Pflege meiner Großmutter: Großmutter wird immer schwieriger

    Hallo zusammen,


    da meine Großmutter nicht mehr bei sich in der Wohnung leben konnte und nicht ins Heim wollte, hatte meine Mutter (und mein Vater sich zwangsweise auch) meine Großmutter zu sich geholt. Am Anfang lief es recht gut, doch leider wird es immer schwieriger. Insbesondere mit meinem Vater hat meine Großmutter ein immer größeres Problem und sie hat ständig das Gefühl, meine Eltern würden sich finanziell bei ihr bedienen. Und mir tun meine Eltern Leid:


    Mein Vater ist Rentner und meine Mutter ist seit meiner Geburt zu Hause geblieben. Tja, und nun können sie kaum noch etwas machen. Wegfahren geht kaum noch, meine Oma möchte nicht zur Tagespflege und macht eine riesige Szene, wenn meine Eltern doch einmal für ein paar Tage wegfahren. Verlassen meine Eltern das Haus, müssen sie sich rechtfertigen. Meine Großmutter lässt ihnen praktisch überhaupt keine Zeit für sich, weil sie immer bei meinen Eltern sein möchte. Darüber hinaus verträgt sie sich kaum mit meinem Vater und es kommt kontinuierlich zu spannungsgeladenen Situationen. Jetzt könnte man sagen: Nun, dies ist eine temporäre Situation. Doch ich merke, dass meine Mutter immer mehr zerrissen ist zwischen "ich stehe meiner Mutter bei" und "ich unterstütze meinen Mann". Außerdem wird mein Vater auch zunehmen "klappriger" (er wird 68 und leider machen seine Gelenke nicht mehr mit), so dass ich nicht glaube, dass die beiden noch viel aktive Zeit miteinander verbringen können, obwohl sie sich so auf das gemeinsame Reisen gefreut haben. Sie hatten so viele Träume und ich habe Angst, dass sie auf diese verzichten müssen.


    Lange Rede, kurzer Sinn: Was kann man in solch einer Situation machen? Ich wohne mehrere hundert Kilometer entfernt und kann nicht einfach vorbeikommen. Letztens waren meine Eltern bei mir und ich habe versucht, sie so doll zu verwöhnen wie es ging. Die Geschwister meiner Mutter unterstützen nur mäßig und meine Mutter hat ein sehr schlechtes Gewissen, wenn sie diese Hilfe auch einmal in Anspruch nimmt. Gibt es vielleicht auch Möglichkeiten, die unangenehme Situation zu entspannen? Wie seid ihr bei der Pflege mit dem Geldthema umgegangen?

  • 25 Antworten
    Zitat

    Was kann man in solch einer Situation machen?

    Über Entlastung nachdenken. Keiner hat was davon, wenn ständig Unfriede zu Hause ist und Deine Eltern nichts von Ihrer Rente haben. Meine Eltern haben sich zuerst um meine Oma, dann um ihre Schwester gekümmert. Die Großtante war sehr anstrengend und kam in ihrem eigenen zu Hause nicht mehr zurecht. Sie war dann im Krankenhaus, weil sie gefallen ist und hat sich dann spontan überlegt, in ein Heim zu gehen. Dort ist sie wahrlich aufgeblüht, da sie geistig noch sehr rege war. Sie hat dort noch 3 Jahre sehr gerne gelebt, bevor sie im letzten Jahr mit 86 starb.


    Ich weiß, dass es sicher nicht einfach ist, über so was nachzudenken, aber letztlich gehen Deine Eltern auch vor die Hunde, wenn es so weiter läuft.


    Letztlich muß man wohl überlegen, inwieweit Deine Oma noch so weit klar ist, vor allem,


    wenn sie die beiden verdächtigt Geld zu nehmen.


