen.


    Wäre toll wenn sich jemand erklären würde was dazu zu sagen..wäre wirklich sehr wichtig.


    Danke :)z

  • 48 Antworten

    Einfache Antwort : NEIN sie dürfen nicht.


    I.V. injektionen sind reine ärztl. Tätigkeiten.


    Den Spritzenschein, kann sie sich einrahmen und ihrgend wo hinhängen. Der erwerb so eines Spritzenscheines ist nichts anders als den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen, mehr nicht.


    Den Spritzenschein gibt es offiziell nicht und schon gar nicht zur Legitimation für I.V. und Blutabnahmen.


    Ein Arzt kann jedoch einer geeigneten Person diese Aufgabe delegieren, z. B. Blutabnahme in Klinik u. Arztpraxis. Eine I.V. Injektion wird jedoch immer der Arzt ausführen.


    In der Pflege ist für alle examinierten Pflegekräfte - I.V. und Blutabnahme und erstrecht für nicht examinierte u. absolut TABU.


    Siehe die Anlage 2 d zu § 132 SGB V(Leistungsbeschreibungen, dort steht wer was mit welcher Ausbildung darf) zu den Versorgungs - u. Rahmenverträgen die die Pflegeeinrichtungen mit den Kassen abgeschlossen haben.


    Diese Leistungsbeschreibungen sollten jeder HL, PDL und jeder WBL bekannt sein und zur Einsicht bereit liegen.

    Griesuh, so stimmt das auch nicht. Auf meiner Intensivstation nehmen alle Pflegekräfte Blut ab, sowohl venös, als auch arterielle und es werden auch i.v.Medikamente, unter anderem auch BTM verabreicht. Ohne dass da jedes mal ein Arzt daneben steht. Mit Spritzenprüfung.


    Auch in der Notaufnahme wird das so gehandhabt. Zumindest mit der Blutabnahme


    Für heilerziehungspfleger bezweifle ich das allerdings auch. Warum sollte saß bei denen nötig sein?

    Nachtrag schaue einmal diesen Link:


    http://www.krankenpflege-gerling.de/download/LAG_Anlage2b_Leistungsbeschreibung_2007.pdf


    dort den Punkt 18 Injektionen.


    Dies ist Beispielhaft für Hessen.


    Solche Leistungsbeschreibungen gibt es für jedes Bundesland und sollten wie schon gesagt den verantwortlichen bekannt sein und zur einsicht vorliegen.

    Erdbeermond


    wir sprechen hier von der Altenpflege - stationär und ambulant - und nicht von der Klinik und schon gar nicht von einer Intensivstation.


    Abgesehen davon habe ich geschrieben:


    Ein Arzt kann jedoch einer geeigneten Person diese Aufgabe delegieren, z. B. Blutabnahme in Klinik u. Arztpraxis. Eine I.V. Injektion wird jedoch immer der Arzt ausführen.


    Das bezieht sich immer auf ambulante u. stationäre Altenpflege.


    Intensivbereich in der Klinik stellt eine ganz andere und eigene Situation dar und ist hier nicht das Thema.


    Haste mal den Punkt 18 in dem Link gelesen den ich eingestellt habe?


    Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

    Haha, die Ärzte in unserem KH würden uns was erzählen, wenn die alle blutentnahmen und i.v. spritzen selber machen müssten. Das ist bei uns (KH in Sachsen) normal, dass das die pflegekräfte machen, aber dazu braucht man den Befähigungsnachweis, d.h. man muss die Theorie beherrschen, es den Ärzten quasi vorführen und ist dann für dieses eine Krankenhaus befähigt, diese delegierte ärztliche Tätigkeit durchzuführen.


    Ich habe das aber noch nie für heilerziehungspfleger, pflehehelfer o.ä. gehört.

    Nachtrag für Erdbeermond


    In der Leistungsbeschreibung unter Punkt 18 steht:


    18. Injektionen


    i. v.


    i. m.


    s. c.


    18.1


    Die i.v. Injektion ist eine ärztliche Leistung.


    18.2


    Die i.m. Injektion beinhaltet die Desinfektion der zu


    punktierenden Hautstelle und das Einbringen von flüssigen


    Medikamenten mittels Hohlnadel in den Körper.


    Aufziehen, Dosieren und Einbringen von ärztlich verordneten


    Medikamenten


    Qualifikation:


    Krankenschwester/-


    pfleger,


    Kinderkranken -


    schwester /-pfleger


    Altenpfleger/in


    18.3 Die s. c. Injektionen sind das Einbringen von flüssigen Medikamenten


    mittels Hohlnadel in den Körper.


    Aufziehen, Dosieren und Einbringen von ärztlich verordneten


    Medikamenten


    Qualifikation:


    Krankenschwester/-


    pfleger,


    Kinderkranken -


    schwester /-pfleger,


    Altenpfleger/in,


    Krankenpflegehelfer/


    in und sonstige


    geeignete Pflegekräfte.


    das sagt doch alles oder??

