Konnte mich leider längere Zeit nicht melde.


    Oma liegt immernoch im Krankenhaus, mittlerweile geht es ihr etwas besser,


    Sie wollte vor 2 Tagen Nachts "abhauen" und ist wieder gestürzt.. hat eine Prellung am Rücken..


    ihrem Arm geht es mittlerweile besser, ihre Platzwunden am Kopf sind verheilt..


    Leider hatte Oma sich mit dem Krankenhaus Virus mrsa infiziert..


    Sie soll noch 1 Woche im Krankenhaus bleiben und wird dann entlassen, die Ärzte haben uns dazu geraten Oma in ein Heim zu bringen, der Krankenhaus Aufenthalt hat ihre Demenz wohl verschlimmert..


    Wir haben viele Heime angesehen & ein tolles gefunden, nun sind wir dabei ihr "neues zuhause" etwas persönlicher Einzurichten, dürfen dort Bilder aufhängen, eigenen Möbel zustellen usw.


    Das einzigste was uns noch Sorgen bereitet ist, dass Oma sich weigert zu essen.. sie sagt ständig " nein, ich will nicht mehr, ich will verhungern"

    Zitat

    Das einzigste was uns noch Sorgen bereitet ist, dass Oma sich weigert zu essen.. sie sagt ständig " nein, ich will nicht mehr, ich will verhungern"

    Wenn das ihr Wille ist...... Wobei das sicher abgeklärt gehört-was wiederum bei dementen Menschen schwierig ist. Meine Mutter hatte auch so eine Phase, als ihr Alzheimer fortgeschritten war. Sie wollte partout nichts essen. Ursache waren da Magengeschwüre. Als diese behandelt wurden, wollte sie auch wieder essen.

    PS: ich als Betreuer habe mich damals aber schwer getan, zu der Magenspiegelung mein Einverständnis zu geben-und bin mittelschwer ausgeflippt, als ich meine Mutter nach der Magenspiegelung gesehen habe: sie sah aus, wie nach einem Boxkampf, ich will mir garnicht vorstellen, wie grob sie zu der Spiegelung gezwungen wurde. Blaues Auge, aufgeplatze, geschwollene Lippen. Ich war kurz davor, die Klinik wegen Körperverletzung zu verklagen....

    @ chloedasilva

    Bei der Pflege von dementen Angehörigen ist jeder irgendwann am Ende seiner geistigen und körperlichen Kräfte angelangt. Ihr tut sicher das Richtige. Was das Essen betrifft, wartet erst mal ab. Wenn sie sich im Heim eingelebt hat, isst sie vielleicht wieder. Ich habe von so einigen gehört, dass ihre pflegebedürftigen Angehörigen dann so richtig "zugelegt" haben - meine Mutter übrigens auch.


    Und wenn nicht, dann müsst Ihr die Entscheidung deiner Oma akzeptieren.


    :)* :)* :)*

    @ DieKruemi

    Das war wegen des Risikos ohne Kurznarkose, oder? Denke liebr nicht mehr darüber nach.


    Ich habe neulich erst wieder die Erlaubnis zu einen Eingriff gegeben und habe meine Mutter dann völlig verständnislos "zurückgelassen".

    Also der Arm scheint sich zu erholen, der Bruch wird insgesamt 6 Monate brauchen um vollständig zu verheilen,


    aber das scheint alles auf dem Weg der Besserung..immerhin.


    Die Prellung am Rücken ist natürlich auch nicht gerade schön aber auch das wird vergehen..


    sollte Oma aber nix mehr essen, dann wird sie das Heim wohl garnicht mehr lebend betreten..


    ganz egal was wir ihr vor die Nase stellen, nein sie will es nicht, trinken lehnt sie mittlerweile auch ab..


    höchstens 1-2 Gläser Wasser trinkt Sie am Tag..


    ich hoffe das Sie endlich wieder isst, es scheint, als habe sie einfach keine Lust mehr ..

    @ Taps

    Zitat

    Das war wegen des Risikos ohne Kurznarkose, oder? Denke liebr nicht mehr darüber nach.


    Ich habe neulich erst wieder die Erlaubnis zu einen Eingriff gegeben und habe meine Mutter dann völlig verständnislos "zurückgelassen".

    Ich hatte im Vorfeld um Sedierung gebeten.....wieso die es nicht gemacht haben – keine Ahnung. Nein, ich denke darüber normalerweise nicht mehr nach, denn das ist schon 4 jahre her und inzwischen lebt meine Mutter nicht mehr. Aber die letzten Jahre lasten doch schwer auf mir, das war echt eine harte Zeit. Und ich bin immer noch dankbar, dass Mutti friedlich nachts eingeschlafen ist und einfach nicht wieder aufgewacht, denn meine größte Sorge war, dass sie an den Folgen meiner Entscheidung bezüglich PEG-Sonde sterben würde.-Doch zum Glück hat sie bis zu ihrem letzten Tag noch gegessen.

