Mutter im Pflegeheim ist nur noch im Bett

    Hallo.


    Meine Mutter (78) hat PS2 und liegt seit Wochen nur noch im Bett da sie zunehmend kraftlos wird und noch dazu seit Wochen einen Darmkeim hat, sodas man nur mit Mundschutz und Handschuhen ins Zimmer kommt. Gibt es ein "Anrecht" auf aus dem Bett geholt werden wenn dies medizinisch noch vertretbar ist. Ich glaube meine Mutter wird aus Zeitgründen im Bett gelassen, da die Herausnahme sehr zeitintensiv wäre. Sie ist auch zunehmend dement. Auf was muss man bzgl. der neuen Pflegestufen ab 2017 beachten?

  • 25 Antworten

    Vielleicht wird sie auch ruhig gestellt.


    Habe das bei meinem Vater gerade erlebt, der 3 x täglich Tavor bekommt und nur noch vor sich hindöst. Macht natürlich Sinn, wenn Heimbewohner nicht rumwurschtelt sondern im Bett liegt....

    Hallo

    Zitat

    Gibt es ein "Anrecht" auf aus dem Bett geholt werden wenn dies medizinisch noch vertretbar ist.

    Nein, dass gibt es nicht. Ich denke wenn deine Mutter schlecht zurecht ist, durch den Darmkeim geschwächt, macht es wenig Sinn sie aus dem Bett zu mobilisieren.


    Da kann man besser abwarten bis sie saniert ist, also Keimfrei.


    Das Pflegpersonal wird deine Mutter entsprechend den Prophylaxen ( Dekubitus, Kontraktur, Thrombose) lagern.


    Wenn sie sich vom Allgemeinzustand her wieder verbessert, saniert ist, kannst du mit dem zuständigen Arzt sprechen das er ein Rezept über Krankengymnastik austelt.


    Dann kann ein Physiotherapeut kommen, aktive Bewegungsübungen durchführen, Transfertraining, Stand/Gangtraining ( wenn möglich)

    Zitat

    Meine Mutter (78) hat PS2 und liegt seit Wochen nur noch im Bett

    Das ist schwierig zu bewerten.


    Wie war sie denn vor dem Darmkeim zurecht?


    War sie mobil?


    Konnte sie Laufen? ( Mit Hilfsmittel, einer Hilfsperson, einer Begleitperson?)


    Konnte sie den Transfer in und aus dem Bett eigenständig oder nur mit Hilfe?


    Wie Mobil war sie denn?


    Was konnte sie noch trotz PS2?


    Gruss

    ich würde nachfragen was los ist beim personal


    und mich erkundigen welche Medikamente sie kriegt, und zwar alle


    auch würde ich gucken ob sie evtl. ruhiggestellt wird, wie gesagt alle Medikamente aufschreiben


    (evtl. kannst du die medikamentenliste mit ihrem Hausarzt oder ex Hausarzt besprechen was er davon hält) und auch gucken und fragen was sie für den darmkeim bekommt und woher sie den darmkeim hat wäre auch interessant zu wissen, also das würde ICH tun wenn es meine mutter wäre


    du selber mußt das natürlich selber entscheiden was du tust.


    ans bett leicht gefesselt mit band an einem Handgelenk oder so wird sie aber nicht oder?


    gehe täglich hin und zeig Interesse wie es deiner mutter geht und frag da nach usw., guck immer welche medis sie einnimmt und gebe ihr wasser zu trinken, ältere leute trinken meist nichts da sie keinen durst haben, und das personal hat oft keine zeit sie ständig daran zu erinnern das sie wasser trinken sollen.

    Zitat

    Sie ist auch zunehmend dement

    seit sie im heim ist?


    wielange ist sie jetzt im heim?


    lg sofi

    Zitat

    evtl. kannst du die medikamentenliste mit ihrem Hausarzt oder ex Hausarzt besprechen was er davon hält

    der Hausarzt ist ja derjenige, der die Medikamente verordnet ;-)


    Also nicht gleich wieder vermuten, hier wird jemand ruhig gestellt weil das Personal dann weniger Arbeit hat.

    Mobilisieren wird oft nicht mehr gut vertragen, je nach Zustand. Tatsächlich gibt es dann auch bestimmte Zeiten, in denen wirklich zu wenig Personal da ist. Aus dem Zimmer darf sie ohnehin nicht raus. Hast du denn mit den Leuten mal gesprochen?

    Und ganz wichtig: WILL sie überhaupt aus dem Bett?


    Wenn sie sich noch richtig äußern kann haben alle ihre Wünsche zu respektieren. Dazu schreibst du leider nichts.