    Anch2


    auch für dich gilt:


    den Beitrag genau lesen:


    wir sprechen hier von der Altenpflege - stationär und ambulant - und nicht von der Klinik und schon gar nicht von einer Intensivstation.


    Abgesehen davon habe ich geschrieben:


    Ein Arzt kann jedoch einer geeigneten Person diese Aufgabe delegieren, z. B. Blutabnahme in Klinik u. Arztpraxis. Eine I.V. Injektion wird jedoch immer der Arzt ausführen.


    Das bezieht sich immer auf ambulante u. stationäre Altenpflege.


    Also kommen wir zum Theam zurück und reden davon was in der Altenpflege erlaubt ist und was nicht.


    PS. Lese auch einmal den Link, das haste wohl auch nicht gemacht , Ha,Ha

    Genau das gleiche habe ich mir auch gedacht, Anch.


    Im übrigen schreibt er in seinen antworten auch generell von dürfen und nicht dürfen.


    Die TE schreibt von Heilerziehungspflege - nicht von Altenpflege

    Zu euerer Info:


    Der Beruf des Heilerziehungspfleger ist keine Krankenpflegeausbildung sondern zählt zu den Pflege -u. Betreuungsberufen.


    Somit ergibt sich zwangsläufig die Tatsache, dass es sich um eine pflegerische und betreuerische Ausbildung und Tätigkeit handelt, die in einem Pflegeheim oder ambul. PD erbracht und ausgebildet wird.


    Anscheinend habe ich mich für euch unverständlich ausgedrückt.


    Nochmals: In der Altenpflege sind Blutentnahmen und I. V. Injektionen auch für exen tabu. Heilerziehungspfleger dürfen das schon gar nicht.


    Weiter schrieb ich, dass Ärzte, geeignten Personen -- in Klinik und Arztpraxis diese Aufgaben delegieren können.


    Und was es an meiner Aussage unverständlich und noch zu deuteln gibt, wenn auch der eingestellte Link gelesen wurde, ist sehr verwunderlich.


    Lest dazu die Auszüge Punkt 18 der Leistungsbeschreibungen die ich eingestellt habe


    Grüße und schönen Sonntag noch.

    Juuuhu,endlich Antworten. Vielen Dank. :)^ :)^


    Die Hintergrundinfos zu meiner Frage: Meine Freundin,die ich ich eigentlich sonst sehr gerne habe,erzählt manchmal solche "Märchen". Komischerweise erst nachdem sie erfuhr,dass ich nun eine Krankenpflegeausbildung mache und Blut abnehmen etc. lernen und dann auch durchführen darf. Anscheinend kommt sie mal wieder nicht damit klar,dass ich mehr darf als sie,keine Ahnung. Da ich mir ihren Käse nicht mehr anhören kann,will ich ihr nun mal beweisen,dass sie absoluten Blödsinn behauptet.


    Ich frage mich nämlich tatsächlich wo ein Heilerziehungspfleger Blut abnehmen sollte? Der Spritzenschein (soviel ich weiß) befähigt sie nur subkutan zu spritzen. Das ist ja teilweise auch nachvollziehbar,dass sowas bei der Arbeit von pflegerischen Patienten von Nöten ist. Wenn sie dasselbe dürfte wie ich,wieso gibts dann zwei unt. Berufe? Dazu ist sie nach ihrer Ausbildung keine examinierte Heilerziehungspflegerin,auch das behauptet sie. Ja,vielleicht werden einige denken,ich hab nichts besseres zutun,aber das würde mich auch generell mal interessieren. Eine Freundin die ihre Ausbildung in einem Altenpflegeheim gemacht hat,hat auch das Blutabnehmen gelernt.

    also soviel ich weiß ist es im Pflegeberuf immer noch ne grauzone, vor allem in Krankenhäusern, habs auch gemacht aber schulisch nie gelernt. Heißt wenn der Arzt es deligiert liegt die Durchführungsverantwortung bei dir selbst und du darfst ablehnen, musst es auch wenn du das nicht kannst...


    Ich habs immer unter aufsicht gemacht schon als Schüler, aber jedoch würde ich es jetzt in der ambulanten nie alleine machen.


    Aber ein Heilerziehungspfleger ist ja mehr Erzieher als Pflegekraft, die dürfen es sicher nicht, da die medizinisch gar nicht soviel know-how haben können.

    Zitat

    Ein Arzt kann jedoch einer geeigneten Person diese Aufgabe delegieren, z. B. Blutabnahme in Klinik u. Arztpraxis. Eine I.V. Injektion wird jedoch immer der Arzt ausführen.

    Gehört jetzt nicht zur Ausgangsfrage, aber:


    DAS habe ich x-fach anders erlebt. Arzthelferin legt Infusion, Anäthesiepfleger spritzt Dormicum zur Beruhigung vor Narkoseeinleitung,.. Ja, immer durch Arzt authorisiert – aber eben von sonstigem Personal (Krankenpflege, Arzthelferin) durchgeführt.

    Hmm...


