Zitat

    Er will weder Haushaltshilfe noch Pflegedienst und niemand fremdes ins Haus lassen.

    Da kannst du nichts machen - auch rechtlich nicht. Solange nur die Mobilität eingeschränkt ist, wird kein deutsches Gericht einen Betreuer bestellen, der "über seinen Kopf hinweg" entscheiden dürfte.

    Ich denke da müsst ihr euch ein etwas dickeres Fell zulegen. Dann ist das Handy eben aus bzw. ihr seid nicht zu erreichen und ihr meldet euch dann wenn ihr die Zeit habt. Arzttermine Vormittags ? Gibt es nicht mehr, fast jede Praxis hat mehrmals die Woche bis 18 Uhr auf. Einkaufen weil gerade Lebensmittel X fehlt ? Gibt es nicht mehr, der Kühlschrank gibt sicher noch was anderes her das ihn vom verhungern abhält.


    Wenn er keine Hilfe von Außenstehenden will und es alleine nicht mehr kann hat er sich euch anzupassen und nicht ihr ihm.

    Zitat

    Die Betreuung eines Volljährigen gegen seinen eigenen Willen kann dabei nur nach der Feststellung getroffen werden, dass dem Betroffenen die Fähigkeit fehle, einen freien Willen zu bilden und die Bedeutung der Betreuung für seine Lebensgestaltung zu erkennen (§ 1896 1a BGB; BGH, 14.1.2015, XII ZB 352/14). Das gilt selbst dann, wenn eine Betreuung für den Betroffenen objektiv als vorteilhaft erscheint.

    Betreuungsverfahren


    Solange es ausschließlich um fehlende Mobilität geht, sind die Konflikte nur durch euch selber zu lösen. Oder eben nicht.

    Nur am Rande zum Thema Betreuung: selbst diese wird, wenn notwenig (!!!) nur begrenzt erteilt zum Anfang! Danach wird per Gutachter entschieden inwiefern sie ausgeweitet wird (und wie lange). Das Problem habe ich gerade - bin die Betreuung meiner Mutter, die nach einem schweren Schlaganfall nichts mehr allein regeln kann (Unterschirften geben, Sachverhalte verstehen und klären usw.). Nach einem halben Jahr müssen wir jetzt hoffen und bangen, dass die Betreuung verlängert wird.


    Soviel dazu, dass sie hier möglich wäre, nur weil die Mobilität eingeschränkt ist.

    doch :)z @:)