    Ich wünsche Deinen Eltern und Dir, dass ihr die richtige Entscheidung trefft...so kann es sicher nicht weiter gehen :)*

    hallo,


    wie wäre es mit einer poln. pflegekraft? da ist es nur so das sie bei deinen eltern bleiben würde, würde sich um deine Oma kümmern, kochen, waschen, putzen sich mit ihr beschäftigen. sie braucht dann wohl ein eigenes zimmer wo sie sich dann zurückziehen kann.


    ich hatte vor jahren meinem onkel und tante auch eine von diesen poln. pflegekräften besorgt, weil ich merkte das die beiden einfach nicht mehr können,und wenn es so weiterging, das sie dann noch irgendwann vor meiner oma gehen würden.


    diese pflegekraft kam und siehe da meine oma blühte auf. es war echt gut... klar man kann sagen wir pech haben das wer kommt der so gut wie kein deutsch kann, aber sie sind gewillt es zu lernen. es ist immer so, das es 2 frauen sind die sich über einen gewissen zeitraum abwechseln.


    vielleicht ist das eine möglichkeit für deine eltern. sollten deine eltern mal urlaub machen wollen, ist deine oma nicht alleine und im übrigen können die anderen geschwister dann ja auch mal nachsehen ob alles in ordnung ist.

    @ krokus

    Du weißt schon das sowas quasi Ausbeutung am Menschen ist? Alleine wie du schreibst: Die sind gewillt das (deutsch) zu lernen. etc. pp.


    Nee, also man kann darüber nachdenken das zu machen, wenn man den Leuten einen eigenen privaten Raum anbieten kann über den sie frei verfügen können. Aber bei dir klingt das grad' wie "billige 24-Stunden Hilfe". Wollte dir nicht zu nahe treten.



    @ Hatschepsut

    Wie schaut's denn aus wenn ihr es mal mit einem Übergang versucht? (Weiß nicht mehr genau wie man es nennt.)


    Meine Eltern haben damals mit meiner Oma 'ausgehandelt', dass sie für einen Monat in ein Pflegeheim zieht – quasi als Reha/Kur schmackhaft gemacht. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit damit sie sich anschauen kann, wie es dort wirklich zugeht und das es nichts schlimmes ist.


    Deine Eltern sollten ihre Zeit haben. Schlimm das sich die Geschwister deiner Mutter nicht vernünftig einbringen, leider ist es oft so.

    Zitat

    da meine Großmutter nicht mehr bei sich in der Wohnung leben konnte und nicht ins Heim wollte,

    .....................hat sie sich bei Deiner Mutter /ihrer Tochter eingeklinkt.


    Das geht solange bis Deine Mutter auf dem Zahnfleisch geht bzw. krank wird.


    Alte Menschen können unheimlich anstrengend sein und ihre Anwesenheit/Pflege sehr belastend.


    Entweder ihr findet jmd. der die Oma "sittet" oder aber sie muß doch für Abwesenheitszeiten Deiner Eltern in ein Heim zur Tagespflege, d.h. sie ist nur tagsüber dort – wird morgens gebracht u abends wieder abgeholt (es gibt aber auch noch eine Kurzzeitpflege).


    Ich würde an Deiner Stelle auch mal deiner Mutter ins Gewissen reden, dass sie ihre GEschwister tageweise mehr in die Pflege der Mutter mit einbindet (ich unterstelle einfach mal, dass diese sehr froh sind, dass sich deine Mutter freiweillig zur Betreuung der Mutter bereit erklärt hat).

    Zitat

    und sie hat ständig das Gefühl, meine Eltern würden sich finanziell bei ihr bedienen.

    Das erschwert die Situation zusätzlich.


    Misstrauen ist bei alten Menschen nichts ungewöhnliches – vlt kann man da die Finanzen in die Hände einer staatl. Betreuerin geben(wo sich die Frage stellt, ob das Sinn macht,wenn sie bei Deinen Eltern lebt).


    Wenn die Oma aber bei deinen Eltern leben will – muß sie vertrauen (sofern sie ihre Sachen selber nicht mehr geregelt bekommt) – es geht nicht an, dass sie sich von ihnen betreuen läßt und sie gleichzeitig verdächtigt – das vergiftet die ganze Situation.


    Dann muß sie andere Hilfe in Anspruch nehmen,aber nicht die ihrer Familie.


    Kann man mit der Oma noch klare Worte sprechen oder ist sie schon teilweise dement?


    Läßt sich deine Mutter von ihrer Mutter unter Druck setzen?

    Von der 24 Stunden Pflege halte ich auch nichts, da diese "Pflegerinnen" fast wie Sklavinnen leben. Dann kaum Deutsch-Kenntnisse :|N

    Zitat

    Meine Eltern haben damals mit meiner Oma 'ausgehandelt', dass sie für einen Monat in ein Pflegeheim zieht – quasi als Reha/Kur schmackhaft gemacht. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit damit sie sich anschauen kann, wie es dort wirklich zugeht und das es nichts schlimmes ist.

