Angst vor Bauchspeicheldrüsenkrebs

    Hallo,

    ich suche hier nach ein wenig Beruhigung, ohne gleich in die Psycho-Ecke geschoben zu werden. Ich weiß, dass meine Beschwerden auch andere Ursachen haben können und hoffe das auch, aber bis zu meinem MRT-Termin am Dienstag suche ich noch ein wenig Beruhigung, um in den Schlaf zu finden.

    Ich leide seit über einem Jahr an einem extrem aufgeblähten Bauch und habe daher auch schon vor einem Jahr ein Ultraschall machen lassen. Der Arzt meinte, sei alles in Ordnung und auch die Bauchspeicheldrüse könne man bei mir gut sehen.

    Blutwerte waren auch o.k.

    Nun habe ich seit ungefähr zwei Monaten das Problem, nach jeder größeren Mahlzeit -besonders nach Fettigem- sofort zur Toilette zu müssen. Ist dann immer Durchfall, oder fast Durchfall und sehr klebrig.

    Jetzt bin ich im Internet über den Begriff "Fettstuhl" gestolpert, der bei mir wohl ziemlich sicher zutrifft. Und schnell landet man dann auch bei Bauchspeicheldrüsenkrebs, oder zumindest Bauchspeicheldrüseninsuffizienz.


    Ich muss dazu sagen, dass ich viele Jahre sehr viel Stress hatte und mir irgendwann angewöhnt habe, abends ein, zwei Gläser Weißwein zu trinken. Das geht jetzt schon seit fast zehn Jahren so und ich habe mich dran gewöhnt. Ich weiß selbst, dass dieses regelmässige Trinken ganz schlecht ist und mache mir daher jetzt große Sorgen.

    Ich habe damals auf einem Weingut gelebt und es mir dadurch irgendwie angewöhnt, weil dort in der Gegend Wein zum Alltagsgut gehört. Macht´s aber nicht besser.

    Ich habe jetzt seit zwei Wochen nichts mehr getrunken und nehme Perenterol, um womöglich die Darmbakterien ins Lot zu bekommen.

    Auch esse ich momentan nichts Fettiges und nur sehr wenig, dafür aber Gemüse.

    Es ist auch schon besser geworden, aber das kann ja an der Perenterol liegen.


    Jetzt kommt hinzu, dass ich seit Freitag nicht mehr laufen kann. Ich habe höllische Schmerzen am Sitzbeinhöcker und war direkt beim Orthopäden. Auf dem Röntgenbild sah man einen kleinen weißen Fleck und er vermutet, eine Verkalkung. Dienstag soll ich auch damit ins MRT zur weiteren Abklärung. Kann kaum Sitzen, oder Liegen, vom Laufen ganz abgesehen. Es könnte dadurch ausgelöst worden sein, dass ich zwei Tage vorher mit dem Hund unterwegs war und nach 6 Jahren Laufpause mal eben den Wen bergauf zurück zum Auto langsam gejoggt bin. Ohne Laufschuhe, nur mal so um zu gucken, wie es mit der Puste aussieht. Das waren höchstens fünf Minuten und danach hatte ich so ein Ziehen in den Beinen. Vielleicht hat sich durch den Kalk und die ungewohnte Bewegung da entwas entzündet?

    Ich habe jetzt natürlich Angst, da könnte ein Zusammenhang bestehen zu meinen Fettstühlen und dem aufgequollenen Bauch.

    Also quasi Bauchspeicheldrüsenkrebs und im Beckenkamm schon Methastasen.


    Ich versuche, nicht daran zu denken, aber ich habe ehrlich gesagt Panik.


    Kann mir jemand etwas schreiben, das mich ein wenig in eine andere Richtung lenkt?


    Ich bedanke mich schonmal im Voraus.

  • 101 Antworten

    Hallo,

    ich bin kein Arzt und 100%ige Entwarnung kann hier sowieso niemand geben.


    ABER:

    - Es ist noch nicht einmal klar, ob es überhaupt Fetttstuhl ist.

    - Fettstuhl kann viele Ursachen haben, neben der Bauchspeicheldrüse auch Dinge wie Probleme mit der Gallenblase, Morbus Crohn, Zöliakie, Nahrungsunverträglichkeiten,...

    - Sollte der Fettstuhl tatsächlich von der Bauchspeicheldrüse kommen, wäre dies eine exokrine Pankreasinsuffizenz. Diese kann natürlich mal bei Bauchspeicheldrüsenkrebs vorkommen, jedoch viel wahrscheinlicher wäre hier als Ursache eine chronische Pankreatitis. Bei einigen Betroffenen mit exokrine Pankreasinsuffizenz findet sich gar keine Ursache.

