Liebe Moh!


    Ich kann echt nicht glauben, dass der HA deine Mutter so "abgefertigt" hat. :(v :-o


    Wendet euch doch mal an den sozialpsychiatrischen Dienst. Vielleicht können die Leute dort euch weiterhelfen.


    Was mir ansonsten noch einfällt: den Onkel ins Auto bugsieren und ihn selbst ins Krankenhausfahren.

    Hallo Sunny,


    leider habe ich beim zuständigen Dienst niemanden erreicht und nun haben sie wohl schon geschlossen ":/ :-( Ich habe eine E-Mail dorthin geschrieben und die Lage geschildert mit der Bitte um Rat zu der Situation. Da wird heute sicher nichts mehr passieren.


    Meine Mutter hat heute morgen drei Stunden gekämpft um ihn aus dem Bett zu holen, ihm etwas anzuziehen (duschen will er noch immer nicht. Er mag die Dusche nicht, seine Aussage. Außerdem hat er keine Socken mehr - außer den frisch von meiner Mutter gewaschenen auf der Leine und der kompletten Schublade im Kleiderschrank, die meine Mutter ihm daraufhin gezeigt hat) und ihn ins Auto zu schaffen. Sie wartet nun erstmal ab, ob der Arzt nicht doch recht hatte. Sie vertraut dem Arzt irgendwo, er ist ja der Mann vom Fach. Aber gleichzeitig ist sie sich sehr unsicher, dass seine Einschätzung richtig ist.


    Ich hoffe bloß (und wirke dahingehend auf sie ein), dass sie ihn am Donnerstag ins Krankenhaus bringt, sollte sich sein Zustand nicht wesentlich verbessert haben.

    Oh je, der Arzt scheint die Situation nicht wirklich begriffen zu haben :|N Es wird ja wohl kaum am Kreislauf liegen, dass Dein Onkel seinen Stuhlgang und seine Blase nicht mehr kontrollieren kann. Weißt Du, was für Tabletten er ihm verschrieben hat?


    Wenn es bis Donnerstag nicht besser ist, muss Deine Mutter eigentlich auf eine Krankenhauseinweisung bestehen, und wenn der Arzt das nicht macht, notfalls einfach zum nächsten Allgemeinmediziner oder Neurologen fahren und es dort versuchen. Normalerweise hätte der Arzt die Symptome mindestens durch einen Neurologen checken lassen sollen. Wenn es schlimmer wird, würde ich direkt einen Krankenwagen rufen mit Verdacht auf Schlaganfall.


    Vielleicht kann Deine Mutter zum Waschen bzw. Duschen kurzfristig einen Pflegedienst kommen lassen, auch, wenn Ihr den dann wohl selbst bezahlen müsstest, so lange er noch keine Pflegestufe hat.


    Alles Gute Euch und Deinem Onkel :)*

    Naja bei älteren Menschen und sehr schwachem Blutdruck... Kenn mich jetzt nicht gut aus, könnte mir aber zumindest vorstellen, dass dadurch eine Minderdurchblutung im Gehirn und somit ein starker Leistungsabfall entstehen kann.


    Wenn es jetzt aber in wenigen Tagen nicht besser wird, bringt ihn ins Krankenhaus bitte. Dafür braucht​ man übrigens weder Überweisung, noch Krankenwagen, einfach den Onkel mit dem Auto hinfahren und in der Notaufnahme anmelden, Hinweis auf möglichen Schlaganfall geben, fertig.

    ihr sagt das alle so einfach, "ab ins Krankenhaus"


    Natürlich kann man den Onkel ins Krankenhaus bringen und einen Verdacht auf Schlaganfall äußern, aber der ist rasch bestätigt oder ausgeschlossen und keine Garantie, dass der Onkel auch stationär aufgenommen wird.


    Besser wäre, mit dem Hausarzt z. B. eine Einweisung für eine geriatrische Frühreha zu besprechen, da kann er in Ruhe getestet werden, man versucht die Körperpflege wieder einzuführen usw.

    Nimm Kontakt zu einer Institutsambulanz auf. Am besten in einem psychiatrischen Krankenhaus.


    Es kann für das Verhalten deines Onkels viele verschiedene Gründe geben.


    Es kann eine demenzielle Entwicklung sein oder eine Wesensveränderung durch den Krebs.


    Und noch zig andere Ursachen. Der Hausarzt macht es sich zu einfach.


    Eine Exikose kann eine Rolle spielen, der Blutdruck auch, aber das erklärt nicht sein gesamtes Verhalten.


    War er denn früher schon zwanghaft oder ist das Verhalten ganz neu?


    Jedenfalls kann in der Psychiatrie auch die Hirnorganik abgeklärt werden.


    Das würde ich nicht lange herausschieben.