    Der Punkt ist nur wichtiger als von vorn herein anzunehmen sie wird ruhig gestellt oder Das Personal ist zu faul.

    hallo sgrund


    wie auch immer


    ich würde dran bleiben und täglich 1 bis 2 mal hingehen Minimum 1 mal auch samstags und sonntags also wenn es MEINE mutter wäre, ich spreche hier nur für mich und wenn ich dieses Problem hätte.


    ich selber hab mich nach einer schiefgelaufenden op bzw. mit sehr negativen Auswirkungen speiseröhrenop und Antibiotika Infusionen 3 mal täglich über viele tage lang usw. halt Tragödie eigentlich alles ...


    hab mich jedenfalls danach freiwillig für 10 tage in eine spezialklinik damals begeben weil ich nur noch 1 stunde schlaf bekam und konnte mich durch schlafmangel kaum aufrecht halten bzw. war zu erschöpft, das war so eine naturabteilung laut meiner Broschüre mit Kräutern, tees usw., ich wollte wieder mehr schlafen als nur exakt 1 stunde.


    statt therapie und hilfe wurde ich nur ruhiggehalten, Schlaftabletten ohne ende, Beruhigungsmittel und Antidepressiva.


    schon nach dem ersten oder zweiten tag konnte ich das bett nicht mehr selber richtig verlassen da vollgepumpt und landete in einem Rollstuhl sogar, da vollgepumpt.


    nach 10 tagen bin ich auf eigenen wunsch wieder aus der Klinik gegangen also bat meine eltern mich abzuholen, denn Rollstuhlzustand, da vollgepumpt, war ja noch schlimmer als bei der Einweisung, das brachte mich nicht weiter.


    die Klinik hätte mich aber am nächsten tag ohnehin entlassen sagten sie mir da die kasse keine weiteren tage zahlte.


    ich sage nicht daß es bei deiner mutter so ist, aber du bats um Erfahrungswerte usw. und ich erzähle dir halt was ich in meinem leben erlebt habe was zu deiner problematik grob passt.


    jedenfalls würde ich dir empfehlen dich schlau zu machen welche medis deine mutter einnimmt und woher sie den darmkeim hat und halt täglich besuchen.


    evtl. redet hat sie auch zuwenig kontakt also redet zu wenig


    meine mutter hat eine schwere Erkrankung seit ca. 2 jahren aber mein vater fordert sie geistig z.b. nicht behandelt sie als kranke die nicht richtig denken kann usw.


    sie besucht mich 1 mal die Woche und sobald sie bei mir ist, redet sie nach einiger zeit immer mehr und immer besser also ihr denken wird richtig belebt merke ich, da ich selber sie auch fordere ich behandele sie nicht als kranke rede ganz normal mit ihr und so kommt es wohl daß sie auch ihr denken anstrengt jedenfalls hab ich dieses gefühl, das nur zum Thema Demenz aber du schriebst auch nicht ob das mit der Demenz erst ein Problem wurde seit sie im heim ist oder es vorher schon da war.


    ich nehme an du meinst nicht die richtige demenzkrankheit sondern nur halt starke Vergesslichkeit usw.

    Zitat

    Sie ist auch zunehmend dement

    evtl. kriegt sie neue zusätzliche medis!?


    wie gesagt cheke die medikamentenliste von ihr, halt alle medis die sie vom Krankenhaus erhält und rede auch mit dem dort zuständigen Arzt und schwester usw.und gebe ihr wasser wenn du kommst und wenn du gehst.


    wir alle hier können nur vermuten, da wir nicht Vorort sind offline wir sind hier nur online und weit weg vom geschehen um deine mutter und eigentlich nichtmal das da du zuwenig Infos gegeben hast bzw. noch nicht wieder was neues erzählt hast ich hoffe du kannst deiner mutter helfen. :)_


    übrigens kam meine Oma ins Pflegeheim als ich noch sehr jung war, sie wurde ruhiggestellt und starb nach nur 2 Wochen in persönlich vermute daß sie an Traurigkeit verstarb da sie ruhiggehalten wurde, aber ich war zu jung damals um zu kapieren was da ablief und um ihr zu helfen, erst als ich älter wurde hab ich es richtig verstanden, an einem Handgelenk hatte sie eine art band und war an einer seite ans bett gefesselt, leider war ich zu jung und kapierte nicht was das für sie bedeutete. :°(


    (wie gesagt ich rede hier nur von MEINEN Beispielen, evtl. bringen sie dich weiter, bei deiner mutter kann alles ganz anders sein und andere Ursachen haben usw.)

