• Große Angst vor Uhrglasnägel

    Hallo, Ich muss zuallererst sagen, dass ich sehr große Angst habe. Vor ein paar Monaten habe rein aus Zufall von "Uhrglasnägeln" gelesen. Seitdem vergeht kein Tag, an dem ich nicht meine Fingernägel kontrolliere. Ständig halte ich die Nägel im Profil gegen das Licht und mache den sogenannten Schamroth-Test. Ok, die Nägel haben eine leichte Wölbung…
  • 40 Antworten

    going


    "das sieht bei mir und wahrscheinlich bei den allermeisten genauso aus."


    Auch so krass wie auf dem 2. Video? Das wäre für mich noch wichtig zu wissen.


    Und ja, ich denke mit dem Therapeuten hast du Recht.

    Bei mir hat sich die ganze Sache akut verschlimmert, als ich aufgrund von 9 Wochen andauernden Atemnot (bei leichter Belastung) auf das Ergebnis des Thorax-Röntgen warten musste. Natürlich wusste ich von sogenannten Uhrglasnägeln schon viel früher (Dank einer zufällig gelesenen RTL Headline (die sinngemäß etwas so lautete: "Frau postet auf Facebook ihre Nägel und findet so heraus, dass sie Lungenkrebs hat!")) aber in der akuten Zeit habe ich mich dann sehr reingesteigert. Zum Glück kam nur eine verschleppte Bronchitis raus (und dank Antibiotika kann ich jetzt schon wieder Treppen steigen ohne fast zu ersticken) aber die Sorge mit den Nägeln ist irgendwie geblieben.


    Jetzt kam noch dazu, dass meine sonst so rüstige Großmutter am Freitag einen Schlaganfall erlitten hat. Sie saß wie ein kleines Kind auf ihren Sessel und konnte nicht antworten. Schaute nur verwirrt um sich und hatte eine Hand wie eine Schaufel nach innen gehalten (Spastik?). Das musste ich mir live mit anschauen. Zum Glück wurde schnell der Notarzt gerufen, im KH die Embolie in der Halsschlagader entfernt und sie ist nach 6 Tagen mittlerweile wieder fast die Alte, aber der Schock sitzt tief. Aber nicht nur das, am Sonntag habe ich ganz beiläufig erfahren, dass mein Großvater verstorben ist.


    Seitdem ist es mit dieser Reinsteigerei sehr akut bei mir geworden. Mein Bruder (welcher mehrere hundert Kilometer weit entfernt wohnt) kann seine Psychologin jederzeit anrufen, wenn akut was anliegt. Darauf bin ich in dieser kritischen Lage ziemlich neidisch. Aber eigentlich auch selbst dran Schuld, ich hätte mich viel eher um einen Peychologentermin bemühen müssen. Habe ich zwar bereits getan, aber die letzten 3 Psychologen sind immer sehr frech geworden (ich wäre ein komischer Kauz, der allein nicht lebensfähig ist und somit mit mitte 40 vielleicht im Heim landet, ich hätte komische und kindische Hobbies (ich weiß nicht, was an Piano spielen und zeichnen komisch sein soll) und ich soll mich Mal nicht so anstellen) aber ich hätte daraufhin die Suche nicht aufgeben sollen. Das rächt sich halt in solchen Momenten.

    ja, das sieht bei mir genauso aus - ist doch auch ganz logisch: der Fingernagel geht noch ein stück weit unter die haut und das drückt sich dann insgesamt runter, wenn man draufdrückt.


    und an der Sache mit dem Therapeuten - bleib da dran. du hast wohl einfach Pech gehabt. ich kann an zeichnen und piano spielen auch nichts komisches finden.

    thewolf16 schrieb:

    aber die letzten 3 Psychologen sind immer sehr frech geworden (ich wäre ein komischer Kauz, der allein nicht lebensfähig ist und somit mit mitte 40 vielleicht im Heim landet, ich hätte komische und kindische Hobbies (ich weiß nicht, was an Piano spielen und zeichnen komisch sein soll) und ich soll mich Mal nicht so anstellen)

    Entschuldige, aber wenn ich solche Aussagen höre über gleich drei (!) Psychologen, die scheinbar dieselbe Wertung über Dich treffen - dann ist es eher Deine ureigenste Interpretation aus deren Äußerungen. Aber sicher nicht deren Intention.


