Pflege und Wohneigentum als Schonvermögen

    Habe im BSGH(Bundessozialhilfegesetz) gelesen,daß es für die Angehörigen möglich ist,das Wohneigentum zu behalten,wenn Pflege nötig ist.


    Weiß jemand,was da zu beachten ist?


    Wäre dafür sehr dankbar,da es bei demnächst mir in der Familie einen akuten Fall geben könnte.

  • 13 Antworten

    Will oder muss denn deine Mutter ins Heim?


    Falls ja und sie kommt mit der eigenen Rente und der Pflegeversicherung finanziell nicht hin, denke ich schon, dass die Eigentumswohnung zum Vermögen gerechnet wird.


    Sozialhilfe ist immer nur nachrangig, d.h. zunächst muss das eigene Einkommen und das Vermögen eingesetzt werden.


    Oder wohnt dein Vater noch in der Wohnung?


    Wo im BSHG hast du das denn gelesen?


    Oder meinst mit der "nötigen Pflege" einen ambulanten Pflegedienst?

    BSHG?? :-o Längst ersetzt durch das SGB XII. :=o


    Wohneigentum ist nur geschützt, wenn es selbst bewohnt wird (Eigenbedarf), also z.B. der Ehegatte des Bedürftigten, der im Heim lebt. Geschützt ist es nicht, wenn es leer steht (könnten Mieteinnahmen erzielt werden) oder Kinder darin wohnen (könnten durch die Mietersparnis Unterhaltsleistungen an die Eltern leisten). Als Alternative bleibt eben der Verkauf.


    Ansonsten: frühzeitig an die Überschreibung denken und kein Wohnrecht auf Lebenszeit einräumen, da dieses ebenfalls als Vermögen bewertet wird und abgekauft werden müsste. ;-)

    ist schon klar xmal:


    "12. Sozialgesetzbuch (SGB) Zwölftes Buch (XII) -Sozialhilfe-"


    besser so?


    Zwecks Klärung ob ein geschützter Wohneigentum gegeben ist, stellte ich entsprechende Fragen, aber scheinbar eilt es nicht.


    Für eine Überschreibung ist es 10 Jahre zu spät.@:)

    Wenn ich Dich richtig verstehe, muss Deine Mutter ins Heim und Dein Vater wohnt weiter in der Eigentumswohnung !? Ich gehe mal davon aus, dass die Wohnung nicht außergewöhnlich groß oder luxuriös ist, sondern "angemessen" ist. Dann würde ich Sie auf jeden Fall zum geschützen Vermögen zählen. Ich hab aber schon Entscheidungen anderer Sozialämter gesehen, die ganz anders aussahen. Auf dem Gebiet ist das letzlich immer eine Ermessensentscheidung des jeweiligen Sachbearbeiters. Ich würde mich ans zuständige Sozialamt wenden und einen Antrag auf Übernahme der Heimkosten stellen. Dann hast Du wenigestens Sicherheit.

    Dann nimm doch Kontakt zu einem Pflegedienst auf, die können mit dir einen Termin bei deiner Mutter machen und sich einen Eindruck verschaffen. Ein guter Pflegedienst wird dir sagen, ob eine Pflege in der eigenen Wohnung möglich ist oder eher nicht. Das kommt ja auch auf das soziale Umfeld an.


    Der Pflegedienst wird dir auch bei der Beschaffung von Hilfsmitteln behilflich sein.


    Hast du schon für deine Mutter eine Pflegeeinstufung bei der Krankenkasse beantragt?