So, ihr Lieben, wie ist es weiter gegangen?


    Kommunikation mit den Schwiegereltern gibt es nicht mehr. Manchmal bekommt mein Schwager etwas mit und erzählt es dann.


    Pflegedienst wurde immer noch nicht beauftragt. Im Bad müsste etwas umgebaut werden, aber da tut sich auch noch nichts. Lohnt sich das denn noch vor dem Winter?


    Schwiegermutter tut den ganzen Tag über nichts, rein gar nichts. Da ist offensichtlich kein Interesse vorhanden, irgendetwas zu verändern. Sie könnte mit dem Treppenlift und mit Hilfe die Wohnung verlassen, ein bisschen frische Luft schnappen, unter Leute gehen. Will sie offensichtlich nicht.


    Dann soll sie es bleiben lassen.


    Die Putzhilfe hat mich neulich angesprochen, warum denn noch kein Pflegedienst beauftragt wäre und ob Schwiegervater etwa das Geld sparen wollte.


    Wenn die Putzhilfe da ist (1x pro Woche) hilft sie wohl beim Duschen. Aber bei einer inkontinenten Person ist das auch ein bisschen wenig...


    Immerhin hat man mittlerweile begriffen, dass die Vorlagen und Windelschlüpfer in einen Extramüllsack gehören (den gibt es hier bei nachgewiesenem Bedarf kostenlos von der Gemeinde).


    Mein Schwager schüttelt über seine Eltern auch nur noch den Kopf, sagt - seit Wochen schon - irgendwann würde er bei denen noch "richtig laut" werden. Aber das sagt er auch nur, dass er das nochmal wirklich tut, halte ich eher für unwahrscheinlich.


    Ich distanziere ich innerlich noch mehr von den Schwiegereltern - und es geht mir vergleichsweise gut damit.


    Wenn man sich auf dem Flur oder dem Hof begegnet - kommt selten vor - dann grüße ich höflich, das habe ich so gelernt.


    Und alles andere ... - offensichtlich wollen sie es nicht anders.

    Das ist harter Tobak.


    Gut finde ich, dass du dich vollkommen rausziehst.


    Es ist Aufgabe deines Mannes und deines Schwagers sich um die offensichtlich überforderten Eltern zu kümmern. Da scheint einiges wirklich im Argen zu liegen. Aber, wenn sie selbst nicht auf ihre eigenen Kinder hören, müssen sie wohl leben, wie sie es für richtig halten.


    Sachen gibts ":/

    Man kann die Leute nicht zu ihrem Glück zwingen. Und du hast ja tatsächlich alles getan/versucht was dir möglich war, sogar mehr als viele andere geleistet hätten. Es ist sicher schwer einzusehen das man auf Hilfe angewiesen ist . Manch einer schafft das nie. Andere hingegen nehmen Hilfe dankbar entgegen weil sie merken das man seine Würde doch nicht abgeben muss und sogar ein Stück Lebensqualität zurückgewinnt. Alle Angebote liegen doch auf dem Tisch. Man kann nicht behaupten das sie das nicht wüssten. Von da her kannst du ganz beruhigt sein. Natürlich ist die Situation doof und alles andere als optimal. Wenn die gut gemeinte Hilfe aber derart konsequent abgelehnt wird muss man kein schlechtes Gewissen haben. Und schon gar nicht wegen unterlassener Hilfeleistung. Das ist ehr unterlassene Hilfeannahme.

    Die Schwiegereltern hören auch nicht auf die Söhne ...


    Sicher ist es schwer, sich einzugestehen, dass es ohne fremde Hilfe nicht mehr geht. Aber so langsam muss es doch mal "klick" machen.


    Wenn ein Pflegedienst ins Haus käme, dann würde der wohl sagen, was zu tun ist. Und der nimmt auch keine Rücksicht darauf, ob die Pflegebedürftige heute dies oder das will oder eben nicht duschen will, weil wasweißichnichtwas. Und der Pflegedienst käme morgens jeden Tag zu einer festen Uhrzeit und würde eine Struktur für den Tagesablauf vorgeben.