    Zitat

    ganz egal was wir ihr vor die Nase stellen, nein sie will es nicht, trinken lehnt sie mittlerweile auch ab..


    höchstens 1-2 Gläser Wasser trinkt Sie am Tag..


    ich hoffe das Sie endlich wieder isst, es scheint, als habe sie einfach keine Lust mehr ..

    ist jemand von euch zum Betreuer bestellt?


    Da sie in einer Klinik ist, wird folgendes auf euch zukommen: man wird zur PEG-Sonde raten, d.h. künstliche Ernährung über eine Sonde. Kurzfristig über die Nase, dauerhaft über einen direkten Zugang von aussen in den Magen. Und das Einverständnis gibt der Betreuer, entweder jemand von euch, oder das Amtsgericht bestellt jemand anderen. Vorher sollten jedoch organische Ursachen der Nahruingsverweigerung, wie Magengeschwüre durch die Schmerzmittel, ausgeschlossen werden. Bekommt sie genügend Flüssigkeit?

    ja, nicht so einfach...


    als das bei meinem vater so weit war, hat er wenigstens noch jeden tag seine biere getrunken...sonst nichts...das hat ihn dann am leben gehalten...die guten kolehydrate...allerdings bekam er auch das irgendwann auf grund eines tumores im hals nicht mehr hinunter...und letztendlich ist er dann verstorben...auch er hatte keinen bock mehr....eine magensonde hat er kathegorisch abgelehnt und hätte sich diese vermutlich auch selbst entfernt....

    Zitat

    Sie wollte vor 2 Tagen Nachts "abhauen" und ist wieder gestürzt

    hehe...auch das kennen wir....er wollte ständig stiften gehen...das personal hat dann immer den leeren essenswagen vor die tür gestellt, damit er da erstmal drüber segelt und sie auf ihn aufmerksam werden, wenn er das fluchen anfängt....man kann ihn ja schlecht am bett festbinden....

    Soweit ich von meiner Mutter weiß, hat meine Oma damals SCHRIFTLICH hinterlegt das Sie keine künstliche Ernährung will. Also sie hat das ausdrücklich Verboten. Mein Vater ist als Ihr Betreuer eingetragen. Wir können an der Entscheidung nix mehr ändern.

    Zitat

    ich hoffe das Sie endlich wieder isst, es scheint, als habe sie einfach keine Lust mehr ..

    ich weiß, die Frage klingt hart, aber wieso hoffst du das? was steht ihr realistisch an Lebensqualität bevor? Ist sie in einer Verfassung, in der sie dem Leben noch etwas Positives abgewinnen kann? Die letzten jahre hätte ich meiner Mutter gerne irgendwie erspart, mit fortschreitendem Alzheimer hatte sie an Ende uns, sich selbst und ihre Sprache vergessen. Sie war immer in Angst, da alles um sie herum fremd war, konnte sich nicht mehr vermitteln, da sie nicht mehr deutsch reden konnte sondern nur unverständliche Laute von sich gab. Am schlimmsten war ihre Panik, wenn sie versorgt wurde, denn für sie waren es täglich neu woildfremde Menschen, die an ihr rumhantierten, nur mit starken Psychopharmaka war ihre Panik halbwegs zu regulieren.....ein absolut würdeloses, freudloses Dasein, das niemand verdient hat.


    Ich verstehe inzwischen Gunter Sachs, der sich im Bewußtsein der Diagnose Alzheimer eine Kugel in den Kopf gejagt hat.

    Zitat

    ich weiß, die Frage klingt hart, aber wieso hoffst du das?

    nein, so hart ist die Frage nicht, und manchmal stelle ich mich der Realität, denn das was du schreibst.. davor habe ich Angst. DAS ist kein Leben. Und ich weiß auch, das sich Oma das niemals gewünscht hätte.


    Ich bin noch recht " Jung" & der Gedanke, meine geliebte Oma muss gehen, zerbricht mir das Herz.


    Ich glaube einfach, ich kann es noch nicht ganz akzeptieren.. ich klammere mich an den Gedanken " es wird schon alles wieder gut"; ich weiß .. es ist Unsinn.


    Ich wünsche meiner Oma einen "angenehmen" Abschied.. das sie einschläft & nicht mehr aufwacht..


