Wer zahlt Pflegeheim?

    Hallo ihr Lieben,


    mein Vater wird über kurz oder lang in ein Pflegeheim müssen. Nach Abzug des Zuschusses der Krankenkasse und seiner Rente fehlen immer noch ca. 400 - 600 Euro im Monat. Er hat zwar ein Haus, aber das lässt sich ja auch nicht von heute auf morgen verkaufen.


    Nun ist meine Frage: Müssen seine Kinder diesen Restbetrag zahlen oder wird das vom Sozialamt ausgelegt?


    Schonmal vielen Dank im Voraus!


    Patatina

  • 13 Antworten
    Zitat

    Müssen seine Kinder diesen Restbetrag zahlen oder wird das vom Sozialamt ausgelegt?

    Es wird vom Sozialamt ausgelegt. Nach Verkauf des Hauses wird der Betrag zurückgefordert. Der Vater ist allerdings nicht gezwungen das Haus zu verkaufen. Auf befristete Zeit (bisher ca. 10 Jahre) wird dieser Vorschuss gewährt und später dann von den Erben eingefordert. Das ist u.a. zu überlegen in Zeiten, wo man für ein Haus nicht viel Geld bekommt.


    Bei Vermietung wird der Ertrag dem laufenden Einkommen zugerechnet und ist entsprechend für die Heimunterbringung einzusetzen.


    Vom eurem Einkommen müsst ihr den Differenzbetrag nicht finanzieren.

    Sonstige Kosten?

    Danke Sense! Das hillft mir schon weiter!


    Mich würde noch interessieren, ob zu einem Aufenthalt in einem Pflegeheim neben den "normalen" Kosten (Essen, Zimmer etc.) noch weitere Kosten anfallen können!

    Ich weiß ja nicht

    inwieweit du informiert bist. Habt ihr euch in einem Heim erkundigt?Die stationären Sätze sind nach Pflegestufen aufgeteilt. Ich entnehme deinem post, dass dein Vater eine Einstufung hat. Diese Sätze sind für die reinen Pflegekosten gedacht. Unterhalt und Verpflegung zählt nicht dazu. Wie Heime das im einzelnen offenlegen weiß ich nicht. Ich denke doch aber, dass dies allgemein der Fall sein wird auf Anfrage. Solltet ihr euch schon erkundigt haben*, dann wird man euch sicher den anfallenden Gesamtbetrag genannt haben. (*Sonst wüsstest du den Differenzbetrag ja nicht?)


    Kleidung und Taschengeld braucht der alte Herr auch.


    Gruß

    Mein Opa musste leider auch in ein Pflegeheim, da er durch einen Schlaganfall erblindet und pfegebedürftig ist (Pflegestufe 3).


    Da seine Rente und der Zuschuss der Krankenkasse nicht ausreichte, zahlte zunächst! das Sozialamt. Allerdings traten die dann an meine Mutter und ihre Geschwister heran. Die mussten ihr Einkommen offen legen und nun je nach Einkommen in der Höhe variierend die "Mehrkosten" zahlen. Zudem mussten sie auch den ausgelegten Betrag ans Sozialamt zurückzahlen.


    Geh mal googlen, da findest du eine Menge Informationen zu dem Thema, auch Gerichtsurteile.


    Dadurch, dass dein Vater ein Haus hat, kann die Sache natürlich schon wieder ganz anders aussehen.


    LG Billa

    Mein Vater hat Pflegestufe 2. Mit einem Heim gesprochen habe ich nicht, habe mir nur Infomaterial zuschicken lassen. Aber du hast Recht, ich muss mal persönlich mit so einem Heim sprechen.


    Gibt es Institutionen, die einem bei so einer Geschichte helfen können? Ich meine Beratungsmäßig etc. Die Krankenkasse hatte nämlich keine Ahnung von so etwas.

    Stimmt, was Billabong schreibt, aufschlussreiche links. Bei Vermögenswerten deines Vaters (Haus) wird es nicht von eurem Einkommen eingefordert.


    Da dieses Haus einen hohen Wert hat, wird auch der gesamte Differenzbetrag zurückgefordert werden.


    In einem Punkt lag ich nicht ganz richtig: Die angegebene Frist der Vorleistung des Sozialamtes bezog sich auf einen Fall, bei dem die alte Dame (mit Haus) KEINE Kinder hatte. In jedem Fall aber hat das Sozialamt auf Vermögenswerte die Hand. Die Fristen und Bedingungen können auch länderabhängig sein. Wie gesagt, es besteht kein Zwang das Haus sofort zu verkaufen.


    Traurig, dass die Kasse gar keinen Tip parat hat, ist aber nicht bei allen so. Manche haben einen guten Service, der auch solche Vermittlungen beinhaltet.


    Ich würde dir empfehlen, dich an einen Wohlfahrtsverband in deiner Nähe zu wenden. Diese haben Einrichtungen jeder Art - ambulante Pflege, Tagespflege, Pflegeheime. Dort wird man euch umfassend beraten, auch über alternative Möglichkeiten, die ich ja schon mal andeutete. Einige Verbände haben eigens eine Beratungsstelle dafür.


    Gruß

    Sozialhilfe = Arbeitslosengeld 2

    Sozialhilfe wird doch in Zukunft als ALG2 aufgefasst?! Da müsst ihr bis zum 15. Dezember einen Antrag beim Arbeitsamt abgeben. Wenn ich mich irre dann Sorry. Aber so war es in dem Fall meines Vaters.

    Sozialhilfe = Arbeitslosengeld 2

    Sozialhilfe wird doch in Zukunft als ALG2 aufgefasst?! Da müsst ihr bis zum 15. Dezember einen Antrag beim Arbeitsamt abgeben. Wenn ich mich irre dann Sorry. Aber so war es in dem Fall meines Vaters.

    Sozialhilfe = Arbeitslosengeld 2

    Sozialhilfe wird doch in Zukunft als ALG2 aufgefasst?! Da müsst ihr bis zum 15. Dezember einen Antrag beim Arbeitsamt abgeben. Wenn ich mich irre dann Sorry. Aber so war es in dem Fall meines Vaters.