Wenn keine Operation geplant ist kann die Oma nach Hause.


    Informationen an Angehörig werden nur bei vorliegender Betreuungsverfügung weitergegeben, ansonsten wird alles mit dem Patienten selbst besprochen.


    Röntenbilder sind so nicht mehr üblich und bei Entlassung erhalten die Patienten auf Wusch die Bilder auf einer CD.


    Aber falls ihr euch mit der Unterstützung für Oma unsicher seid, wendet euch an den Sozialdient der Klinik bzw. an eine Wohnortnahe Sozialstation, alternativ für einige Wochen Kurzzeitpflege, oder Pflegeheim.


    Die Kliniken stehen jedermann offen, und man kann jederzeit gehen.

    Jedes Krankenhaus hat einen Leiter bzw. Ombudsfrau/-mann.


    Ich habe abends ein mail mit allen Details geschrieben und meine Vorsprache diesbezüglich für nächsten Tag "höflich" angekündigt.


    Kein bösartiger Brief, aber doch der Hinweis mit der Möglichkeit, sollte sich das


    nicht ändern, werde ich nicht scheuen die Medien einzuschalten.


    Um 9 Uhr in der Früh war bereits die Antwort vom Sekretariat da und es hat sich etwas bewegt.


    Somit war mein Antanzen im Büro hinfällig.

    Zitat

    Die Ärzte blockieren total ab und möchten nicht weiter darauf eingehen. Der Entschluss steht fest: Sie wird nicht operiert! Nennenswerte Gründe konnte der Arzt nicht sagen.

    Moment mal. Die Ärzte können nicht einfach nach Belieben entscheiden, sondern müssen(!) das tun, von dem sie aufgrund ihrer Kenntnisse überzeugt sind, daß es für den Patienten / die Patientin das Beste ist.


    Wie schon geschrieben wurde, ist eine OP nicht in jedem Fall die beste Lösung.


    Ich nehme doch stark an, daß dem Chefarzt die Gründe, hier nicht zu operieren, bekannt bzw. klar waren. Er wird dazu wohl auch irgendetwas zu Deinem Vater gesagt haben. Zu einer besonders ausführlichen Darlegung der Gründe war er meiner Meinung nach nicht verpflichtet. Vielleicht war die Zeit gerade knapp oder die Gesprächsatmosphäre nicht besonders gut...


    Wenn man einem Arzt oder einer Klinik nicht traut oder sich nicht sicher ist, gibt es grundsätzlich die Möglichkeit, eine "Zweitmeinung" einzuholen. Z.B. mal den Hausarzt fragen, der die Patientin (vielleicht) schon lange kennt.

    Zitat

    Aber man kann doch eine 85 Jährige Frau die wirklich schwer Demenz ist ein halbes Jahr mit einem kaputten Arm dahinvegitieren lassen oder ? ich meine, sie ist ja schon auf unsere Hilfe angewiesen, aber jetzt, wenn Sie mit einem kaputten Arm klar kommen soll, da wird Sie zum schweren Pflegefall. Das kann es doch auch nicht sein oder ?

    so ist halt das Leben.


    Die wenigsten Menschen bleiben topfit bis ins hohe Alter und fallen dann einfach tot um, schön wenn es so wäre.


    In dem Alter und mit Demenz sind Unfälle einfach zu erwarten. Da muss man sich als Angehörige dann Gedanken über die Versorgung machen.


    Und worüber man sich da beschweren soll kann ich gar nicht erkennen

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    aufgrund einer vergessenen Demenzpatientin gleich zu unterstellen dass die Oma auch nur lästiges Übel ist und man sie deshalb nicht operiert: Das ist eine Spur zu heftig.

    Ich lese es so: Es geht nicht um die Bettnachbarin, sondern um die Oma der TE, diese ist verletzt und gleichzeitig dement und wurde auf der Toilette vergessen. Oder habe ich das falsch verstanden?