    Das ist genauso unwahrscheinlich als wenn Du direkt drei Menschen nacheinander triffst die alle Drei auf Deine Frage hin keine Äpfel mögen.


    An Piano spielen und Zeichen ist nichts komisch, ebensowenig hat mit Sicherheit auch keiner der Psychologen Dich als "komischen Kauz" bezeichnet oder gesagt "stell Dich nicht so an" - zumindest nicht außerhalb eines bestimmten Kontexts.


    Was Dir - immer offensichtlicher - fehlt, ist Selbstreflektion und ein sich Einlassen auf die Auseinandersetzung mit Dir selbst.


    Du suchst die eierlegende Wollmilchsau, also ständige Bestätigung Deiner Ängste inklusive Ausräumung dieser.


    Viel Erfolg dabei.

    Bellaisadonna


    Also beim "komischen Kauz" war der Kontext folgender: Ich solle mich endlich mal von meinem Elternhaus lösen. "Was ich hier sehe ist ein komischer Kauz, welcher mit Mitte 40, sobald die Mutter nicht mehr ist, in ein Pflegeheim eingeliefert wird, weil er allein nicht klar kommt." Dann sagte sie soviel wie: "Mein Sohn poppt sich mit Anfang 20 durch die Weltgeschichte und Sie sind mit Mitte 20 nicht mal selbstständig!" So waren die Aussagen und dafür lege ich meine Hand ins Feuer!


    Bei der anderen Psychologin kam die Frage auf: "In diesem Alter übt man noch solche Hobbies aus? Wollen Sie sich nicht Mal was Altersgerechtes suchen und mal eine Familie gründen?"


    Bei der 2. Psychologin war ich übrigens wegen meiner Emetophobie. Die Antwort: "Na und? Dann kotzt man Mal und dann ist auch wieder gut!" Tja, so einfach ist das bei einer Emetophobie aber nicht. Das müsste man als Psychologin aber eigentlich wissen.


    Der Ton war bei allen 3 Psychologinnen sehr schnippisch. Das ganze Gegenteil zu der, die mein Bruder aktuell hat. Und der hat in etwa die selben Probleme.

    lass dich nicht beirren und such dir jemand anders, der oder die besser passt.

    und ein kleiner tipp: verbiete dir das googlen, wenn du mal wieder auf hypochondrische gedanken kommst.

    die Sache mit deinem Opa und deiner Opa ist ja noch sehr frisch. ich denke, dass dich das psychisch so sehr mitnimmt, dass deine gedanken außer Kontrolle geraten.

    du darfst aber nicht vergessen, dass Großeltern in einem alter sind, in dem menschen nun mal sterben.

    ganz im Gegensatz zu dir: du bist jung und noch weit davon entfernt. also verbanne diese gedanken aus deinem kopf und fülle ihn mit etwas anderem. geh deinen hobbies nach (aber ohne ins grübeln zu verfallen), triff dich mit Leuten, lese ein buch, höre ein hörbuch oder ähnliches. alles was dich auf schöne gedanken bringt ist gut für dich.

    Du schreibst, dass dein Bruder in etwa die gleichen Probleme hat. Dann liegt es schon ziemlich nahe, dass die Wurzel deiner bzw. eurer Probleme in der Familie zu suchen ist. Da ist dann eine Ablösung nicht die schlechteste Idee.


    Wenn ihr überbehütet aufgewachsen seid und jede ausgefallene Wimper nahe an einem GAU war, ist der Boden für eine Hypochondrie bereitet.


    Kümmer dich um deine psychische Gesundheit.

    "Wenn ihr überbehütet aufgewachsen seid"


    Ich glaube das ist noch eine ziemliche Untertreibung. Ich denke auch, dass hier das Problem liegt.

    going


    Vielen lieben Dank nochmal für alles. Und ich hoffe, ich werde irgendwann einen Psychologen finden, der sich genauso gut in Menschen rein versetzen kann wie du das kannst. :)