Ich kann nicht mehr! Mutter in ein Senionenwohnheim??

    Hallo Ihr lieben Forumsnutzer,


    ich muss einfach mal was loswerden.


    dazu muss ich etwas weiter ausholen. Mein Mann und ich plfegen seit werdenden 8 Jahen.


    damals ging es mit Schwiegermutter los so um 2011 da wurde Parkinson und Alzheimerdemenz diagnotiziert.


    2012 verstarb mein Vater. Da meine Mutter im Trauerjahr 20 Kilo verlor und mit Schwiegermutter es auch nicht zum besten stand, haben wir uns entschossen uns ein großes Haus zu mieten .


    Also wohnte Schwiegermutter und meine Mutter unter und wier oben, ich muss dazu sagen das ist ein 2 Familien haus keine einzelnen Parteien.


    So nahm es seinen Lauf , Schwieremutter ging es immer schlechter, somit hatten wir einen 24 Stunden Job. Sie bekam dann Pflegestufe 3 und es kam öfters am Tag der Plegedienst, was aber nicht immer reichte.


    Nach einem halben Jahr des zusammenlebens, kam Schwiegemutter in ein Demenzkompetenzzentrum, da wir schlicht auf dem Zahnfleisch gingen.


    Nun ging es weiter 2015 Krebsdiagnose und OP bei Muttern und aufrund Ihres kaputten Rückens muss Sie ein Morphinpflaster und diverse andere Medi's nehmen.


    Nun das eigentliche Problem


    Meine Mutter wird immer passiver Sie kocht nicht mehr etc. , schlicht sie nimmt am sozialem Leben mit uns nicht mehr teil. Hat auch außer uns keine sozialen Kontakte , will Sie auch nicht "Sie hat ja uns ".Desweiteren muss ich kontollieren ob Sie genug isst und trinkt etc.


    der Tagesablauf ist Frühstück , Couch im Sommer auch Terrasse dann ins Bett so in groben zügen.


    Jetzt kommt es immer wieder vor das Sie uns anschwindelt, es sind immer "Kleinigkeiten" die aber dann ein großes werden.


    Jetzt sind wir wieder am dem Punkt das wir nicht mehr können. Wir haben seit 8 Jahen so gut wie kein privat leben mehr!


    Nun haben wir überlegt meine Mutter in ein Seniorenwohnheim zu bringen , wohlgemerkt ein sehr gutes, fast schon eine Seniorenresidenz. Damit meine Beziehung zu meiner Mutter eben nicht kaputt geht. Ich erwische mich schon ab und zu , dass ich mich Ihr gegenüber gereitz eventuell manchmal vielleicht agressiv verhalte.


    Jetzt steht mir aber das schwerste Gespräch meines Lebens bevor ! Wie sage ich es Ihr , gibt es überhaupt eine Möglichkeit es schonend rüber zu bringen? Ich habe Angst das Sie sich abgeschoben fühlt , was wirklich nicht der fall ist. Ich gehe den Weg aus Liebe zu meiner Mutter, klingt doof , ist aber so. Damit ich die Beziehung zu Ihr, aber viel wichtiger auch zu meinem Mann, keinen Schaden nimmt. Ich habe zwar 6 Geschwister, aber wie so oft bleibt alles , wirklich alles bei mir und meinem Mann hängen.


    Ich vergas meine Mutter ist 78 Jahre.


    Nun würde ich mich freuen, habt Ihr ein paar Ideen ??


    Viel Dank vorab


    bin wirklich verzweifelt


    LG


    Oliver

  • 15 Antworten

    Hat deine Mutter eine Pflegestufe?


    Kannst du die rein pflegerischen Leistungen durch einen Pflegedienst erbringen lassen?


    Bist du als pflegende Person im Pflegegutachten eingetragen?


    Hast du schon mal darüber nachgedacht, eine Auszeit zu nehmen und die Mutter für eine begrenzte Zeit ins Heim zu geben (=Verhinderungspflege)?


    Hast du die entsprechenden Vollmachten, um die Mutter ggf. ins Heim zu geben?


    Hast du durchgerechnet, wie hoch der Eigenanteil im Fall der dauerhaften Heimunterbringung ist und überlegt, wer das bezahlen soll?


    Gibt es irgendwo in deiner Nähe eine Selbsthilfegruppe für pflegende Angehörige?


    Ist die Krebserkrankung noch aktuell oder ausgeheilt oder austherapiert?

    Hallo Hanne 07


    Meine mutter hat Pflegegrad 2.


    Grundpflege macht Sie noch selber.


    Ich bin als Pflegeperson für der Pflegekasse eingetragen


    Ja, hab ich ist aber ja auch keine Lösung, auf Dauer!


