Panikattacken, Herzstolpern, Herzrasen, komisches Gefühl im Kopf

    Huhu,


    Ich bin 34 und habe vor 4 Monaten mein fünftes Kind bekommen.


    Ich leide unter Herzstolpern, was zwei Mal abgeklärt wurde, immer alles okay.


    Jetzt, nach der Geburt habe ich einen langsamen Puls,mich schätze mal 55. das kenne ich so nicht, hatte sonst immer nen hohen Ruhepuls.


    Seit paar Tagen bin ich nachts aufgewacht, einmal mit starkem herzrasen und stolpern, was 4 Std anhielt.


    EKG beim Arzt wieder alles gut.


    Blut wurde Schildrüse gecheckt, Eisenwert war niedrig, daher Eisentabletten, die ich seit einer Woche nehme.


    Ich hab derzeit auf Appetitlosigkeit und Übelkeit, drängle mir mein Essen oft rein. Trinken tu ich sicher zu wenig, keinen Durst eben.


    Ich hab jetzt vermehrt ein Gefühl, als wäre ich nicht richtig da. Manchmal Druck im Kopf, heute wie leichter Schwankschwindel, nur ganz kurz. Immer müde.


    Habe aber auch immer irgendwie Angst ins Bett zu gehen, weil die Symptome ja wiederkommen könnten. Am 12.6. habe ich nen Termin bei einem Psychologen. war da noch nie.


    Was mir noch aufgefallen ist, das meine oberlider oder besser gesagt darüber die Haut unter den Augenbrauen bissl geschwollen ist. Leicht. Weiß jetzt nicht ob es noch ein Überbleibsel der Scheangerschaft ist oder woher das kommt.


    Hat jemand meine Symptome? Was könnte das denn sein?


    Ich kann mir auch die Angstgefühle nicht erklären.


    Meine letzten beiden Kids kamen im Abstand von einem Jahr. Vielleicht auch der Körper bissl überbelastet?


    Bin dankbar für jeden Rat!!!

  • 24 Antworten

    Sind Extrasystolen/ Bigeminus aufgrund Panikattacken gefährlich?

    [Dieser Beitrag war ursprünglich der Beginn eines eigenständigen Fadens]


    Huhu


    ich habe in letzter Zeit so Angstgefühle, das steigert sich manchmal in Panik mit Herzrasen, dann kommen die nervigen Extrasystolen hinzu. Manchmal tritt auch ein Bigeminus auf, also Schlag, Extrasystolen, Schlag, Extrasystole... Das geht ein paar Mal so, dann wieder normal und dann wieder 1:1 im Wechsel.


    Ist das gefährlich?


    Beim Kardiologen war ich schon mehrfach, 2 Mal Herzultraschall, ein Langzeit EKG und normale EKGs besagen das ich ein Bildschönes Herz habe...


    Oder soll ich nochmal hin?

    Wenn du schon mehrfach beim Kardiologen warst und der dir sagt das alles in Ordnung ist, warum solltest du dann nochmal hin?


    LG

    Weil dieser Bigeminus auf dem Langzeit EKG nicht aufgetreten ist. Ich habe nur kurz geschildert, das manchmal jeden Schlag ein Extraschläge folgt.


    Weiß nicht, ob er das so ernstgenommen hat.


    Weißt du, ich hab fünf Kids, zwei davon noch ganz klein ( 15 und 3 Monate) und ich hab einfach Angst, das mir mal was passiert, wenn ich mit ihnen allein bin oder ich mal ins KH muss.


    Meinst du ich muss mir echt keine Sorgen machen?


    Hatte vorige Woche eine Nacht mit Herzrasen und da kam eben auch dieser Bigeminus vor.


    Lieben Dank

    Liebe Denise,


    es gibt im Leben keine 100% Sicherheit. Aber wenn du schon mehrmals beim Kardiologen warst und der nichts krankhaftes gefunden hat, dann ist die Gefahr das du etwas am Herzen hast doch eher gering bis gegen 0 gehend.


    LG

    Liebe Denise,


    ich habe gerade noch deine anderen Beiträge gelesen.


    Ich glaube du steuerst gerade in eine Angststörung, evtl. mit Panikattacken.


    Vermutlich ist dein Leben auch nicht gerade stressarm mit fünf Kindern und dabei zwei so Kleinen.


    Dein Herz wurde untersucht und dir wurde gesagt, daß alles okay ist.


