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    Hätte meine Mutter einen gerichtlich bestellten Betreuer, würde es für sie anders aussehen, denn diese entscheiden immer für die Sonde-einfach weil sie den Willen des Betreuten ja nicht eruieren können, da sie ihn nicht kannten.

    dem widerspreche ich als Berufsbetreuerin – fallt ruhig über mich her ;-D – in einer solchen Situation versuche ich, den Pflegedienst oder das Pflegeheim beratend mit ins Boot zu nehmen, erst kürzlich habe ich einen Heimbewohner zusammen mit einer Altenpflegerin des Heimes im KH besucht und mich gegen eine PEG ausgesprochen.


    Das hier der Betreuer von Taps' Mutter zunächst keinen Kontakt zur Mutter aufgenommen hat, kann ich nun gar nicht nachvollziehen, der 1.Weg bei einer gerichtlichen Bestellung muss doch der sein, die Betreute schnellstmöglich persönlich aufzusuchen um sich ein eigenes Bild vor Ort zu verschaffen.??solche Kollegen liebe ich ??


    Aber hier scheint sich das doch zum Guten gewendet zu haben.

    @ :)

    Sorry aber um einen Betreuer würde ich mich nicht bemühen die kümmern sich doch nich ob die Person gewaschen is und Essen hat ... das kann ich auch allein und dafür is ein Betreuer auch nich da ... die kümmern sich eher um entscheidungen die der jenige zu betreuende nicht mehr selber treffen kann ... das kann ich auch allein... und wenn du meinst sie muss in ein heim weils nimma anders geht und du sie nicht aufnehmen kannst dann hättest dich auch ohne den betreuer drum kümmern können... wozu soll sich ein fremder mensch um geld und sonstiges kümmern ... wenn ich der meinung bin meine ma allein geht nimma dann nehm ich sie mit zu mir oder suche ein schönes heim was mich überzeugt

    @ Minimama80

    Falls Du mich meinst, hast Du meine anderen Beiträge überhaupt gelesen?

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    ... das kann ich auch allein

    Du kannst für deine Mutter tun wollen, was Du willst, aber ohne ihre Kooperation kommst Du nicht weit.


    Kümmere dich mal ohne die entsprechenden Verfügungsberechtigungen um Bankangelegenheiten. Die husten dir was, selbst wenn Du mit einer Betreuungsverfügung kommst, die vom einen Notar ausgestellt wurde. Mein Mann hat es durch. Kündige mal für deine Mutter sinnlos gewordene Verträge, oder stelle auch nur den Antrag auf Pflegestufe. Wenn sie nicht unterschreibt, wirst Du gegen Wände laufen. Ohne den vom Betreuungsgericht ausgestellten Betreuerausweis (ob für einen Angehörigen oder eine Fremdperson) läuft bei all diesen Dingen gar nichts.

    @ nicewomen

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    Aber hier scheint sich das doch zum Guten gewendet zu haben

    Zum Glück.


    Ich habe immer wieder mündlich und schriftlich auf die Missstände aufmerksam gemacht.


    Wenn du Berufsbetreuer bist, lass dich vom ersten Eindruck nicht täuschen, denn das ist bei meiner Mutter geschehen, immer und immer wieder. Versuche zu erkunden, wie die Betreuten ihren Alltag wirklich meistern.


    Die Wohnung meiner Mutter war immer aufgeräumt, es standen sogar Blumen auf dem Tisch. Aber es waren eben alles nur noch stereotype Handlungen. Erst bei näherem Hinsehen wurde dem Betreuer klar, dass sie mit einem selbständigen Leben inzwischen völlig überfordert ist. Sie konnte auf keine der Fragen, die den Haushalt betrafen, eine Antwort geben…


    Man hat mir lange nicht zugehört. Das hat wahnsinnig viele Nerven gekostet.

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    Das hier der Betreuer von Taps' Mutter zunächst keinen Kontakt zur Mutter aufgenommen hat,

    Im Nachhinein hat sich ja herausgestellt, dass er es versucht hat und ihn wurde natürlich nicht geöffnet. Man hat mir nicht geglaubt.

