Angst vor Checkup

    Hallo zusammen,

    kennt jemand das Problem?

    Ich gehe auf die 50 zu und mache viel Sport. Ich denke immer häufiger, dass es mal an der Zeit wäre, mich gründlich sportmedizinisch, kardiologisch durchchecken zu lassen. Das ist ja doch das Alter, in dem mal was passieren kann.


    Allerdings habe ich eine panische Angst vor ärztlichen Untersuchungen, ganz besonders vor dem Blutdruckmessen und jeder Art von EKG. Wenn ich nur daran denke, schießt mein Puls schon in die Höhe. Gibt es jemanden, der das kennt und einen Tipp für mich hat? Ich habe Angst, dass die ganze Untersuchung dann zu nichts führt bzw. dass ich dann in eine Schublade (Bluthochdruck, Herzrhytmusstörungen o.ä.) geschoben werden, ohne dass ich wirklich was habe.


    Falls jemand vielleicht auch noch einen guten Mediziner für solche Untersuchungen in München empfehlen könnte, wäre es super. Es sollte halt jemand sein, mit dem ich das Problem vorab besprechen kann, und der das vielleicht auch kennt.


    Schonmal vielen Dank im Voraus für Eure Antworten.

    Steffi

  • 4 Antworten

    Bei mir ist es auch so, dass der Blutdruck beim Arzt immer sehr hoch ist...habe mir eine App runtergeladen und vor dem Arztbesuch regelmäßig Blutdruck gemessen und dem Arzt die Auswertung vorgelegt.

    Ehrlich gesagt kann ich Dein Problem überhaupt nicht nachvollziehen. Du bist nicht mal 50 und betätigst Dich regelmäßig sportlich. Zudem fühlst Du Dich gesund. Moderate Herzrhythmusstörungen interessiert ein Kardiologe ohne klare Begleiterkrankungen übrigens gar nicht, weil sie fast jeder Mensch hat.


    Über Dein Problem kannst Du mit Deinem Hausarzt oder einem Internisten reden. Ich kann mir kaum vorstellen, dass man Dich nicht ernst nimmt.


    Den Blutdruck kannst Du doch auch selber kontrollieren, indem Du Dir ein gutes Blutdruckmessgerät zulegst. Ist der Blutdruck i.d.R. in Ordnung, brauchst Du überhaupt keine Angst vor einem Check zu haben. Ab 50 sollte man schon mal zum Gesundenuntersuchung gehen. Fällt sie o.B. aus, freust Du Dich und machst weiter wie bisher.


    Passieren kann allerdings immer etwas, das sollte Dir klar sein. Außerdem wirst auch Du älter, früher oder später kommt es halt zu Beschwerden, denen man nachgehen sollte. Ich z.B. hatte mein Leben lang eher zu niedrigen Blutdruck. Mit 59 schoss er plötzlich in die Höhe. Acht Monate später hatte ich einen schweren Hinterwandinfarkt, den ich nur mit sehr viel Glück überlebte.


    Bedenke: Deine Gesundheit ist Dein höchstes Gut.

    Vielleicht gehst Du für den Check-Up erst mal nicht zu einem Arzt (der mit Krankheit assoziiert ist), sondern in ein sportmedizinisches Institut bei einer Uni oder so etwas? Letzteres ist mit Leistungssport assoziiert.


    Meine Tochter spielt Nationalmannschaft und muss jedes Jahr ihre Sporttauglichkeitsprüfung im sportmedizinischen Institut der Uni machen, ohne die flöge sie aus dem Kader. Da laufen viele Studenten und wissenschaftliche Mitarbeiter rum und es geht darum, wie Dein Fitnesslevel ist. Da gibt es kein Wartezimmer, keine kranken Leute, ist halt in der Uni! Und alles eher wissenschaftlich angehaucht, der "Arzt" dort ist Sportmediziner und läuft in in Jeans und Polo rum, kein weisser Kittel.


    Und das ganze ist für Sportler total interessant! Vielleicht bist Du neugierig, wie Dein sportlicher Einsatz sich niederschlägt, ob Dein Fitnesslevel wirklich über dem Durchschnitt liegt, wie kräftig Deine Lunge ist. Ich hab selbst auch mal den Laktattest gemacht und nach einem Jahr Vorbereitung auf einen Marathon wieder - da sieht man dann, wie man sich leistungsmäßig gesteigert hat.


    Vielleicht hilft Dir das, um die Hürde zu überwinden? In dem Du die Perspektive wechselst von "ich suche eine Krankheit" zu "ich will mal wissen wie fit ich bin"?

    Die sogenannte Weißkittelhypertonie ist bekannt. Also diesbezüglich musst du keine Angst vor Missverständnissen haben.