Besteht Anspruch auf Reha vor Krebsbehandlung?

    Hallo,


    ich habe einen neuroendokrinen Tumor im Magen welcher entfernt werden soll. Dafür soll ggfs der Magen größtenteils raus, da sind sich die Ärzte noch uneins. Mein zusätzliches Problem ist eine Essstörung, welche sich über Jahrzehnte manifestiert hat. Ich bin stark übergewichtig und das Essen ist DAS Medium mir etwas Gutes zu tun. Ich bin nicht in der Lage ohne professionelle Hilfe mein Essberhalten zu ändern. Der Chirurg wird mich nur am Magen, aber nicht im Kopf operieren können. Gibt es die Möglichkeit im Vorfeld der OP eine Behandlung zum Ändern der Essstörung genehmigt zu bekommen, als ganzheitliche Behandlung sozusagen. Fachärzte sehen immer nur ihr Fachgebiet und nicht den ganzen Menschen, so meine persönliche Erfahrung, dementsprechend habe ich bisher auf entsprechende Fragen nur ausweichende Antworten bekommen. Wisst ihr was darüber?

  • 9 Antworten

    Ich hab das nicht so ganz verstanden.


    Du möchtest eine onkologische Reha, obwohl du noch noch operiert worden bist?

    sgrund schrieb:

    ich habe einen neuroendokrinen Tumor im Magen welcher entfernt werden soll. Dafür soll ggfs der Magen größtenteils raus, da sind sich die Ärzte noch uneins.

    Davon hast Du schon vor 18 Monaten berichtet. Ist in der Zwischenzeit nichts weiter untersucht oder behandelt worden?

    sgrund schrieb:

    Der Chirurg wird mich nur am Magen, aber nicht im Kopf operieren können.

    Welche Kopf Op steht denn da an, bzw. warum kann am Kopf nicht operiert werden?



    sgrund schrieb:

    Gibt es die Möglichkeit im Vorfeld der OP eine Behandlung zum Ändern der Essstörung genehmigt zu bekommen, als ganzheitliche Behandlung sozusagen.

    Krebserkrankungen haben grundsätzlich Vorrang. Nur aus deinem EP kann ich nicht erkennen, worum es (dir) wirklich geht.

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    Hyperion schrieb:

    Ich hab das nicht so ganz verstanden.


    Du möchtest eine onkologische Reha, obwohl du noch noch operiert worden bist?

    Nein,


    eine Reha vor der Onk. OP zum Ändern des Essverhaltens. Es ist eine Sucht wie Drogen, Spielsucht usw. Wenn sich dieses Verhalten nicht vor der OP ändert geht es danach schnell um Leben und Tod.

    Mein Tumor wächst langsam und das Stadium ist nach wie vor früh. Ich habe bald ein Gespräch über die Sachlage mit einem Prof. Mir geht es darum fit zu werden für die Zeit nach einer OP. Die Ärzte mit denen ich bisher in dieser Sache zu tun hatte haben nur ihren Fachbereich im Fokus und missachten die Suchtproblematik. Ich muß andere Verhaltrnsweisen erlernen, dass ist ein langer und schwieriger Prozess und geht nicht so nebenbei. Wenn sich im Kopf nichts ändert und ich im Laufe der Zeit wieder mehr Essen kann besteht die Gefahr den Körper so zu belasten das z.B. der Ersatzmagen platzt oder oder oder. Ich hoffe die Lage so besser beschrieben zu haben.

    Dann besprich das doch genauso mit dem Professor. Er kann eher beurteilen, ob Du vor der Op oder erst danach zu einer Reha kannst oder musst.


    Was Du aber bereits jetzt schon machen könntest, Dich an Deine Krankenkasse wenden und nach einer Ernährungsberatung zu fragen. Es gibt Krankenkassen, die Ökotrophologen oder Ernährungsberater beschäftigen oder Dir zumindest Kooperationspartner nennen können.

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    Du könntest als ersten Schritt eine Therapie beginnen. Eine Reha als solches wirst du eher nicht VOR der OP bekommen. Du könntest dich an eine Klinik wenden, die auf Essstörungen spezialisiert ist. Da kannst du natürlich stationär hin, aber eine Reha ist das nicht, sondern auch Teil einer Therapie.


    Ich hab übrigens einen Magenbypass. 150ml fasst mein Magen jetzt noch (und es wurde noch ein bissl was umverdrahtet Richtung Darm). Ich habe mich 1 Jahr intensiv darauf vorbereitet und wusste, was auf mich zukommen würde. Außerdem habe ich Wege gefunden, mich zu beschäftigen. Ich habe nicht mehr so oft Hunger und nur selten Appetit. Wo ich früher eine halbe Tafel RitterSport futtern konnte, reichen mir heute 2 Stückchen. Ein belegtes Brötchen reicht für 3 kleine Mahlzeiten. Aber es ist okay. Bei dir wird es sicher etwas anders sein, das ist mir klar. Aber wenn du die Zeit jetzt zur Vorbereitung nutzt, wird sicher alles gut werden.

    Das ist keine Reha, was du suchst, sondern eine psychosomatische (psychiatrische) Klinik, spezialisiert auf Essstörungen. Google doch einmal, ob du eine Klinik in deiner Nähe findest. Und das würde ich dann auch nicht mit dem Gastroenterologen besprechen, sondern mit deinem Hausarzt, der dich wahrscheinlich dann überweisen muss.

    Deine Idee ist doch gut.

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    Außerdem habe ich Wege gefunden, mich zu beschäftigen.



    Wie beschäftigst du dich? Das ist als Rentner ein großes Problem.




    Ich habe nicht mehr so oft Hunger und nur selten Appetit. Aber wenn du die Zeit jetzt zur Vorbereitung nutzt, wird sicher alles gut werden.


    Wie hast du die Zeit vor der OP konkret genutzt?