HIV-Phobie – Meine Geschichte

    Hallo zusammen,


    ich möchte euch meine Geschichte erzählen. Zum einen, weil ich mich freuen würde, von jemandem zu hören, dem es genauso geht. Zum anderen, weil es vielleicht auch jemandem hilft, zu lesen, dass man nicht alleine ist. Und nicht zuletzt, weil ich mir endlich selber helfen möchte. Ich möchte diesen ganzen Müll in meinem Kopf loswerden und möglicherweise ist das Erzählen meiner Geschichte ein erster Schritt, mir bewusst zu machen, was da eigentlich alles in meinem Kopf an absurden Ängsten und Phantasien ist.


    Schreibt mir gerne eine PN, wenn es euch genauso/ähnlich geht und ihr euch austauschen wollt.


    Meine Angst vor einer HIV-Infektion begann vor 14 Jahren, ich war 16 (mein erstes Mal hatte ich übrigens mit 18...), aufgrund einer Situation, die nicht im geringsten eine Risikosituation war. Damals wusste ich noch nichts über die Krankheit, ausser dass es sie gibt – und fing nach und nach an, mich damit zu beschäftigen. Über die Jahre folgten Situationen, die mich sicher sein liessen, dass ich mich infiziert hätte: ungeschützer GV mit Partnern, aber auch geschützter GV (die Ängste wurden immer irrationaler) und sonstige Situationen, die eigentlich kein Risiko darstellten. Während der letzten 14 Jahre habe ich ca. 10 HIV-Tests gemacht, manche, weil ich überzeugt war, diesmal positiv zu sein, manche vor einer Beziehung in Absprache mit meinem damaligen Partner.


    Während dieser Jahre habe ich mich zum Teil über Monate fix und fertig gemacht: Einmal habe ich mir Silvester total versaut, weil ich wieder einmal überzeugt war, HIV zu haben. Anstatt zu feiern habe ich beim Sorgentelefon angerufen und mich immer weiter in meinen Zustand reingesteigert. Das Thema HIV hat mich in diesen Phasen extrem verfolgt und die Krankheit war allgegenwärtig. Überall Plakate (Zeichen – nur für mich ...natürlich!), rote Schleifen, ständig Menschen, die davon sprachen, "etwas positiv zu nehmen" (solche Aussagen mit dem Wort positiv sind in Angstphasen furchtbar), plötzlich tauchte im Fernsehen Stars als HIV-positiv auf, immer wieder tauchten gerade in diesen Zeiten Berichte und Forschungsnews in Zeitschriften auf. Das konnte doch alles kein Zufall sein; es hat mich wahnsinnig gemacht. Und weil das noch nicht genug war, habe ich mich durch Foren gelesen – bis zum Erbrechen. Was die Krankheit angeht bin ich zur Expertin geworden, was das Entdecken und Einreden von Symptomen bei mir angeht, leider auch. Lymphknotenschwellungen, -schmerzen, Muskelziehen und -schmerzen, komische Empfindungen in den Kniekehlen, Halsentzündungen, Husten, Lippenherpes, Hautausschlag, Unwohlsein, Erkältung und Grippe – ich hatte alles. Und natürlich alles, weil ich mich mit HIV infiziert hatte, klar. Für Gegenargumente wurde ich mehr und mehr unempfindlicher. Die Gedanken daran waren dann JEDE Minute in meinem Kopf, ich war nur noch bedrückt, wollte zu Hause im Bett bleiben, die Wochen bis zum nächstmöglichen Test am liebsten verschlafen, meine Motivation für alles lag am Boden, ich musste mich so verstellen, wenn ich mit Freunden unterwegs war – denn Ablenkung brachte fast nichts. Alles erschien mir sinnlos, ich "wusste" ja, dass ich schwer krank wäre und quälte mich unerlässlich selbst mit Fragen wie "Was wird mein Umfeld denken?", "Was werde ich tun; mich gleich umbringen?", "Was tu ich meiner Familie nur an damit?", "Wieso war ich so dumm?" und "Andere wären nie so dumm und verantwortungslos und leichtsinnig" usw. Nach jedem Test ging es mir wieder gut und ich habe darauf geachtet, mich in keine Risikosituation zu begeben.


