• Angst vor bösartigen Krankheiten - Psychologische Hilfe?

    Hallo ihr Lieben, ich bin leider nicht so oft im Forum unterwegs, aber meistens weil ich Angst vor einer bösartigen Krankheit (insbesondere Krebs) habe. Das ganze hat sich seit November extrem gestärkt und verfolgt mich im Alltag. Vielleicht ganz kurz zu meiner Geschichte (Stichpunktartig): - Im November entdeckte ich einen langen roten Strich an der…
  • 27 Antworten

    Ich weiss, dass es Unsinn ist, sich über jeden Pips Gedanken zu machen und jede Krankheit zu googlen, aber wie Monsti schon schreibt, fällt es mir schwer, es nicht zu tun. Ich bin jetzt kein extremer Hypochonder, also einer der andere Menschen nicht die Hand gibt und überhygienisch ist, aber ich fokussiere mich auf das Thema Krankheiten.


    Ein weiteres Beispiel: Seit ein bis zwei Wochen bekomme ich plötzlich vermehrt neue Muttermale, die aber erstmal nicht auffällig erscheinen. Dazu dann die roten Blutschwämmchen, die momentan auch wieder vermehrt auftreten und am Oberarm habe ich eine kleine (ca. 5cm) rote Stelle, sieht nach ner allergischen Reaktion aus. Dazu ist unten in der Leiste immer noch ein kleines bisschen ein roter Strich und ich habe ein brennendes Gefühl in der Haut.


    Das alles kombiniere ich zusammen, google, und stoße wieder auf Lymphknotenkrebs oder eine andere Krebserkrankung. Auch finde ich, dass viele Ärzte diese Krankheit zu spät entdecken und diese gehäuft um das 20. bis 30.Lebensjahr auftritt. Ich verbinde alle Symptome zusammen und glaube, dass alle zusammenhängen. Ich mache mich jetzt grade auch wieder verrückt deshalb. Was würdet ihr machen?

    Wie kann ich so eine Zwangsstörung behandeln lassen? Ich habe für Anfang kommenden Monat einen Termin beim Therapeuten und hoffe, dass es hilft.


    Nun plagen mich aber weitere Symptome:


    Neben den ganz kleinen roten Punkten (angeblich Blutschwämme auf der Haut), bekomme ich vermehrt Pickel und an beiden Handgelenken (innen) kleine rote/weiße Pickelchen. Könnte das womöglich eine Allergie oder etwas ernsthaftes sein? Dazu habe ich in den letzten Wochen ca. 10 neue Muttermale bekommen. So etwas verunsichert einen und damit zum Arzt möchte ich auch nicht direkt.

    Hallo Kranksein...


    Ich kann das alles so gut nachvollziehen. Bei mir ist es ganz genau so. Seit zwei Jahren löst eine Beschwerde die nächste ab. Nackenschmerzen, Zahnschmerzen, Halsschmerzen, Druck auf der Nase, Magen/Darmprobleme/Schmerzen, Zunge brennt...vielleicht hab ich irgendwas vergessen, hab den Überblick verloren. Ich war früher auch so gut wie nie beim Arzt, doch inzwischen renn ich von einem Arzt zum anderen. HNO, Zahnarzt, Orthopäde, HA sogar Proktologe. Hab magenspiegelung, Blutuntersuchungen, MRT und CT's hinter mir. Bis auf einen Pilz auf der Zunge und Eisen und Vitamin D Mangel wurde nichts gefunden. Ich wache morgens auf und denke mir, was hast du heut wieder? Und dann checke ich mein Befinden. Hab mich auch zurück gezogen, geh kaum noch unter Leute. Die Fahrt zur Arbeit (mit den Öffis) schaff ich oft nur grad so, weil da die nächste Angst ist, die Angst ohnmächtig zu werden. Oft bekomm ich dann Panik.

    Freunde fragen schon gar nicht mehr, ob ich etwas unternehmen möchte, weil ich eh meist nein gesagt habe, weil ich WIEDER irgendetwas hatte oder die Angst irgendwo hinzufahren wieder zu groß war.

