Darmkrebs- Sorge um Mann

    Hallo!

    Ich weiß, hier ist kein Arzt und ihr könnt

    mir da nicht so weiterhelfen. Aber vielleicht könnt ihr mir ja einen Rat geben.
    Der Vater meines Mannes erkrankte im Sommer an einem Rektalkarzinom. Zum Glück nur lokal, dass eine Entfernung des Tumors ausreichte. Er war zur Diagnosestellung 57 Jahre alt.
    Jetzt zu meiner Sorge: Mein Mann ist 34 und ich weiß, er muss eher zur Koloskopie als jemand, der keine familiäre Vorbelastung hat. Dieses Jahr finden hier nur noch dringend notwendige Koloskopien statt und mein Mann will auch erst nächstes Jahr gehen. Er hat keine Beschwerden oder so, aber ich mache mir jetzt dennoch Sorgen, dass er schon etwas hat und nächstes Jahr zu spät ist.
    Was würdet ihr tun? Ihn überreden oder wirklich einfach bis nächstes Jahr warten?

  • 29 Antworten

    Bis zum nächsten Jahr sind es doch nur noch zwei, drei Monate. In der Regel wartet man eh zwei, drei Monate auf einen Termin. Also jetzt einfach anrufen und einen Termin ausmachen, der dann vermutlich sowieso im Januar/Februar liegen wird.

    Was vielleicht möglich sein könnte: Schon mal eine Stuhlprobe untersuchen lassen. Da kann wohl sehen, ob Entzündungen oder Blutungen vorliegen. Ansonsten tatsächlich bis nächstes Jahr warten. Darmkrebs entwickelt sich sehr langsam. Natürlich muss man ihn trotzdem frühzeitig erkennen, damit man gut Heilungschancen hat, aber 2 - 3 Monate machen da nicht den Unterschied. Bemüht euch einfach um einen Termin im Januar oder Februar.

    Dann ist es ca. 6 Monate zwischen Diagnosestellung und seiner ersten Kolo. Ich hoffe einfach, wir haben nichts verpasst.
    Mein Mann findet die Sorge und Panik übertrieben. Der will jetzt auch nicht wegen eines Stuhltests zum Arzt. Er sagt, er macht es nächstes Jahr und das reicht.

    Ja, die Sorge und Panik ist übertrieben. Sein Vater ist doch weit über 50, Dein Mann gerade mal Mitte 30. Wie kommst Du darauf, dass sechs Monate zwischen der Diagnosestellung beim Vater mit 57 und der ersten Koloskopie bei dessen Sohn mit 34 irgendein Zusammenhang bestehen könnte? Wo siehst Du einen wie auch immer gearteten Notfall? Du hast Dich in irgendwas reingesteigert.

    Und der Vater bleibt der Vater. Du schiebst Kopfkino, dass das erblich wäre. Dein Mann muss das überhaupt nicht bekommen und kann sich, natürlich öfter mal hinten reingucken lassen, wenn er dazu Lust hat. Die du ihm aufzwingen willst, wie ich finde...


    Wenn er ab Mitte 40 damit anfängt, dürfte das früh genug sein....

    Diese Autokorrektur.... So muss es alles heißen:


    Und der Vater bleibt der Vater.

    Du schiebst Kopfkino, dass das erblich wäre.

    Dein Mann muss das eigentlich überhaupt nicht bekommen und kann sich natürlich öfter mal hinten reingucken lassen, wenn ER dazu Lust hat. Untersuchungen, die du ihm aufzwingen willst ?? wie ich finde...


    Wenn er ab Mitte 40 damit anfängt, dürfte das früh genug sein....


    Ja, ich finde auch, dass Du zu besorgt bist. Welchen Zusammenhang soll es dort geben? Nur 3-5% der Darmkrebsfälle sind überhaupt erblich bedingt... Bei ca. 1/3 gibt es eine familiäre Häufung. Kritisch wird es aber erst, wenn jemand (in dem Fall der Vater) VOR dem 50. Lebensjahr erkrankt. Dann sollte Dein Mann mit einem Arzt sprechen und ein individuelles Vorsorgeschema erarbeiten. Es gibt in solchen Fällen die Empfehlung, dass man sich 10 Jahre vor dem Erkrankungsalter des Angehörigen genauer untersuchen lassen sollte. Vater ist 57, also sollte Dein Mann bei dieser Faustregel mit 47 starten.


    Kurzum: Ein Beratungsgespräch bei einem Hausarzt/Internisten wäre sinnvoll.


