stehe kurz vor dem Durchdrehen

    Hallo Forum,

    ich bin ganz neu hier, hab mich etwas durch die Beiträge gelesen und finde hier wirklich sehr gute Beschreibungen, Ratschläge und Hilfen wie mit einem Umgegangen werden kann.

    Folgendes macht mir so viel zu schaffen das ich kurz vorm umfallen bin:

    Meine Frau (54) hat am 5.11. eine Bauchspiegelung, da an der Gebährmutter etwas festgestellt wurde (Aussage von der Frauenärztin warscheinlich Myom) und man sieht den linken Eierstock nicht beim Ultraschall. Also wurde eine Bauchspiegelung angeordnet mit der Aussage wenn da was ist machen wir das gleich weg (Myom, Eierstock könnte mit weg, Teile der Gebährmutter). Die Beratung/Fragestellung ging gleich weiter, da der Kinderwunsch abgeschlossen ist können wir die Eileiter gleich mit entfernen zur Krebsvorsorge und damit die Spirale (Mirena) gleich mitziehen die schon überfällig zu lange auf anraten der FA dringeblieben ist um Schwangerschaften in den Wechseljahren zu verhindern. Die brächte man dann ja ebenfalls nicht mehr. So...so viel zum bisherigen Prozedere....

    Ich bin seit der Untersuchung am 16.10. total bei meiner Frau. Ich zeige Ihr nur jede mögliche Liebe, rede mit Ihr über alles was Sie mag, Frage auch nach... streichele Sie zu jeder Zeit sehr zärlich gebe Ihr Zuneigung, Liebe und alles an Aufmerksamkeit was geht, helfe was ich nur kann und soll. Ihr gefällt es auch sehr, auch wie ich mich um Sie kümmere und alles drumherum. Also quasi eine 100% Situation für Sie...bessere würde nicht gehen. Sie selbst lebt lt Aussage im Moment etwas auf verdrängertaktik und sagt wir machen das einfach so und dannach wird alles wie vorher sein.


    Nun zu meiner Frage bzw Problem. Mich hat das irgendwie psyschich so hart getroffen, ich kann damit gerade nicht umgehen. Wir sind Selbstständig und ich bin so fertig dadruch, mit passieren andauernd Fehler. Ich schlafe jede Nacht nur 2,5h, hab nur noch Durchfall und hab heute Nacht das erste mal erbrochen. Dieser Gedanke das ich meine Frau wegen dieser Fuck C.....Problematik an der Eingangstür abgeben muß, und kann ich darf nirgendswo bei Ihr sein und Ihr helfen, seelisch moralisch und egal wo sonst noch bei, Hölle. Der Gedanke das jemand Instrumente in Sie sticht, sie Schmerzen haben könnte und und und... bringen mich um und ich kann nicht bei Ihr sein. Ich habe mir die letzten Nächte so ziemlich jedes Video über Eierstockentfernung, Myomentfernung, Gebährmutterentfernung über Lapraskopie reingezogen was es nur gibt. Hab jeden nur möglichen Text gelesen den ich gefunden habe. Weil ich es musste!!! Es lässt mir keine Ruhe... ich versuche es auch abzustellen oder mich abzulenken, aber es klappt nicht. Es soll in einer Tagesklinik gemacht werden, und die einzige Aussage die ich bekommen habe, wenns gut geht und Sie käme früh dran (den Termin bekommen wir 1 Tag vorm OP!!!!!) kann ich sie Abends wieder abholen, wenns schief geht bleibt Sie über Nacht. Ich bin Ihr gegenüber in keinster Weise egoistisch oder sonst wie negativ eingestellt, zeige es auch in keinster Art und Weise, aber solche Handlungen bringen gerade die größe Wut gegen diesen Schöpfer in weiss....


    Wer kennt so etwas...

    Hat jemand Erfahrung mit gleichem Problemen....

    kann mir jemand Tipps geben wie ich mir selbst helfen kann...


    ich kann nicht mehr!