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    dem widerspreche ich als Berufsbetreuerin – fallt ruhig über mich her – in einer solchen Situation versuche ich, den Pflegedienst oder das Pflegeheim beratend mit ins Boot zu nehmen, erst kürzlich habe ich einen Heimbewohner zusammen mit einer Altenpflegerin des Heimes im KH besucht und mich gegen eine PEG ausgesprochen.

    Danke für diese Info!! Das beruhigt mich sehr und läßt hoffen. Die Bewohner in dem Pflegeheim, in dem meine Mutter lebt, die eine PEG-Sonde haben, haben alle Berufsbetreuer (bis auf eine Dame, die hat das Pech, 2 egoistische Töchter zu haben.......)

    Taps

    also ich könnte mir nich vorstellen dass jemand fremdes in den unterlagen und geldsachen meiner familie rumwühlt... weiß man denn ob der jenige seine berufliche stellung nicht aussnutzt??? es muss doch eine möglichkeit geben das tun zu können was ein berufsbetreuer tut, sprich dass man als familienmitglied als betreuer eingetragen ist... im mom haste ja scheinbar auch nur erreicht dass jemand in den finanzen der mutter rumschnüffelt aber wirklich passieren tut doch nix sie wohnt allein sie hat niemand der für sie kocht oder schaut ob se nich die bude abfakelt und und und...


    gerade bei alzheimer oder demenz sollte sie schnellstens in die hände von fachpersonal... mein opa hatte es die menschen wissen zeitweise nich wer sie sind u was sie tun das is schlimm aber leider is das so...

    @ Minimama80

    Du hast nicht den Hauch einer Ahnung, was ich hinter mir habe. Du hast meine Beiträge nicht gelesen, oder? Meine Mutter befindet sich inzwischen auch NICHT mehr in ihrer Wohnung.


    Wenn man kein Vermögen hat und alle Buchungen absolut überschaubar sind, gibt es nichts zu schnüffeln. In den Unterlagen "rumwühlen" und die Wohnung auflösen, werde ich. Was hätte ein Betreuer der zig Leute gleichzeitig betreut davon, im Leben (buchstäblich im Dreck) anderer Leute rumzukramen? Die Gelegenheit hätte er, aber die Zeit?

    Zitat

    gerade bei alzheimer oder demenz sollte sie schnellstens in die hände von fachpersonal...

    einfach mal den ganzen Faden lesen, bevor man bei so einem sensiblen Thema die Betroffenen vor den Kopf stößt....

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    lass dich vom ersten Eindruck nicht täuschen

    ja eben, deshalb ja Leute interviewen, die den Betroffenen und seine Gewohnheiten/Fähigkeiten gut oder zumindest besser kennen, klappt leider nicht immer....

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    Die Bewohner in dem Pflegeheim, in dem meine Mutter lebt, die eine PEG-Sonde haben, haben alle Berufsbetreuer

    die PEG muss ja nicht dauerhaft bleiben, sondern kann evtl. entfernt werden, wenn die Nahrungsaufnahme wieder oral funktionieren sollte, ist dir aber sicherlich bekannt

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    (bis auf eine Dame, die hat das Pech, 2 egoistische Töchter zu haben.......)

    mir ist, als würde ich diese Töchter kennen ]:D

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    also ich könnte mir nich vorstellen dass jemand fremdes in den unterlagen und geldsachen meiner familie rumwühlt

    nun, wenn es niemand anderes macht? wer soll die Rechnungen, Mahnungen usw. bearbeiten, wenn es die Familie nicht kann oder will?


    wünsche ein schönes WE

    @ :)

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    die PEG muss ja nicht dauerhaft bleiben, sondern kann evtl. entfernt werden, wenn die Nahrungsaufnahme wieder oral funktionieren sollte, ist dir aber sicherlich bekannt

    natürlich. Ich rede hier von einem gerontopsychiatrischen Pflegeheim, die Bewohner haben Alzheimer im Endstadium, erkennen weder sich selbst noch die Umwelt, haben die Fähigkeit zu sprechen verloren, bewegen sich nicht mehr, liegen nur dämmernd da und sterben nicht, weil sie durch die Sonde Nahrung bekommen. Zum Teil WILL der Körper die Nahrung nicht, sie läuft aus dem Mund wieder raus, es ist zum Heulen!