    Sunniva, ich lese das genauso :)z


    Und übrigens: Von einem "Dahinvegetieren" mit dem kaputten Arm in der Schlinge braucht man nicht reden, sie ist damit ja nicht totkrank oder bettlägerig, lediglich ein wenig eingeschränkt. Klar, sie braucht mehr Hilfe in der Zeit, beim Waschen und anziehen, etc. Falls ihr das nicht leisten könnt, könnt ihr auch einen Pflegedienst hinzuziehen.

    Kurz, knapp, treffend :)z

    Zitat

    Lest doch mal richtig, es geht nicht um eine demenzkranke Bettnachbarin bei der Toilettenaktion, sondern um die arme Omi selbst

    dann hat sie es aber irgendwie seltsam ausgedrückt, könnte man durchaus so und so verstehen.

    Missstände dokumentieren, sichtbare Missstände fotografieren und Zeugen besorgen. Später kann man dann in Ruhe entscheiden ob man irgendwie dagegen vorgeht (Öffentlichkeit/Anwalt). Meist beruhigt sich die Situation mit etwas Abstand und man kann die Angelegenheit verarbeiten.


    Wenn Ihr Euch beeits beschwert habt und ein Vorgehen erwägt – solltet Ihr zeitnah die gesamte Akte in Kopie verlangen (Kopierkosten !) Die Anforderung muss die Oma autorisieren – oder ihre gesetzliche Betreuung.


    Wichtig (am wichtigsten) scheint mir ob die Oma Schmerzen hat und mit Hilfe zurechtkommt.


    Schmerzen darf man über so lange Zeit nicht in Kauf nehmen.


    Eine OP is im Alter tatsächlich nicht "ohne" – bei meiner Oma liess es sich nicht umgehen (der Knochen musste operiert werden) und es läutete die "lange und quälende Endphase" mit sofortigem geistigen Abbau und körperlichem Verfall und Schmerzen ein.


    Nach der Entlassung könnt hr Euch noch weitere Meinungen einholen.


    LG :)* :)* :)* *:)

    Also es geht um ein und die selbe Person: um meine Oma. Und nicht um eine Demenz kranke Bettnachbarin


    Entschuldigt falls dies unklar ausgedrückt.


    Mein Problem ist einfach: Der Arzt entscheidet sich gegen die Op, so wie ich das hier mitbekomme scheint dies


    in diesem hohen alter meiner Oma gerechtfertigt, okay, aber sie scheint starke Schmerzen zu haben.. Sie kann doch diese Schmerzen nicht 6 Monate in kauf nehmen ?! Meine Oma war vor der Verletzung schon auf unsere Hilfe angewiesen, weil sie nicht die Kraft hatte sich alleine anzuziehen, sich zu waschen etc.


    Wenn die Ärzte sich dazu entscheiden eine OP für nicht notwendig oä zu halten, erwarte ich aber, das wenigstens


    darauf geachtet wird, das Oma den umständen entsprechend ordnungsgemäß "Versorgt" wird.


    Das man ihr hilft, beim WC gehen, anziehen, essen.


    Sind meine Erwartungen vielleicht einfach zu hoch ? Ich habe keine Erfahrungen was KH betrifft, ich lag noch nie im KH ( zum Glück ! toitoitoi).


    Ich bin Dankbar für jede Belehrung und Meinung, ich versuche nur, das Verhalter der Ärzte, Krankenschwestern und Co zu verstehen.. vieles erscheint mir einfach Unmenschlich..

    Zitat

    Mitnehmen. Der wird keiner helfen, wie du schon sagst. Die Oma ist eine lästige Nummer, mehr nicht. Mensch ist man im KrkH niemals, nur lästig. Holt die Oma da raus.

    Wirklich ein sehr konstruktiver Tipp!


