Der ständige Gang zum Arzt

    Hallo zusammen,

    irgendwie komme ich gerade selbst nicht weiter...ich hatte nach einem Stromunfall vor 8 Jahren immer wieder Probleme in der linken Brust. Natürlich alles ohne Befund. Irgendwie war das ein Auslöser zur ständigen Angst vor schlimmerem. Ein leichtes Ziehen im Arm, war dann schon ein Herzinfarkt (natürlich jedes Mal negativ). Immer wieder machte ich Spiegelungen, CTs, Ultraschalls und was es alles gibt, nur um auf Nummer sicher zu gehen. Langsam glaubte ich, dass ich in eine Hypochondrie abrutsche. Auf diesen Verdacht hin machte ich ein Jahr lang eine psychiatrische Behandlung, was aber in meinen Augen nicht wirklich hilfreich war.

    Mittlerweile bin ich etwas ruhiger geworden (nein, nicht wegen der Behandlung, denn die liegt 4 Jahre zurück) und beruhige mich selbst bei kleinen Wehwehchen. Denn nicht alles artet gleich in eine Blutvergiftung oder ähnliches aus. Trotzdem leide ich seit Jahren an Tinnitus, der mittlerweile schlimmer wird (HNO weiß schon Bescheid) und einem Jahr an Sodbrennen. Auch hier wurden zwei Spiegelungen, Ultraschall, CT und sogar eine 24h ... irgendwas :), wo der PH-Wert gemessen wird, gemacht. Sogar der Kardiologe wurde zu Rat gezogen. Alles negativ. Trotzdem habe ich Angst dass etwas übersehen wurde und es sich irgendwann in etwas Schlimmeres verwandelt...Gerade die Speiseröhre ist kaum zu behandeln.

    Ich fing an mit Yoga und teilweise Meditation, aber mein HNO ist eine gute Seele und nimmt sich immer Zeit für mich. Er meint ich habe verdrängte Probleme, die in mir schlummern.

    Er meinte ich solle mir wieder psychologische Hilfe suchen oder zu einer KBT Sitzung gehen.

    Doch ich bin ehrlich, so ganz glaube ich nicht mehr an das. Daher suche ich nach einer Art "Selbsttherapie". Irgendwas um dem Inneren Ich etwas unter die Arme zu greifen und das Alte los zu lassen...Buch, Video, Tipp...

    Generell bin ich ein lebensfrohe Mensch und ich lasse mich nach außen davon nicht unterkriegen. Doch innerlich habe ich das Gefühl das es 1/4 meines Tages einnimmt.


    Es ist schwer alles in Wort zu fassen, doch ich hoffe das es einigermaßen rüberkam :) und irgendjemand in eine ähnlichen Situation war/ ist und hier schon Besserung hinbekommen hat.


    Bis dahin noch einen schönen Abend

  • 10 Antworten

    Ich denke um einer Psychotherapie wirst du nicht rumkommen. Was du hast, kann man mit einen Buch nicht therapieren. So leicht ist es nicht.


    Mit Yoga und Entspannung machst du die erste richtige Schritten aber du musst auch lernen deiner Körper wieder zu vertrauen und deine Ängste loszulassen.

    hallo, nimmst du regelmässig tabletten ein?


    ich hatte auch (phantom-) herzschmerzen, aber die kamen vom rücken. such doch mal nach einem orthopäden und lass dir ggf. krankengymnastik aufschreiben.


    ich habe auch ein tinnitus (nach einer mittelohrentzündung), aber das geht nicht mehr weg, du musst für dich einen weg finden damit zurechtkommen und ihn einfach „überhören“.


    psychotherapie ist hier sehr gut und hilft dir besser damit zurechtzukommen.

    hallo Richard

    Vielleicht haben all deine Symptome nichts mit den Stromunfall zu tun sondern es handelt sich um ganz was anderes als Ursache.

    Ich gehe seit 2 Jahren von Arzt zu Arzt alles gut aber ich fühle mich krank .Meine Symptome extremer Blähbauch brennen im Bauch innere Hitze Übelkeit und extrem Müde.Mittlereile habe ich eine Richtung gefunden woran es liegen könnte.Einen Magen Darm Pilz.

    Vielleicht solltest du das auch mal checken lassen

    Lg Jannik

    Ups, zu schnell gesendet:

    ich kannte mal jemanden der erst symptomfrei war, sich dann an einem Hähnchenknochen verschluckte und von da an an Erstickungssymptomen litt. Natürlich war der Knochen längst aus dem Hals. Derjenige landete dann auch in einer Psychotherapie. Ich war auch da und lernte ihn da kennen.

    Vielleicht hat Dein Stromunfall da was losgetreten.

