Priscus-Liste gegen Gefährlichen Medikamentencocktail

    Nach intensiver Suche habe ich hier leider keine Informationen zur Priscus-Liste gefunden.


    Senioren werden all zu oft übermedikamentiert und dazu kommt das viele dieser Medikamente für den Patienten nicht zuträglich sind deshalb wurde diese Liste geschaffen *:)


    Bitte nicht eigenmächtig Medikamente absetzen sondern die Liste mit kompetentem Facharzt durcharbeiten.


    Die Liste enthält Potenziell inadäquate Medikation für ältere Menschen


    83 Arzneistoffe aus 18 Arzneistoffklassen wurden als potenziell inadäquat für ältere Patienten bewertet. Für 46 Arzneistoffe konnte auch nach der zweiten Befragungsrunde kein eindeutiges Ergebnis erzielt werden. Falls eine potenziell ungeeignete Medikation nicht vermieden werden kann, beinhaltet die finale PRISCUS-Liste Empfehlungen für die klinische Praxis, beispielsweise Monitoring-Parameter oder Dosisanpassungen. Ferner werden Therapiealternativen genannt.


    Potenziell inadäquate Medikation im Alter gilt als Risikofaktor für unerwünschte Ereignisse. Die Limitation des Experten-basierten Verfahrens ist in erster Linie die mangelnde Evidenz für die Bewertung, Angaben von Alternativen und Monitoringhinweisen. Für die PRISCUS-Liste gilt wie für internationale Listen, dass Ihre Validität und Praktikabilität belegt werden muss. Sie sollte daher in ein geriatrisches Pharmakotherapiekonzept unter Vermeidung von Polypharmako­therapie, Interaktionen sowie regelmäßiger Dosisüberprüfung eingebunden werden.


    Hier gehts zur Liste als pdf


    http://priscus.net/download/PRISCUS-Liste_PRISCUS-TP3_2011.pdf


    Infos zum Forschungsverbund "priscus"


    Der Forschungsverbund "priscus" wird durch sieben Verbundpartner getragen. Die Partner sind


    die Abteilung Allgemeinmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover (Prof. Dr. Eva Hummers-Pradier): Hausärztliche Versorgung


    die Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation, Klinikum der RUB (Prof. Dr. Ludger Pientka): Entwicklung neuer Behandlungsstandards


    der Lehrstuhl für Sportmedizin und Sporternährung der RUB (Prof. Dr. Petra Platen): Einfluss der körperlichen Aktivität auf die Gesundheit


    der Lehrstuhl für Klinische Pharmakologie der Universität Witten/Herdecke (Prof. Dr. Petra Thürmann): Verbesserung der medikamentösen Versorgung älterer Menschen


    das Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (Prof. Dr. Klaus Berger): Auswirkungen von Mehrfacherkrankungen auf die Lebensqualität von Patienten, unter anderem nach Schlaganfall


    die Arbeitsgruppe Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement der Universität Bielefeld (Prof. Dr. Wolfgang Greiner): gesundheitsökonomische Modelle


    die Abteilung Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie der RUB (Prof. Dr. Hans Joachim Trampisch): Datenzentrale des Verbundes.


    Sprecher des Verbundes


    Prof. Dr. Hans Joachim Trampisch


    Ruhr-Universität Bochum


    Abteilung für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie


    Koordinator


    Dr. med. Ulrich Thiem


    Abteilung für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie


    Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum


    Tel. 0234-32-27253


    Wissenschaftlicher Beirat (Advisory-Board)


    Prof. Dr. Norbert Donner-Banzhoff, Philipps-Universität Marburg, Abt. für Allgemeinmedizin, Präventive und Rehabilitative Medizin, Marburg


    Dr. med. Jörg Lauterberg, AOK-Bundesverband, Bonn


    Prof. Dr. Gerold Stucki, Klinik und Poliklinik für Physikalische Medizin und Rehabilitation, Klinikum der Universität München, München


    Prof. Dr. J.-Matthias Graf von der Schulenburg, Institut für Versicherungsbetriebslehre, Leibnitz-Universität Hannover, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Hannover


    Prof. Dr. Jürgen Windeler, Medizinischer Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen e.V., Bereich Evidenz-basierte Medizin, Essen


    zur Homepage


    http://priscus.net/