    Der aktuelle Stand ist folgender: Ich habe mal wieder Angst. Ich hatte einen Freund, wir hatten das Thema offen besprochen und mit Kondom verhütet, Angst hatte ich bei ihm nie wirklich (kleine Gedanken daran, die ich jedoch erfolgreich verdrängen konnte). Nachdem mit ihm Schluss war, hatte ich eine kurze Affäre über sieben Wochen, es war durchaus im Rahmen des Möglichen, dass mehr daraus wird. Wir haben beide über HIV gesprochen und beide einen Test gemacht. Als wir das erste Mal ohne Kondom miteinander schliefen (sein Ergebnis war noch nicht da), dachte ich vor allem: "Hey, es ist ok! Hör auf, dich selber schlecht zu fühlen, sondern VERTRAUE einfach mal! Er hat einen Test gemacht und mehrmals versichert, dass ich keine Sorge haben brauche. Nicht jeder trägt das Virus in sich" usw. Ich wollte endlich mal etwas eingehen, ohne der Person zu unterstellen, sie sei krank. Ich dachte auch immer: "Mann, andere vertrauen auch, die stellen sich nicht so an, die VERTRAUEN und GLAUBEN ihrem Gegenüber einfach, dass diese Situation ernst genommen wird und man ganz selbstverständlich ehrlich miteinander ist. Naja, eh er dann letztendlich beim Arzt war, um das Ergebnis abzuholen, ging unsere Beziehung nach einer Party mit viel Wein und einem Streit kaputt. Wer die Angst vor HIV kennt, wird nun auch wissen, was sich in meinem Kopf abgespielt hat... Aber um es kurz zu machen: Inzwischen hat er mir das Ergebnis mitgteilt – negativ.


    Warum ich trotzdem Angst habe? Zum einem weil ich mich frage, ob er vielleicht lügt oder sogar gar nicht beim Test war. Allein diese Gedanken bringen mich gerade dazu, den Kopf zu schütteln und mich lächerlich zu fühlen. Glaube ich denn gar nicht mehr an das Gute im Menschen? Was ist passiert, dass ich jemandem unterstelle, mich bei einem solch sensiblen Thema anzulügen und mich vielleicht sogar wissentlich oder aus Gleichgültigkeit anzustecken? Der zweite Grund geht noch einen Schritt weiter: Wir sind nach der Party mit dem Taxi zu ihm (haben uns filmreif gezofft auf der Rückbank), ich habe den Taxifahrer gebeten zu warten, meine Sachen geholt und bin dann mit demselben Taxi weitergefahren. Auf der Party habe ich nur Wein und Prosecco getrunken – aber, und das ist der Punkt, ich kann mich an vieles von diesem Abend nicht mehr erinnern! Vor allem der Streit im Taxi und meine Taxifahrt allein bekomme ich einfach nicht mehr zusammen. Ich weiss nur noch Bruchstücke: Dass ich im Taxi noch mit ihm telefoniert habe, dann unglücklich war und dem Taxifahrer die Ohren vollgeheult habe. Der Taxifahrer hat zwischenzeitlich meine Hand gehalten um mich zu trösten – und tja, da setzt wieder mein Kopfkino ein. Was ist noch passiert, wovon ich nichts mehr weiss möglicherweise??? Ich weiss, es klingt absurd, aber ich habe Angst, er könnte mir etwas getan haben – und natürlich HIV-positiv gewesen sein. Während ich das hier schreibe, schwanke ich zwischen "das kannst du doch niemandem erzählen, du spinnst" und gleichzeitig bekomme ich die Gedanken nicht aus meinem Kopf, dass es DOCH SEIN KÖNNTE. Es ist einfach zum k*! Ich versuche immer wieder, mich an Situationen im Taxi zu erinnern, ich glaube, mich zu erinnern, wie ich bezahlt habe und schliesslich bin ich auch ohne irgendwelche Anzeichen (ausser einem enormen Kater) morgens in meinem Bett aufgewacht. Aber es gibt K.O.-Tropfen denke ich dann wieder usw. – es ist ein Teufelskreis, diese Ängste sind eine Krankheit, das bin nicht ich, da führt etwas ein Eigenleben und macht so viel kaputt. In fünf Wochen (fünf Wochen – schrecklich!!) möchte ich einen Test machen, dann ist das alles acht Wochen her. Vier Wochen später noch einen, um die die 12-Wochenfrist einzuhalten.