    Wie sieht es denn gerade in deinem Leben aus? Hast du auch ein wenig ZEit für dich?

    Hallo Denise,


    Wenn du beim Kardiologen warst, musst du dir da keine Sorgen machen.


    Ich kenne jemanden, der auch oft (unter Panikattacken und auch in ganz normalen Situationen) Herzstolpern hat und deswegen regelmäßig ins Krankenhaus gefahren ist, um zu sehen ob alles in Ordnung ist. War es übrigens immer.


    Da ging es so weit, dass über mehrere Wochen beinahe ununterbrochen ein Herzstolpern spürbar war, was dementsprechend mehr Angst ausgelöst hat... Jede Untersuchung wurde gemacht, sogar eine Herzkatheteruntersuchung trotz ansonsten unauffälliger Befunde. Und es wurde nichts entdeckt – gesundes Herz, trotz ununterbrochenem Stolpern. Dass das Herz gerade bei Angstattacken "aus der Reihe tanzt" ist nicht ungewöhnlich und auch nicht gefährlich.


    Ich weiß aber, wie das ist wenn man trotz Besuch beim Kardiologen noch eine große Unsicherheit spürt, auch wenn der gesunde Menschenverstand sagt, dass eine Krankheit höchst unwahrscheinlich ist. Im Falle des Falles, wenn du aus der Angstfalle gar nicht mehr raus kommst – einfach mal ins KH fahren und es abchecken lassen. Es wird mit Sicherheit alles in Ordnung sein und dann wieder kannst du beruhigt nach Hause gehen.

    Danke für eure lieben Antworten, das beruhigt mich etwas.


    Ja, ich glaube auch, das ich in eine Angsterkrankung steuere, ich bin heute früh mit einem Angstgefühl aufgewacht, das auch nicht weg ging. Dazu Übelkeit und keinen Appetit. Ich höre grad auf zu Stillen, irgendwie hat mich das zu sehr geschlaucht. Es ging einfach nicht mehr.


    Kennt jemand dieses Angstgefühl? Ich hab mir einen Termin beim Psychologen besorgt, ich hoffe das ist der richtige Weg.


    Noch dazu habe ich extreme Verspannungen im Hals Schulterbereich, was zu Druck im Kopf führt. Der mir ja auch Sorgen macht.


    Ich möchte auch nicht ins Krankenhaus, grad die Kleinsten brauchen mich ja noch sehr.


    Es ist wie ein Teufelskreis, zum Teil habe ich abends schon Angst, schlafen zu gehen, weil das stolpern ja wiederkommen könnte :°(


    Ich fühle mich so hilflos.


    Im Blutbild wurde Schildrüse, B12, Entzündungswerte gecheckt, da war alles ok. Nur der Eisenwert war grenzwertig, wogegen ich jetzt seit gut einer Woche Tabletten nehme.


    Und was auch schlimm ist, dieses Gefühl im Kopf, als wäre man nicht richtig da.


    Mann ich will doch einfach nur richtig fit sein, fange schon wieder an zu heulen :((( :-(