    SPDI war ein guter Tipp. Ihr könnt euch auch an das Gesundheitsamt wenden, sollte er nicht kooperativ sein. Eine Eigengefährdung liegt hier vor, da er ja scheinbar alleine nicht ist und trinkt.

    Ich danke euch allen für euren Zuspruch und eure Ratschläge!


    Es hat sich jemand vom sozialpsychiatrischen Dienst auf meine Mail gemeldet und um die Kontaktdaten meines Onkels/meiner Mutter gebeten. Habe sie eben weitergegeben. Sie werden sich dem Fall annehmen. Das erleichtert mich und vor allem meine Mutter gerade ungemein! Da ist jemand der uns weiterhilft! Meine Mutter kann den Anruf kaum erwarten.


    Sie hat nun ihren Urlaub vorgezogen und hat erstmal drei Wochen keinen Stress von der Arbeit her (es tut mir richtig weh dass ihr Erholungsurlaub dafür drauf geht). Sie hat auch schon Pläne zu meinem Onkel zu ziehen,ihre Wohnung aufzugeben...


    Ich hoffe einfach nur,dass der Dienst jetzt ganze Arbeit leistet und sie unterstützt und dass sie meinem Onkel richtig zu helfen wissen!


    Ich halte euch auf dem Laufenden,noch einmal vielen Dank für Eure Anteilnahme! @:)

    Er hat Metastasen im Kopf. Wieviele genau und wie gross sie sind wird morgen in der Uniklinik genau untersucht. Er ist seit heute Mittag dort.


    Da bleibt nicht viel Hoffnung,oder? Bleibt überhaupt welche? :�(

    Liebe Moh,


    Mit Erschrecken habe ich deine letzten Beiträge gelesen. Ich wünsche Dir und deiner Familie viel kraft für die kommende Zeit. :)* :)* :)*


    es tut mir leid, dass es so um deinen Onkel steht. :-( :�_

    Hallo und vielen Dank euch allen für eure lieben Worte,Tipps und die Anteilnahme!


    Morgen nun wird mein Onkel operiert. Die Chirurgin ist sehr optimistisch, dass die OP gut verlaufen wird und sie die meisten Metastasen beseitigen können. Darüber hinaus wird dann alles was übrig bleibt bestrahlt werden.


    Ich bin vorsichtig optimistisch und hoffe morgen auf gute Nachrichten aus dem Krankenhaus.


    Inzwischen haben wir erfahren,dass mein Onkel einen Termin zum MRT vor einiger Zeit nicht wahrgenommen hat. Meine Mutter vermutet,dass er schon länger geahnt bzw gewusst hat,dass da etwas ganz und gar nicht stimmt. Ob das Ignorieren des Termins aus Angst geschah oder ganz viel Verdrängung im Spiel war können wir nur raten.


    Mein Onkel hat immer wieder sehr klare Momente,aber auch sehr oft Aussetzer,die ihn irrational handeln lassen. Laufen geht so gut wie gar nicht mehr,er fällt immer wieder hin :-( die Ärzte haben ihm Bettruhe verordnet,an die er sich nicht halten mag. Er wollte mich auch heute nicht sehen. Er schämt sich wohl sehr für seinen Zustand...aber ich habe mit ihm telefoniert und ihm gesagt,dass ich fest an ihn denke.


    Ich hoffe so sehr,dass morgen alles gut geht und ich ihn dann bald auf Station besuchen kann. Zunächst wird er auf der Intensivstation sein,aber laut Ärztin kann er schon nach wenigen Tagen wieder auf das normale Zimmer.


    Ich werde morgen wieder berichten.


    Euch eine gute Nacht!

    Zitat

    ie Chirurgin ist sehr optimistisch, dass die OP gut verlaufen wird und sie die meisten Metastasen beseitigen können. Darüber hinaus wird dann alles was übrig bleibt bestrahlt werden.

    Das hört sich doch schon sehr positiv an :)^

    Hallo, da bin ich wieder.


    Die anfängliche Euphorie ist inzwischen gedämpft. Am Freitag wurden meinem Onkel zwei sehr große Metastasen entfernt, 8 sind noch über das gesamte Gehirn verteilt. Diese werden bestrahlt, was allerdings erst in etwa einem Monat begonnen werden kann...Er wird nicht mehr allein zu Hause leben können und er wird wohl nach Abschluss der Behandlung im betreuten Wohnen leben. Mit der Bestrahlung erhoffen die Ärzte ein paar Jahre Zeit schinden zu können, heilbar ist seine Krankheit allerdings nicht, wenn nicht doch ein Wunder geschieht...

    Nach wochenlangem hin und her von Krankenhaus nach Hause, in pflegeeinrichtungen und wieder ins Krankenhaus, wird mein Onkel heute auf die Palliativstation verlegt. Wir sollen langsam Abschied nehmen. Ich mache mich gleich auf den Weg. Ein schlimmes Gefühl. Ich werde ihn wohl heute das letzte Mal sehen...