Ach, wenn ich das wüsste. Mein Vater will ihm eben unbedingt diesen Wunsch erfüllen, dass er noch zu Hause leben darf.


    Jeden Tag fährt die Pflegeschwester 3 mal vorbei und wir auch einmal am Nachmittag.


    Klar wäre ein Heimplatz besser, aber er wird total böse, wenn wir mit ihm darüber reden. So von wegen "ein Leben lang habe ich gerackert und gemacht und jetzt darf ich nicht mehr in meinem Haus leben".


    Seine Frau hat damals im oberen Stockwerk gelebt – es sieht noch alles aus wie 2008 als sie gestorben ist, weil er alles behalten will. Ach man...warum kann er nicht selbst einsehen, dass das gut wäre für ihn :-( (jaja, ich weiß die Antwort :-p )

    @ dove89

    Dann würde ich abschließend vorschlagen, wartet ab, bis etwas passiert ist – beim kochen z. B., oder er das Haus verlässt und draußen herumirrt (weil er nicht mehr nach Hause findet), oder Ihr so mit der Situation überfordert und überlastet seit, dass eine Entscheidung getroffen werden muss.


    Wer sich nicht entscheidet, für den wird entschieden :)z

    Naja er lässt eben nicht mit sich reden. WIr haben zwar die Vorsorgevollmacht, aber die brauchten wir nur in der ersten Woche im Krankenhaus. Seitdem hieß es immer er wäre wieder allein für sich "zuständig" und hat auch alle möglichen Sachen selbst unterschrieben...


    Er will sich von uns nicht bevormunden lassen und wir sollen ihn mit sowas in ruhe lassen :-(

    Die Lage ist besonders schwer, da demenziell erkrankte Menschen oft sehr agressiv sind. Besonders extrem ist es, wenn er weiß er ist "im Kopf nicht mehr ganz Herr seiner Dinge". Er weiß quasi das er es nicht mehr schafft, allein klar zu kommen, aber er hält sich an seiner Umgebung sehr fest.


    Wir hatten vor einem Jahr das Problem mit meinen Großeltern. Die brauchten nach einem Schlaganfall von meinem Opa konsequente Pflege/Betreuung. Selbst eine Frau die im Haus mit gewohnt hat und für die Betreuung zuständig war, wurde raus geekelt. Sie meinten immer sie würden allein klar kommen. Dann wurde aber durchgegriffen und sie "mussten" ins Heim. Meine Großeltern haben zu der Zeit 20km von meiner Tante entfernt gewohnt, wir noch viel weiter. Wenn das anders gewesen wäre, hätte man noch überlegen können.


    Vielleicht wäre eine Tagespflegeeinrichtung ja was für deinen Onkel?! Dort wird er tagsüber betreuut und ihr wisst ihn in Sicherheit. Vielleicht kann man ja Jemanden beordern, der nachts bei deinem Onkel ist?

    Hallo Dove,


    wenn dein Vater eine Vorsorgevollmacht hat, dann darf er viele Dinge tun, auch gegen den erklärten Willen deines Onkels, auch z.B. das Geld einteilen.


    Ich würde trotzdem mal mit der Vorsorgevollmacht zum Amtsgericht gehen und mich beraten lassen, ob diese ausreichend ist, um alles, was ansteht zu regeln. Falles sie nicht ausreichend ist, könnte man eine Betreuung anregen, dann könnte dein Vater als gesetzlicher Betreuer gesetzlich abgesichert agieren. Beratung gibt es auch oft bei den örtlichen Betreuungsvereinen, einfach mal im Telefonbuch nachschauen.


    Schau auch mal in dieses Forum: www.forum-betreuung.de da kannst du viele Fragen loswerden und bekommst kompetente Antworten.


    Liebe Grüße


    Susanne

    So, ich bin mal wieder da. War stressig diese Woche.


    So, er hat nun also Pflegestufe 1 bekommen.


    Außerdem hat der gute seine EC-Karte und sein Sparbuch gefunden, dass wir ihm ja angebnlich geklaut haben. Naja wir haben ihn da nicht weiter darauf angesprochen.


    WIr haben eine Art "Mutti-Heft" angelegt, wo wir alles an Geld eintragen, dass wir ihm geben und er unterschreibt das dann jedes mal. Er war damit sogar einverstanden.


    Nächste WOche wollen wir uns mal mit dem Pflegedienst unterhalten, wie es nun weitergeht...

    Hmmm, mein Vater hat heute was gemacht, dass ich nicht so gut finde.


    X hat sich heute wieder beschwert, dass wir ihn bevormunden wegen dem Geld (obwohl er wirklich genug bekommt) und außerdem verschweigt er uns, dass er Post wegen der Pflegestufe bekommen hat (wahrscheinlich aus Angst, dass wir uns das Geld nehmen?). Es kamen wieder Beschuldigungen, dass wir in seinen Schränken gewühlt hätten (die hat er selbst nach dem Krankenhaus-Aufenthalt leer geräumt und nicht alles wieder reingeräumt) und außerdem hätten wir einen Schlüssel für seinen Garten und den hätte ich ihm nie zurückgegeben.