    Ich weiß, dass das alles nicht normal ist. Die Beschwerden halten meist eine Woche an, sind sie weg kommt direkt das nächste. Ich bin verzweifelt, hab schon oft geweint deswegen, es braucht viel Energie aber vor allem raubt es so viel an Lebensqualität. Ich habe Anfang nächsten Monats einen Termin bei meiner HÄ, ich möchte ihr das alles sagen und dann eine Therapie beginnen. Du hast geschrieben, dass du eine begonnen hast. Wie geht es dir inzwischen damit?

    LG...

    Hallo,


    ich habe mir eine Überweisung vom HA für eine Therapie geholt. Leider sind die Plätze diesbezüglich sehr voll und man muss teilweise monatelang auf einen Termin warten. Ich muss am Montag dort nochmal anrufen und bekomme dann einen Termin für Ende August / Anfang September.


    So schlimm hat es mich noch nicht getroffen: Ich achte zwar auf jedes Signal meines Körpers oder auf jedes Untersuchungsergebnis (erhöhter Eisen- und Glucosewert mit ständigen Blähungen: Ich google leider mal wieder und stoße auf Bauchspeicheldrüsenkrebs. Im Mai war ich im MRT da war die Bauchspeicheldrüse ganz normal, trotzdem ist die Angst da). Den Arbeitsweg trete ich - je nach Lust und Laune - mit dem Auto oder den ÖPNV an. Auch unter Freunden bin ich sehr oft, was mich auch sehr ablenkt. Ich habe momentan aber - im Vergleich zu Mai/Juni - öfters Phasen, an denen ich weg von diesem Krankheitstrip komme. Anfangs war es ganz schlimm: Da habe ich jede Sekunde gegooglet. Diese Phasen habe ich momentan immer weniger.


    Was mir geholfen hat: Einen Tagesplan zu entwickeln, wann ich was mache. Und das auch durchziehen! Ich vermute, dass meine Übertreibungen stressbedingt sind, zumindest scheint das eine sehr gute Erklärung zu sein und seit Jahren bekomme ich schon von Freunden/Familie zu hören, dass ich abschalten soll und sonst wirklich irgendwann ernsthaft krank werde (Burnout, usw.). Im Urlaub habe ich gar nicht daran gedacht und das tat richtig gut!

    Hallo ihr Lieben,


    ich wollte mich nur einmal kurz bei euch zum aktuellen Stand melden: Am Dienstag habe ich endlich meinen ersten Termin, aber es geht mir momentan sehr gut. Schon wochenlang keine Krankheitsängste oder ähnliches mehr. Ich habe einen strikten Tagesplan und einfach Freude am Leben. Trotzdem nehme ich den ersten Termin sicherheitshalber wahr.

    Krankilein schrieb:

    Hallo ihr Lieben,


    ich wollte mich nur einmal kurz bei euch zum aktuellen Stand melden: Am Dienstag habe ich endlich meinen ersten Termin, aber es geht mir momentan sehr gut. Schon wochenlang keine Krankheitsängste oder ähnliches mehr. Ich habe einen strikten Tagesplan und einfach Freude am Leben. Trotzdem nehme ich den ersten Termin sicherheitshalber wahr.

    Wenn es der erste Gesprächstermin überhaupt ist, dann ist das noch nicht der Therapiebeginn, sondern das sogenannte Erstgespräch, denke ich??


    Falls dieser Therapeut nur diese ersten Gespräche macht, kann es passieren, dass Du Dir für die Therapie selbst einen anderen Therapeuten suchen musst. Also dann weiter am Ball bleiben.

    Das sind immer erstmal Sitzungen um sich kennenzulernen.

    Erst danach entscheidet man, ob man die Therapie bei diesem Therapeuten machen will.

    Man muss nämlich einen Therapeuten finden, dem man auch vertrauen kann, die Chemie zwischen euch muss stimmen.

    Die erste Sitzung verlief super. Auch der anstehende Plan klingt super: Eine Möglichkeit zu finden zwischen Angst und berechtigter Angst zu finden. Angst ist generell ein notwendiges Zeichen des Körpers. Man sollte allerdings lernen mit Angst umzugehen und zu entscheiden, wann die Angst berechtigt ist. Das soll in mehreren Sitzungen ab Oktober/November geklärt werden.