• 8 Jahre Symptome ich weiß nicht weiter

    Hallo ihr lieben. Seit 8 Jahren nun habe ich Angst vorm sterben. Mein ex mann hat sich vor 8, 5 Jahren das Leben genommen. Habe 3 kinder und seitdem diese Angst davor. Speziell Herzinfarkt und Schlaganfall. Habe jeden tag körperliche Symptome die auch nicht großartig wechseln. Habe 2 Jahre Ärztehopping gemacht und nix kam bei raus. Ausser ein…
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    man muss natürlich auch Vertrauen in die Ärzte haben, auch wenn man teilweise echt "tolle" Sachen erlebt :-/


    Ich kann mich inzwischen gut damit abfinden,wenn ein Arzt sagt "da ist nix" bzw "allesOK".


    Dann kann ich getrost zulassen,dass es wohl meine Psyche ist, die mir da einen Streich spielt.


    Mir tut Sport allerdings sehr gut. Sich richtig auspowern.Die "Wut" auf den Schmerz oder das Symptom richtig im Sport ankämpfen.Mir tut das gut.


    Vielleicht versuchst du aber auch einfach,durch regelmäßigen "Sport" erst gar keine doofen Gedanken in deinen Kopf zu lassen und so auch "Symptome" gar nicht erst aufkommen zu lassen.


    Ich habe 2 Hunde und drehe täglich meine Runden mit denen. Mp3 Player in die Ohren und durch die Wälder laufen (nicht rennen) ...dabei schalte ich ab und es tut mir gut.


    Vor ein paar Jahren ging es mir viel schlechter...da hab ich aber auch nur funktioniert.Jetzt nehme ich mir bewusst die Auszeiten mit den Hunden in der Natur und es hilft ungemein.


    Auch nicht immer gleich zum Arzt zu rennen,hilft mir. Wenn ich Beschwerden habe,die mir vorrangig Angst machen, verschiebe ich das drüber nachdenken absichtlich auf später und meistens hab ich es später dann wieder vergessen. ;-D Klingt blöd,ist aber einfach und hilfreich.

    Luigi, ich weiß, dass manches hart klingt. Aber es nützt ja auch nichts, die Ängste zu streicheln und dafür darin stecken zu bleiben. Ich finde dich trotz allem tapfer und mutig mit deinem Willen, dich mit den Problemen auseinanderzusetzen. Bleib dabei. :)_

    Das kommt mir sehr bekant vor, hier mein Thread (http://www.med1.de/Forum/Krankheitsaengste/721318/ ), ich les mal hier mit :p> vielleicht erlange ich eine neue Erkenntnis.


    Bei mir ists auch oft gut und dann wieder nicht. Schwindel, Benommenheit, Kribbeln, also ob man ne Nervenkrankheit hat, aber die Ärzte schliessen ja alles aus.... an sich zum verrückt werden.

    Ihr lieben.


    Dank euch für die antworten. Leider gibt's nix neues bis auf das ich mich wahnsinnig mache. Letzten Tage war mir sau übel, darm grummelt ohne ende. Stuhlgang ist normal. Druck unterm rippenbogen wieder vermehrt. Fühle auch eine verdickung wenn ich reindrück. Herzstolpern vermehrt.. Versuche mich abzulenken aber leider klappt das nur sehr wenig. :(v

    hast Du Dich mal bezgl roemheld-syndrom informiert?


    darm grummelt -> gas -> bauch aufgebläht -> drückt zwerchfell nach oben, gegens herz -> herzstoplern

    Huhu rr2017


    Habe davon schon gelesen. Nur die Symptome passen nicht alle. Bin nicht abgeschlagen und müde und auch ist es nach aufstoßen oder winde lassen nicht unbedingt besser. Winde lassen tue ich sowieso äußerst selten. Wo es klappt ist wenn ich meine Periode habe. Aber ansonsten nicht. Bzw. Selten.


    Habe gestern viel aufgestoßen. Hatte 2x herzstolpern. Ich weiß auch nicht was des is. Als mir die Galle rausgenommen wurde war ich ja hinterher ein dreiviertel Jahr alle 2 Monate zur Kontrolle und die sagte nur beim Ultraschall jedesmal das ich sehr viel Luft im bauch hätte. Aber wurde nicht weiter drauf eingegangen. Ich habe das immer mal so 2 Wochen und dann auch wieder Monate nicht, das es mir so übel ist und ich so darm Probleme habe.