    Mann kann doch auch "Urlaubspflege" für drei Wochen machen, vielleicht gefällt es ihr dann so gut, wie meiner Großtante. Die hat dort gesungen, gebastelt, Kartoffeln geschält...so viel hatte sie noch nie um die Ohren, wie im Heim. Jeden Tag Kuchen zum Kaffee...ich muß im Nachhinein immer schmunzeln, da die echt ein schwieriger Mensch war, sie hatte aber alle Pflegerinnen dort in der Hand ;-D

    wie wärs mit betreutem wohnen?


    die Großmutter hat ihre eigene Wohnung, regelt das meiste selbst und falls sie Hilfe braucht ist jemand da!


    was auch noch geht ist eine mobile Pflege, die nimmt auch Arbeit ab.


    auf jeden Fall ist unter diesen Umständen eine häusliche Pflege so gut wie unmöglich, da auch auf die Gesundheit deiner Eltern geachtet werden muss und wenn jemand unter einer Pflege zu Hause leidet sollte man es besser lassen.


    außerdem scheint deine Großmutter schon dement zu sein, und glaub mir - das wird nicht besser!


    (bei einer Verwandten von mir endete es so dass die Tochter keinen Schlaf mehr bekam weil die Mutter rund um die Uhr pflegebedürftig war, außerdem geht das Zeitgefühl und der Orientierungssinn verloren.........das ganze war so belastend dass man sie ins Pflegeheim gab)

    @ Hase

    Genau das! :)^


    Wenn es ein gutes Pflegeheim ist sind altem Menschen dort besser beschäftigt und haben es lebenswerter, als allein zu Hause oder mit den Kindern unter einem Dach. :-) Wenn man die Möglichkeit hat ihnen das zu zeigen (Urlaubspflege, Kurzzeitpflege ...).

    Ich denke mal, die Angst dort abgeschoben zu werden ist sehr groß. Ich war auch skeptisch. Meine Eltern hätten die Tante nicht versorgen können, nur durch Besuche. Ich hätte nie geglaubt, dass sie dort zu recht kommt...von daher kann man es mit "Urlaub" dort erstmal versuchen.

    Zitat

    (bei einer Verwandten von mir endete es so dass die Tochter keinen Schlaf mehr bekam weil die Mutter rund um die Uhr pflegebedürftig war, außerdem geht das Zeitgefühl und der Orientierungssinn verloren.........das ganze war so belastend dass man sie ins Pflegeheim gab)

    Meine Oma wollte aus dem ersten Stock springen! Die ANchbarin hat dann die Polizei gerufen. Meine Eltern waren einkaufen, als sie wieder kamen war bei uns der Teufel los, RTW, Polizei...Oma wurde in die Psychiatrie gebracht und kam anschließend in ein Demenzheim. Meinen Eltern wäre es nicht zuzumuten gewesen, sich 24/7 um Oma zu kümmern. :|N :|N

    Zitat

    Von der 24 Stunden Pflege halte ich auch nichts, da diese "Pflegerinnen" fast wie Sklavinnen leben. Dann kaum Deutsch-Kenntnisse :|N

    Es geht doch nichts über gepflegte Pauschalurteile :-X Mein Opa ist bis zu seinem Tod von polnischen Pflegekräften betreut worden. Legal über eine Agentur, mit ordentlicher Entlohnung. Günstig war die Variante für seine drei Söhne nicht. Die Pflegerinnen sprachen bis auf eine Ausnahme gut Deutsch. Von "Sklavinnen" kann nicht ansatzweise die Rede sein. Die Damen hatten durchaus Anschluss an den Rest der Familie, regelmäßig frei und ich erinnere mich an viel Gelächter im Haus... ja, es mag schwarze Schafe geben, aber dieses Pauschalurteil ist daneben....

    @ Karatelady

    Wenn man es so löst wie du es beschreibst, steht dem ja nichts im Wege. Oft wird es aber eben nicht so gemacht. Geld regiert die Welt. Traurig, ist aber so.


    Es war nicht als Pauschalurteil gemeint – ich bezog mich auf den Beitrag von Krokus. Und wer "die sind gewillt zu" spricht, hat bestimmt nicht von den Menschen gesprochen die sich angemessen entlohnen lassen.