    Und daran hakt es bei den Schwiegereltern. ...


    Also, Schwiegervater kann man auch noch morgens um 10 im Schlafanzug und Bademantel antreffen. Wenn ein Pflegedienst ins Haus käme, sähe er ihn entweder auch so ... oder er müsste es schaffen wollen, sich anzuziehen. Oder der Pflegedienst müsste einen Schlüssel bekommen.


    Für Schwiegervater ist das ja alles kein Problem, er kann ja Duschen. Und Schwiegermutter will an der Situation offensichtlich auch nichts ändern bzw. aktiv werden.


    Da hätte sie sich die ganze HerzOP auch gleich sparen können. Auf dem Sofa gesessen und nix gemacht, das hat sie vorher auch schon.

    Zitat

    Wenn ein Pflegedienst ins Haus käme, dann würde der wohl sagen, was zu tun ist. Und der nimmt auch keine Rücksicht darauf, ob die Pflegebedürftige heute dies oder das will oder eben nicht duschen will, weil wasweißichnichtwas

    Täusch dich nicht, auch Pflegedienste können scheitern, wenn die Patienten nicht wollen ;-)


    Wenn Schwiegermutter da auch immer sagt, sie will nicht duschen, dann wird das schwierig.

    @ Hanne

    schwierige Situation.


    Kenn ich alles von meiner Schwiegermutter, nicht duschen WOLLEN; sich nicht waschen WOLLEN und den ganzen Tag nichts tun. Komischerweise werden dann im Fall des Falles eines Krankenhausaufenthaltes von solchen alten Personen die sich nicht um sich selbst kümmern zb. puncto Reinlichkeit - die Angehörigen dumm angeschnauzt - wie denn die beinander sind.


    Ja bin der Meinung - sie sind nicht entmündigt und selbst verantwortlich. Wenn sie nicht wollen - ja Eigenverantwortung.


    Nachdem meine Schwiemu einen Schrittmacher bekam, kam sie direkt vom Krankenhaus - in ein Altenheim. Punkt.


    Sie selbst kümmerte sich genauso um nichts wie deine - der Heimplatz war für uns die logische Konsequenz da es eben ohne Hilfe auch nicht mehr gegangen wäre.


    Unser Leben verläuft um vieles ruhiger seitdem :)^

    Zitat

    wir wohnen mit den Schwiegereltern (78 + 81)

    Die alte Mutter ist nach 14 Wochen Klinik, ggf Reha wieder daheim, ihr Mann sieht nicht ein, dass es ohne fremde Hilfe nicht mehr geht und dann soll sie sich selbst kümmern......In der Generation hat sich nunmal meißt der Mann um alles gekümmert, meine Mutter wäre nicht in der Lage gewesen, etwas selbst zu regeln--ihre Rolle war eben Haus und Kinder.


    bei meinen Eltern haben wir Kinder uns gekümmert und alle nötigen Dienste beauftragt. Ja, mein Vater hat den Pflegedienst auch in der ersten Zeit immer mal weg geschickt, irgendwann hat er es akzeptiert. Und nein, ich hatte nie ein gutes Verhältnis zu meinem Vater, er ist mega anstrengend. Dass du dich als Schwiegertochter abgrenzt, kann ich verstehen, aber die Söhne sehe ich da schon in der Pflicht. Und wenn sie zum Wohle der kranken Mutter nicht zusammen an ihrem alten Vater vorbeikommen, haben sie wohl versäumt, dass ihr Vater in ihnen Männer sieht und keine kleinen Jungs......


    abgesehen von der "moralischen Verpflichtung" ( es sind nunmal die Eltern.....) denke ich, dass es auch ein "Geben und Nehmen" ist. Man kann kein Haus annehmen, und dann sich nicht kümmern bzw ich könnte das nicht. Daher habe ich auch von meinen Eltern, insbes. von meinem Vater nichts angenommen--um mich rausziehen zu können, wenn es mir zu viel wird.


    Wg Treppenlifter: wohnen die Eltern, bei denen ja allein altersbedingt klar war, dass sie irgendwann nicht mehr gut zu Fuß sind, oben im Haus?