    Ich habe vor kurzem einen tollen Mann kennengelernt – ich würde sagen, den tollsten, den ich bisher getroffen habe. Er ist so liebevoll, so verständnisvoll, er tut so viele liebe Sachen, ist so gefühlvoll. Ich habe mich mächtig (und das erste Mal seit Jahren richtig!!!) verliebt und möchte mit diesem Mann zusammen sein. Vor allem möchte ich ihm nur Gutes tun, er hat nur das Beste verdient – und genau da macht meine Angst alles kaputt: Ich habe Angst, mich trennen zu müssen, weil mein Test positiv ausfällt – was sage ich ihm dann als Trennungsgrund? – ich kann den Gedanken nicht ertragen, ihm weh zu tun und sein Leben zu zerstören. Er soll eine tolle Zukunft haben, eine glückliche Beziehung mit einer physisch und psychisch gesunden Frau. Dass gerade in einer solch eigentlich sehr schönen Situation – sich neu verlieben – meine Angst wieder zuschlägt, ist sicher kein Zufall... Wo ist mein Vertrauen darin, dass ich in einer Beziehung nicht enttäuscht werde und wann höre ich auf, aus diesem Grund mir bereits vorher alles selbst kaputt zu machen? Es ist eine mögliche Erklärung, die ich zum Thema HIV-Phobie gelesen habe: Angst vor Verletzung, übersteigertes Sicherheits- und Kontrollbedürfnis.


    Etwas weiss ich heute: Wenn mein nächster Test negativ ausfällt, dann muss Schluss sein mit diesem Terror!


    Ich möchte meinem Leben und den Menschen in meinem Leben vertrauen, möchte Spass am Leben haben, eine intakte Beziehung ohne Angst und ich möchte meine Angst verstehen lernen, die Gründe erkennen und ihr keinen Platz mehr in meinem Leben geben. Ich möchte mir bewusst werden, wie irrational meine Gedanken in dieser Hinsicht sind, wie wenig ich die Realität bei diesem Thema beachte, wie wenig ich begreife, dass meine Gedanken zuviele Zufälle und Unmöglichkeiten beinhalten. Ich möchte endlich wieder an das Gute glauben, aufhören zu denken, dass HIV eine Strafe für "schlechtes" Verhalten oder dass es einfach Schicksal ist. Ich möchte mich frei bewegen, Gegenstände berühren ohne mir Gedanken zu machen, normal mit Leuten über Aids und HIV sprechen – und mich selbst davon abgrenzen in dem Sinne nicht sofort wieder zu denken, dass ich es habe.


    Ich möchte noch anfügen, dass nur zwei enge Freundinnen von meiner Angst wissen. Man merkt es mir im Alltag nicht an, ich gehe arbeiten, bin gerne mit Freunden unterwegs, interessiert, humorvoll und möchte im Grunde mein Leben geniessen. Dass der erste Schritt der ist, diese Angst aus meinem Leben zu verbannen, weiss ich inzwischen. Ich kenne mich aber auch lange genug, um zu wissen, dass ich damit erst nach dem nächsten – UND LETZTEN – Test beginnen kann. Wenn der Test negativ ist, werde ich alles dafür tun, dass es nie wieder zu einer solchen Angstphase kommt.

  • 20 Antworten

    Ich bin definitiv kein Gleichgesinnter, aber mich würde mal folgendes interessieren:


    Kannst Du etwas benennen was Dir die ständige Beschäftigung mit Deiner Angst (und Deinem "Kokettieren" mit HIV Symptomen, Ansteckungswegen, zweifel an Tests, etc, pp, usw) positives gegeben hat.


    (Selbstwahrnehmung, Aufmerksamkeit, Befriedigung des Ego, Anteilnahme, Mitleid, etc...?)

    Nein, kann ich nicht. Habe ja auch nie wirklich mit jemandem darüber gesprochen. Und genau wegen dieser Kommentare habe ich hier nur einen Verweis auf meinen Beitrag geschrieben. Weil ich möchte, dass die ihn lesen, die sich angesprochen fühlen. Das alles ist kein Spaziergang, diese Angst und dieser Mist, der da im Kopf abläuft, sind für Betroffene ganz real und schlimm.


    Es bringt nichts, immer nur mit dem Finger drauf zu zeigen "öh, du spinnst, nutz deine Zeit anders, kein Risiko, das weiss doch jedes Kind..." Bla, bla – glaub mir ich wäre sehr glücklich, wenn ich das Problem nicht mehr hätte. Und DARÜBER, wie man diese Ängste besiegen kann und über die Ursachen möchte ich mit jemandem sprechen – mehr nicht. Danke.