    Liebe Denise,


    ja ich kenne dieses Angstgefühl. Sehr viele Leute haben mit Panikattacken und einer Angststörung zu kämpfen, und es ist echt schwer, sich da wieder heraus zu winden. Ich möchte dir nahe legen, nicht in die Falle zu tappen und Angst vor der Angst zu entwickeln. Deine Angstgefühle sind da, das musst du erst mal akzeptieren – du musst sie zulassen, da Verdrängung vieles schlimmer machen kann. Es ist deswegen wichtig, dass du erkennst, dass dir nichts passieren kann. Der Körper und die Psyche sind eine Einheit, die sich gegenseitig stark beeinflussen. Wenn das Herz stolpert, dann kann das Ausdruck deiner Angst sein, ebenso wie Übelkeit, Verspannungen und viele andere Symptome, die tatsächlich körperlich da sind, im Grunde aber keinen Krankheitswert haben. Auch ich muss(te) erst mal lernen, das zu akzeptieren und bin noch dabei. Mir hilft es, körperliche Ursachen so gut wie möglich auszuschließen, denn natürlich kann man auch Läuse und Flöhe gleichzeitig haben. Zudem habe ich Probleme mit meiner Wirbelsäule, durch die ich oft an Atemnot, Herzstolpern und Brustschmerzen leide. Eventuell könntest du mal gucken, ob in der Richtung bei dir etwas vorliegt, denn von Rückenproblemen können allerhand Symptome kommen, die man erst mal nicht mit Muskeln oder Wirbelsäule in Verbindung bringt. Verspannungen können sich ebenso in vielen gemeinen Symptomen ausdrücken, auch der Druck im Kopf gehört dazu. Und Verspannungen bekommt man lächerlich leicht, vor allem wenn man viel unter Stress ist. Du musst dir das so vorstellen: Dein Körper ist durch deinen sicherlich oft stressigen Alltag einem großen Druck ausgesetzt, ständig unter Strom, sicher auch unbewusst verkrampft. (ich z.b. beiße öfter die Zähne zusammen und merke oft, dass ich mich in einer unentspannten Haltung befinde – so subtil es auch ist, auf Dauer zeigt es große Wirkung.) Zusätzlich dazu hast du große Angst, was immensen innerlichen Stress auslöst. Dieser Stress muss aber auch irgendwie wieder abgebaut werden. Ist dafür kein Ventil vorhanden, kann es zu Panikattacken kommen, die praktisch als Stressabbau für den Körper dienen. Diese Attacken sind bei jedem anders und können sogar bist hin zu Lähmungserscheinungen reichen – so viel zu körperlichen Symptomen, die praktisch "nur" von der Psyche kommen. ABER! Das ist überhaupt nicht gefährlich. Das ist ein Schutzmechanismus, der abgespult wird, ob du willst oder nicht. Du kannst dagegen erst mal nichts machen, außer es zu akzeptieren und zuzulassen, und dann zu merken, dass auch wieder vorbei geht. Dennoch führt es schnell in eine Spirale, die noch mehr Angst begünstigt, diese wiederum verursacht mehr Stress, der wiederum Angst auslöst, etc etc. Daher gilt es, so früh wie möglich diesen Kreislauf zu durchbrechen. Ein kleines Beispiel von mir: Ich habe ein paar Wochen lang ständig gezittert und Schüttelfrost gehabt, bekam dann Panikattacken, die manchmal unterschwellig waren und manchmal richtig extrem – Atemnot, starkes Zittern, unbändige Angst. Irgendwann habe ich gemerkt, dass der Körper dieses Programm abspult, wenn er das will, und dass ich in dem Momenten einfach nur durchhalten muss. Und eines Tages, als ich beim Einschlafen plötzlich dachte, ich ersticke gleich, meine Atmung fühlte sich so komisch an, mein Hals schien plötzlich zuzuschwellen – da hab ich mir gedacht – na und? Das ist nur ne scheiß Attacke, das ist nicht echt. Ich habe es geschafft, den Mist im Keim zu ersticken. Seitdem hatte noch ein paar dieser Anflüge, aber es geht besser und besser, und richtige Attacken bekomme ich gar nicht mehr – und selbst wenn sie wieder kommen, weiß ich, woran ich bin. In so einer Situation, versuche einfach nur auf deine Atmung zu achten – leg deine Hand auf den unteren Bauch und atme so entspannt wie möglich, konzentriere dich auf deine Hand, die dabei auf und ab geht. Oftmals ist die sogenannte Bauchatmung schon sehr hilfreich, um falsche Atmung zu unterbinden.


    Jedenfalls: Du brauchst definitiv einen Zeitraum, der nur dir und deinem Körper und Psyche gilt. Du brauchst einen Ausgleich, um den Stress abzubauen, der sich im Moment vermutlich sehr stark in dir anstaut. Den Rat, den ich immer wieder höre, und den es zu beherzigen gilt, ist Sport zu treiben. Natürlich nicht auf Zwang – wenn ich dir jetzt sagen würde, geh jeden Tag ne halbe Stunde laufen, du aber keinen Bock auf laufen hast, macht es keinen Sinn. Suche dir etwas, wobei du deinen Körper ein bisschen fordern kannst, etwas woran du Spaß hast. Lerne, deinem Körper wieder zu vertrauen. Wenn es irgendwie geht, suche dir eine Entlastung im Alltag, jemanden der mal die Kinder übernimmt oder sich um den Haushalt kümmert. Du solltest an der jetzigen Situation etwas ändern, damit du nicht schlussendlich beim Burnout endest. Auch, wenn es verdammt schwer sein muss, mit drei Kindern ein Zeitfenster zu finden, das nur dir zugänglich ist... Es ist wichtig, dass du auf dich achtest, dass es dir wirder besser geht, dass du einen Weg findest, den Stress auf Dauer gesund abzubauen.