    DieKruemi

    Sehe ich auch so. Ich sehe es an meiner Mutter und die ist gerade mal über 70 und jede Bewegung fällt ihr jetzt schon schwer. Einfach zu sagen, sie kann es doch. Ich merke ja schon, dass es schwerer wird und ich bin 20 Jahre jünger und sie könnte sich im Leben nie etwas organisieren.

    Zitat

    abgesehen von der "moralischen Verpflichtung" ( es sind nunmal die Eltern.....)

    Ja, wenn sie selbst es nicht tun, dann einen Sachwalter einschalten, oder eine andere Einrichtung, die sich um sie kümmert. Es ist doch offensichtlich, dass sie nicht mehr 100%ig für sich sorgen können.

    Ich sehe das etwas anders, als die Mehrheit hier.

    Zitat

    Wir haben uns in der Zwischenzeit um Schwiegervater gekümmert, haben viele Informationen eingeholt, haben viel unserer Lebenszeit und Energie investiert, damit Schwiemu zurück nach Hause kann. - Alles soweit selbstverständlich.

    Dass du es wirklich selbstverständlich findest, so ganz ohne Gegenleistung, liest sich aber nicht so.

    Zitat

    Darauf sagte er mir, ich hätte ja keine Ahnung.


    Das war zuviel.

    Das sind ältere Leute, die sich seit jeher gerne anpaulen, die sicherlich auch eine gewisse Altersstarrsinnigkeit haben, es war eine etwas stressige Situation. Wegen einem "Du hast ja keine Ahnung" würde mich ich da an deiner Stelle nicht gleich so bei der Ehre gepackt fühlen. Da rein, da raus.

    Zitat

    O.k., sollen Schwiegereltern noch in ihrem Dreck ver....

    Ich finde, du reagierst über. Die Situation ist nicht nett, aber du reagierst (sorry für die Direktheit) wie ein pikiertes Prinzesschen.


    Ok, dann verrecken sie in ihrem Dreck - bis dahin kannst du dir ja eigene Wohnung mieten.


    Trotz der Übertragung des Hauses auf deinen Mann ist es aus meiner Sicht moralisch (und somit weitaus wichtiger als formaljuristisch) deren Haus.

    Zitat

    Bin ja gespannt, wann Schwiegereltern mir vorwerfen, ich wäre hier ja nur eingezogen, um Miete zu sparen...

    Das du nur deshalb eingezogen bist, unterstelle ich nicht. Dass du dir das durchaus klar machen könntest, schon. In meinen Augen bist du dort gratis Dauergast und nimmst dir ganz schön viel Unverständnis heraus.

    Zitat

    Können wir dafür rechtlich belangt werden? Sie sind nicht entmündigt, treffen also selber die Entscheidung, ob sie zum Arzt gehen, ob ein Pflegedienst notwendig ist, um Schwiemu morgens fertig zu machen.

    Je nachdem, was passiert, kann es eine unterlassene Hilfeleistung sein. Wenn sie sich anpöbeln und probleme Haben von A nach B zu kommen sicherlich nicht. Wenn schlimmeres passiert, durchaus.

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    Es geht mir nicht um die moralische Seite.

    Wenn es dir um Moral und Anstand nicht geht, dann ist das Benehmen deiner Schwiegereltern dir gegenüber erstrecht nicht zu bemängeln.

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    Im Bad müsste etwas umgebaut werden, aber da tut sich auch noch nichts. Lohnt sich das denn noch vor dem Winter?

    Wie meinst du den letzten Satz? Soll das eine schöne Umschreibung für "Die sind eh bald tot" sein oder wieso sollte man jahreszeitbedingt kein Bad umbauen können?

    (Dass es eine belastende Wohnsituation ist will ich damit übrigens nicht in Abrede stellen. Aber das ist sie für alle. Da sollte sich nicht einer beleidigt die Opferrolle anziehen, sondern eben gehen oder bleiben und die Kröte schlucken).

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    Wg Treppenlifter: wohnen die Eltern, bei denen ja allein altersbedingt klar war, dass sie irgendwann nicht mehr gut zu Fuß sind, oben im Haus?

