PatientIn bittet um Sterbehilfe

    Hallo, ich bin Gesundheitswesen und Krankenpflege. Wir haben zur Zeit einen Patienten, der uns alle, Ärzte, Pflege, täglich über die Grenzen d s Erträglichen bringt.


    Um die Anonymität d s Patienten zu schützen werde ich das Geschlecht nicht erwähnen, das Alter ist zwischen 45 und 55. Die Krankheit ist Krebs. Und zwar ein Krebs im Bereich des oberen Oberkörper. Der Krebs ist sehr weit fortgeschritten, und hat das umliegenden Gewebe völlig zerstört,sieht aus wie Hackfleisch. , der Krebs wächst nach außen, die Wunde ist Groß, es ist so schlimm.. die Wunde verfault, es blutet ununterbrochen, tröpchenweise. Der Patient kann nur noch liegen. Er /Sie bekommt Morphium. Durch die Faulprozess der Wunde entsteht natürlich auch ein ganz besonderer Geruch.. lasst Mal Hackfleisch und Eier unterkühlt ein paar Tage offen liegen und den Geruch 10Mal verstärken. Daher liegt der/die PatienTin alleine. Das schlimmste ist aber.. dieser Besondere Geruch hat Fliegen angelockt und in der Wunde sind Maden. Die Maden können wir nicht entfernen, da sie sich tief in die Wunde gefressen haben... Wenn wir versuchen die Maden zu entfernen s wird die Blutung viel stärker...Der/DiePatientin ist bei klarem Verstand und bekommt das alles mit.


    Jedes Mal, wenn ich aus dem Zimmer komme muss ich weinen! Wir wollen dem/der Patientin helfen, aber außer Morphium können wir nichts geben.


    Jede Sekunde seines/Ihres Lebens ist eine einzige Qual... Jeden Tag fragt er/sie nach Erlösung..


    Wir sind innerlich zerissen

  • 73 Antworten

    Sorry aber das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen


    Sofern es sich hier um ein deutsches Krankenhaus / Pflegeheim handelt sollte ja wohl eine Wundabdeckung gegeben sein wo kein Ungeziefer die Möglichkeit einer Eiablage hat


    Sollte es doch, wie auch immer, dazu gekommen sein kann immer noch ein Wunddebridement erfolgen auch bei stärkerer Blutung


    Was würde den im schlimmsten Fall passieren? Der Patient verblutet - in diesem speziellen Fall ( bitte nicht falsch verstehen ) wohl auch schon als eine Form der Erlösung zu betrachten

    Pieplant,. Die Wunde ist am Hals.der Gesamte Hals/Nacken ist betroffen, Die Hals Muskulatur ist bereits vom Krebs zerfressen. Und der Die/Patientin hat eine Atemkanüle. Die Wundversorgung ist sehr schwieriges, da wir arterielle Blutungen befürchten..

    ...ohne viel Ahnung zu haben. Aber das klingt hoffnungslos. Irgendwann wird es zu Ende sein. INsofern würde ich versorgen, so, wie man es machen sollte. Und wenn dann Blutungen oder Komplikationen auftreten, die den Prozess beschleunigen, dann ist es so.


    Denn was würden die arteriellen Blutungen denn noch verschlimmern, wäre ein Verschlimmern in dem Falle nicht ein Schritt zur Verbesserung, eben, Erlösung?

    Zitat

    Hallo, ich bin Gesundheitswesen und Krankenpflege. Wir haben zur Zeit einen Patienten, der uns alle, Ärzte, Pflege, täglich über die Grenzen d s Erträglichen bringt.

    Also ich weiss überhaupt nicht, wie ich hier meiner Empörung Luft verschaffen kann - bereits mehrfach meinen Beitrag wieder gelöscht.


    Das was Du hier beschreibst fällt für mich unter "Unterlassene Hilfeleistung". Du behauptest ernsthaft, dass der Pat. von Maden aufgefressen und er/sie mit einer stinkenden Wunde liegen gelassen wird?