    Ok, dann nehm ich das zurück ;-) Man bekommt halt nur sooo oft eine negative Reaktion drauf, so als ob wir unseren Opa hätten billig abschieben wollen. Dabei war es definitiv die beste Lösung. Heim wäre er todunglücklich gewesen, und Familie allein ging nicht. So durfte er bis zum Tod in seiner gewohnten Umgebung bleiben und im Kreis der Familie serben :)-

    Ich gebe mal zu bedenken, dass Pflege nie auf einem Rücken lasten sollte, da es sonst ganz schnell zu einer Überlastung kommt. Egal ob es ein Pflegender aus der Familie oder eine polnische Pflegekraft ist.


    Oft wird gerade die seelische Belastung in einem längeren Zeitraum unterschätzt. Pflegende werden dann leicht ungerecht und gereizt. Daher sind Auszeiten geradezu Pflicht. Die Kosten dafür werden daher zum größten Teil sogar von den Kassen getragen. Sei es, um in dieser Zeit einen Pflegedienst zu engagieren oder einen Kurzzeitpflegeplatz in einem Heim. Vielleicht nennt man es dann sogar gleich "Probewohnen".


    Auch wenn ein Heim am Ende immer nur die zweitbeste Lösung ist: Hier pflegen (in aller Regel) Profis. Hier gibt es Pflege in Schichten. Hier haben Pflegende Feierabend!


    Wenn es am Ende heisst, dass nun täglich, oder zumindest regelmässig, entspannte Angehörige zu Besuch kommen, die nun wirklich Zeit für ihren "Pflegefall" haben, ist dann nicht allen geholfen ?


    Die freigewordene Energie kann man dann durchaus nutzen, den Profis auf die Finger zu gucken oder mal wieder für ein Wochenende zum Pfleger zu werden. Heimbewohner zu sein heißt nicht, dass man kein Urlauber mehr werden kann!

    Sowas habe ich selber schon mit meinem Großvater erlebt. Meine Mutter hat sich als Schwiegertochter aufgeopfert und die eigenen Geschwister waren niemals bereit, meinen Opa auch nur für einen Tag zu nehmen. Da er aber eine gute Rente hatte, kamen sie ständig zu Pflichtbesuchen und wollten gern die Hand aufhalten. Meinen Eltern wurde regelmäßig unterstellt, sie würden die Rente komplett einsacken. Das tat meiner Mutter sehr weh. Für uns Kinder wurde es unerträglich, als er schwer demezkrank wurde und seine Notdurft beim Laufen verlor usw.usw.


    Ich kann dir nur raten: Deine Eltern sollen sich mit dem Zustand nicht abfinden sondern mit den Geschwistern eine einvernehmliche Lösung suchen. Tagespflege und ab und zu mal ein freies Wochenende. Man darf sich sein eigenes Leben nicht ständig für andere Leute aufopfern. Das geht auf Dauer auf die Gesundheit.

    naja, sind denn deine eltern überhaupt bereit, da irgendwas zu machen? klingt mir halt nicht wirklich so, vor allem bei deiner mutter.


    wurde die oma denn schon mal auf irgendwelche alterskrankheiten hin untersucht, also demenz, alzheimer etc.?


    weil sowas muss halt auch gut gefördert werden und da wäre eine art alterswohnheim mit anständiger betreuung bestimmt besser.


    du solltest deinen eltern klar machen, dass das so mit oma nicht mehr geht und sie auch einfach "egoistischer" sein müssen und dass es der oma in einem heim wahrscheinlich auch besser gehen würde.

    Meine Mutter pflegt zur Zeit meine Oma, die Familie packt mit an. Das heißt, jeden Tag ist ein Geschwisterteil mit da, eines kommt 1x die Woche, das andere will von der Oma nix wissen.


    Es sind nur zwei Enkel da, die mit helfen. Das heißt dass Sitten angesagt ist, ich muss jeden Morgen nach der Oma schauen, genauso wenn meine Mutter nachmittags mal weg geht. Abends koche ich für sie mit, da sie kein kaltes Essen mehr möchte.


    Meine Oma ist nicht dement, aber ich finde die Situation schon recht belastend. Da ich sehe, dass meine Mutter und das eine Geschwisterteil sich regelrecht aufopfern, damit es Oma an nix fehlt.


    Es ist nicht immer einfach, und ich hab großen Respekt vor den Leuten, die das auch wirklich können.


