Hirnschäden vom Kiffen in der Jugend

    Moin Leute,


    wollte mal ne fundierte Antwort darauf ob Cannabiskonsum in der Jugend bleibende Schäden mit sich zieht oder ob sich das wieder regeneriert. Habe schon mit 15 angefangen zu kiffen und hatte mein höhepunkt mit 17(täglicher Konsum). Heute bin ich 19 und habe häufig Probleme mit meinen Gedanken umzugehen und auch ein wenig Soziale Ängste. Momentan plagt mich die ständige Angst vor Schizophrenie ,auch wenn ichs nicht bin, aber da dies für mich den kompletten Kontrollverlust meines Lebens bedeuten würde ist dies meine momentan Größte Angst(Symptome Googeln ganz schlechte Idee). Jedenfalls wollte ich fragen ob dies nicht auch auf meinen frühen Cannabiskonsum zurückzuführen sei. Daher wollte ich ein mir ein paar Meinungen zu dem Thema einholen und ob sich meine Psychische Instabilität mit der Zeit wieder legt. Wenn ich heutzutage kiffe kann ichs auch garnichtmehr genießen da ich oftmals nicht weiß wie ich mich dann in gesellschaft verhalten soll bzw. kommt mir jeder Soziale Kontakt dann komisch vor (Augenkontakt,Körpersprache etc.). Daher lass ichs lieber ganz bleiben mit der Kifferrei. Bringt ja eh nix


    Mit freundlichen Grüßen,


    Vade

  • 4 Antworten
    Zitat

    Jedenfalls wollte ich fragen ob dies nicht auch auf meinen frühen Cannabiskonsum zurückzuführen sei.

    Ja. Und ob sich da was richten lässt ? Möglich, allerdings vermutlich nicht von alleine, wir reden ja nicht von nem gebrochenen Knochen der von alleine wieder zusammen wächst sondern von einer Störung im Gehirn. Mit etwas Glück kann man sowas mit Therapie oder Medikamenten wieder in den Griff bekommen, da kann allerdings nur ein Arzt helfen.


    Sicher gibt es gefährlichere Drogen als Gras, bei einem sich entwicklenden Gehirn kann das Zeug aber trotzdem ganz extreme Schäden hervorrufen die, wenn es blöd läuft, auch nicht mehr zu reparieren sind.

    Es gibt Studien, die darauf hindeuten, dass früher Cannabis-Konsum die Entwicklungsphase beeinträchtigen kann (das tut eigentlich jede psychoaktive Droge - auch Alkohol - , daher wäre es auch nicht weiter verwunderlich).


    Ob die Schäden dauerhaft sind oder lediglich eine reparable Entwicklungsverzögerung eintritt, das weiß ich nicht.

    Zitat

    Daher lass ichs lieber ganz bleiben mit der Kifferrei.

    Ich würde auch jetzt mal die Finger komplett von allen Drogen lassen und mich darauf konzentrieren, dass du geistig wieder stabil und seelisch gefestigt wirst. Das ist Arbeit, und für diese Arbeit sollte man sich nicht zeitweise betäuben. Zur Not brauchst du professionelle Begleitung, die diesen Weg mit dir geht und dir beim Reflektieren hilft.

    Ich kenne nur 2 Personen die früher sehr viel gekifft haben. Mit sehr viel, meine ich täglich über längere Zeit..Es kann sein dass es ein Zufall ist, aber beide haben sehr große Probleme mit deren Kurzzeitgedächtnis. Der eine kifft seit ein Paar Jahren nicht mehr, weil seiner Freundin ihn damals vor die Wahl stellte: Ich oder dein kiffen..


    Leider hat bei ihn eine Art Suchtverlagerung statt gefunden. Er trinkt jetzt regelmäßig viel zu viel. Nicht um ein Paar Bier mit Freunden zu genießen, sondern um sich komplett die Kante zu geben. Wenn er anfängt mit trinken kann er nicht mehr aufhören, obwohl er weder gehen oder stehen kann :-/ Er sucht den Rausch.. Leider habe ich öfters davon gehört, dass Gras Konsum einfach durch eine andere Droge, zum Beispiel Alkohol erzetzt wird. Er braucht auch jeden Tag sein Feierabendbier um, wie er sagt, runter zu kommen.


    Also Finger weg von Gras und andere Drogen. Es kann gut sein dass manche mit Gras umgehen können ohne davon psychisch abhängig zu werden, aber andere werden halt davon abhängig. Zu welchen Kategorie man gehört, weiß nur der liebe Gott..

    Jung kiffen ist so eine Sache. Es kann Folgeschäden mit sich bringen. Mensch abhängig. Habe auch früh gekifft und war als Jugendliche und junge Erwachsene etwas ängstliche in soziale Situationen. Ob das an Kiffen oder nur Unsicherheit lag? Auf jeden Fall gehe ich komplett in die andere Richtung jetzt.


    Das Gehirn wächst noch bzw. ist erst mit 20 fertig (Myelinschichten).


    Aber, man kann dagegen etwas tun. Wenn du merkst, dass du ängstlich bist, kann einer Psychotherapie durchaus helfen.


    Wichtig wäre es die Kifferei erstmal zu vermeiden, sonst wird die Paranoia schlimmer. Bei mir war es so, dass ich irgendwann massive Probleme hatte einen Bank zu betreten usw. Das ergab sich nach 1 Jahr nicht kiffen.