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    mir ist, als würde ich diese Töchter kennen

    die beiden, die ich vor Augen habe, sind echt gruselig.....beide in den 70gern, Mutti in den 90gern, Zustand wie oben beschrieben, die Töchter kämmen und schminken die dahindämmernde Mutti wie eine Puppe, es ist bizarr.....

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    bis auf eine Dame, die hat das Pech, 2 egoistische Töchter zu haben...


    beide in den 70gern, Mutti in den 90gern, Zustand wie oben beschrieben, die Töchter kämmen und schminken die dahindämmernde Mutti wie eine Puppe, es ist bizarr...

    Nur weil das nicht deiner Vorstellung entspricht, finde ich es aber vermessen, dieses Verhalten als egoistisch zu bezeichnen. Vielleicht war es genau so mit der alten Dame ausgemacht, als sie noch entscheiden konnte. Oder weißt du da Genaueres?


    Gruseliger und egoistischer finde ich die, denen ihre Leute lästig sind, die sie nie besuchen – aber selbst da gibt es vielleicht Gründe in der gemeinsamen Vergangenheit, oder es ist für die Angehörigen zu schmerzlich, eine geliebte Person so vollkommen anders zu sehen und nicht mehr erkannt zu werden. Das ist eine schwierige Phase, wo glaube ich, niemand mit Sicherheit sagen kann, wie es sich anfühlt und was dahinter steckt, wenn man denjenigen nicht kennt.

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    im mom haste ja scheinbar auch nur erreicht dass jemand in den finanzen der mutter rumschnüffelt aber wirklich passieren tut doch nix sie wohnt allein sie hat niemand der für sie kocht oder schaut ob se nich die bude abfakelt und und und...


    gerade bei alzheimer oder demenz sollte sie schnellstens in die hände von fachpersonal...

    Lies doch wenigstens die letzte Seite! Meine Güte, kann doch nicht so schwer sein... >:(

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    Oder weißt du da Genaueres?

    ja, das weiss ich, und nur daher beurteile ich es so, wie ich es tue.

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    Vielleicht war es genau so mit der alten Dame ausgemacht

    ganz ehrlich, ich glaube, kein Mensch auf der Welt würde es wollen, wenn sich das gehirn koplett zersetzt hat, mit einem künstlichen Magenzugang am Leben erhalten zu werden. inzwischen ist der Magen so überreizt, dass die Nahrung, wenn sie durch die Sonde in den Magen läuft, aus dem Mund wieder rausläuft. Der Körper wehrt sich gegen die Nahrung....aber die alte Dame darf nicht sterben.....

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    –Gruseliger und egoistischer finde ich die, denen ihre Leute lästig sind, die sie nie besuchen

    es kommt darauf an..... klar, es "gehört sich so", seine verwandten zu besuchen. Aber nehmen wir z.B. meine Mutter: sie erkennt niemanden mehr und sie findet es total blöde, wenn Menschen auf sie zukommen und sie ansprechen. sie reagiert dann sehr aggressiv und auch autoaggressiv. d.h. wenn sie das Gefühl hat, sie kann den Besuch nicht mit ihrem Geschimpfe verscheuchen, schlägt sie sich schreiend auf den Kopf.....im Moment besuche ich sie daher sehr selten, telefoniere jedoch regelmäßig mit dem Personal und lass mir berichten, wie es ihr geht. Mein Vater kann das besser ertragen, er ist jeden Tag bei ihr.

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    sie erkennt niemanden mehr und sie findet es total blöde, wenn Menschen auf sie zukommen und sie ansprechen. sie reagiert dann sehr aggressiv und...

    Deswegen ja meine Einschränkung danach. Ich wollte damit nicht alle verallgemeinern, die ihre Angehörigen nicht besuchen, weil ich mir durchaus einige Gründe vorstellen kann, die einen daran hindern.

