Oma ist im Krankenhaus urplötzlich total verwirrt

    Meine Oma (87) kam letzte Woche wegen eines Wirbelbruchs ins KH und wurde dort am Mittwoch operert. Sie ist zwar aufgrund ihrer Parkinson in der Bewegung sehr eingeschränkt, allerdings geistig bis auf ein paar "kleine Aussetzer" manchmal total klar, weiß alles, lebt sozusagen ja noch alleine, mit unserer Hilfe. Also sprich, wir schauen 3 mal täglich nach ihr, bringen ihr das essen, waschen putzen dort etc, und leisten ihr Gesellschaft und erledigen die täglichen Dinge wie einkauf, etc. Dazu kommt morgens und abends der Pflegedienst!!


    Mein Papa, ihr einziger Sohn, starb im Mai diesen Jahres an Krebs. Das hat sie sehr mitgenommen aber sie hats einigermaßen gut weggesteckt, besser als wir, eigentlich.....


    Nun hab ich sie heute im KH besucht, und dass sie im Krankenhäusern immer ein bißchen die Orientierung verliert weiß ich inzwischen, ist immer so, legt sich aber wieder wenn sie nach Hause kommt....


    Nun fragte sie mich heute, ob´s ***, also meinem Papa, ihrem Sohn wieder besser geht?? Ich war so erschrocken, wusste gar nicht was ich sagen sollte....


    Wie kommt das denn??

  • 9 Antworten

    Liebe Shantis,


    das sog. "Durchgangssyndrom" durchlaufen sehr viele alte Patienten im Krankenhaus:


    Sie sind von jetzt auf gleich unruhig, zur Person und Zeit nicht mehr orientiert, manche fühlen sich verfolgt, bedroht u. v. m. Einige bieten sogar das Vollbild einer akuten Psychose.


    Die Ursachen sind ziemlich unklar: viele meinten, es hinge mit einer Narkose zusammen (aber auch nichtnarkotisierte Pat. durchlaufen es).


    M. E. ist die Vielzahl der Sinneseindrücke dafür verantwortlich, die über diese Pat. in einer für sie völlig veränderten Umwelt im Krankenhaus hereinbricht:


    Schwestern, Ärzte, dazu noch belastende Untersuchungen, veränderter Tagesrhythmus etc.


    Die Prognose: absolut gut, die meisten sind nach 3 bis ca. 5 Tagen "wieder klar und fitt".


    Das wünsche ich Ihrer Großmutter sehr.

    Sie ist momentan sehr schwach dass sie es selbst grade gar nicht schafft sich das trinken vom nachttisch zu holen.... Die Schwestern sind halt immer beschäftigt!!! Ich versuche sie so oft es geht zu besuchen und da gebe ich ihr auch immer zu trinken. Zu den Mahlzeiten sorgen die Schwestern aber schon für ausreichend Trinken!!!


    Hoffe sehr dass es sich wieder legt!

    Zitat

    Trinkt sie genug?

    Jup Dehydration kann auch zu Orientierungslosigkeit führen.


    In Kliniken führt die Pflege aber wenn nötig ein Flüssigkeits-Protkoll so dass Dehydration eigentlich nur auftritt wenn die Patienten so aus Pflegeeinrichtungen kommen. (Oder diese gewollt ist. Was ab und zu auch sein kann.)