    Tinnitus, Magenprobleme, Sodbrennen kenne ich von Stress und/oder Sorgen. Stresst du dich zu sehr, in dem ständig denkst, du könntest was (Schlimmes) haben? Teufelskreis.

    Die Idee vom HNO mit Hilfe von außen (Psychologe, -therapeut) finde ich auf jeden Fall sinnvoll!

    RichardT schrieb:

    machte ich ein Jahr lang eine psychiatrische Behandlung, was aber in meinenAugen nicht wirklich hilfreich war.


    RichardT schrieb:

    Er meint ich habe verdrängteProbleme, die in mir schlummern.

    Er meinte ich solle mir wieder psychologische Hilfe suchen oder zu einer KBTSitzung gehen.

    Das finde ich auch sinnvoll und ich denke das ist das was du auch brauchst.

    Ohne weitere psychologische Begleitung kommst du aus diesem Gedankenmuster, den Ängsten nicht heraus oder dem nicht verarbeitetem Konflikt


    Hast du auch mit Depressionen zu tun?

    Ich glaube dass die "psychiatrische Behandlung" und die "psychologische Hilfe" teilweise nur eine Fortsetzung dessen sind was Du selbst als "Hypochondrie" erkennst. Also immer weiter suchen und therapieren:
    Ein einigermassen bewusster Mensch ( der also halbwegs durchblickt warum er was tut und was nicht ) und das bist Du ja scheinbar, der braucht keine psychologische Hilfe und auch keine Psychotherapie.
    Sondern höchstens praktische Hilfe. Also bei echten Gesundheitsproblemen oder Notlage. Aber die liegen ja nach Deiner Schilderung nicht vor.


    "Generell bin ich ein lebensfrohe Mensch" Ich wünsche Dir dass Du Dich auf Deine eigene Stärke verlässt und selbst mehr Klarheit in Dir schaffst. Meditation oder auch einfach nur in Ruhe auf den Boden setzen und eine Kerze anschauen ist immer gut.

    • Neu

    Hallo und Danke an alle,

    hat etwas gedauert meine Antwort :)


    @Plüschbiest: Es gibg schon damals um das Thema Hypochondrie. Es wurde dort auch von einem Teufelsgreis (Laale18) gesprochen. Ich steigere mich in etwas hinein, stresse mich und lege so einen direkten Fokus auf mein Problem und gebe ihm so Gewicht.


    @TimFaber: Nein, ich nehme keine Tabletten


    @Hyperion: zum Glück nicht. Wie gesagt, ich bin eigentlich ein lebensfroher Mensch.


    @Hansileinchen: Ich sehe das ähnlich. Ich hatte den Schritt mit der Psychotherapie gemacht und fand ihn nicht wirklich hilfreich. Ich denke das man selbst auch da raus kommen kann, die Frage ist nur wie. Natürlich ist ein Buch (Luci32) nicht die Lösung aller Probleme, aber ich suche den Weg zu dieser Lösung.


    Tief im Inneren glaube ich schon das ich gesund bin, denn mir ist aufgefallen, das ich immer erst etwas bekomme, wenn mal jemand ernsthaft betroffen war. Ein Beispiel: Mein Arbeitskollege hatte einen Herzinfarkt. Begonnen hatte dieser mit Sodbrennen...ja, seit ich diese Geschichte gehört hab, hab ich das auch. Ich bekomme es nicht weg. Auch das mit dem "ziehen" in der linken Seite, kann mit dem Stromunfall, weil alle meinten das durch einen solchen Unfall das Herz in Mitleidenschaft gezogen werden kann.

    Ja, natürlich, vielleicht reden wir hier von Zufällen, vielleicht hab ich wirklich was, und die Ärzte finden es einfach nicht (Outlaw Angel) und genau das sagt ja auch mein Kopf...Meine beiden Hausärzte sind mittlerweile (unabhängig voneinander) bei der Vermutung das es die Muskulatur/ bzw. der Rücken ist.


    Natürlich lebe auch ich mit dem Tinnitus seit Jahren ohne Probleme (TimFaber) aber zur Zeit habe ich das Gefühl, das er stärker wird...kann natürlich auch hier wieder nur Einbildung sein. Ich habe aber auch das Gefühl, das mein Nacken total verspannt ist. Also tippen wir mal auf das. Aber nein, im Hinterkopf hab ich schon wieder "Tumor" und würde am liebsten in eine Röhre gehen um das auszuschließen.


    Ich war die Tage auch beim Orthopäden. Zum einen wegen meinem Rücken und zum anderen wegen meinem Hals. Leider hat auch er nichts gefunden...sagt man hier leider? Im Endeffekt setz ich mich so nur selbst unter Druck und verursache Stress (Laale18). Seit ca. einem halben Jahr nehme ich das Leben leichter. Ich mache Yoga und lasse mich nicht Stressen. Die Symptome bleiben aber...