• meine eltern haben sich aufgegeben..am verzweifeln

    muss jetzt ein bisschen weiter ausholen..wird also ein wenig länger der text.. meine mama ist seit 10 jahren nach einem schlaganfall halbseitig gelähmt und deshalb ein pflegefall.. seit dem haben mein papa und ich sie gepflegt (mein papa ist gesundheitlich selber schon immer angeschlagen gewesen aber hat das mit meiner unterstützung trotzdem gemacht) jetzt…
  • 28 Antworten

    ein platz in der tagespflege zu bekommen wär kein problem..meine mutter ist da auch immer 2x die woche hin..hat ihr auch gefallen..hatten wir jetzt aber gekündigt da sie ja sowieso in 5 wochen ins pflegehim kommt..

    nur mein papa hätte da gar nicht die kraft dafür im moment.

    der hausarzt war gerade da..hat was aufgeschrieben wegen seiner übelkeit ..aber das ändert ja am ganzen problem nichts..

    bin gerade wirklich kurz vor einem nervenzusammenbruch..er sagt er schafft es kaum noch vom rollstuhl auf die toilette..was mach ich wenn es gar nicht mehr geht..

    ich könnte ihm nicht mal helfen..mein papa ist nicht gerade ein leichtgewicht..und ich bin ja schon voll ausgelastet mit der pflege meiner mutter..es fehlt echt nicht mehr viel dann kann man mich ins krankenhaus einweisen..

    steeli schrieb:

    bin gerade wirklich kurz vor einem nervenzusammenbruch..er sagt er schafft es kaum noch vom rollstuhl auf die toilette..was mach ich wenn es gar nicht mehr geht..

    Wie ich schon sagte, dann muss er ins Krankenhaus.


    Wenn er so schlapp geworden ist, muss er internistisch untersucht werden.


    Zitat


    nur in den letzten tagen baut er extrem ab..schläft nur noch..isst kaum was ..lässt sich regelrecht hängen..

    Wenn er vorher besser zurecht war ( Rollstuhlmobil, Transfers Rollstuhl-Klo und zurück selbständig ect) und sich nun recht schnell verschlechtert hat, muss das untersucht werden.


    Wenn er jetzt schon nicht mehr alleine aufs Klo kommt, was er ja voeher noch konnte, dann dauert es nicht mehr lange und du wirst ihn bei allen Transfers helfen müssen, bei der ganzen Körperpflege ect



    Ich hatte dir ja gesagt das eine akut Geriatrie für ihn das sinnvollste ist.

    ja habe den arzt schon darauf angesprochen..er will jetzt erstmal schauen ob die übelkeit mit mcp tabletten weg geht..und dann entscheiden ob er wieder in krankenhaus muss..

    er hat ja anfang august einen termin zwecks prostataverkleinerung ..ich hab so das gefühl wir sollen das bis dahin irgendwie so durchziehen..er trinkt ja noch ausreichend..

    habe dem arzt auch gesagt das ein pflegegrad beantragt ist.."ja dann sollen wir erstmal abwarten..er wird schon einen hohen pflegegrad bekommen" war dann die antwort.

    ich meine ich kenne das je schon aus der pflege meiner mutter das man für hilfe immer betteln muss..und das einen keiner sonderlich ernst nimmt.

    was mir so angst macht das ich meinem papa nicht wirklich helfen kann..ich kann ihn nicht so betreuen wie meine mutter..die wiegt 50 kg ..die bekomm ich gut aus dem bett und dann aufs klo..aber meinen papa..das ist nicht machbar..

    mehr fehlt auch langsam die kraft noch 30000 anrufe zu machen ..das vielleicht mal einer auf die idee kommt das wir wirklich hilfe bräuchten...ich habe von der pflege schon ein bisschen ahnung nach 10 jahren..weiß schon das es möglichkeiten gibt..aber solange er keinen pflegegrad hat..sind mir da die hände gebunden irgendwie..so könnte ich wenigstens den pflegedienst kommen lassen. der kommt ja eh täglich wegen meiner mutter.


    meiner mutter muss ich alle 2 stunden aufs klo helfen ..füttern usw. da ist der tag schon wirklich ausgefüllt..geschlafen hab ich seit wochen nicht mehr wirklich..wenn alle stricke reißen..werd ich zu meinem hausarzt gehen..der ist eigentlich sehr kompetent..

