E-Rollstuhl Genehmigung

    Hallo zusammen,


    meine Mutter hat einen ablehnenden Bescheid von ihrer Krankenkasse bekommen, bei der sie einen Elektro-Rollstuhl beantragt hatte. Soweit ja nicht ungewöhnlich, jedoch ist es so, dass der behandelnde Arzt sich geweigert hat, das entsprechende Attest (oder wie immer es in dem Fall heißt) auszustellen. Denn sie bekommt dreimal wöchentlich Dialyse, ist danach schlapp, hat zusätzlich Herz- und Kreislaufprobleme. Nun sind diese Dinge aber auch der Grund, warum sie den Rollstuhl wollte ;) Ein normaler Rollstuhl bringt nichts, weil sie keine Kraft in den Armen hat und mein Vater sie auch nicht schieben kann, weil er fast blind ist. Der Arzt befürchtet aber - möglicherweise zurecht - dass sie einen Unfall mit dem E-Rolli baut.


    Aber was bleibt ihr dann, zuhause sitzen? Kennt jemand das Problem, hat ein Widerspruch Sinn, wenn der Arzt nicht mitzieht?

  • 8 Antworten

    Hallo,

    du musst das mal von beiden Seiten aus sehen, der Arzt macht sich ja sorgen, da sie evtl. einen Unfall bauen könnte.

    Auf der anderen Seite kommt dann die FRage auf, ist deine Mutter Geistig Fit?

    Ist sie Reaktionsschnell, bzw. ist sie in der Lage mit einem E-Rollstuhl umzugehen?


    Ich wurde wenn du meine Fragen mit ,,Ja`` beantworten kannst zu einem anderen Arzt gehen, bzw. dich an einen Facharzt wenden.

    Die E-Rollstühle sind nicht ohne und nicht für jedeN geeignet. Wenn deine Mutter meistens schlapp ist - was verständlich ist - könnte ihr die Bedienung vllt schwer fallen. Und die meistens 130 Kg schweren Rollstühle sind in der Wohnung schwer zu händeln und für unterwegs auch nur was für die kurzen Wege.

    Eine Lösung wäre u.U. ein Rollstuhl mit Elektromotor bzw. Zusatzantrieb. Da hat sie auch die Möglickeit zur besseren Unterstützung in der Wohnung, wenn sie nach einer Dialysebehandlung sehr geschwächt ist.

    Vllt. informierst Du dich mal im I-Net, damit Du weisst wovon ich spreche. Wenn Du danach noch fragen hast, beantworte ich sie dir soweit wie es mir möglich ist.

    Ich verstehe die Bedenken vom Arzt schon. So etwas wie dieser Rollstuhl mit Elektromotor wäre doch wohl eine Alternative. Ich weiß leider nicht genau, was sie beantragt hatte. Wir sind rund 500 Kilometer auseinander, am Telefon erzählt sie mir auch nicht immer die ganze Wahrheit. Mir ging es ja auch darum, was sie sonst machen soll - wenn sie keiner schieben kann und sie nicht selbst fahren soll, müsste sie ja zuhause bleiben. Sie selbst wünscht sich da auch eine bessere Beratung. Gibt es sowas bei den Krankenkassen, im Sanitätshaus?

    Erkundige dich doch mal, welches Sani-Haus in der Nähe deiner Mutter gut zu erreichen ist. Die beste Lösung ist immer, diese selbst aufzusuchen und sich beraten lassen. Die kommen auch ins Haus und mit viel Glück beraten die auch gut - nur leider nicht immer.

    Wenn der richtige E-Motor oder Zusatzantrieb gefunden ist, braucht der HA nur noch ein Rp. ausstellen. Wichtig ist nur das anzugeben, was das SH vorgibt.

    Meistens klappt das besser, wenn das Rp zum SH geschickt wird und von dort das Rp. zur KK geschickt wird.

    Im SH auch grundsätzlich überprüfen lassen, ob der Motor auch zum Rolli passt. Deine Mutter sollte das ausprobieren und nur zustimmen, wenn sie ein gutes Gefühl hat. Sonst ein anderes SH aufsuchen und erstmal prüfen.

    nulli&priesemut schrieb:

    Denn sie bekommt dreimal wöchentlich Dialyse, ist danach schlapp, hat zusätzlich Herz- und Kreislaufprobleme. Nun sind diese Dinge aber auch der Grund, warum sie den Rollstuhl wollte ;) Ein normaler Rollstuhl bringt nichts, weil sie keine Kraft in den Armen hat

    Aber dann kann sie ja auch kaum mit einem Elektrorollstuhl fahren wenn sie nach der Dialyse schlecht zurecht ist, Kreislaufprobleme hat ect.

    Dann würde ich ihr keinen geben wollen.

    Zudem ist die Frage ob sie so einen überhaupt braucht, denn an den Dialysefreien Tagen braucht sie keinen Rollstuhl?

    Hyperion schrieb:
    nulli&priesemut schrieb:

    Denn sie bekommt dreimal wöchentlich Dialyse, ist danach schlapp, hat zusätzlich Herz- und Kreislaufprobleme. Nun sind diese Dinge aber auch der Grund, warum sie den Rollstuhl wollte ;) Ein normaler Rollstuhl bringt nichts, weil sie keine Kraft in den Armen hat

    Aber dann kann sie ja auch kaum mit einem Elektrorollstuhl fahren wenn sie nach der Dialyse schlecht zurecht ist, Kreislaufprobleme hat ect.

    Dann würde ich ihr keinen geben wollen.

    Zudem ist die Frage ob sie so einen überhaupt braucht, denn an den Dialysefreien Tagen braucht sie keinen Rollstuhl?

    Die Kreislaufprobleme hat sie unabhängig von der Dialyse und nicht ständig, aber ja. Ich hab ihr auch gesagt, dass sie unter diesen Umständen wohl eher schlechte Karten hat. Und doch, an den anderen Tagen bräuchte sie schon auch einen Rollstuhl, sie will ja auch raus.


    Danke für den Tipp mit dem Sanitätshaus weiter oben, ich such ihr da eins raus.