Hilfe: Angst vor Lähmung (Atmung, Körper), alles verspannt immer wieder und keiner kann helfen!

    Hallo

    Ich packe das mal hier hin, da ich nicht weiß wo das sonst besser aufgehoben wäre (Neurologie Forum?).


    Ich habe seit Wochen, eigentlich seit Monaten mit Pausen, Angst davor gelähmt zu sein bzw das sich die Atmung lähmt. Blöderweise bekomme ich immer wieder so starke körperliche Verspannungen, die sich anfühlen als würde der Körper graduell immer weniger beweglich werden. Wenn ich dann aber mal aktiv bin und mich bewege geht das weg. Vor allem im Bett kommt das vor. Es fühlt sich dann an als würde der ganze Körper irgendwie verkrampfen. Stark merke ich das im brust bereich und daher kommt dann wohl die Angst davor das sich die Atmung lähmt. Ich schrcke manchmal wirklich aus dem Bett (oder vom Sofa sitzend hoch weil ich das Gefühl habe jetzt hängt irgendwie alles).


    Vor allem im Gesicht ist das auch schlimm. Der Kiefer ist morgens wie fest und die Zunge brennt oft. Hier merke ich dann auch die Atmung, als sei innen in der Nase alles unbeweglicher (ich weiß die Atmung kommt aus dem Bauch durchs Zwerchfell), aber ich spüre das irgendwie in der Nase. Ebenso als wäre das ganze Gesicht verspannt. Immer wieder ringe ich dank einmal nach Luft, dann ist alles ok, aber die Verspannungen sind grausig.


    Kann das Angst sein oder ist da doch was körperlich auf das man bisher nicht gestoßen ist? Ich meine die Atmung fühlt sich manchmal so flach an als würde die gleich aufhören. Vor allem dann wenn eh die Verspannungen da sind.


    Mir wurde vor Jahren mal eine CMD vom Zahnarzt diagnostierzt. Ich habe sogar eine recht aktuelle Schiene. Besser wurde über die Jahre nichts. Ich war beim Kierferorthopäden (Selbstzahler) und der meinte nur nach dem er das Geld kassiert hatte das bei mir nichts für eine Behandlung spräche.


    Mein Hausarzt möchte dieses Jahr das etwas anders angehen und ich habe jetzt seit 6 Wochen Training am Gerät in der Physio (kostet als Einzel dank Corona viel Geld) - ich habe aber das Gefühl es wird irgendwie mehr. Ansonsten sagt mein Hausarzt wüsste er auch nicht weiter. Lunge ist, Blut ist ok, Herz ist ok. Orthopädisch habe ich nur Kleinigkeiten.


    Vor einem Jahr hat mich der HA in eine Therapie gesteckt, aber da geht es auch nicht weiter. Ich habe auch da das Gefühl es tut sich nicht viel an den Krankheitsängsten, obwohl wir jd Stunde darüber sprechen. Ich sollte auch mal in eine Klinik stationär, weil mein HA meinte das wäre super für mich. In zwei Kliniken hat man mich abgelehnt, da man meinte mit Krankheitsängsten bin ich absolut falsch aufgehoben, da ich so Sicherheit bekomme, die mir sofort wieder fehlt wenn ich raus komme. Deswegen wäre eine ambulante Therapie bessere und eben mit den Ängsten leben. Mein HA meinte man könnte natürlich mal den Therapeuten wechseln, aber jetzt mit Corona ist das nicht leichter geworden.


    Aber (!) es ist nicht so das ich den ganzen Tag über da sitze und denke jetzt habe ich Angst. Ganz im Gegenteil. Heute zum Beispiel bin ich total fit und happy und dann lege ich mich hin um PMR zu machen, döse ein und wache mit Verkrampfung auf. Und jetzt sitze ich hier, schriebe euch und merke das das Gesicht sich krampfig anfühlt (anders kann ich das nicht beschreiben) und die Atmung sich flach und komisch anfühlt. Da kann man doch nicht sagen "lebe mit den Ängsten", die kommen ja erst wenn wa skörperliches da ist und nicht umgehekrt.


    Ich verzweifle da langsam. Das zeiht sich über Jahre hin und besser ist es seit Corona nicht. Früher war ich wenigstens noch beim Sport im Verein und Studio.


    Habt ihr eine Idee?

    Sind das nur Ängste (kann ich mir nicht vorstellen) oder doch auch irgendwas körperliches?

    Danke euch

    Christoph

  • 5 Antworten

    Das könnten tatsächlich "nur" Ängste sein - man darf die Psyche nicht unterschätzen. Wenn die Psyche sich einreden kann dass etwas gut tut (Placebo), wieso kann sie dann nicht einreden dass man krank ist und auch Symptome haben?


    Vielleicht solltest du Therapeut wechseln und mal nicht nur über die Ängste selbst, sondern deren mögliche Ursachen reden. Ich denke Psychotherapie könnte dich gut weiter bringen wenn du dich drauf einlässt und einen kompetenten Therapeuten an deiner Seite hast.


    Was du ansonsten mal probieren könntest ist Magnesium und Vitamin D (da vorher schauen ob ein Mangel besteht), Magnesium kannst du auch ohne Blutbild nehmen, ein Mangel kann Muskelkrämpfe verursachen.


    Man sagt übrigens dass man eine Panikattacke von einer ernsten Ursache unterscheiden kann indem man sich bewegt - dir geht es in Bewegung gut, also ist es eher unwahrscheinlich dass es sich hier tatsächlich um eine körperliche Ursache hält.

    2 Fragen:

    1. Tut dir die BWS manchmal weh? Bist du dort verspannt?

    2. Nimmst du Lavendelöl zur Beruhigung? Das kann ich dir echt empfehlen :)^

    Versuche mal ein paar Änderungen vorzunehmen.

    Folgendes würde ich selber ausprobieren:

    - Ernährung mal für eine Woche umstellen. Mehr rotes und grünes Gemüse, wenig ungesundes essen wie Kaffee, Alkohol oder Zucker.

    - Kissen tauschen, Matratze mal die Kopfseite zur Fußseite machen

    - Meditieren mal ausprobieren oder alternativ dieses "Anspannen/ Entspannen nach Jacobsen"

    Alles Gute Dir #LIEBE

    Für mich hört sich das eher nach einer Angespanntheit an, dadurch verspannt sich die Muskulatur, statt sich zu entspannen. Evtl. hast Du dadurch einen ständig zu hohen Muskeltonus. Würde auch die Kieferproblematik erklären.


    Fühlst Du Dich innerlich denn angespannt? Fühlst Du Druck oder Stress? Kannst Du bewußt die Muskulatur entspannen? Im Sitzen hochgezogene Schultern? Achte mal ganz gezielt darauf.


    Vielleicht würden Dir gezielte Enspannungsübungen vor dem Schlafen helfen. Die letzte halbe Stunde kein PC oder Handy, gedämmtes Licht, einen Entspannungstee als Ritual und vor dem Schlafen vielleicht einige Meditationsübungen.