    - bei einem niedergelassenen Gastro spritzte mir in der Tat mal eine MTA das Dormicum. In der Klinik machte das immer der Gastroenterologe selbst. Eventuell liegt das daran, daß ich auf Dormicum gelegentlich wohl "paradox" reagiere, und in der Klinik ist das aktenkundlich. Mir hat mal eine MTRA bei einem niedergelassenen Radiologen das Kontrastmittel i.v. gespritzt, glaube ich. Eventuell war das aber auch die Radiologin – ich hatte die Augen geschlossen dabei.


    - Blut entnehmen: Bei der Hausärztin machen das 2 spezielle MTAs, die auch sonst fähiger scheinen als die anderen Arzthelferinnen. In der Klinik stationär ist das eine typische Aufgabe für den PJler. In der Klinik ambulant gibt es normalerweise darauf spezialisierte Schwestern, die in einem etwas abgelegenen Raum ihren Vampirtätigkeiten nachgehen.


    - Zugangslegen: Das machen normalerweise wirklich die Ärzte und keine Schwestern oder MTAs. Einen speziellen Pfleger gab es, der das auch machte – ich nehme an, er hatte irgendeine Berechtigung dazu. Er konnte das besser als so mancher Arzt. Ich wurde mal bei einer OP gefragt, ob der anwesende PJler (oder Famulant?) das machen dürfe, und das konnte ich ablehnen. (Dafür hat er im Anschluß wohl die nasale Intubation gemacht, als ich mich nicht mehr wehren konnte....)


    - Anhängen von Infusionen an den Zugang: Klare Sache der Schwestern / MTAs. Das machen Ärzte nie. Außer bei wirklich kritischem Zeugs, wie z.B. einem Beutel voller Chemo.


    - Ziehen von Zugängen (auch arterielle): Klare Sache der Schwestern / MTAs. Das machen Ärzte nur dann, wenn sie direkt danach einen neuen Zugang legen wollen.


    - Spritzen von wirklich kritischem Zeugs i.v. (z.B. Chemos): Eindeutig die Sache von Ärzten.

    jo so in etwa kann ich das unterschreiben, ist jedoch wirklich klinikabhängig.. jedoch chemo etc ist eindeutig verboten bei Schwestern... (obwohl es sicher auch fälle gibt wo sie es trotzdem machen) wenn ich seh das ne chemo Para läuft würde ich da wohl auch eher selbst dran gehen bis Dr. xy 5 minuten braucht und der Patient enorme Probleme damit bekommt...


    Und eine MTA lernt das Blutabnehmen auch in der Ausbildung (jedenfalls meine Freundin) während es eine Schwester nicht lernt (wenn, dann nur mit ausnahme, regelfall ist das nicht). Ob das nun richtig ist oder nicht, das steht auf nem anderen Blatt ;-)

    ich bin selbst HEP . habe die ausbildung in RLP gemacht. ich darf medis verabreichen,aber nur wen eine ärztliche verordnunng vorliegt in der akte.


    und: in RLP ist HEP KEIN PFlege- sondern ein pädagogischer Beruf!!!


    Spritzen darf ein HEP nicht!

    genau... mehr Erzieherin als Pflege ;-).... ich bin Kinderkrankenschwester... ein paar pädagogische Fähigkeiten brauch man da auch, aber ich würde niemals behaupten ich könnte erziehen ;-) (also beruflich)...


    Genauso nur umgekehrt stell ich mir das vor...


    Ich arbeite in nem heilpädagogischen Kindergarten ja mit vielen HEP und auch "normalen" erziehern zusammen... ich begleite die Intensivkinder dorthin und sobald es um Behandlungspflege geht ist das eindeutig mein Part... klar, wickeln ist auch pflege, aber davon spricht hier ja keiner ;-)

    Ich bin ebenfalls HEP und habe die Ausbildung in Niedersachsen 1996 gemacht. Ich darf laut Akte Medikamente stellen und ausgeben, s.c. spritzen und mehr auch nicht.


    Seit 3 Jahren arbeite ich in einer Tagespflege im Bereich der Altenpflege. Als der MDK bei einer Begutachtung meine Kürzel in der Medi-Gabe sah, war die Hölle los... ich bin bei denen keine anerkannte Pflegefachkraft, also nicht berechtigt dafür. Meine pflegerische Ausbildung würde nicht reichen. Ich habe auch einen "Spritzenschein für s.c. Injektionen". Das Argument, dass ja auch Angehörige Insulin verabreichen und ich das mit meinem Schein ja dann auch könne, wurde als fadenscheinig abgewiesen. Also mache ich es nicht mehr


    Wo ist es denn nötig, als HEP Blutabzuzapfen?? Ich wäre auch skeptisch!

    Heilerziehungspfleger dürfen sicher keine Blut abnehmen und schon überhaupt nicht i.v. spritzen.

    Zitat

    Ein Arzt kann jedoch einer geeigneten Person diese Aufgabe delegieren, z. B. Blutabnahme in Klinik u. Arztpraxis. Eine I.V. Injektion wird jedoch immer der Arzt ausführen

    Auch i.v.-Injektionen werden ab und an delegiert.