Mir geht es so schlecht ich weiß nicht mehr weiter

    Hallo liebe Gemeinde,


    ich muss einfach mal was loswerden. Seit 7 Jahren leide ich unter schlimmer Krankheitsangst. Zich Untersuchungen und psychotherapeutische Behandlungen habe ich schon hinter mir. Es hat sich inzwischen zu einer generalisierten Angststörung mit Zwangsgrübeln und massiver Panik ausgeweitet. Wir haben vor 2 Jahren ein gebrauchtes Haus gekauft, bei dem immer wieder Mängel und Dinge, die gemacht werden müssen, zu Tage kommen. Meine Störung tobt sich da mit massiven Angstgefühlen aus. Jedes Ding, was ich mache oder was gemacht werden muss, spiele ich im Kopf dutzende Male durch, als Zwangshandlung. Immer wieder habe ich Panik, dass alles verschimmelt, Wasser eindringt, der Hausschwamm kommt usw.

    Ein normaler Mensch könnte damit noch umgehen, ich jedoch habe schon Angst wenn es von Arbeit nach Hause geht.

    Hinzu kommen drei kleine Kinder (darunter Zwillinge) und eine Frau, der es seit Monaten nicht gut geht. Jetzt steht bei Ihe ein MRT an und ich habe Ansgt, dass da ein Hirntumor zum Vorschein kommt. Viele Ihrer Symptome würden passen.

    Sobald ich die Augen aufmache geht das Kopfkino und die Angst los. Immer bin ich avon getrieben. Ein normales, oder sogar glückliches Leben kenne ich nicht mehr. Die Familie leidet darunter, auch die Eltern und Schwiegereltern.

    Medis nehme ich Neuroleptika, SSRis habe ich alle durch. Es ist die Hölle. Und ich sehe keinen Ausweg :-(

  • 10 Antworten

    Was haben dir denn die Therapeuten geraten, was du tun kannst, wenn du wieder anfängst zu grübeln und deine Angst sich steigert?


    Zitat

    Jedes Ding, was ich mache oder was gemacht werden muss, spiele ich im Kopf dutzende Male durch

    Warum? Was würde passieren, wenn du es nur 1x durchspielst?


    Zitat

    Immer wieder habe ich Panik, dass alles verschimmelt, Wasser eindringt, der Hausschwamm kommt usw.

    Nun, spielen wir doch mal das Worst-Case-Szenario durch. Alles verschimmelt, Wasser eingedrungen und Hausschwamm... was würdest du dann tun? Wenn du dir nämlich bewusst machen würdest, was du in solchen Fällen tun kannst und was nicht, bist du besser vorbereitet, und musst dann das Szenario auch keine 100x in deinem Kopf abspulen.

    Onlinebraver, ich kann dich sehr gut verstehen. Ich leider unter dem gleichen Problem (nicht direkt auf das Haus bezogen, aber dafür in anderen Hinsichten).


    Es gibt mittlerweile Angebote von Krankenkassen, die eine Therapie via App anbieten. Ich fand den Grundgedanken sehr gut, weil du jederzeit auf die Inhalte zugreifen kannst und in Situationen, wo dich die Angst packt, deine "Liste", welche du gemeinsam mit den Therapeuten erarbeitet hast, abarbeiten kannst. Ich meine damit aber explizit die Programme der Krankenkassen, nicht irgendein Müll aus dem Appstore oder so. Vielleicht wäre das etwas für dich?


    Mehr kann ich da leider nicht helfen, da ich selbst akut betroffen und noch nicht wieder sehr stabil bin (ich war es mal, aber dann sind Dinge passiert, die mich wieder arg traumatisiert haben).


    Deiner Frau drücke ich die Daumen! Manche Symptome, die ein Hirntumor sein könnten, sind auch manchmal einfach nur Stress. Vielleicht ist es bei ihr sich unbewusst, weil sie merkt, dass du nicht okay bist? Ich stecke meinen Mann auch manchmal mit meinen Ängsten an, er ist aber so stabil, dass er den Schalter umlegen kann und sich dann keinen Kopf mehr macht. Ich denke, wenn er etwas anfälliger für so was wäre, würde es ihm auch schon nicht mehr so gut gehen. Nimm das jetzt bitte nicht als Vorwurf auf, du kannst ja nichts für deine Ängste. @:)

    Wieso verkaufst du das Haus nicht wieder, wenn es solche

    Ängste macht?