    Ich hatte und habe immer noch mit extrem pflegebedürftigen Menschen zu tun, überwiegend an Krebs erkrankte. Es gibt nichts, was ich nicht schon an Extremen gesehen und behandelt habe. Stinkende Wunden incl. Maden gehörten nicht dazu. Wenn es wirklich so sein sollte wie Du es hier beschreibst, sind schwerwiegende Fehler begangen worden bzw. selbst die minimalste Versorgung wurde ausser Acht gelassen.


    Ich kann hier meiner Empörung keinen wirklichen Ausdruck geben. Lasst euch alle euer Lehrgeld wieder zurück geben. Und bevor ich hier ausraste - :-X

    Ja ähm... Ne, also einfach rumschnippeln und den Patienten verbluten lassen geht nicht ":/ ich kann mir nicht vorstellen, dass das ein Arzt vor sich selbst und einem Gericht verantworten kann. Bestmögliche Wundversorgung und Schmerztherapie (da sind bestimmt Experten involviert), neue Maden in der Wunde darf es nicht geben.

    Wenn der Patient geistig voll da ist, was spricht dann dagegen eine entsprechende Organisation anzurufen und da was zu bewegen? Oder der armen Person mehr Morphium zugeben?


    Ich kann nichts dazu sagen wie sich das entwickelt hat, aber das klingt ehrlich so als wäre da irgendwo gewaltig geschlampt worden. Heilige Scheiße.

    weshalb ist der Patient nicht in einem Hospiz? Wo liegt er/sie?


    Ich kann das auch nicht so recht glauben - möchte aber dennoch meine Anerkennung für ALLE Pflegekräfte aussprechen, die täglich mit ähnlichen Szenarien und Belastungen zu tun haben. Es wäre für mich das Ende, niemals könnte ich mit einer solchen psychischen Belastung umgehen. Von daher, ohne die geschilderte Situation weiter beurteilen zu wollen oder können: Ein grosses DANKE an alle Pflegekräfte dieser Welt. @:)

    Kenne selbst Fälle mit Madenbesiedelung von Wunden bei Patienten die aus ihrem häuslichen Umfeld kamen


    Hier war häufig eine intensivmedizinische Betreuung mit adäquater Sedierung bis hin zum künstlichen Koma nötig


    Natürlich bestand hier zumindest in manchen Fällen ein kurativer Therapieansatz, doch unabhängig davon, erfolgte nach Stabilisierung der Situation eine mehrzeitig chirurgische Versorgung der Wunden

    Warum ist es nicht möglich, den Patienten zu sedieren ?


    Bei meinem Papa wurde das gemacht, der Arzt hat uns gleich gesagt, dass unter der Medikation die Atmung abflacht und es zum Stillstand kommen kann, wenn der Patient geschwächt ist.


    Ich kann mir das mit den Maden auch nicht so recht vorstellen/glauben.

    Und ja es ist grausam zu erleben, insbesondere wenn es sich um völlig überforderte/ hilflose Patienten ( meist Senioren ) handelt, in welchem Zustand eine Wunde sich präsentieren kann


    Da sind schon ganz andere Dinge vorher schief gegangen


    Hier müssen nicht selten die persönlichen Grenzen von Ekel überschritten werden, immer unter Berücksichtigung des Selbstwertes und Respekts des Patienten

    Zitat

    Es gibt nichts, was ich nicht schon an Extremen gesehen und behandelt habe. Stinkende Wunden incl. Maden gehörten nicht dazu.

    Und dann behauptest du, alles gesehen zu haben? ":/ Faulende Wunden, ja, auch mit tierischer Besiedelung sind nicht besonders exotisch. Die kommen dann von zuhause oder aus Pflegeheimen, die nicht besonders fit sind. Es kann auch sein, dass Maden erst nach einigen Tagen im KH schlüpfen, dann waren die Eier aber schon vorher da. Tatsächlich ist das dann oft der Zeitpunkt, in dem die Wunde wieder besser aussieht - die Maden fressen das infzierte Fleisch weg. IM Krankenhaus darf das aber nicht vorkommen.


    Ich gehe einfach mal von der bestmöglicher Versorgung aus, manchmal ist soetwas nicht in den Griff zu kriegen. IMO sollte der Patient aber in einem Akutkrankenhaus versorgt werden oder in einer Einrichtung, die sich mit schwierigen Wunden wirklich gut auskennt, in Hospizen oder Pflegeheimen ist das nicht immer gegeben.