Asbest: Realistisches Risiko?

    Hallo ihr Lieben


    ich war vor etwa 2Wochen in Polen bei meinet Tante die in ein alten Plattenbau wohnt. An diesem Haus waren zu der Zeit Bauarbeiten. An einem sehr windigen Nachmittag war ich auf dem Parkplatz bis plötzlich ein Windstoß wehte und die Partikel bließ.Diese waren weiß und es war staubig. Erst als mein Vater oben in der Wohnung meinte, dass es Asbest sein kann. Seitdem habe ich eine ungeheure Panik! !! es waren wirklich nur wenige Sekunden aber die weißen Partikel waren recht groß und ich habe eingeatmet. Wie schätzt ihr das Risiko ein? Polen hat schließlich nicht solche strengen Bestimmungen wie Dtl. :°(

  • 18 Antworten

    selbst wenn es tatsächlich Asbest war so würde ich das Risiko als sehr gering einschätzen.


    Alle Todesfälle im Zusammenhang mit Asbest betraf Menschen die dauerhaft in nächster Nähe zu ungebunden Asbest zb. als Dämmaterial gelebt haben. Die haben über einen sehr langen Zeitraum (zumeist mehre Jahre lang) eine Unmenge dieser Fasern eingeatmet. Zb. betraf es viele Arbeiter in den Herstellungsfabriken bzw. in der Weiterverarbeitung, also Leute die tagtäglich mehrer Stunden lang diesen Fasern ausgesetzt waren.


    Es ist richtig das Asbest nicht mehr verarbeitet werden darf, aber dieser Zirkus der heutzutage mit Asbestrestbeständen getrieben wird grenzt an Hysterie.

    Ich bin ja Kind der späten 80er, habe alles im Zusammenhang mit Asbest kaum mitbekommen. Es war nur dieser Wind, der diese Baustelle aufwirbelte (Diese war im dritten Stock) Man konnte die Partikel sehen (weiß)- Es kann natürlich was anderes sein, aber die Angst bleibt, seit ich mich darüber eingelesen habe und überall steht, dass es doch meist reicht, Asbest einmalig einzuatmen.


    Da dieses Haus schon sehr alt ist, Plattenbau in schlechtem Schuss und es eben in Polen war, bin ich nun doch sehr sehr unsicher :-| Ich wünschte, ich hätte es nicht eingeatmet

    Zitat

    ich war vor etwa 2Wochen in Polen bei meinet Tante die in ein alten Plattenbau wohnt. An diesem Haus waren zu der Zeit Bauarbeiten. An einem sehr windigen Nachmittag war ich auf dem Parkplatz bis plötzlich ein Windstoß wehte und die Partikel bließ.Diese waren weiß und es war staubig.

    Und – sind die Einwohner des Baus alle erkrankt?

    Seit dem 19.05 mache ich die Verhaltenstherapie. Ich sehe diese Art von Angst, die ich davor noch nie hatte, nicht als Symptom meiner Hypochondrie. Schließlich hatte ich sowas noch nie. Es war einfach dieser Sturm, wo mein Vater und ich in diese Partikel ins Gesicht geschleudert bekommen haben.

    Natürlich ist das ein Symptom deiner Hypochondrie. Du machst aus einer Mücke (Staubkörner, Gips, etc) gleich einen Elefanten Asbest, googelst wild herum und kommst zu dem (höchst unlogischen) Schluss, dass ein Atemzug gereicht haben muss, um jetzt irgendeinen Krebs zu entwickeln.


    Das ist Hypochondrie. Wurde dir in deiner Therapie noch nicht beigebracht, das googlen sein zu lassen?

    Zitat

    Als Fasern gelten Partikel mit einer Länge >5 µm, einem Durchmesser <3 µm und einem Länge-Durchmesser-Verhältnis > 3:1. Asbestfasern sind für den Menschen gefährlich, da sie in bestimmten Längen-/ Durchmesserverhältnissen "Lungengängig” sind, d.h. das sie als Faser oder "Staub” über die Atmung bis in die Lungenbläschen gelangen, aber nicht wieder ausgeatmet werden, da sie sich dort "verkannten”. Es wird vermutet, dass die Fasern durch ihre geringen Abmessungen direkte Schäden an den Chromosomen verursachen können.


    Read more: http://www.lenntech.de/asbest.htm#ixzz33UUTIiI6

    die hättest du wohl kaum sehen können. also entspann dich.

    Der Staub könnte alles Mögliche gewesen sein. Auch in Polen sind die Leute heute wachsam. Sie würden bei Asbest protestieren. Die Zeiten, in den solche Missstände einfach totgeschwiegen wurden, sind lange vorbei.

    Es ist, falls es Asbest war, ein Risiko. Das schon. Aber wie groß dieses tatsächlich Risikos ist, nur das ist doch die interessante Frage. Und, solange du das Zeugs nicht täglich einatmest, kann das Risiko nach menschlichem Ermessen nicht sonderlich groß sein. Seit ihr mit dem Auto zur Tante gefahren? Ich wette, dass das Risiko während dieser Fahrt in einen fatalen Autounfall verwickelt zu werden wesentlich größer ist.

    Zitat

    Das weiß ich nicht, aber diese sind ja auch nicht in den Wind gekommen, das waren mein Vater und ich.

    Das meine ich nicht. Wer massiv Asbest in den Wänden hat und dort zig Jahre wohnt, so meine ich das. Wegen so was hat man damals sogar Schulen geschlossen....


    _Aber der Tante scheint es ja ganz gut zu gehen.... :)z