Eigenanteil Pflegeheim

    Wie soll man denn ca. 1.800€uro an Eigenanteil aufbringen wenn man nur 1.300€uro Rente hat ? Das Schonvermögen von 5 Kilo darf bleiben, danach hilft das Sozialamt, oder wie ? Das heißt, erst noch der Ehepartner, sofern bei Ihm was zu holen ist. Bei diesem Gedanken wird mir so langsam mulmig....":/

  • 21 Antworten

    Was sind das für Antworten für den TE !

    Fredyda, du hast mein vollstes Mitgefühl für deine Situation.

    Bei mir ist die Situation vergleichbar. Ich habe noch Ersparnisse auf der "Hohen Kante"

    die ich schon vor der Ehe meiner Frau erworben habe. Die werden jetzt Monat für Monat

    abgehoben für die Pflegekosten (Eigenanteil 2700.-) meiner Frau, bis zu einem Schonverögen von 5000.-Euro...damit kann ich nicht mal meine Beerdigungskosten tragen.

    Geschweigedenn mein Älterwerden finanzieren.

    Lacertes8 schrieb:

    Ich habe noch Ersparnisse auf der "Hohen Kante"

    die ich schon vor der Ehe meiner Frau erworben habe.

    Es ist unerheblich woher die Ersparnisse kommen, du bist als Ehemann unterhaltspflichtig.

    Man kann bei den Bestattungsinstituten eine „Sterbeversicherung“ abschließen und damit seine Beerdigung quasi vorab zahlen. Diese Versicherung zählt nicht zum Vermögen. Man kann sie bis zum 80. Geburtstag abschließen.

    Schlabbermaul: das mußt du mir nicht unter die Nase schmieren, diesen Satz kenne ich schon längst...

    Platypus: mit deiner "Sterbeversicherung" kannst du mir den Buckel runterrutschen

    In Deutschland wird aber auch alles versichert, das hängt mir zum Halse heraus.


    Ich erwarte auch keinen Kommentar, mein finanzieller und sozialer Abstieg ist mein Problem.

    Das Problem mit dem finanziellen Abstieg wird auch meines. Ich hab noch ein Aktiendepot, ich könnte dies absichtlich ins minus laufen lassen - Könnte mir dann das Sozialamt den Verkauf befehlen oder wäre das nur möglich falls es im Gewinn ist ? ???

    Volle Zustimmung! Mein Vater ist verstorben. Meine Mutter wollte unbedingt in ihrem eigenen Haus bleiben. Sie wird von 2 Damen aus Polen, die sich abwechseln vorbildlich betreut. Geringe Rente, Pflegerang 2. Ihre Ersparnisse sind aufgebraucht, Kosten für Wasser, Gas, Strom etc. müssen ebenfalls bezahlt werden. Ich beteilige mich an den monatlichen Kosten. Das schaffe ich noch ca. 4 - 5 Jahre, wenn nichts dazwischen kommt, wie z.b. eine neue Heizungsanlage o.a. Was dann? Dann werde ich das Haus verkaufen müssen. Dir wünsche ich alles Gute! P.s. Fußpflege kommt ins Haus, ein Gärtner pflegt ihren großen Garten, zumindest für die Arbeiten, die mir zu schwer sind. Alles muß bezahlt werden.

    Ihr wollt jetzt keine Tipps, wie man am besten Geld beiseite schafft, oder?


    Dass Pflege (und leider werden die Pflegekräfte dabei noch viel zu gering bezahlt) und Beerdigung nicht wenig Geld kosten, sind doch nun wirklich keine neuen Erkenntnisse. Es wird seit Jahrzehnten in der Presse verbreitet, dass eine Rente immer geringer als der vorherige Verdienst ausfällt. Rechner über das Ausrechnen der Differenz (also das, was man sparen sollte, um weiterhin das Niveau zu halten) gibt es zuhauf.

    Dass die kreativen Versicherungsmodelle vor allem der Versicherung nutzen, ist natürlich auch bekannt.

    Meine Mutter war nicht die Hellste, aber selbst sie hat es mit ihren wenigen Verdienst geschafft, soweit vorzusorgen, dass es zumindest für das monatliche Mehr an Pflege reichte. Dafür hat sie sich aber über viele Jahre relativ wenig gegönnt. Den fehlenden Teil der Beerdigung habe ich dann bezahlt.


    Natürlich ist erst vorhandenes Geld aufzubrauchen (evtl. leider auch ein Haus zu verkaufen) und dann kommen erst Ehepartner/ Kinder und anschließend das Sozialamt für die Kosten auf.Ich finde das nur gerecht.



    Fredyda

    Zitat

    Ich hab noch ein Aktiendepot

    Erscheint mir jetzt wie Jammern auf hohem Niveau.


    Lacertes8

    Zitat

    mit deiner "Sterbeversicherung" kannst du mir den Buckel runterrutschen

    Ich habe die Details jetzt nicht mehr im Kopf, glaube mich aber zu erinnern, das sowas zusätzlich zum Schonvermögen möglich ist.

    Zitat

    mein finanzieller und sozialer Abstieg

    Ich sage es jetzt mal ganz direkt, sabbernd und dement im Heim nützt einen der soziale Status sowieso nichts mehr. Einem wird der Hintern trotzdem nicht mit Goldstaub gepudert.

    Meine Mutter wurde nicht schlechter behandelt, als "Frau Dr." aus dem Nebenzimmer.





    Ein Heim ist teuer. Wow, neue Erkenntnis. Da muss man halt Vorsorge treffen, warum sollte denn der Sozialstaat für deinen Ehepartner aufkommen? Für denjenigen kommt doch IMMER der jeweils andere auf, nicht nur bei der Heimunterbringung.

    Pflege doch deine Partnerin selbst, mit Hilfe eine mobilen Pflegedienstes. Hatten das bei meiner Oma, man bekommt auch bspw. eine Putzkraft, Einkaufshilfe usw.

    Und ich gehe mal davon aus wenn deine Partnerin bereits Pflegebedürftig ist dass du jetzt auch nicht mehr blutjung bist? Wofür muss man dann noch groß sparen?

    Hauptsache du kannst deinen monatlichen Ausgaben decken, und der Selbstbehalt verbleibt ja auf jeden Fall. Auch selbst genutzte Immobilien, Riester-Renten oder Sterbegeldversicherungen darf der Staat nicht anpacken.

    Daher ist die selbst bewohnte Immobilie auch so eine gute Altersvorsorge.

    Meine Eltern werrden beide zunehmend pflegebedürftig. Immerhin verdiene ich jetzt nach der Reform nicht so viel, dass ich noch Unterhalt zahlen müsste.

    Aber das Häuschen, welches sie sich hart erarbeitet haben, wird bei draufgehen. Eigene Sturheit, mein Vater hätte es mir überschreiben können. Jetzt ist es zu spät. Tja. Wäre es überschrieben, würde das Sozialamt einspringen für die Kosten. Da verlieren diejenigen, die nichts haben oder es besser angestellt haben, weniger als diejenigen, die naiv jahrelang geschuftet, gespart,... haben.


    Mich macht es traurig, dass der Ehepartner in so einer Konstellation nur noch zum Kostenfaktor wird, der den eigenen Lebensstandard bedroht. Was, wenn es umgekehrt wäre?