    - Da die ersten Symptome bereits seit über einen Jahr bestehen, ist Bauchspeicheldrüsenkrebs sehr sehr unwahrscheinlich. Anfangs macht Bauchspeicheldrüsenkrebs gar keine Symptome, deshalb ist er so heimtückisch. Darüberhinaus wird Bauchspeicheldrüsenkrebs als "One Season" Krankheit bezeichnet, weil bei den meisten Betroffenen zwischen Auftreten der ersten Symptome und dem Tod weniger als ein halbes Jahr vergeht.

    Danke Dir.

    Ich versuche, mich damit ein wenig zu beruhigen. Meine Sorge ist halt, dass aus den Symptomen, die schon länger bestehen, nun ein Krebs entstanden ist. Also vielleicht aus einer vorherigen Insuffizienz. Außerdem ist das mit dem Fettstuhl und Fett nicht vertragen noch ziemlich neu. Bei der Untersuchung vor einem Jahr hatte ich nur dieses Völlegefühl.

    Eine Insuffizienz ist ja glaube ich auch tödlich, nur nicht so schnell wie Krebs, oder?


    Dass es sich um Fettstuhl handelt, ist ziemlich sicher. Er ist klebrig und glänzt, dabei ziemlich hell. Also was ich gegoogelt habe, kommt meinen Ausscheidungen schon sehr nahe. :-(

    Ich glaube auch nicht an eine Entzündung, da ich im Oberbauch überhaupt keine Beschwerden habe. Vom Gefühl her würde ich eher auf Darm tippen, jedoch war ich vor 5 einhalb Jahren zur Spiegelung und hatte nicht einmal Polypen. Der Darm war vorbildlich, daher kann da eigentlich nichts sein.

    Was ich wohl gelesen habe ist, dass es sich wohl auch um eine Dysbiose handelt, also die schlechten Darmbakterien bei mir Oberhand gewonnen haben. Das wird ausgelöst u.a. durch Antibiotika, aber auch durch andere Faktoren, wie Stress, oder Alkohol. Ich hoffe ich komme nochmal davon und versuche, bis Dienstag durchzuhalten.

    Jana1995 schrieb:

    Fettstuhl kann viele Ursachen haben, neben der Bauchspeicheldrüse auch Dinge wie Probleme mit der Gallenblase, Morbus Crohn, Zöliakie, Nahrungsunverträglichkeiten,...

    Sehr richtig. Ohne ausreichend Gallenflüssigkeit können Fette kaum verdaut werden und landen dann vermehrt im Stuhl. Ich hatte das mal. In einer Stuhlprobe kann dies (Fettgehalt, Gehalt an Gallensäuren) und auch vieles andere (Bakterien, Pilze) gemessen werden! Manche Labore sind darauf mehr oder weniger spezialisiert, ein Beispiel möge mir ausnahmsweise erlaubt sein...

    surifey schrieb:

    Ich habe höllische Schmerzen am Sitzbeinhöcker

    Natürlich sollte man nach der Ursache schauen und dementsprechend behandeln. Ein Schmerzmittel zur Linderung ist aber auch nicht verboten. Halbwegs magen- und darmschonend wären z.B. Metamizol ("Novalgin") oder Etoricoxib (wirkt länger als Novalgin). Vielleicht wurde Dir was verschrieben.


    Ein gutes Mittel zur Stuhlregulierung sind gemahlene Flohsamenschalen. Gibt's in jeder Apotheke (z.B. Mucofalk).

    Zitat

    Frage: Nun habe ich seit ungefähr zwei Monaten das Problem, nach jeder größeren Mahlzeit -besonders nach Fettigem-

    Wieso isst man so etwas, wenn man es nicht verträgt? Kann ja sein, dass eine Verdauungsschwäche vorliegt, die man mit Enzymen beheben könnte.... Aber wer es an der Bauchspeicheldrüse hat, dann viel Fett isst, hat nicht begriffen, wie unklug das ist.


    Alkoholkonsum dazu. Gratulation zu soviel Unverstand.


    Und wenn man sich lange nicht bewegt hat und mit nicht geeigneten Schuhen dann losläuft, ist das klug?

    Erstaunlich aber ,wie schnell hier Arzttermine bekommen wurden. Freitag Arzt und jetzt sogar ein MRT am Dienstag..... Hat der Orthopäde nicht gefragt, was "gelaufen" ist und wie lange schon - und nach soviel Einsatz mit Straßenschuhen setzt der ein MRT an?

    Ich habe selbst mir schlimmer Erkrankung 3 Wochen auf ein MRT warten müssen. Vom Termin beim Facharzt ganz zu schweigen....

    Sorry, aber bei den Schilderungen hier finde ich das alles ziemlich seltsam. Und dazu die Annahme, es seinen Metastasen am Becken.... Himmel....

    Informiere dich über Schonkost bei Pankreaserkrankungen, lass das Saufen sein und trage beim Laufen geeignetes Schuhwerk.


    Und vielleicht wäre eine Therapie gegen selbstschädigendes Verhalten zusammen mit Krankheitsängsten auch angebracht.