    Auf dem Klo vergessen? Ärgerlich, aber passiert – und ja mir selbst auch schon. Was ich gravierender finde ist, dass auf spezielle Bedürfnisse schwer demenzkranker Patienten in Krankenhäusern zu wenig eingegangen wird (oder werden kann), weil das Personal überlastet ist und zudem das Problem oft nicht versteht. Von Nichtbeachten bis Überfürsorge habe ich schon alles erlebt Meine Mutter hätte z.B. auf den Tisch gestelltes Essen niemals mit sich in Verbindung gebracht (völlig sinnlos, ihr zu sagen, dass DORT ihr Essen steht), hätte man sie dazugesetzt, hätte sie aber allein gegessen. Es geht also nicht mal darum, dass die Schwestern zu wenig Zeit haben, sie wissen oft nicht, was notwendig ist. Mit ihnen als Angehöriger reden hilft, nur hat man natürlich in jeder Schicht anderes Personal vor sich. Manches wird dann in der Akte vermerkt, manches nicht.

    Zitat

    Laut Arzt wäre eine Operation nicht notwendig, man würde ihr 6 Monate ein "Schlinge" anlegen, und darauf hoffen das alles von alleine Zusammenwächst! Hallo ? Habt ihr sowas schon mal gehört ?

    Ja, habe ich mit meiner dementen Mutter gerade durch. Letztendlich entscheidet der Arzt (Splitterbruch, glatter Bruch, OP-Risiko …), was notwendig ist.


    Demenz kann vieles bewirken. Meine Mutter hatte vergessen, dass sie sich überhaupt was gebrochen hat und das betroffene Gelenk (nach entfernen des Gipses) ganz normal belastet, während ein "wissender" Mensch vielleicht eine Schonhaltung eingenommen hätte.

    Zitat

    aber sie scheint starke Schmerzen zu haben.. Sie kann doch diese Schmerzen nicht 6 Monate in kauf nehmen ?

    Dann muss sie natürlich Schmerzmittel bekommen.


    Wenn nicht operiert wird, wird sie nicht lange im Krankenhaus bleiben. Anschließend sollte ein Pflegedienst gesucht werden. Der Sozialdienst des Krankenhauses kann Euch beraten.

    Zitat

    ich versuche nur, das Verhalter der Ärzte, Krankenschwestern und Co zu verstehen.. vieles erscheint mir einfach Unmenschlich..

    Geh mal davon aus, dass sie deiner Opa nichts Böses wollen. Sie sind oftmals nur einfach völlig überlastet.

    Zitat

    Es wird eh viel zu viel unter den Teppich gekehrt in unserem Gesundheitssystem.

    :|N


    Solche Aussagen finde ich immer Wucher.


    Wir haben ein Gesundheitssystem nach dem sich Menschen in anderen Ländern alle 10 Finger ablecken, da merkt man richtig wie verwöhnt man hier schon ist und dieses wertvolle Gut absolut nicht zu schätzen weiß.

    @ TE

    Wenn ihr mit der Behandlung in diesem Krankenhaus nicht zufrieden seit dann schaut doch ob er sie wo anders unter bekommt wo es besser läuft.


    Außer dem ist es keine Seltenheit das so alte Menschen nur noch in den äußersten Notfällen operiert werden da die Risiken einer Op oftmals höher sind als so mit der Verletzung zu leben ;-)

    Auf die Pflege von Demenz-Kranken ist der Personalschlüssel leider nicht ausgelegt. Es ist kein böser Wille des Personals, es gibt einfach zu wenig Personal, um den Bedürfnissen von Pflegebedürftigen gerecht zu werden. Das Vergütungssystem finanziert leider nicht mehr Personal. Ist doch erstaunlich, dass die Krankenkassen Gewinne machen und die Krankenhäuser immer mehr Personal abbauen...


    Zu dem "auf der Toilette vergessen": weißt du denn, wie lange deine Oma auf dem Klo gesessen hat?