    Ja, aber es gibt ja den Lift.


    Als mein Mann das Haus übernommen hat, hat er vorgeschlagen, dass die Eltern doch nach unten ziehen könnten. Das wollte Schwiegervater nicht.

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    Im Bad müsste etwas umgebaut werden, aber da tut sich auch noch nichts. Lohnt sich das denn noch vor dem Winter?

    Wie meinst du den letzten Satz? Soll das eine schöne Umschreibung für "Die sind eh bald tot" sein oder wieso sollte man jahreszeitbedingt kein Bad umbauen können?

    Das ist nicht unsere Frage gewesen, ob sich der Badumbau vor dem Winter lohnt, sondern das hat Schwiegervater gesagt.

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    Das sind ältere Leute, die sich seit jeher gerne anpaulen, die sicherlich auch eine gewisse Altersstarrsinnigkeit haben, es war eine etwas stressige Situation. Wegen einem "Du hast ja keine Ahnung" würde mich ich da an deiner Stelle nicht gleich so bei der Ehre gepackt fühlen. Da rein, da raus.

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    O.k., sollen Schwiegereltern noch in ihrem Dreck ver....

    Ich finde, du reagierst über. Die Situation ist nicht nett, aber du reagierst (sorry für die Direktheit) wie ein pikiertes Prinzesschen.

    Meinetwegen können die sich so viel anmaulen und anzicken wie sie wollen. Wenn sie sich dabei wohlfühlen - oder auch nicht - ist das deren Sache.


    Aber mir gegenüber muss das nicht sein.


    Ich finde, da habe ich einen anderen Respekt verdient.

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    In meinen Augen bist du dort gratis Dauergast und nimmst dir ganz schön viel Unverständnis heraus.

    Ich bin zu meinem damals Freund, jetzt Mann, in die Wohnung gezogen. Diese Wohnung liegt in seinem Haus, in dem auch die Eltern wohnen.


    Wie mein Mann und ich uns die Kosten aufteilen, wissen Schwiegereltern nicht, geht sie auch nichts an.


    Und ich habe schon lange bevor ich hier eingezogen bin, meinen Lebensunterhalt selber finanziert, bin also nicht darauf angewiesen, "gratis Dauergast" zu sein. Ich wohne hier also ganz bestimmt nicht aus finanziellen Gründen.

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    Und ich habe schon lange bevor ich hier eingezogen bin, meinen Lebensunterhalt selber finanziert, bin also nicht darauf angewiesen, "gratis Dauergast" zu sein.

    Dann geh doch, wenn es so schlimm ist. Oder bleib, wenn es doch nicht so schlimm ist.

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    Ich wohne hier also ganz bestimmt nicht aus finanziellen Gründen.

    Das hat auch niemand geschrieben. Auch ich nicht.

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    Ich finde, da habe ich einen anderen Respekt verdient.

    Du bringst ihnen auch keinen Respekt gegenüber. Das ist keine gute Grundlage für Forderungen. Mal davon abgesehen finde ich die Aussage deines Schwiegervaters, du hättest keine Ahnung, auch nicht so wahnsinnig respektlos. Wenn in einer Stresssituation jemand übertrieben zu beschwichtigen versucht, können einem eben auch mal der Hut hochgehen. Das muss man natürlich auch dir zusprechen. Nur macht diese Situation jetzt zum Dauerzustand. Sag doch einfach mal "Schwamm drüber", statt dein Ego durchzusetzen, wer denn angefangen hat und gefälligst zuerst auf den anderen zuzukommen hat. Hast du das nötig?

    Indem du beispielsweise Dinge schreibst wie "sollen sie doch in ihrem Dreck verrecken". Dass du das letzte Wort mit "..." geschrieben hast, ändert daran nichts. Und wenn du jetzt sagst, dass du das ja nicht ihnen direkt gesagt hast: gilt trotzdem. Vor allem wenn du dich schon über ein ausgesprochenes "Du hast ja keine Ahnung" dermaßen aufregst, solltest du mal deine eigene Ausdrucksweise über deine Schwiegereltern überdenken.