  • 45 Antworten

    Lieber TE! Vor allem solltest du dir solche Filme nicht ansehen und nicht googeln, um an Informationen zu kommen. Ich kann deine Besorgnis verstehen und finde es toll, wie du deine Frau mit Liebe unterstützt. Du darfst dir nicht vorstellen, wie deine Frau aufgeschnitten wird. Sie spürt ja durch die Narkose nichts und wird während der Narkose engmaschig vom Anästhesisten überwacht. Bei einer Laparoskopie wird nicht der Bauch aufgeschnitten, es wird minimal invasiv operiert, das nennt man Schlüssellochchirurgie. Ich persönlich habe diese OP selber hinter mir, auf die gleiche Weise. Während der Laparoskopie wurde in Vollnarkose ein gutartiger Tumor und der linke Eierstock minimal invasiv entfernt. Völlig komplikationslos, nach 3 Tagen wieder zu Hause. Am besten wäre, du würdest bei dem Vorgespräch dabei sein, wenn deine Frau das möchte und mit dem Arzt über deine Sorgen sprechen. Hier im Forum sind ausgebildete Psychologinnen aktiv, wenn diese deine Fragestellung lesen, können sie dir sicher bessere Tipps zu deiner momentanen Situation geben, als ich. Ich wünsche deiner Frau und dir alles Gute!

    Ich bin übrigens freiwillig 3 Tage in der Klinik geblieben, weil ich niemanden hatte, der sich ein wenig um mich kümmert. Eine Nacht ist auf Grund der Narkose normal, ich hätte am anderen Tag auch gehen können, aber nicht am gleichen Abend, da mein Blutdruck zu niedrig war und ist.

    Kann es sein, dass du Angst vor Kontrollverlust hast? Tagesklinik ist prima, da kannst du sie abends oder am nächsten Tag wieder umsorgen!

    Hör bitte auf, Dich in Hororszenarien reinzusteigern. Das hilft weder Dir noch Deiner Frau. Eine Laparoskopie im gynäkologischen Bereich ist eine absolute Routine-OP. Mir selbst wurde im Dez. 2016 minimal invasiv der Muttermund, meine umgekippte Gebärmutter aufgrund eines monströsen Myoms und die Eileiter entfernt. Lediglich die Eierstöcke sind verblieben.


    Die Op dauerte etwa 2 Stunden, nach Aufwachraum bin ich direkt im Zimmer auf die Toilette gewandert, ohne Probleme. Je schneller man mobil ist, desto eher erfolgt die KH-Entlassung. Ich bin am 2. Tag nach der OP aus dem KH entlassen worden und habe nach knapp 2 Wochen wieder Vollzeit gearbeitet.


    Schmerzmttel wie Novalgin sind üblich nach so einer OP, Schmerzen müssen also nicht sein. Optisch hatte ich vier Ministiche am Bauch, innerlich hat man sicherlich ein große Wunde, die heilen muss und dafür darf sie sich auch länger als 2 Wochen Zeit nehmen. Mein Maß ist da nicht das Maß aller. Trotzdem muss Du jetzt keine Panik schieben, gib ihr lieber optimistische Zuversicht, das hilft ihr mehr, als ein überaufgeregter Ehemann.

    Ich würde mich erschlagen fühlen, wenn sich jemand so wegen mir kaputt hirnen würde.


    Ich habe sowohl Notoperationen hinter mir als auch Routineoperationen. Insgesamt über 50.


    Wie schrecklich, wenn Mann sich dann vorstellt, wie was geschnippelt wird. Und das nach der Op so richtig fett im Gehirn gespeichert hat.

    Zitat

    Ich würde mich erschlagen fühlen, wenn sich jemand so wegen mir kaputt hirnen würde.

    :)^

    Mit solch einem Verhalten kann ich auch absolut nichts anfangen. Ich habe auch schon einige OPs hinter mir - leichtere und einige, die etwas schwerwiegender waren -, und wenn mein Mann jedesmal so einen Aufstand gemacht hätte, würde ich wirklich an seinem Verstand zweifeln. Mitfühlend kann man ja sein, aber das, was da abgeht, ist in meinen Augen nicht normal.

    Und wie schon gesagt, es ist eine Routine-OP und nichts, worüber man(n) sich einen Kopf - wie hier beschrieben - machen sollte.