    Ich habe Vorsorgevollmacht und bin Bevollmachigter in der Patientenverfügung. Ich möchte meine Mutter aber nicht zwingen. Sondern mit dem Gespräch erwirken das Sie aus Einsicht zustimmt.


    Kosten für die Unterbringung weiß ich ungefähr , da Schwiegermutter ja in einer Einrichtung war.


    Werde mich aber noch genauestens informieren.


    Weiß ich nicht! guter Hinweis dem werde ich mal nachgehen.


    Der Krebsist ausgeheilt.


    Vieln dank

    Vielleicht sind 4 Wochen Verhinderungspflege im Heim auch ein Warnschuss für sie ... Manchmal klappt sowas, und da sie die Grundpflege noch selber macht ...


    (Bei meiner Schwiegermutter hat's nicht geklappt, die hat aus dem Heim einen Befehlston mitgebracht und alle sollen nach ihrer Nase tanzen. - Ich weiß von anderen Fällen, da sind die Senioren aufgeblüht, weil man sich anders um sie gekümmert hat. Und es waren immer andere Menschen da, die man zutexten konnte.)


    Wie bekommt sie Pflegegrad 2, wenn sie die Grundpflege selber macht?


    Wären die Geschwister an den Kosten für eine Heimunterbringung beteiligt?


    Du solltest die Geschwister auf jeden Fall über deine oder eine gemeinsame Entscheidung mit der Mutter informieren, sie möglichst sogar dran beteiligen. Sonst ist das Gehetze und Gemeckere im Erbfall groß. ("Du hast Mutters ganzes Geld verprasst! Wo ist mein Erbe? Wir hätten doch auch dies und jenes gemacht ...")


    Bei uns ist am Kreis eine Pflegeberatungsstelle angesiedelt, finanziert vom Kreis, Caritas, Diakonie, AOK etc. Vielleicht kannst du dort mal einen Gesprächstermin bekommen und dir Perspektiven aufzeigeb lassen.


    Was ist mit einer Pflegekraft aus Osteuropa? Das geht ganz legal.

    Hallo Hanne07,


    vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt, aus meiner Sicht macht Sie die Grundpflege selber.-)) braucht aber Hilfe, wir haben einen Badewannenlifter etc. mal gibt es gute , mal schlechte und sehr schlecht Tage.


    Meine Hoffnung ist ja das Sie nochmal aufblüht.


    Wenn Kosten anfallen muss ich Sie mit heranziehen , ob das hilft weiß ich nicht. Die lassen mich bisher ja auch alle im Stich, habe Sie über meine Überlegungen informiert. Antwort na dann musst du das so machen...mehr kommt da nicht.. es kommt ja auch keiner von meinen Geschwistern mal vorbei in 5 Jahen 2x das finde ich sehr traurig und es macht mich auch fertig. die wollen ja Ihr Leben leben!


    Ich glaube das groh an Kosten , kann Sie selber decken.


    Zum erben git es nicht ... zum glück!! Da bleiben mir diese Probleme erspart!


    Pflegekraft aus Osteuropa, klar ich weiß aber nicht ob sie das möchte, ich sag ja sie sehr passiv geworden, auch da würde Sie sagen, wieso ich hab ja Euch !! Deswegen gehe ich ja langsam auf dem Zahnfleisch.


    Danke für den Tipp werde eine Pflegeberatungsstelle aufsuchen


    Vielen Dank

    ....für mich ist das echt ein schwerer Weg, ich zerbreche mir jeden Tag den Kopf.


    Habe schon richtig ein schlechtes Gewissen.


    Aber wir können nicht mehr!


    Sorry wenn ich Euch mal so rumjaule...habe im Moment habe ich sonst keinen außer meinen Partner, aber den möchte ich nicht noch mehr belasten wie er sowieso schon ist.


    LG Oliver

    Hallo Dreamer,


    zunächst einmal ist es überhaupt nicht nötig, dass du dich entschuldigst. Pflege von alten Menschen zusätzlich zum Job ist eine sehr harte Aufgabe :)_ Ihr habt schon soviel organisiert und in die Wege geleitet :)^ Hut ab.


    Oft ist es so, dass es zu Überforderung und damit zu nicht mehr schönem Umgang mit der Pflegeperson kommt. Das halte ich für normal und habe es oft in meinem Umfeld erlebt. Hinzu kommen deine egoistischen Geschwister, die in keiner Weise Unterstützung leisten.


    Tatsächlich sehe ich hier den besten Weg in einer Beratung. Für diese Beratungsstellen ist es das "tägliche Brot" Berichte wie deinen zu hören. Die haben auf jeden Fall Erfahrung in dem Bereich. Das angedachte Seniorenheim könntet ihr auch ansprechen. Dort kennt man sich mit solchen Situationen auch bestens aus.