    Is schon alles sehr merkwürdig. Und Durchfall oder so hab ich ja auch keinen.


    :)z

    Meinem Eindruck nach verwendest du sehr viel Energie auf Symptombekämpfung und zu wenig Energie für Ursachenforschung. Ich habe auch noch nicht herauslesen können, welche Therapie (Gesprächstherapie?) genau du machst und welchem Umfang die hat. Meinem Verständnis nach hilft "darüber reden" nur bedingt. Du bräuchtest meiner Einschätzung nach eine Therapie mit einem qualifizierten Therapeuten, der dich, mit welcher Methode auch immer, näher an die Ursachen heran führt, um diese bearbeiten zu können. Über die Jahre scheint bei dir einiges durcheinander gekommen zu sein.


    Möglicherweise ist es durch den Tod deines Mannes zu einer Belastungsstörung gekommen, die nicht richtig behandelt wurde. Einmal aufs falsche Gleis geraten funktioniert dein Gehirn/Körper jetzt immer weiter in der falschen Richtung.


    Ängste sind Bestandteil des Menschen und erfüllen i.d.R. eine natürliche Schutzfunktion. Wenn die Angstregulierung jedoch durch äußere Ereignisse oder auch hormonelle Ungleichgewichte außer Kontrolle gerät, dann schlägt man sich nur noch mit Symptomen herum.


    Was für ein Typ Mensch warst du denn "davor"? Wie bist du früher mit Belastungen umgegangen? Warst du früher auch oft kränklich? Wenn ja, ist das natürlich ein Muster, das der Körper und dein Gehirn weiter spinnt. Diese alten Programme muss man aufbrechen und überschreiben. Da brauchst du einen guten Therapeuten.


    Wie gesagt, blicke nicht so sehr auf irgend welche Symptome, dein Angststörung ist sehr erfinderisch, sondern betrachte viel mehr, wie du als Mensch funktionierst.


    Daneben sollte es dir möglich sein, deine Familie so zu organisieren, dass sie dir als Auffangnetz dient. Zumindest wäre wichtig, dass du das Gefühl hast, dass nicht alles an dir hängt.

    Zitat

    das ich mich wahnsinnig mache.

    Ja, ganz richtig: DU machst DICH wahnsinnig! Unbewusst hast du die richtige Formulerung gefunden. Deine Festlegung auf die Symptome und dein ständiges angstvolles Nach-Fühlen bringt immer wieder neue Fixierung hervor, und so schaffst du die Voraussetzungen, dass sich dieses leidvolle Rad für dich immer weiterdreht.


    Ich glaube wie mein Vorschreiber, dass du hier allein nicht herausfindest. Du erwartest die Lösung über das Lösen des Knotens, und das soll als Entwarnung kommen, weißt aber inzwischen längst selbst, dass es so ja nicht funktioniert. Deshalb können wir hier schreiben, was wir wollen - das wird nichst ändern außer vielleicht ganz kurzfristige Erleicherung, weil du Ansprache hattest.


    Aber etwas so Tiefsitzendes braucht entweder eine "Wunderheilung", also spontan und anscheinend ohne Grund, oder eine wirklich tiefgehende Therapie.

    Evoluzzer


    Du hast wohl recht. Ich mache zur zeit eine Gesprächstherapie. Habe vorher auch so ähnlich eine gehabt aber der hat mir nur medis verschrieben und nach 3 Monaten gesagt, müsste ja jetzt mal besser werden. Die zweite war eine Gruppen Therapie. Die brachte mich auch nicht viel weiter. Und hier bei uns sind die Therapeuten randvoll. Habe schon bei mehreren ein erstgespräch gehabt und bin nicht wieder hin. Weil Sympathie nicht passte.


    Nein ich war vorher nie oft krank. Normal wie jeder andere auch. Ich suche eigentlich nach der Ursache. Wenn du das jetzt auf die Psyche beziehst dann ist es richtig, da bin ich noch nicht viel weiter. Bei bestimmten fragen ist es wie eine Mauer und ich komm nicht drüber.