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    "öh, du spinnst, nutz deine Zeit anders, kein Risiko, das weiss doch jedes Kind..."

    öh, habe ich das getan, Dich so zu behandeln?


    Du hast eine Angstphobie, Du musst Dich zwanghaft mit Deiner Angst konfrontieren, ob die nun vor HIV, Spinnen, Höhe oder was auch immer ist. Du kannst dem nichts entgegen setzen wenn der Gedanke kommt, musst Du in die Angstspirale eintauchen. Zunächst mal musst Du erkennen, dass Deine Angst vor HIV nichts mit HIV zu tun hat, sondern der Unfähigkeit die Angst zu beherrschen und sich nicht von ihr beherrschen zu lassen.


    Eine Angstphobie ist eine ernste, psychische Erkrankung die in schwere Depressionen bis hin zum Suizid führen kann. Deswegen ist der einzige Weg sich professionelle Hilfe bei einem Therapeuten zu holen.


    Bei der Aufarbeitung dieser Erkrankungen kommt auch immer wieder etwas scheinbar unglaubliches zu Tage: Die Betroffenen haben etwas von Ihrer Krankheit, sie bekommen etwas positives dafür (so grotesk und verkehrt sich das für Dich auch anhört). Ihre scheinbare Unfähigkeit der Angst zu begegnen, ist in Wirklichkeit die Sehnsucht nach etwas anderem, die in dieser Angspirale steckt.


    Deswegen habe ich Dich das gefragt!

    @ exmazwie:

    Danke. Ich glaube, bei mir ist es zum einen das fehlende Vertrauen und der damit verbundene Wunsch nach extremer Sicherheit. Auf jeden Fall bin ich froh, wenn ich das alles mal hinter mir lassen kann.


    Aber ich will die Diskussion hier in diesem Forum damit auch abschliessen, da es hier um andere Sachen als eine HIV-Phobie geht. Ist wie gesagt nur der Verweis auf das andere Forum – da es dort um Krankheitsängste geht.

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    das fehlende Vertrauen und der damit verbundene Wunsch nach extremer Sicherheit.

    Auf Deine Angst kannst Du Dich immer verlassen...


    Schönen Abend noch! *:)

    HIV-Phobie ist ein wichtiges Thema und die Betroffenen leiden wirklich. Auch ich habe – wie die meisten Anwesenden hier – einen HIV-Test hinter mir, aufgrund eines sogenannten "Risikokontakts" der natürlich keiner war ;-) .


    Auch ich war mir zunächst nicht sicher, was ich aber meinem lieben Hausarzt zu verdanken hatte, der sich mit dem Thema HIV so überhaupt nicht ausgekannt hat. Schade eigentlich, dass hätte mir Zeit und Leiden gespart. Nachdem ich mich ca. 2 Wochen bekloppt gemacht habe, ging ich einfach zum Gesundheitsamt und ließ mich dort eingehend beraten. Anschließend habe ich einen HIV-Test gemacht und bekam eine Woche später das Ergebnis mit einem Anschlussgespräch. Seitdem habe ich mit dem Thema auch komplett abgeschlossen. Das ist 8 Jahre her. Durch meine ehrenamtliche Hilfe in einer Beratungsstelle weiß ich heute, wie sich das Virus überträgt und wie groß oder besser klein die Chancen einer Infektion wirklich sind. Es kommen täglich dutzende Anrufe die alle ähnlich gelagert sind.


    Die meisten Nachfragen gehen in Richtung "Phobie". Ich kann daher allen Phobikern nur raten: Lasst Euch gründlich aufklären. Geht bitte zur Aidshilfe oder zum Gesundheitsamt. Dort sitzen Menschen, die sich bestens mit dem Thema auskennen und Euch fachkundigen Rat und Auskunft geben können. Es ist sehr leicht möglich, aus diesem Teufelskreis der Phobien zu entkommen aber dafür müsst IHR den ersten Schritt machen und Euch aufklären und beraten lassen. Hört nicht auf irgendwelche Stimmen in Eurem Kopf oder was Dr. Google Euch sagt. Eine fachkundige Beratung erspart Euch viele Tage des Leidens. *:)

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    Dass der erste Schritt der ist, diese Angst aus meinem Leben zu verbannen, weiss ich inzwischen. Ich kenne mich aber auch lange genug, um zu wissen, dass ich damit erst nach dem nächsten – UND LETZTEN – Test beginnen kann.