    Der Gedanke das Sie freiwillig jegliche Nahrung verweigert und verhungern will.. das ist einfach zu viel

    vielleicht ändert sie ihre Meinung ja noch @:) aber vermutlich sieht sie es als einzige Möglichkeit, selbstbestimmend zu sein. Und es ist ja auch eine der wenigen Möglichkeiten, selbst in der Hand zu haben, wie es weiter geht. Die Aussicht, in ein Pflegeheim zu kommen, den letzten Abschnitt des Lebens anzutreten-das wird ihr einfach auch ganz viel Angst und Unsicherheit geben. Klar, ihr kommt sie dort besuchen, aber letztendlich ist sie die ganz überwiegende Zeit dem Ganzen alleine ausgesetzt. Ich kann dich dennoch gut verstehen, schließlich war ich auch mal jung und hatte Omis. Meine Lieblingsoma wurde uralt, mitte 90 starb sie. die letzten Jahre war sie blind und taub und wurde funktional wie eine Topfpflanze versorgt. Rückblickend wäre es gut gewesen, sie wäre ein paar Jahre früher einfach gestorben, denn bis Ende 80 hatte sie ihre eigene Wohnung, fuhr mit dem Rad 15 km zu uns durch die Gegend, war eine kluge, lustige und stolze Frau......

    Vorab nur am Rande ....in Spanien oder Österreich werden einem gleich Organe entnommen , im Falle eines Unfalls! Da Angehörige das dort nicht bestimmen können.


    Außer man besitzt eine ausdrückliche persönliche Verweigerung in der Landessprache natürlich.


    [...]


    Eine Verarsche , die Ihr nachplappert! Darum nimmt Euch niemand ernst.


    Redet sachlich , auch davon, dass erst am 3.Todestag die letzte Körperfunktion, Spermafunktion eingestellt ist.


    Bildet Euch, bevor Ihr von Transplantationen redet. Dann müsstest Ihr das noch wie ein Mantra heruntersagen, bevor Ihr ein Organ bekämet.


    Also am besten meinen ganzen Kommentar hier auswendig lernen.


    [...]

    Zitat

    in Spanien oder Österreich werden einem gleich Organe entnommen

    Natürlich. Gleich wenn sie ins Krankenhaus kommen, werden Organe entnommen, solange sie noch 'frisch' sind. %-|


    In Österreich ist die gesetzliche Grundlage eine andere als in Deutschland, das stimmt. Die Angehörigen werden aber bei einem Patienten, der als Spender in Frage kommen würde, sehr wohl gefragt. Wenn die Angehörigen verneinen, bzw. der Meinung sind, dass eine Organspende nicht im Sinne des Patienten gewesen wäre, wird das respektiert. Punkt aus.


    Auf den Rest geh ich gar nicht erst ein. %-|

    Jedes KHK ist überlastet , Ärtze mit 36 Arbeitsstunden am Stück , Ja , die Kassen , Bundesärztekammer usw. bezahlen kein weiteres Personal !


    Lebensgefährlich ist das und besser man wird nie krank !


    Im Altenheim ist es nicht anders ! Was wir tun können ? Nur protestieren , beschweren !


    Auch da erlebte ich , wie alle in der kollektiven Pause hockten , während die Alten fast einnässten .


    Ich war keine Pflegekraft und dutfte die Alten nicht zum Klo begleiten . Hätte ich aber fast getan , wäre Eine nicht ca.80 kg schwer und im Rollstuhl grwesen .


    Mir tat sie so leid ! Später fragte ich warum alle zeitgleich Pause machten . So eine Lüge als Antwort erstaunte mich , weil die mich für blöd hielten !


    Sie brabbelten etwas von gemeinsamen und wichtige Patiententhemen bereden müssen . Das kann man an die Diensthabenden auch schriftlich weitergeben .


    Unerlaubt , so keine Notbrsetzung bei den Alten ist !


    Ich werde auch noch einen Bericht über Verschweigen wichtiger Infos an Patienten im Geburts-Forum veröffentlichen .

    Zitat

    Also am besten meinen ganzen Kommentar hier auswendig lernen.

    Danke, dass du uns Unwissende erleuchtet hast! :)^ :)= :)= :)=




    Was nach dem Hirntod mit mir passiert, ist mir scheißegal, ehrlich. Ein Leben an Maschinen käme für mich nicht in Frage, sabbern, in die Hosen machen, kein bisschen Selbstbestimmung mehr. Nein Danke! Da gebe ich doch gerne meine Organe für Menschen, die damit ihr Leben verlängern können. Und dass eine Organtransplantation nun mal kein Spaziergang ist und niemals ein "angeborenes" Organ in vollem Umfang ersetzen kann, das ist ja wirklich kein Geheimnis. zzz

    Zitat

    Sie brabbelten etwas von gemeinsamen und wichtige Patiententhemen bereden müssen

    Das ist in Pflegeheimen usus. Nennt sich "Dienstübergabe" – normalerweise von einem Dienstrad an das nächste. Aber bleib' ruhig in deiner Annahme, dass das alles Lügen sind.