Bei uns (Ba-Wü) bietet das DRK die Anleitung/Betreuung der pflegenden Angehörigen an. Bei uns muss nämlich alle 3 Monate ein Besuch nachgewiesen werden, wo sich ein DRK-Mitarbeiter von der sachgemäßen Pflege überzeugt. Der kann dann auch die Gewährung bestimmter Hilfsmittel (z. B. Badewannenlift oder Duschstuhl) befürworten. So jemand könnte vielleicht auch dabei helfen, die Einstufung zu beurteilen (bzw. ob das Gutachten in Ordnung ist oder nicht). Wir haben von dort jedenfalls wertvolle Tipps erhalten.

    Hallo Lilla, das was du meinst sind die Pflegeberatungsbesuche nach § 37.3 SGB XI. Die Pflegeberatungsbesuche sind gesetzlich vorgeschrieben, wenn pflegebedürftige von privat Personen versorgt werden. Zu der privatpflege gehören auch die fleißigen Helfer aus dem Osten.


    Die Pflegeberatungsbesuche sind in Pflegestufe I und II - 2 x jährlich und in Pflegestufe III - 4 x Jährlich der Pflegekasse nach zu weisen. Der Pflegebedürftige muss sich den Pflegedienst selbst aus suchen.


    Diese Pflegeberatungsbesuche sind verbindlich, da ansonsten wenn sie nicht erfolgen die Pflegegeldzahlung eingestellt werden kann.


    Den Pflegeberatungsbesuch macht jeder zugelassene ambulante Pflegedienst.


    Im Rahmen dieser Beratung sollten Tips und Tricks im Bereich der Pflege so wie die rechtlichen Pflichten und Möglichkeiten für die pflegenden Angehörigen aufgezeigt werden.


    Bei diesen Pflegeberatungsbesuchen können auch Hilfsmittel empfohlen werden.


    Eine Befürwortung liegt nicht im Ermessen des beratenten Pflegedienstes.


    Um an Hilfsmittel zu gelangen, muss der behandelnde Arzt ein Hilfsmittelrezept mit dem gewünschten Hilfsmittel und der dazugehörigen Diagnose ausstellen. Dieses Rezept wird dann bei der Pflegekasse / oder Sanitätshaus eingereicht. Die Pflegekasse bewilligt dann das Hilfsmittel. Es fällt der Kasse leichter eine positive Entscheidung zum Hilfsmittel zu treffen, wenn bei einem Beratungsgespräch ein Hilfsmittel als erforderlich empfohlen wurde.


    Auch sollte bei solchen Beratungsgesprächen erkannt werden ob die bestehende Pflegestufe ausreichend ist. Der PD kann dann der Kasse mitteilen, dass eine Höherstufung angeraten sei. Den Antrag müssen letztendlich der Pflegebedürftige, bzw, dessen Angehörige bei der Pflegekasse stellen.


    Was den Widerspruch anbelangt wurde im wesendlichen schon alles gesagt.


    Zu beachten ist noch, dass alle psychozozialen Dienste nicht pflegerelevant angerechnet werden dürfen.


    Gehe im Net auf www.mdk. de , dort auf Begutachtungsrichtlinen. Dort findest du dann die 180 DINA 4 Seiten der Begutachtungsrichtlinen. Hier wird genau erklärt, was der Gutachter alles berücksichtigen darf und was nicht.


    Hallo bes, auch Kompressionsstrümpfe an/ausziehen kann in der Begutachtung berücksichtig werden, genauso wie absaugen, wenn es im direkten Zusammenhang mit der pflegerischen Versorgung steht. Verbände, Spritzen und Tablettengabe zählen nicht als Pflege, ebenso auch die Hauswirtschaft.


    Diese Minuten der Behandlungspflege werden jedoch, sobald ein Pflegedienst die Leistungen übernimmt, von der Zeit im Gutachten wieder abgerechnet, was den Verlust der Pflegestufe oder eine niedrigere Pflegestufe bedeuten kann.


    LG Griesuh MDK Gutachter und Pflegedienstleitung

    Hallo Flüxi,


    war die Begutachtung inzwischen?