    Ich will niemanden verteidigen, bei meiner dementen Mutter wurde mal die Entlassung vergessen.....also Doc verfügt die Entlassung im Frühdienst. Das wird notiert, aber der Krankentransport zum Pflegeheim wurde nicht bestellt. Spätdienst liest nur "Pat. entlassen", aber tatsächlich lag meine Mutter immer noch im Bett ud dwar leider nicht in der Lage, auf sich aufmerksam zu machen-und wurde den ganzen Tag weder mti Essen und Trinken versorgt, noch wurden die Windeln gewechselt. Igrendwann informierte mich das Pflegeheim, dass sie den ganzen Tag auf meine Mutter warten, sie aber noch immer nicht da ist... Hier hatte ich mich dann bei der Krankenhausleitung beschwert und dort ein persönliches Gespräch.

    Das ganze System ist doch alles murks, weil alle nur sparen wollen. Ich selbst würde sofort im KH anfangen und den alten Leuten z.b beim Essen helfen, oder sonstwas kleineres tun was ihnen hilft aber sowas ist ja nicht erlaubt, ohne Ausbildung darf man sowas ja anscheinend nicht. Unverständlich irgendwo.


    Wobei ich neulich gelesen habe das es in manchen KH sowas wie "Grüne Engel" gibt die sich ehrenamtlich kümmern, aber die führen wohl eher Gespräche mit Patienten und helfen bei Behördengängen usw.


    Aber das ist eben was ehrenamtliches und damit wieder kostenlos, was ich mir so jetzt nicht vorstellen könnte.

    Zitat

    weil alle nur sparen wollen

    sorry, aber ich kann solche Verallgemeinerungen echt nicht ab...... ich arbeite selbst in einer Klinik und glaube mir, würden unsere Leistungen durch die Krankenkassen besser vergütet werden, würde ich sofort mehr Personal einstellen. Die Krankenhäuser WOLLEN Patienten gut versorgen, nur finanziert unser Gesundheitssystem die Leistungen nicht ausreichend, daher KÖNNEN wir es nicht. Hier sind alle frustriert, da durch die dünne Personaldecke für den einzelnen Patienten weniger Zeit bleibt.


    Zu der Oma:


    Schmerzmedikation bei Demenz-Patienten ist eine schwierige Sache, denn Schmerz schützt vor falschen Bewegungen. Ein Dementer erinnert sich ja leider nicht daran: "ich darf die Schulter nicht belasten" und würde, wenn die Schmerzen nicht wären, die Schulter ganz normal belasten. Daher bin ich persönlich bei Demenzkranken auch dafür, eine OP -wenn möglich- zu machen – einfach weil die Compliance bei konservativer Therapie bei Dementen nicht gegeben ist.

    Zitat

    Wir haben ein Gesundheitssystem nach dem sich Menschen in anderen Ländern alle 10 Finger ablecken, da merkt man richtig wie verwöhnt man hier schon ist und dieses wertvolle Gut absolut nicht zu schätzen weiß.

    :)z


    Und sich zu empören über "Missstände" ist – mit Verlaub und mal abgesehen vom vorliegenden Fall – in diesem Luxusland für viele eine Art Hobby geworden. Statt die Vorteile unseres Systems wahrzunehmen, wird akribisch nach dem gesucht, was man bekritteln kann. Die Deutschen gelten zu Recht als eines der unzufriedensten Völker.

    Zitat

    Und sich zu empören über "Missstände" ist – mit Verlaub und mal abgesehen vom vorliegenden Fall – in diesem Luxusland für viele eine Art Hobby geworden. Statt die Vorteile unseres Systems wahrzunehmen, wird akribisch nach dem gesucht, was man bekritteln kann. Die Deutschen gelten zu Recht als eines der unzufriedensten Völker.

    Die Österreicher sind da keinen Deut besser. :|N


    Raunzen und Jammern was das Zeug hält. So richtig kleine Negaholiker die sich wie du schon richtig sagst ein Hobby draus gemacht haben sich über irgendetwas auszuraunzen.


    Furchtbar :|N