    Ich weiß, es ist schwer, sich nicht verrückt zu machen. Verdammt schwer. Und es wird Zeit brauchen und Energie kosten. Aber Dein jetziger Zustand kostet dich ebenfalls schon sehr viel Energie, und wenn du dich immer weiter darauf einlässt, dann wird es immer unangenehmer und immer schwerer, da wieder heraus zu kommen. Wenn möglich, nehme dir Urlaub, suche dir einen schönen Sport, der dir zusagt, investiere in dein Wohlbefinden. Und wie gesagt, scheue dich nicht davor, in einer Situation mit großer Angst und Herzstolpern einfach mal ins Krankenhaus zu fahren und es überprüfen zu lassen. Dann weißt du, dass da tatsächlich nichts ist und das kann auch schon sehr helfen. Unter Umständen wäre es vielleicht auch nicht verkehrt, wenn du dir professionelle Hilfe in Form einer Psychotherapie suchst, auch das kann neue Einblicke geben und dir helfen.


    Ich hoffe, dass ich dir jetzt etwas helfen konnte und dass du in nicht allzu ferner Zukunft wieder etwas angstfreier leben kannst. Ich wünsche dir alles Liebe!

    Zitat

    Ist das gefährlich?

    Nein! Der eigene Körper richtet sich nicht gegen einen selbst! Deine Beschwerden müssen da sein, weil der Körper bei Angst Adrenalin ausstoßt! Es ist in unseren Genen, dass sich der Körper bei Angst so verhält wie er es tut, er macht sich sozusagen zur Flucht bereit. Keine einzige Beschwerde die Angst oder Panik verursacht ist gefährlich, so gefährlich es einen auch selber vorkommt.


    lg Stritzi

    @ Denise1504

    http://www.angst-panik-hilfe.de/


    http://www.palverlag.de/Panikattacken.html


    Kann dir diese beiden Seiten empfehlen, da stehen die verschiedenen Ängste und deren körperliche Reaktionen sehr gut beschrieben. Gut, dass du zur Therapie gehst, bevor der Teufelskreis der Angst richtig ausbricht, besser früher als später!

    Ich kenne dieses Angstgefühl auch.


    Leide seit zwei Jahren an einer Angsterkrankung mit Panikattacken.


    Wenn du magst, dann schreib mir.

    Ihr Lieben, ganz vielen lieben Dank für Eure Mühe und die lieben Zeilen! Es tut sehr gut, mal andere Meinungen zu hören und hilft mir sehr, wenn ich sehe, mir geht es nicht alleine so.


    Ich möchte ja so gut es geht für meine fünf Kiddies da sein, da kann ich nicht durchhängen.


    Mich belastet viel zur Zeit, meine Mutti leidet unter Schizophrenie, ist derzeit wieder im Krankenhaus Zwangseingewiesen. Jedes mal wenn sie entlassen wird, nimmt sie keine Medis mehr und landet schließlich nach totaler Verwahrlosung zu hause wieder dort.


    Vor vier Jahren starb mein Vati an Lungenkrebs, ich habe ihm bis zum Tod die Hand gehalten, sah ihn sterben, das werde ich auch nicht los.


    Das sind sicher alles Sachen, die tief festsitzen. Nächste Woche habe ich einen Termin beim Psychologen und habe große Hoffnung, das mir das wirklich hilft.


    Ich kann zur Zeit auch nix essen, habe einfach keinen Appetit, frühes ist mir immer schlecht. Heute hab ich nur ne Banane und zwei Kekse. Es geht einfach nix rein.


    Ich hänge so durch, bin müde, schlapp, kraftlos. Dabei will ich doch raus in die Sonne mit meinem Freund und den Kids. wir haben es jetzt schön, ein Haus gebaut, der Garten wird grad gemacht und es ist alles einfach toll.


    Naja, ich danke euch von Herzen fürs zuhören und das ihr da seid!!! :)^ :)=

    Oje, klar dass das irgendwann einmal raus musste, ewig kann man Probleme nicht in sich haben, irgendwann kommen sie raus, leider oft in Form von Angst.


    Vl kannst du eine Aufpasserin für die Kinder engagieren? Zeit für sich selbst ist wichtig, sonst wird der Stress irgendwann zu viel :/

    Kann aber schon sein dass irgendwelche Mangelerscheinungen durch zu wenig Nahrung die Extrasystolen begünstigen, denke ich.


    Aber gefährlich ist das sicherlich nicht.