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    ganz ehrlich, ich glaube, kein Mensch auf der Welt würde es wollen, wenn ...

    Ganz ehrlich, nur weil du es dir nicht vorstellen kannst, heißt das nicht, dass es nicht doch so ist.

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    inzwischen ist der Magen so überreizt, dass die Nahrung, wenn sie durch die Sonde in den Magen läuft, aus dem Mund wieder rausläuft. Der Körper wehrt sich gegen die Nahrung....aber die alte Dame darf nicht sterben...

    Wie würde es denn laufen, wenn sie keine Sonde hätte? Nahrung würde ihr Körper nicht aufnehmen können. Flüssigkeit vielleicht noch? Also wäre die Alternative, dass die alte Dame im Endeffekt verhungert – wenn der Körper doch noch Flüssigkeit aufnimmt, ist das aber keine Frage von Stunden oder Tagen sondern ggf. von Tagen oder Wochen... Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass diese Vorstellung bei Betroffenen sowie Angehörigen sehr wohl als... vielleicht nicht schlimmer, aber immerhin als sehr hinderlicher Aspekt angesehen werden kann.

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    Wie würde es denn laufen, wenn sie keine Sonde hätte? Nahrung würde ihr Körper nicht aufnehmen können. Flüssigkeit vielleicht noch? Also wäre die Alternative, dass die alte Dame im Endeffekt verhungert – wenn der Körper doch noch Flüssigkeit aufnimmt, ist das aber keine Frage von Stunden oder Tagen sondern ggf. von Tagen oder Wochen... Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass diese Vorstellung bei Betroffenen sowie Angehörigen sehr wohl als... vielleicht nicht schlimmer, aber immerhin als sehr hinderlicher Aspekt angesehen werden kann.

    ich verstehe, was du meinst.


    Ich arbeite seit 22 Jahren in einer Uni-Klinik und kann sagen, dass das Sterben im Alter furchtbarer und qualvoller geworden ist. Noch vor 50 Jahren haben sich alte Menschen, wenn sich ihr Leben dem Ende neigte, ins Bett gelegt , haben aufgehört, zu essen und sind im Kreise ihrer Familie friedlich gestorben. Auch wenn sie Krebs etc hatten, sie sind vielleicht ein paar Jahre früher gestorben, aber mit deutlich weniger Qualen (obwohl die Krebs-Endphase ohne Schmerzmedikation natürlich extrem schmerzhaft ist-aber meißt hat das vorherige Einstellen des Essens es nicht so weit kommen lassen). Die moderne Medizin ist zum Teil ein Fluch, weil jede aussetzende Körperfunktion ersetzt wird. das mag alles Sinn machen, wenn das Gehirn und die Wahrnehmung noch funktionieren würde und der Betroffene aus seiner Wahrnehmung noch Lebensqualität ziehen könnte.


    Das "nicht mehr essen wollen" ist ein ganz natürlicher Instinkt, wenn das Leben zu Ende geht, im Tierreich ist es bei jeder Säugetierart zu beobachten.


    Wenn du eine Katze hättest, die teilnahmslos in der Ecke liegt und auf nichts mehr reagiert, würdest du auf die Idee kommen, sie künstlich zu ernähren, damit sie nicht stirbt? Ich denke, du würdest sie erlösen, wieso sollte man seinen Angehörigen diesen Liebesdienst verweigern? Man läßt sie ja nicht einfach liegen und verdursten/verhungern. Sie bekommen Flüssigkeit und Morphium, soweit noch Empfinden da ist, sind es durch das Morphium friedliche gefühle. der Nahrungsentzug löst durch die Ausschüttung bestimmter Stoffe euphorische Gefühle aus, es ist ein friedlicher Tod, wenn er professionell begleitet wird.