    Wenn DU denkst, das es nicht mehr geht mit Deinem Vater, rufst Du einen Krankenwagen. Du alleine kannst schlichtweg nicht die Pflege von 2 Personen übernehmen, auch nicht für "nur" 5 Wochen.

    Wäre vorab Kurzzeit-/Verhinderungspflege für Deine Ma möglich, bevor der endgültige Heimplatz frei ist? Für Deinen Vater ist ja ohne Pflegestufe tatsächlich nicht viel machbar außer Krankenhaus. Diese Bürokratie nervt... Hoffentlich kommt der MDK bald zur Begutachtung!

    Kann der Pflegedienst ggf. etwas Zeit für Deinen Vater abknapsen?


    Ich wünsche Dir viel Kraft und Durchhaltevermögen; bitte scheue Dich aber nicht, ggf. den Krankenwagen zu rufen. Ich habe das mit meinem Vater letztes Jahr einige Mal durch; allerdings hat er teilweise auch zu wenig getrunken (war aber sonst fitter als Dein Vater). Da war nie jemand sauer und er war im Krankenhaus immer gut aufgehoben, während die ihn wieder aufgepäppelt haben.

    Hallo! Ich kann Dir nur den Rat geben, denke ganz egoistisch an Dich selbst. So lieb und besorgt wie Du schreibst, werden dabei Deine Eltern immer auch berücksichtigt sein und Du wirst nie etwas machen, das ihnen schadet.

    habe vorhin mit meinem mann telefoniert ..er soll sich en paar tage urlaub nehmen und dann muss irgendwas organisiert werden. so kann es nicht gehen.

    er soll auch mit dem hausarzt von meinem papa sprechen..denn ich glaube mittlereile nicht mehr an eine depression..ich habe meinen papa heute beim frühstück beobachtet ..er würgt bei jedem bissen den er macht..das ist nicht nur die psyche..am donnerstag sollen wir uns beim hausarzt nochmal melden..wenn er bis dahin weiterhin nix essen kann muss er ins krankenhaus..dann kann ja wirklich was nicht stimmen..

    meine mutter in kurzzeitpflege tun ..ja könnte ich probieren..sie war ja auch schon öfters mal in den letzten jahren..ist für sie halt auch immer sehr aufreibend..das wollte ich eigentlich vermeiden bevor sie fest ins heim muss..

    ich hatte einfach gehofft das ich meine mutter erstmal in ruhe ins pflegeheim geben kann..alles organisiert ist..in der zeit würde mein papa operiert werden..und man könnte schaun wie es weiter geht..

    aber jetzt kommt halt alles zusammen und das ist einfach zuviel auf einmal..meine mutter war eigentlich immer unser "sorgenkind" und jetzt ist mein papa in einer schlechteren verfassung als sie..

    Dieses "Kippen" erlebe ich leider auch. Meine Ma war immer die fitte belastbare Macherin, trotz Krebserkrankung. Mein Vater der Problemfall. Er hat auch die Pflegestufe, aber jetzt baut meine Ma rapider ab als er (Demenz; bei meinem Vater Demenz/Parkinson/Herzprobleme/früher Schlaganfall). Die alten Muster/Erwartungen bleiben unverändert und das Ganze wird zunehmend chaotischer und schwieriger...

    Es ist einfach übel, wenn es schlagartig ZU VIEL wird und das bewährte System zusammenbricht. Daher: So viel Hilfe holen wie möglich, und notfalls eben Krankenhaus. Es muss nicht sein, dass Du fehlende Pflegestufe, fehlende Plätze etc. selber wuppen musst!

    • Neu

    so..heute nacht ist er ins krankenhaus eingeliefert worden..ist aus seinem sessel zusammengesackt und lag "mal wieder" auf dem boden..hatte keine kraft mehr..war zwar eine diskussion mit den sanitätern nötig..das sie ihn mitnehmen..irgendwann haben sie es dann aber doch eingesehen das man ihn nicht so sich selbst überlassen kann..

    er schaut wirklich aus wie ein häufchen elend..und man muss trotzdem betteln das er untersucht wird.

    der sozialdienst im krankenhaus ist informiert..so kann er auf keinen fall nach hause..bekomme ihn weder ins bett ..noch auf die toilette..essen tut er auch nicht wirklich..er muss in kurzzeitpflege nach dem krankenhaus..