    Würde es sich in einer netten Wohnung dann nicht besser leben?


    Und ja, man wird dir doch Programme auferlegt haben während der Therapien.


    Setzt du die nicht um?

    Würdest du das tun, müsstest du natürlich auch anderes Verhalten zeigen


    Vielleicht willst du das unbewusst gar nicht?


    Nichts zu tun schützt davor, handeln zu müssen...

    Danke für euere Nachrichten das tut gut. Zum Glück kam nix raus bei meiner Frau! Therapien umsetzen sagt sich leicht wenn der Kopf Kino fährt...

    Das hat nichts mit leicht zu tun. Nur, wenn du weißt, was du tun musst in solchen Situationen, dann tu es auch, denn dann hört das Kopfkino ja auf.

    Wenn du das nicht schaffst, dann begib dich bitte in weitere Therapie. Es liegt bei dir daran etwas zu ändern.

    BenitaB. schrieb:

    Wieso verkaufst du das Haus nicht wieder, wenn es solche

    Ängste macht?

    Die Frage möchte ich auch stellen.


    onlinebraver schrieb:

    Wir haben vor 2 Jahren ein gebrauchtes Haus gekauft, bei dem immer wieder Mängel und Dinge, die gemacht werden müssen, zu Tage kommen. Meine Störung tobt sich da mit massiven Angstgefühlen aus. Jedes Ding, was ich mache oder was gemacht werden muss, spiele ich im Kopf dutzende Male durch, als Zwangshandlung.

    Mal davon ausgehend, dass Ihr hier noch abbezahlt, das Haus also finanziert wurde (Schulden)? Ihr sonst nichts auf der hohen Kante habt?

    Ich persönlich würde das niemals machen, schon mit 20 nicht, mit 30 nicht....heute mit Mitte 50 erst recht nicht. Ich habe selbst mein geerbtes Elternhaus verkauft obwohl es ok war und ich -vermeintlich- darin hätte gut leben können. Aber ich hatte nicht wirklich viel in Reserve. Und das Risiko war mir zu hoch. So habe ich nun eine schöne Mietwohnung, kann mir viel nebenbei leisten und wenn mal was an der Wohnung ist: Vermietersache. Der sich trotzdem freuen darf, denn da ich hier längerfristig bleiben möchte und das mit ihm auch so ausgemacht ist, habe ich schon so einige Dinge in der Wohnung nach Absprache verändert die nicht meine Sache gewesen wären und die Wohnung noch aufwertet. Win-Win-Situation.


    Ein Haus kaufen und halten würde ich nur dann, wenn ich es sofort zahlen kann und viel in Reserve habe (also: Lottogewinn ;-)).


    Denn: Schulden belasten generell. Und wenn sie dann auch noch den Existenzkern betreffen (das zu Hause) - ich hätte auch bei jedem kleinsten Problem das Flattern. Sei es im Job (dieser ist zum Beispiel gefährdet und ich kann in der Konsequenz den Kredit nicht mehr zahlen) oder eben, dass größere Ausgaben notwendig sind um das Haus instand zu halten. Das belastet unverhältnismäßig. Man steht zwangsläufig unter ständiger Anspannung, man ist nicht mehr wirklich frei - was man sich eigentlich bei einem eigenen Haus erhofft hat....


    Kann es nicht sein, dass hier die Ursache zu suchen ist für Deinen momentanen Zustand? Du diese Existenzängste lediglich ein wenig verlagerst (siehe Krankheitsängste)? Und zusätzlich in den Zwangsgedanken auslebst?


    Wie wäre es mit verkaufen und eine passende Wohnung oder auch ein Haus einfach mieten?

    Hallo

    Sind deine Ängste so stark, das du such körperliche Symptome hast?

    Wie ich es so verstehe, hast du ständige Angst.......Angst wegen des Hauses, Angst um deine Frau .....und wenn die Ängste gerade mal nicht sind, kommen andere Ängste dazu...??