    Seriöse Infos zum Thema: https://www.krebsinformationsd…mkrebs/risikofaktoren.php


    Was man machen sollte: Sich Gedanken über seinen Lebensstil machen. Wie hat der Vater sich ernährt; welche Schadstoffe spielten eine Rolle? Wie sieht es mit Ernährung und Schadstoffen bei Deinem Mann aus?


    Und darüber hinaus: Ruhig bleiben. Es gibt KEINEN Grund zur Panik.

    Ich kann deine Sorgen schon verstehen, aber ein Grund zur Panik besteht nicht. Das genetische Risiko ist sehr gering. Ein Test auf okkultes Blut im Stuhl sehe ich eventuell als sinnvoll an, da sieht man Blut, welches mit bloßem Auge nicht zu erkennen ist. Aber dieser Test ist kein Hinweis auf ein Kolonkarzinom. Ruhig Blut. Ich wünsche euch alles Gute!

    Es handelt sich um den sogenannten IFOBT Test - Darmkrebsvorsorge. Schaden kann das nicht, als reine Vorsichtsmaßnahme.

    Naja ich mache mir einfach Sorgen, dass mein Mann jetzt bereits einen Polypen hat, der schon Krebs wird gerade. Ohne dass er es merkt. Und die Kolo in 3 Monaten dann schon zu spät ist. Klar hätten wir ohne die Diagnose seines Vaters da nie dran gedacht, aber jetzt besorgt es mich eben.
    Ich mache mir einfach Vorwürfe, dass ich ihn nicht schon die letzten beiden Monate gedrängt habe. Und naja, dass ich eben tatenlos jetzt zusehen muss wie er etwas bösartiges hat und er aber nicht zum Arzt geht. Er will eben auch nicht zum normalen Termin beim Hausarzt. Er sagt, ich übertreibe und er regelt das in aller Ruhe nächstes Jahr dann.
    Er kennt mich und meine Angststörung ja und findet, ich steigere mich da rein.

    Ich bemerke das ja selbst.
    Ich mache mir nur eben Sorgen, weil ich ihn liebe und nicht verlieren will.

    Sorgenmiez schrieb:

    Naja ich mache mir einfach Sorgen, dass mein Mann jetzt bereits einen Polypen hat, der schon Krebs wird gerade. Ohne dass er es merkt. Und die Kolo in 3 Monaten dann schon zu spät ist. Klar hätten wir ohne die Diagnose seines Vaters da nie dran gedacht, aber jetzt besorgt es mich eben.
    Ich mache mir einfach Vorwürfe, dass ich ihn nicht schon die letzten beiden Monate gedrängt habe. Und naja, dass ich eben tatenlos jetzt zusehen muss wie er etwas bösartiges hat und er aber nicht zum Arzt geht. Er will eben auch nicht zum normalen Termin beim Hausarzt. Er sagt, ich übertreibe und er regelt das in aller Ruhe nächstes Jahr dann.
    Er kennt mich und meine Angststörung ja und findet, ich steigere mich da rein.

    Ich bemerke das ja selbst.
    Ich mache mir nur eben Sorgen, weil ich ihn liebe und nicht verlieren will.

    Man macht sich immer Sorgen um den Menschen, den man über alles liebt.

    Ich würde in diesen Zeiten eher zusehen, mich vor Corona zu schützen.


    Dein Gedankenkino, er hätte schon was und es ist vielleicht alles schon zu spät - das ist extrem daneben.

    Sorgenmiez schrieb:

    Naja ich mache mir einfach Sorgen, dass mein Mann jetzt bereits einen Polypen hat, der schon Krebs wird gerade. Ohne dass er es merkt. Und die Kolo in 3 Monaten dann schon zu spät ist. Klar hätten wir ohne die Diagnose seines Vaters da nie dran gedacht, aber jetzt besorgt es mich eben.
    Ich mache mir einfach Vorwürfe, dass ich ihn nicht schon die letzten beiden Monate gedrängt habe. Und naja, dass ich eben tatenlos jetzt zusehen muss wie er etwas bösartiges hat und er aber nicht zum Arzt geht. Er will eben auch nicht zum normalen Termin beim Hausarzt. Er sagt, ich übertreibe und er regelt das in aller Ruhe nächstes Jahr dann.
    Er kennt mich und meine Angststörung ja und findet, ich steigere mich da rein.

    Ich bemerke das ja selbst.
    Ich mache mir nur eben Sorgen, weil ich ihn liebe und nicht verlieren will.

    Er könnte auch einen Tag nach der Koloskopie einen Polypen entwickeln der sich schnell bösartig entwickelt. Man kann nicht ständig kontrollieren.

    Das Leben ist nun mal gefährlich.

    Du solltest deine Angststörung behandeln lassen.