    Merkst du gar nicht, wie du dir da selber widersprichst? Um die Angst aus deinem Leben zu verbannen, musst du lernen, ohne die permanente Bestätigung deines HIV-Status leben zu können. Das ist wie eine Droge: Du fühlst dich gut, wenn du frisch vom Arzt bestätigt bekommen hast, dass du ok bist (kein HIV hast). Mit der zeit braucht sich dieses Gefühl der Sicherheit auf und du willst es durch einen neuen Test wieder herstellen, obwohl gar kein Anlass vorliegt, am alten Ergebnis zu zweifeln. Dann werden allerlei kuriose Übertragungswege konstruiert, um das Gefühl der Unsicherheit zu verstärken, das du brauchst, um dich zu einem weiteren HIV-Test überwinden zu können. Schließlich ist die Angst groß genug, du machst den test und genießt dann die Erleichterung, weil (natürlich) nix gefunden wurde. Und schon geht der Kreislauf von vorne los.


    Ich bin überzeugt, dass du da nur raus kommst, wenn du KEINEN weiteren Test machst. Und auch, dass du es ohne professionelle Hilfe kaum schaffen wirst. Als ersten Schritt solltest du dich jemandem anvertrauen, der dir den Weg zu weiterer Hilfe zeigen kann, also einer Beratungsstelle oder vielleicht dem Hausarzt. Das Internet mit seiner Fülle an teils widersprüchlichen, oft falschen Informationen ist dabei keine Hilfe, es gibt der Angst nur immer neue Nahrung. Such dir lieber Hilfe bei echten, kompetenten Ansprechpartnern. Ich wünsche dir viel Glück!

    Vielen Dank für deine Antwort! Ich werde mir definitiv einen Therapeuten suchen, um aus dieser Angstspirale endlich rauszukommen. Hoffe so sehr, dass das klappt. :)z

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    Gar nicht gewusst, dass es so etwas gibt ...


    Aber ... Aus meiner Sicht (Laie, nicht böse nehmen oder angegriffen fühlen bitte!) sollte so eine Angst doch eine Ursache haben?


    Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und sage als Beispiel häufiger ungeschützter Verkehr mit Unbekannten?


    Würde mich wirklich interessieren, denn wenn davon nichts zutrifft, man sich schützt oder verzichtet, dann kann doch rein faktisch nichts passieren, oder?

    Hallo Draculana78, das ist bei mir nicht unbedingt die Ursache. Obwohl ich natürlich auch schon ungeschützten GV hatte, aber in Partnerschaften. Aber selbst wenn man darüber gesprochen hat bzw. wenn sie nur kurz waren und man sich schnell oder nicht im Guten getrennt hat, begann meine Angst wieder. Hinzu kommt, dass die Angst bei mir wie aus dem Nichts aufgetaucht ist: Als ich 16 war, kam ich nachts aus einer Disco in Italien und ein unbekannter Typ am Eingang hat mich aus Spass geschnappt, herumgewirbelt, so dass ich auf seinem Knie lag und mich dann mit Zunge geküsst, bis ich mich losmachen konnte. Ich hatte damals ein frisches Zungenpiercing... Wie auch immer, es war kein wirkliches Risiko, aber da fing es an – damals wusste ich aber noch so gut wie nichts über HIV.


    Ich denke, es gibt da andere psychische Ursachen: fehlendes Vertrauen, Sicherheits- und Kontrollbedürfnis, stark darauf bedacht sein was andere von einem denken und damit verbunden, immer perfekt sein wollen (im Sinne von: alle verhüten IMMER korrekt, keiner macht Fehler, nur ich usw. und dafür – stellvertretend für alle Fehler – werde ich bestraft...), eh schon hypochondrisch veranlagt sein...


    Genau weiss ich es natürlich nicht, aber das wird sich in einer Therapie herausstellen.

    Hi bibi


    Ich habe deinen beitrag gelesen und mich angesprochen gefühlt.mir gehts garnicht gut kann einfach nicht mit dem thema hiv abschliessen :°( :°( diese angst das meine teste nicht sicher waren lässt mir keine ruhe.ich trau mich nichtmsl noch einen zu machen weil ich viel zu viel panik habe das er diesmal positiv sein koennte.diese angst das ich doch positiv bin lässt mich so oft fast verzweifeln :°(

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