    @ sgund:

    Wenn selbst du nur mit Mundschutz und Handschuhen ins Zimmer darfst, sehe ich folgende Situation: Der Darmkeim ist ziemlich ansteckend, also würde ich aus Pflegersicht (mit der Erfahrung eines Zivis) deine Mutter im Zimmer lassen, um ein Verbreiten auf die gesamte Station einzuschränken. Wenn sie seit zwei Wochen daran herumlaboriert, kann sie einfach auch so entkräftet sein, dass eine Mobilisation keinen Sinn macht.

    Zitat

    wie gesagt cheke die medikamentenliste von ihr, halt alle medis die sie vom Krankenhaus erhält und rede auch mit dem dort zuständigen Arzt und schwester usw.und gebe ihr wasser wenn du kommst und wenn du gehst.

    du hast aber gelesen, dass sie im Pflegeheim ist, oder?


    Und da wird sie von ihrem Arzt betreut und der verordnet die Medikamente.


    Du schmeisst hier verschiedene Dinge völlig durcheinander.

    Vor einem Jahr war deine Mutter schon in einem sehr geschwächten Zustand, da hast du folgendes geschrieben:

    Zitat

    Sie hat seit Kurzem Pflegestufe2 und bekommt wegen einer Krebserkrankung Morphium (pallativmedizinische Versorgung) da der Körper die Chemo nicht mehr mitmacht wurde diese eingestellt. Sie kann nicht mehr laufen.

    Da sie derzeit einen ansteckenden darmkeim hat, könnte sie höchstens in einen Sessel in ihrem Zimmer gesetzt werden, das Zimmer verlassen darf sie wg Ansteckung nicht. Im Sessel besteht jedoch die Gefahr, dass sie rausfällt, nach vorne kippt etc. Und da ihre Zimmertür geschlossen sein muss, könnte sie längere Zeit in einem unbequemen Zustand sein, bis jemand sie findet. Somit ist das Liegen im Bett derzeit wohl das sicherste für sie.

    Hallo! Wie Hyperion schrieb, ist es wichtig, dass Deine bettlägerige Mutter die tägliche Thrombosespritze kriegt und ein Bett mit elektrischer Verlagerung (man hört das Pumpgeräusch!) zur Vorbeugung gegen Dekubitus (offene Druckstellen).


    Als Darmkeim vermute ich das Norovirus. Damit kannst Du Dich nach menschlichem Ermessen nicht anstecken, denn er setzt ein sehr geschwächtes Immunsystem und "Hospitalisierung", also ständige Unterbringung im Heim voraus. Sicher wünschst Du Dir Deine vitale Mutter zurück, mit der Du wenigstens in den Garten gehen kannst und Dich unterhalten. Aber Deine Mutter ist leider sehr schwer krank.

    Man kann davon ausgehen, dass sie eine Pflegestuhl hat. Macht aber auch keinen Sinn, wenn sie dann Kreislaufprobleme bekomme beim Sitzen. Aber solche Probleme haben die Angehörigen häufig, es ist schwer zu akzeptieren, dass die Leute so abbauen.

    Onodisept

    Zitat

    Als Darmkeim vermute ich das Norovirus. Damit kannst Du Dich nach menschlichem Ermessen nicht anstecken

    Noro-Viren sind hoch ansteckend, wie kommst du denn auf diese Vermutung? Abenteuerlich hier das Ganze :|N :-/

    Bei Noroviren werden zumindest bei uns keine so extremen Maßnahmen ergriffen, bleibt dann jedem selber überlassen, ob er Mundschutz verwendet. Ich würde eher von ESBL ausgehen, davon gibt es immer wieder Fälle im Pflegeheim bei immunschwachen Personen.

    vielleicht meldet ich der user hier nochmal


    wie gesagt gebe ihr vorallem wasser zu trinken wenn du sie besuchst, ältere leute haben kaum durstgefühl, so war es zumindest bei meiner Oma und so ist es bei meiner 71 j. mutter, ich stelle ihr ständig wenn ich sie sehe ein glas wasser hin, mit Strohhalm damit sie es besser trinken kann und fülle sofort nach wenn es leer ist.


    liebe grüße sofi :°_

    Zur Ergänzung zu sofis Beitrag :)

    Zitat

    wie gesagt gebe ihr vorallem wasser zu trinken wenn du sie besuchst

    Vorausgesetzt sie hat keine Schluckstörung ( braucht keine angedickten Flüssigkeiten oder pürierte Kost, Magensonde) und kann trinken ohne sich zu verschlucken.