    Ich verstehe, dass man das so sehen kann, wie du, ich habe mir meinen Standpunkt "erarbeitet", da ich wußte, dass diese Entscheidung auf mich zukommen könnte. Es war ein Prozess über ca 1 Jahr, Ich habe Stellungnahmen der Caritas eingesehen, mich mit einer Professorin für Ethik in der Medizin getroffen und beraten, mit Muttis Pastor gesprochen (sie war sehr religiös) und mit ihren besten Freundinnen, mit denen sie Gespräche hatte, die sie mit ihren Kindern nicht geführt hat. Wir als Familie ruhen in der Entscheidung und können Sie gemeinsam tragen-obgleich wir natürlich hoffen, dass es nicht so weit kommen muss und sie an etwas anderem stirbt..... es ist wirklich -und das sage ich nicht, um Mitleid zu bekommen- verdammt schwer.......

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    es ist wirklich -und das sage ich nicht, um Mitleid zu bekommen- verdammt schwer.......

    Oh, das kann ich mir auf jeden Fall vorstellen. Ich wollte dir damit auch nicht zu nahe treten oder gar deine/ eure Entscheidung als falsch hinstellen – das keinesfalls. Was du über die moderne Medizin sagst, ist auch sehr verständlich und deine Entscheidungsfindung sehr überlegt. Aber diese Vorstellung, dass da ein Mensch liegt, der mit Flüssigkeit und Morphium auf sein Ableben wartet, bis dem Körper endgültig die benötigten Nährstoffe fehlen... Also ich bin da ganz bei dir, dass es eine Entscheidung ist, die wahrscheinlich niemand für jemand anderen fällen will und die man nicht leichtfertig fällt, so viel ist klar. Aber ob man sich jetzt in die eine oder andere Richtung orientiert, möchte ich nicht als egoistisch bezeichnen – obwohl in dem von dir geschilderten Fall wohl wirklich noch mehr reinspielt. @:)

    Vor genau einem Monat bin ich nun doch zum Betreuer meiner Mutter bestellt worden. Der Betreuerwechsel wurde durch das Gericht quasi von heute auf morgen umgesetzt. Ich weiß es nicht mit Sicherheit, vermute aber, dass das Pflegeheim da seinen Anteil dran hat


    Die gesamte Betreuung durch den Berufsbetreuer drehte sich, obwohl "der gute Mann" alle Aufgabenkreise hatte, nur um die Verwaltung des Vermögens. Das ist allerdings absolut nachvollziehbar und korrekt. Er war sehr auf die Minimierung von unnützen Kosten bedacht. Ich hätte nicht anders gehandelt. Diesbezügliche Sorgen waren also völlig unbegründet.


    Aber alle erforderlichen Schreiben und Informationen für seine Arbeit habe ich ihm hinterher getragen, sonst wäre einiges nicht termingerecht erledigt worden. Der Mann betreut laut seiner Aussage zurzeit 43 Personen. Bei 20 Arbeitstagen im Monat kann man sich die Intensität der Betreuung gut vorstellen.

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    dass jemand in den finanzen der mutter rumschnüffelt

    Der Betreuer hat natürlich die erforderlichen Bankauskünfte eingeholt. Aber das "Vermögen" musste ich gegenüber dem Gericht beim Betreuerwechsel genauso offenlegen. Von der Nachweispflicht mal abgesehen, danach werden ja auch die jährlichen Gerichtsgebühren festgelegt.


    Der Betreuer war niemals mehr in der Wohnung meiner Mutter, hat also auch nicht in den Unterlagen gewühlt. Ich bin Schritt für Schritt alle Schränke und Papiere durchgegangen.


    Selbst als die Genehmigung von Gericht da war (die er ewig hinausgezögert hat), hat er außer der Kündigung keinen Finger in Sachen Wohnungssorge gerührt. Ich stand dann als neuer Betreuer kurz vor dem Übergabetermin an den Vermieter mit der ungeräumten, unrenovierten Wohnung da. Vom minimalen persönlichen Kontakt zu der zu betreuenden Person brauche ich wohl nicht zu reden.


    Das von ihm ausgesuchte Pflegeheim (auf das wäre ich nie gekommen) ist allerdings wie für meine Mutter gemacht. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten geht es ihr dort wirklich gut.