    Bei der wöchentlichen Stundenzahl geht es um Beiträge zur Unfall- und Rentenversicherung. Hierbei sind auch alle hauswirtschaftlichen Tätigkeiten sehr wichtig (ggf. ob auch weitere Personen an der Pflege beteiligt sind). Der Mehraufwand beim Kochen oder Wäschwaschen wird auch angerechnet.


    Gruß


    RHW

    Zitat

    war die Begutachtung inzwischen?

    Ja, bereits - wie oben erwähnt am 13.9.


    dort wurde mir von der Gutachterin sofort die Pflegestufe 1 zugesagt.


    Am Mittwoch kam dann der schriftliche Bescheid.


    Da das Gutachten nicht beigefügt war, habe ich es jetzt angefordert.


    Bin gespannt.


    Komisch finde ich, dass in der Bewilligung nichts von einem Widerspruchsrecht steht.

    Hi RHW , leider ist deine Aussage falsch, dass die Hauswirtschaft sehr wichtig ist. Die Hauswirtschaft ist NICHT Pflegestufen relevant. Hauswirtschaftliche Hilfe alleine begründet nach den BRI ( Begutachtungsrichtlinien) KEINE Pflegestufe.


    Pflegestufenrelevant sind, ich sage es mal einfach ausgedrückt, alle Tätigkeiten direkt am Körper.


    waschen, an/ausziehn, kämmen, rasieren, Mund/Zahnpflege, Hilfe bei der Inkontinenzversorgung und Intimpflege, entleeren Urinbeutel-Toilettenstuhl oder Stoma. Hilfe bei der Mobilität wie Gehen, Aufstehen vom Bett, Stuhl und Toilette oder Treppensteigen, aber nur, wenn die Hilfe bei der Mobilität im direkten Zusammenhang mit der Pflege steht. Ebenso wird Lagerung bei Bettlägrigen bewertet.


    Hilfe bei der Ernährung bedeutet: mundgerechtes herrichten von Mahlzeiten, Getränke eingießen, Anleitung und animation zur Flüßigkeitsaufnahme und Nahrung reichen, an/abhängen von Sondenkost.


    Einkaufen, Kochen, Wohnung reinigen sind keine Pflegestufenrelevanten Tätigkeiten. Die Hauswirtschaftszeit wird lediglich zur Berechnung der Rentenanteile durch die Kasse benötigt und wird zur Zeit leider noch Pauschal bewertet und bezieht sich immer nur auf den Bereich des Pflegebedürftigen. Bei erhöhtem Aufwand wie Verunreinigungen durch den Pflegebedürftigen kann diese Pauschalzeit auch höher angesetzt werden. Da die Hauswirtschaft bei PS I u. II mit 60 min Pauschal angesetzt wird benötigt ein Pflegebedürftiger tgl. mind. 74 min an reiner Pflegezeit, damit anteilige Rentenbeiträge gezahlt werden können. Diese Rentenbeiträge erhält die jenige Pflegeperson die laut Gesetzt wtl. mind.14 Stunden Pflege und Hauwirtschaft erbringt , im berufsfähigem Alter ist, teilzeit -, geringfügig Beschaftigt oder Hausfrau-Hausmann ist. Jemehr Pflegepersonen eingetragen sind, desto geringer fällt für jede Pflegeperson die Pflegezeit aus, da diese Zeiten anteilig durch die Pflegepersonen geteilt werden.


    Also schaut einmal unter www. MDK.de und dort in die Begutachtungsrichtlinien, bevor hier wieder einmal nur halbwissen verbreitet wird.


    LG Griesuh- MDK Gutachter

    Bei meiner Mutter lief es auch so das meine Mutter auf Fragen der Ärztin teilweise log und sagte sie könne dies und das noch alleine, obwohl das bereits nicht mehr der Fall war........ Zum Glück hat die Ärztin das gemerkt und sagte meiner Mutter dann auch ganz geziel "Nein, das können sie nicht mehr.... Wenn doch bekommen sie keine Pflegestufe........" das fand ich sehr nett und war über soviel Verständnis den Tänen nahe :°_ inzwischen ist meine Mutter leider seid 5 Monaten tod :°(