• HIV-Phobie – Meine Geschichte

    Hallo zusammen, ich möchte euch meine Geschichte erzählen. Zum einen, weil ich mich freuen würde, von jemandem zu hören, dem es genauso geht. Zum anderen, weil es vielleicht auch jemandem hilft, zu lesen, dass man nicht alleine ist. Und nicht zuletzt, weil ich mir endlich selber helfen möchte. Ich möchte diesen ganzen Müll in meinem Kopf loswerden…
  • 20 Antworten

    Noch einen 4. (negativen) Test? Du solltest Dir dringend Fachhilfe holen. Aber nicht für Tests... für Deine Psyche.

    @ trust77

    Alexandra hat vollkommen Recht. Bitte hol Dir so schnell als möglich psychologische Hilfe. Alternativ tu Dir und Deinem Leben bitte den Gefallen und suche eine Beratungsstelle auf. Im Gesundheitsamt oder bei der AIDS-Hilfe arbeiten Fachleute, die sich besser mit dem Thema auskennen, als die Meisten in diesem Forum.


    Nochmal: Ein Test "einfach mal so" bringt gar nichts. Dann geht es Dir paar Tage wieder gut und anschließend fängst Du wieder an zu zweifeln. Ein Test sollte nach meinem Dafürhalten immer mit einem persönlichen Beratungsgespräch verbunden sein. Dieses Gespräch ist imens wichtig, weil Dir gar nicht bewusst ist, wie das Virus überhaupt übertragen wird. Natürlich gibt es ganz viele theoretische Übertragungswege. Genauso wie es ganz viele theoretische Gewinnchancen im Lotto gibt. Aber die Praxis entscheidet und nicht das was rein theoretisch sein könnte.

    @ Bibi173

    Dass es viele Übertragungswege gibt, ist ja klar, aber HIV wird trotzdem in erster Linie mit einem bestimmten Übertragungsweg assoziiert, welcher sicherlich auch ein Hauptmotor deiner Phobie und Zwangsneurose ist. Allerdings scheinst du dich auf sexueller Ebene, welche ja nun mal rein fakultativ ist, absolut nicht einzuschränken. Meines Erachtens machst du dich damit genauso wie jeder andere Betroffene unglaubwürdig, denn deine HIV-Phobie kann keine allzu große Beeinträchtigung deiner Lebensqualität darstellen, solange ein Verzicht auf sexuelle Aktivität subjektiv als größeres Übel von beidem empfunden wird. Natürlich ist mir bewusst, dass sich die einmal vorhandene psychische Störung nicht allein über diesen Weg therapieren lässt, aber irgendwo sollte man sich auch eigenverantwortlich Ansatzpunkte suchen.


    Muss man diese Tests unter den Umständen eigentlich aus eigener Tasche bezahlen? Ich hoffe doch mal.

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    Zitat

    Muss man diese Tests unter den Umständen eigentlich aus eigener Tasche bezahlen? Ich hoffe doch mal.

    Beim Gesundheitsamt und bei der Aidshilfe sind diese Tests kostenlos. Sie waren und sind ja ursprünglich nicht für Phobiker gedacht, sondern für Menschen die ihre Gesundheit erhalten wollen und sich testen lassen ;-)

    @ DoN_

    Ich verstehe deinen Beitrag nicht ganz. In meinen letzten beiden Beziehungen habe ich einen HIV-Test verlangt, bevor anders als mit Kondom verhütet wird. Und glaub mir, ich würde lieber darauf verzichten, als immer wieder Angst zu haben. Dass sich das in der Affäre so ergeben hat, lag sicher auch an gemeinsamen Gesprächen über das Thema HIV und meinem Willen, jemandem zu vertrauen und nicht allen zu unterstellen, sie seien HIV-positiv.


    Meine Angst war natürlich immer besonders schlimm, wenn es Vorfälle gab: z. B. ist mir in einer Beziehung ganz am Anfang das Kondom gerissen – das war der Horror für mich und ich bin mit meinem damaligen Freund gemeinsam zum Test. Aber sie wurde eben mit der Zeit auch absurder (z. B. war vielleicht das Kondom gerissen, ohne dass ich etwas gemerkt habe, Pediküre bei der ich zwei aufgeriebene Wunden hatte usw.)


    Das grösste Übel an der Phobie ist eher, dass ich gerne vertrauen würde und nicht im Vorfeld schon ein Fass aufmache wegen HIV.


    Ich persönlich habe meine Tests übrigens fast ausschliesslich selbst bezahlt.

    Hallo Bibi,


    erst einmal vorweg, finde ich es sehr gut, dass du deine Geschichte bzw. deine Angst mit uns teilst. Das verlangt Charakter und vor allem eine gehörige Portion Mut, das muss an dieser Stelle auch mal gesagt sein, bei all denen, die immer gerne mit dem Finger zeigen. Von daher finde ich Beiträge wie Don sie schreibt (und das ist wirklich keine persönliche Kritik), auch eher unverständlich. Was bedeuten denn "unglaubwürdig" und "so wie jeder andere Betroffene". Ich denke, ein Bedürfnis nach Nähe und Sexualität ist wohl allzu menschlich und völlig natürlich, daran ändert die phobische Störung rein gar nichts... nur ist sie dabei natürlich sehr hinderlich und nutzt derartige Grundbedürfnisse als Nährboden, wie du sicher nur allzu gut weißt. Was mich an dieser Stelle interessieren würde (und ich hoffe, du liest noch in diesem Beitrag), wie gehst du mit deiner Angst im Alltag um? Welche Hilfe holst du dir bzw. hast du vor, in Anspruch zu nehmen? Gibt es Fragen, außerhalb von Übertragungsrisiken und Co., die du hast? LG, LODAN.

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