    Eigentlich möchte ich sehr gerne glauben das alles psychisch ist. Aber die Symptome sind nunmal sehr echt und schon sehr lange vorhanden. Nicht wie bei anderen, das sie ständig wechseln. Und deswegen zweifel ich sehr oft. Und ja.. Die Angst kommt dann.. immoment 2-3 mal am Tag.


    Wenn ich wüsste welche Therapie für mich geeignet ist könnte ich speziell auch nach so einem Therapeuten suchen. Aber der eine sagt Verhaltens Therapie, traumatherapie und wieder ein anderer sagt Hypnose.


    Und selbst meine Therapeutin guckte neulich als sie mich fragte was zuerst da ist, die Angst oder die Beschwerden. Ich sagte dann ich habe den ganzen Tag Beschwerden und die Angst kommt dann irgendwann mit kribbeln im Körper, herzstolpern, dusselig im kopf. Die kommen ja dann zu den täglichen Beschwerden noch dazu.


    Lg

    Hallo Luigi111,


    ich finde gut, dass du versuchst, auf körperlicher UND psychischer Ebene deine Probleme zu lösen. Das eine funktioniert nicht ohne das andere. Leider ist es mit guten Therapeuten weit schwieriger als mit einem guten Medikament. Ich hoffe, du gibst die Suche nach einem passenden Therapeuten nicht auf. Sympathie ist ganz wichtig, wenn die beim ersten Gespräch nicht passt, gleich weiter zum nächsten.

    Zitat

    Bei bestimmten fragen ist es wie eine Mauer und ich komm nicht drüber.

    Mit Gesprächen und rationalem Denken kommt man irgendwann leider nicht mehr an einige ursächlichen Dinge heran, die über Jahre verschüttet liegen und ins Unterbewusstsein abgesackt sind. Deshalb würde ich mehr in Richtung Traumatherapie o.ä. gehen, wo nicht allein das Gespräch geführt wird, sondern Übungen oder sonstiges gemacht werden, mit denen quasi "durch die Hintertür" gearbeitet wird.


    Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit GESTALT-Therapie gemacht. Das Angebot dafür wird wahrscheinlich sehr dürftig sein und womöglich musst du dafür selbst Geld in die Hand nehmen.


    Deine Beschwerden bildest du dir natürlich nicht ein, die sind durchaus real und behandlungswürdig. Allerdings trägt auch immer deine Psyche zu allem bei.


    Der große Wurf wird nicht von heute auf morgen passieren. Versuche es parallel dazu mit kleinen Dingen, Erleichterungen und Verbesserungen. Binde deine Familie mit ein, verteile kleine Aufgaben auch an deine Kinder, sie werden daran wachsen. Wenn sie immer nur eine Mutter mit Beschwerden vor Augen haben, wird sie das sehr viel mehr belasten, als dir zur Hand zu gehen. Ganz wichtig: Nimm Hilfe an!


    Ich wünsche dir den Glauben an eine Besserung, viel Kraft und Geduld! :)*

    Auch wenn du mir nicht mehr antworten magst, noch eine abschließende Anmerkung von mir. Du hast im Eingangspost folgende Frage gestellt:

    Zitat

    Angstattacken von körperlichen Beschwerden?

    ACHT Jahre Angst und Symptome, Symptome und Angst. Dass diese in einem engen Zusammenhang stehen, lässt sich klar daran erkennen, dass sich in diesen ACHT Jahren, die ja nicht aus Zufall mit dem akuten Todesfall eines engen Angehörigen begonnen haben, bei dir keine zu benennende Krankheit manifestiert hat. Über die ganzen Jahre keine Diagnose, "nur" Symptome, der Klassiker der somatoformen Angststörung.


    Allein durch den Zeitfaktor lässt sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es sich um eine Angststörung mit physischen Begleitsymptomen handelt. Die sind nicht "eingebildet", werden aber von der angstgestörten Psyche ursächlich erzeugt. Zeitlicher Zusammenhang und Hintergrund - die Angst zu sterben - weisen in deinem Fall überdeutlich darauf hin.


    Also kommen die Angstattacken nicht von den Beschwerden, sondern die Beschwerden ursächlich von der Angst. Und dann machen die Beschwerden angst - das ist die Spirale. Wenn du das für dich so akzeptierst, braucht du dir wenigstens die obige Frage nicht mehr zu stellen, sondern kannst das Ganze von dieser Seite her weiter angehen.