    Hatschepsut, deine Oma wird wahrscheinlich nicht darauf hören was man ihr sagt. Deine Mutter sieht sich sicherlich in der moralischen Verantwortung deine Oma zu pflegen und wird sicherlich ein extremes schlechte Gewissen bekommen, wenn sie dies nicht mehr tut.


    Das sind Argumente die höre ich bei uns auch, solange meine Mutter so noch ist, nicht dement, dann pflege ich sie, ich muss das so machen, ich kann nicht anders....


    Ich glaube, daran wirst du nichts ändern können, ich streite mich wegen dem Thema viel mit meiner Mutter, dass sie eben mehr abgeben muss, vielleicht auch Pflegehilfskräfte, mobil, oder zeitweise Tagespflege ect. da rede ich gegen eine Wand.


    Vielleicht wird das bei dir auch so sein?


    Ich kann nur von mir sprechen. Ich hab mich emotional entfernt , was das Thema angeht, da ich mir einfach denke, es kann auch anders gehen, ohne das man sich selbst aufgibt. Aber meine Mutter stellt sich stur, und da denke ich, dass sie damit zurecht kommen muss. Seit wir das geklärt haben, ist es auch besser. Nur, lasse ich mich nicht in etwas hinein zwingen, was sie so will.


    Ich hatte vor einem halben Jahr selbst einen Faden dazu, und man sagte mir daraufhin, dass man es manchmal besser in einem Heim hat, als zu Hause sich zu Tode zu schufften, ich wollte es nicht glauben, aber Recht hatten sie.


    Es bringt deiner Mutter nichts, wenn sie selbst zusammen bricht und krank wird. Und deine Oma scheint nun wirklich nicht einfach zu sein.


    Bei uns klappt es gut, so wie es ist. Zwar habe ich eine ander Meinung als meine Mutter, aber sie ist die Jenige, die die meiste Arbeit hat und sie muss zurecht kommen. Aber selbst meine Oma, mit nur Pflegestufe 1 und nicht dement, ist oftmals sehr schwierig.


    Da kann ich mir gut vorstellen, wie es bei euch ist.


    Ich drück euch die Daumen, dass ihr eine Lösung findet, mit der alle leben können @:)

    Auch wenn das hart klingt, ich würde einen pflegebedürftigen Menschen, wenn er sich nicht in die Familiengemeinschaft integriert, in ein Altersheim bringen, und zwar ohne schlechtes Gewissen. Und mit "integrieren" meine ich, dass die Person sich nicht nur einordnet ins Familienleben, sondern dass sie auch ein sehr hohes Rücksicht auf diejenigen nimmt, die sie gewissermaßen versorgen und das Dach überm Kopf bereitstellen.


    Ich bin zugegebenerweise nicht übermässig gut auf alte Leute zu sprechen, weil in dieser Bevölkerungsschicht, sei es nun altersbedingt oder gesellschaftlich/kulturell anerzogen, Starrsinn, Selbstgerechtigkeit und Egozentrik häufiger zu finden sind als bei jüngeren Menschen, und genau das ein Zusammenleben äusserst schwer macht. Und sich von jemandem, bei dem genau diese Eigenschaften vorherrschen, terrorisieren zu lassen, das sollte sich nun wirklich keiner antun, zumal jeder nur einmal lebt und die Eltern der TE selbst nicht mehr die Jüngsten sind und noch was vom Leben haben wollen. Natürlich wird gerne emotional erpresst ("ich hab dich geboren und mit viel Verzicht großgezogen"), aber mal ehrlich, wer Nachwuchs zeugt, um im Alter gut versorgt zu sein, hat Kinder nicht wirklich verdient, oder?

    Louisiana, das was du schreibst, habe ich mir schon öfter überlegt, ich hatte mir sogar überlegt, hier ein Thema über die Charaktäre der alten Menschen zu eröffnen.


    Ich sehe das nämlich auch öfter, dass grade ältere Menschen "bösartig" werden, damit meine ich keine dementen, aber eben alte Menschen.


    Meine Oma ist jetzt ein kleines Menschlein geworden, hilfebedürftig und sie tut mir leid. Aber vor einem halben Jahr war sie noch ganz anders, sie war immer eine tolle Oma und hat immer alles für ihre Enkel getan, aber trotzdem hatte sie viele Charakterzüge, die ich nicht "mag" bzw. gut finde.


    Und die kommen heute noch raus.


    Das war nun ein wenig OT, tut mir leid.