    Für mich wäre das kein Trost, sondern es würde mich sehr belasten, wenn ich mir zusätzlich zu den Gedanken um eine OP auch noch darüber Gedanken machen müsste, wie mein Mann damit klarkommt. Dass er Ängste hat, ist klar und auch verständlich. Aber ein bisschen mehr Zurückhaltung seitens des TE und mehr Optimismus wäre schon schön.

    lieblingswinzer schrieb:

    Der Gedanke das jemand Instrumente in Sie sticht, sie Schmerzen haben könnte und und und... bringen mich um und ich kann nicht bei Ihr sein. Ich habe mir die letzten Nächte so ziemlich jedes Video über Eierstockentfernung, Myomentfernung, Gebährmutterentfernung über Lapraskopie reingezogen was es nur gibt. Hab jeden nur möglichen Text gelesen den ich gefunden habe. Weil ich es musste!!!

    Ehrlichgesagt hat dir das doch gar nichts gebracht. Man sollte sich bei bestimmten Eingriffen selbst informieren, um auch eine eigene Entscheidung für Operatur und OP-Technik treffen zu können. Aber Videos ansehen und sowas - das bringt gar nichts. Kann man aus Interesse tun, aber wenn man zart besaitet ist nicht klug und die Reaktion sieht man jetzt ja an dir.

    Du wirkst du, als wärst du fertiger als deine Frau. Kann man in so einer Situation nicht gebrauchen. Ehrlichgesagt glaube ich, für sie ist es besser, wegen Corona dann allein in der Klinik zu sein. Du würdest so kurz vor dem Eingriff keine Ruhe und Sicherheit geben können, da du selbst das Gegenteil davon bist. Und das spürt man, egal wie viel das Nervenbündel neben einen streichelt.

    lieblingswinzer schrieb:

    , wenns schief geht bleibt Sie über Nacht.

    Das wurde mit Sicherheit SO nicht gesagt "wenns schief geht". Das ist deine Interpretation. Und ich sags gleich vorweg: Wenn das passiert, dass sie eine Nacht zur Beobachtung bleibt, dann ist sicher nicht alles easypeasy-bilderbuchmäßig gelaufen, aber es ist auch nicht automatisch ein gefährliches "schief gegangen".

    lieblingswinzer schrieb:

    aber solche Handlungen bringen gerade die größe Wut gegen diesen Schöpfer in weiss....

    Welche Handlungen? Es ist gar nichts passiert und du hast Wut auf einen Arzt, noch bevor er was falsch gemacht hat (und selbst wenn wirklich was nicht gut läuft, ist das nicht automatisch ein Ärztefehler).


    Puh.

    Schmerzmittel sind kaum erforderlich. Es kann zu starken Schulterschmerzen kommen, in unterschiedlicher Intensität. Hört sich komisch an, ist aber Fakt. Das Gas, daß während einer Laparoskopie verwendet wird, entweicht über die Schulter.

    mnef schrieb:
    lieblingswinzer schrieb:

    , wenns schief geht bleibt Sie über Nacht.

    Das wurde mit Sicherheit SO nicht gesagt "wenns schief geht". Das ist deine Interpretation. Und ich sags gleich vorweg: Wenn das passiert, dass sie eine Nacht zur Beobachtung bleibt, dann ist sicher nicht alles easypeasy-bilderbuchmäßig gelaufen, aber es ist auch nicht automatisch ein gefährliches "schief gegangen".

    Das hat mit schief gehen nichts zu tun, eine Nacht stationär nach einer Vollnarkose ist nicht unüblich. Wenn der RR total absackt, beim ersten Aufstehen sehe ich das als richtig an.

    mnef schrieb:
    lieblingswinzer schrieb:

    aber solche Handlungen bringen gerade die größe Wut gegen diesen Schöpfer in weiss....

    Welche Handlungen? Es ist gar nichts passiert und du hast Wut auf einen Arzt, noch bevor er was falsch gemacht hat (und selbst wenn wirklich was nicht gut läuft, ist das nicht automatisch ein Ärztefehler).


    Puh.

    Ja, du könntest ja auch mal ein bisschen dankbar dafür sein, daß deine Frau so gründlich untersucht wurde und daß es solche OPs überhaupt gibt!


    Warst du denn nach der Untersuchung nicht wenigstens froh, daß es bei deiner Frau nichts Bösartiges war, sondern etwas, was man leicht entfernen kann?

    Und nach einer OP mit Vollnarkose wäre es mir auch sehr viel lieber, wenn ich nicht am selben Tag aus dem KKH entlassen würde...