    Vor allen Dingen frage ich mich, warum die "Metastasen" nach dem Sporteln auf sich aufmerksam gemacht haben sollen....


    Ich kenne nur an Krebs erkrankte Menschen, bei denen in fortlaufenden Kontrolluntersuchungen Metastasen festgestellt wurden, von denen sie dann überrascht wurden. Weil eben gar nicht spürbar..... Das ist ja das Heimtückische überhaupt an Krebserkrankungen.

    Du warst aber offensichtlich bis Freitag recht fit, sonst kommt man doch nicht auf so ein tollkühnes Unternehmen, mal untrainiert und ohne Laufschuhe loszurennen....


    Macht man schließlich nicht, wenn es einem bös schlecht geht, so mit selbst angenommenem Bauchspeicheldrüsenkrebs und ganz rasant entwickelten Metastasen. Da schont man sich doch eher.... Trainiert erst nach überstandener Chemo.... So ganz langsam beginnend....

    So verhalten sich jedenfalls die leider Erkrankten in meinem Dunstkreis....

    Ich weiß nicht, ob ich etwas an der Bauchspeicheldrüse habe. Seit ich den Verdacht habe, trinke ich keinen Alkohol mehr. Das war ja ein schleichender Prozess, der einem nicht sofort auffällt. Also rückblickend fiel mir das mit dem "Fett nicht mehr vertragen" im Oktober beim Geburtstag meines Sohnes auf, als ich direkt nach dem Stück Kuchen mit Sahne zum Klo musste. Damals habe ich das nicht weiter bewertet. Bis dahin vertrug ich alles. Und da hatte ich auch schon dieses Völlegefühl und den aufgeblähten Bauch. Da ich zeitgleich aber auch zugenommen habe und in den Wechseljahren bin, habe ich auch das nicht der Bauchspeicheldrüse zugeordnet.

    Vor einem Jahr habe ich ja ein Ultraschall und Blutbild machen lassen, da war noch alles o.k. Ich esse generell nicht besonders fettig, sondern viel Gemüse und hauptsächlich Salat. Aber auch danach renne ich sofort zum Kloh, wenn ich nicht vorher eine Perenterol nehme, wie jetzt im Moment.


    Woher kommen diese Angriffe? Und warum dieser Neid, weil ich so schnell einen MRT Termin bekommen habe? Ich bin privat versichert und zahle im Monat 1200 Euro dafür. Kann man in dem Fall nicht einfach mal gönnen und sich für den anderen freuen, dass er zumindest schnell dran kommt? Liegt momentan auch an der Corona-Situation, sagte der Arzt. Denn viele gehen momentan nicht hin, weil sie Angst haben, sich etwas einzufangen.


    Also bitte nicht so voreilig mit den Anfeindungen.

    "Soviel Einsatz mit Straßenschuhen". Ich schrieb, das war ein ca. 30 Meter langer Feldweg, der leicht bergauf ging. Ich hatte Turnschuhe an, die ich immer trage, wenn ich Gassi gehe, also keine reinen Straßenschuhe, nur eben keine speziellen Laufschuhe. Ich wunderte mich selbst, dass ich bereits nach so einer kurzen Strecke, ein Ziehen in den Beinen bekam. Ich wollte halt mal wieder ausprobieren, ob ich konditionell überhaupt noch in der Lage bin, ein paar Minuten zu trippeln.

    War ich, allerdings hätte ich das mit den Beinen nicht gedacht. Ich habe eine Muskulatur wie ein Gorilla und daher noch nie Probleme, weder mit dem Rücken, noch mit den Beinen gehabt.

    Sorry, dass ich das nicht vorhersehen konnte.


    Und ja, dem Arzt habe ich das erzählt und er meinte, das kann nicht die Ursache sein, höchstens der Auslöser. Man sah ja auf dem Röntgenbild eine kleine Verkalkung am Becken. Die wird womöglich der Grund sein, weil es zu einer Reizung geführt hat.

    Und nein, er hat micht nicht verurteilt, sondern fand das ganz normal, zwischendurch mal ein paar Meter langsam zu laufen, statt zu gehen. Macht er wohl auch, wie er sagt.

    "selbstschädigendes Verhalten". Vielleicht solltest Du Dich mal nach einer Therapie gegen Frustration erkundigen. Die quillt nämlich aus jedem einzelnen Deiner Sätze. Ich habe mich hier höflich erkundigt und auch eine höfliche Antwort erhalten. Du hingegen willst lediglich "draufschlagen". Das deutet ganz klar auf eigene sehr große Probleme hin, die bewältigt werden sollten.

    Ich stelle Deine Geeignetheit, anderen hilfreiche Tipps zu geben, daher stark in Frage.

    Danke Dir, sehr nett und hilfreich, Deine Antwort.


    Du schreibst, Du hattest das mal. Woher kam das mit dem Fett im Stuhl denn bei Dir damals? Hattest Du dabei auch einen aufgeblähten Bauch und Blähungen?