    Viel Erfolg und Kraft :)*

    Das Älterwerden der Eltern und die damit verbundenen Aufgaben für die Kinder, ist eine Herausforderung - vielleicht auch für die jeweils ältere Generation.


    Für die Kinder ... das war bei meiner Oma so, die sich um die Uroma gekümmert hat. Das war bei meiner Mutter so, die sich um ihre Schwiegermutter und dann um die Tante gekümmert hat. Das ist bei uns so, die wir es mit alterstarrsinnigen Schwiegereltern zu tun haben.


    Das ist immer eine Belastungsprobe für die Beziehung.


    Und ja - Geschwister halten sich da gerne raus!


    Ich habe meinem Mann auch mehrfach deutlich machen müssen, dass er seinen Bruder über den Zustand informieren muss. Schwiegereltern haben dem Sohn nämlich am Telefon immer nur einen Teil der Wahrheit erzählt ...


    Ob sich die Geschwister für die Mutter verantwortlich fühlen, kannst du nicht beeinflussen. Aber du kannst sie (und sollest sie) regelmäßig über den Zustand der Mutter informieren. Vielleicht per Mail, das macht am wenigsten Arbeit. Nach dem Motto: Mutter geht es so und so, ich kann pflegerisch das und das nicht mehr leisten und wenn von euch bis zum ... keine andere sinnvolle Lösung genannt wird, werde ich dies und das tun.


    Wenn deine Geschwister kein schlechtes Gewissen haben, dass sie sich nicht kümmern ... Du kannst sie nicht ändern. Du kannst nur irgendwann für dich sagen, dass du das für deine Mutter getan hast, was du tun konntest.


    Hat deine Mutter eine so gute Rente, dass sie die Zuzahlung für ein Pflegeheim aus Eigenmitteln bestreiten könnte?


    Sonst müssen die Kinder ihren Teil dazu beitragen ... wäre für deine Geschwister ja vielleicht ganz heilsam. Google mal nach "Elternunterhalt".

    Und es gibt auch sowas wie "Tagespflege". D.h., die Senioren werden tagsüber in einer Einrichtung betreut und bespaßt, nachts ist man aber zuhause.


    Kosten, Wartezeiten etc. - weiß ich alles nicht. Aber dann wäre deine Mutter tagsüber betreut, unter anderen Leuten, die vielleicht noch größere Einschränkungen haben.

    Mal völlig weg von organisatorischen Angelegenheiten:


    Ich finde es völlig legitim, wenn ihr Euch dazu entschließt sie in ein Pflegeheim zu geben.


    Ihr dürft Euer Leben zurück wollen. :)z


    Was das Gespräch betrifft, so führe es nachdem Du Deine Entscheidung definitiv getroffen hast, damit Du bei Gegenwind oder emotionalem Druck stark bleiben kannst.

    @ :)

    @ all

    Vielen herzlichen Dank für die aufmunternden Worte, habe ich wirklich gebraucht.


    Habe sogar ein paar Tränchen im Auge.


    Werde mich jetzt um eine Beratung kümmern, und dann berichten.


    Vielen Dank


    Oliver

    Ist dir eigentlich der Unterschied zwischen einer Seniorenwohnanlage und einem Pflegeheim bewusst?


    Falls sie einen Pflegegrad ab 2 hat, übernimmt die Kasse den Pflegeanteil der Kosten.


    Üblicherweise setzen sich die Kosten für ein Pflegeheim aus einem Basis-Betrag, die der Bewohner zu tragen hat, und dem Pflege-Betrag, den die Kasse übernimmt, zusammen.


    Bei uns im Südwesten liegt der Basis-Betrag bei ca. 1900 - 2000 Euro/Monat. Ist von Landkreis zu Landkreis aber unterschiedlich. Der Pflege-Betrag ist vom Pflegegrad abhängig.

    Hallo @ All

    nun ist ja schon einige Zeit verstrichen.

    Das Gespräch mit meiner Mutter habe ich geführt, sie hat es besser aufgenommen als ich, vorallem als ich erwartet habe.

    Sie hat auch zugestimmt. Am Montag gehen wir alle zur Seniorenanlage in diesem Falle ein Seniorenzentrum hin und schauen es uns an.

    Ich bin ziemlich froh das Sie nicht negativ darauf reagiert hat. Jetzt ist es nur eine Frage der Zeit, wir wollen es ja auch nicht übers Knie brechen.

    Die Beziehung zu meiner Mutter ist jetzt auch wieder besser.

    Vielen Dank Euch allen für die unterstützenden Worte .


    Liebe Grüße aus Hamburg

    Oliver