    Naja mein Vater hat ihm jedenfalls EC-Karte und Sparbuch wieder hingelegt und ihm gesagt, dass wir uns nichtmehr um ihn kümmern. Zu einer Nachuntersuchung im Krankenhaus fahren wir ihn noch und sonst muss er sich selbst kümmern.


    Ich finde das wirklich :(v und das habe ich ihm auch gesagt...aber er meint wenn er seine Rente irgendwo verschleudern will (so wie die 600 € die weg sind), dann soll ers tun.


    Ach man. Ich kann da wirklich nicht eingreifen. Hat jemand einen Tipp, wie ich mit meinem Vater reden kann?


    Man kann ihn ja nicht sich selbst überlassen. Dann ist ja in 14 Tagen seine Rente alle – wo auch immer er es ausgibt.

    Dein Vater hat das große Problem, das er alles persönlich nimmt, was sein Vater sagt. Dass das aber Bestandteil dieser Krankheit ist, solltet ihr im klar machen. Der meint es nicht so wie er es sagt. Das ist wie bei einem Kind was ADHS hat, dem kann man auch nicht sagen, das es ruhig sein soll, das geht nicht. Ebenso ist es bei dem alten Herren, das ist nun einmal die Eigenart der Krankheit.


    Habt ihr schon ein Gespräch mit dem sozialen Dienst gehabt? Oft gibt es in Altenheimen oder in Einrichtungen für ältere Menschen Ansprechpartner an denen man sich wenden kann. Wie steht denn deine Mutter der ganzen Sache gegenüber? Würde sie denn nicht mit dir an einem Strang ziehen.


    Mach doch einfach mal einen Termin mit einer erfahrenen Person aus einem Altenheim ab, die kann viel erklären was Eigenarten dieser Krankheit angeht. Wir hatten damals mal von der Schule ein Besuch in einem Seniorenzentrum und wurden sehr nett und wirklich herzlich von der Leiterin des Demenzbereichs informiert. Das wäre echt was für deinen Vater, dann versteht er die Sache besser.

    nur so nebenbei – es ist "nur" sein Onkel.


    Also meine Mutter kann man da getrost außen vo lassen, da sie seit über 10 Jahren nichtmehr bei uns wohnt und auch nicht in der Nähe lebt. Sie hört sich das zwar alles an, aber wirklich Rat geben kann sie nicht.


    Nunja, ich glaube mein Vater weiß schon, dass das zur Krankheit gehört, aber er nimmt es eben stark persönlich. Ich tue das ehrlich gesagt auch, aber deswegen dürfen wir nicht einfach nachgeben und ihm EC-Karte (nur als Bsp.) wieder aushändigen.


    Außerdem ist es eben schwer diese "Bevormundung" iihm gegenüber zu rechtfertigen. Er will nicht verstehen, warum wir ihm Geld einteilen und ist darüber eben böse. Ich weiß auch nicht, wie ich ihm das nahe legen könnte.


    X hat meinen Vater heute dann auch "rausgeschmissen". Er hielt ihm die Hand hin und meinte nur "Tschüss".


    Tja, Beratungsstelle wegen Demenz haben wir nicht direkt. Könnte man höchstens in einem Heim nachfragen. Das Problem ist eben, dass mein Vater selten Zeit hat (wegen Arbeit) und ich nicht wüsste, wie ich ihm so einen Termin nahelegen kann.


    Hach, so darf das nicht bleiben. Klar kann er sich selbst kümmern, aber ein wenig Überwachung braucht er einfach. Vor allem wenns um Geld geht.


    Er hat heute Abend auch nicht angerufen und bescheid gesagt, dass er ins Bett geht %-|

    Hallo zusammen,


    wir haben 2 Pflegerinnen von der Diadema Pflege aus Osnabrück. Die beiden kommen immer jeweils für 3 Monate und wechseln sich ab. Es klappt hervorragend. Die Sprachkenntnisse sind mehr als ausreichend und die beiden sind super lieb zu meiner Großmutter. Sie übernehmen nicht nur alle im Haushalt anfallenden Tätigkeiten sondern kümmern sich auch um das seelische Wohl. Ich persönlich habe das Gefühl das es meiner Oma schon wesentlich besser geht nur weil sie regelmäßig jemanden zum Quatschen hat! :)^


    Wenn ihr dazu Fragen habt könnt ihr mir gerne schreiben. Oder guckt euch mal die Homepage an... www.diadema-pflege.de


    Viele liebe Grüße

    Hallo Dove,


    weißt du, das Wichtigste im Umgang mit an Demenz Erkrankten ist wirklich "in ihren Schuhen zu gehen". Sie sagen nichts um uns zu ärgern, zu provozieren, oder ähnliches! Sie sagen das, was sie denken und was für sie gerade Wirklichkeit ist. Auch wenn diese oftmals weit von unserer Wirklichkeit entfernt ist und wir "es" nicht wahrhaben wollen- Sie erleben ihre eigene Realität.... Und man sollte sich genau dort einfinden, sie begleiten mit Verständnis!


    Ich weiß das dies ein ganz schwieriger Prozess ist und insofern versteh ich deinen Papa...


    Ich finde es übrigens auch Klasse, dass du dir solche Gedanken machst. Alles Gute!