    • Neu

    naja..er hatte eine blutvergiftung..und lebt nur noch weil wir den krankenwagen gerufen haben..(die ihn ja gar nicht mitnhemen wollten)..

    und von ihm bekomme ich jetzt vorwürfe..das ich ihn ins krankenhaus abgeschoben habe damit ich meine ruhe hab..der ernst der lage ist ihm überhaupt nicht klar..

    manchmal denk ich dass das alles ein schlechter traum ist..

    • Neu
    steeli schrieb:

    er hatte eine blutvergiftung.

    Das ist schon heftig. Dann bleibt abzuwarten ob er das überlebt und sich wieder erholt.



    steeli schrieb:

    und von ihm bekomme ich jetzt vorwürfe..das ich ihn ins krankenhaus abgeschoben habe damit ich meine ruhe hab..der ernst der lage ist ihm überhaupt nicht klar..

    Ist er dement?

    Lass ihn im Krankenhaus auch gleich mal auf Demenz testen.


    steeli schrieb:

    der sozialdienst im krankenhaus ist informiert..

    Sehr gut. :)^

    • Neu

    war ihn gerade besuchen..er ist raus aus der intensivstation..hatte riesen glück das er das noch so überstanden hat.

    ist schwach und schon ein bisschen "wirr"..aber im großen und ganzen konnte er sich schon mit mir unterhalten..

    das mit der demenz werde ich am montag ansprechen..sein zuckerwert war gestern öfters über 500..das wird ihm natürlich auch zu schaffen machen...als ich gegangen bin lag er bei 310..

    um sich selbst kümmern kann er sich so auf jeden fall nicht mehr zu hause..hat er aber sogar selbst zu den ärzten gesagt (was mich wirklich froh macht..das ihm das doch klar ist)

    • Neu
    steeli schrieb:

    ist schwach und schon ein bisschen "wirr".

    Wahrscheinlich noch im Delir. Mal abwarten wann er da herausfindet. Demenztest macht dann erst später Sinn, weil wenn er jetzt evtl im Delir ist, kann das ein falsches Ergebnis bringen.

    • Neu

    Bzgl. der Vorwürfe solltest Du auf Durchzug schalten. Alles weist darauf hin, dass es richtig war mit Krankenhaus etc. Mein Vater hat 2017 einen üblen Krankenhausaufenthalt hingelegt, an dessen Ende er wg. Angriff auf einen Mitpatienten rausgeworfen wurde (was eine nachfolgende Medikation mit einem beruhigenden Neuroleptikum nach sich zog, seither ist er wieder umgänglich). Da ich den Aufenthalt veranlasst hatte (Parkinson-Diagnostik), war er bis vor wenigen Monaten komplett stinkig, wenn wir auf das Thema kamen. Jetzt hat er erstmals geäußert, dass das doch ganz gut gewesen sei (klar, zum einen wurde der Parkinson erkannt und anbehandelt; zum anderen wurde ein Herzproblem festgestellt).


    Man muss sich da durchsetzen und ich kann Dir nur raten (habe die Details gerade nicht auf dem Schirm), dass eine notariell beglaubigte Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung erarbeitet wird, mit der Du im Notfall auch mehr Handhabe hast.

    • Neu

    ja ich versuche ruhig zu bleiben ..und werde morgen einen termin machen mit dem sozialdienst des krankenhauses..

    ich werde jetzt sachlich einfach alles organisieren..ich meine es wirklich nur gut mit meinen eltern und möchte das sie zusammen sind..aber das geht nur im pflegeheim und nicht zu hause ..da müsste ich ja 2 pflegerinnen holen um beide zu versorgen..

    ich verstehe ja auch das meinem papa der verlust seiner selbstständigkeit schwer zu zu schaffen macht..

    ich habe meine eltern immer unterstützt ..damit sie so lange wie irgend möglich zu hause sein konnten..es waren jetzt noch gute 10 jahre..sie haben miterlebt wie ihre enkel groß geworden sind..wir haben noch viel unternommen..

    aber jetzt ist das nun mal anders..wir haben über diesen fall oft gesprochen..das es dann nur eine lösung gibt..komischerweise war da meine mama immer die, die ein problem hatte..sie hat sich jetzt aber gut mit der lage abgefunden irgendwie..