Brustkrebs nicht gestreut?

    Hallo zusammen,


    während der Brust-OP wird der Wächterlymphknoten entfernt und untersucht.


    Sollte der Wächterlymphknoten von Tumorzellen befallen sein, kann er gestreut haben (muss aber nicht).


    Was ist wenn er nicht befallen ist? Kann man dann sicher sagen, dass er nicht gestreut hat?


    Die Abtastung und Sonographie war nicht auffällig. Das ist keine Entwarnung, aber schonmal ein Lichtblick...


    Könnt ihr mir hier vielleicht ein bisschen weiterhelfen?


    Vielen Dank im Voraus.

  • 6 Antworten
    Zitat

    http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=25709

    ein sehr interessanter Artikel diesbezüglich. Meine Mutter hatte 2001 einen 3x5 cm großen Tumor und trotzdem wurde nur der Wächterlymphknoten entfernt.


    Sie kam danach öfter in die Röhre (bei kleinen "Wehwehchen" sass die Angst einfach noch lange zu tief) und alles war gut.

    Vielen Dank für deine Antwort und den guten Bericht.


    Hat sich deine Mutter mittlerweile wieder körperlich vollständig erholt? Ist sie geheilt vom Krebs?

    Zitat

    Bei 4,6 Prozent dieser Patientinnen wäre damit ein Befall der Achsellymphknoten durch die Sentinel-Technik übersehen worden.

    Also ist das Verfahren ca. 95,6 % sicher, wenn ich das richtig verstanden habe :-)

    Huhu,


    sie ist, was den Krebs angeht, vollkommen gesund. Man sagt ja, dass man nach 5 Jahren als geheilt gilt, bei Brustkrebs 10 Jahre. Andere wiederum sagen, dass man bei BK eigentlich nie als geheilt gilt. Bei meiner Ma sind es jetzt über 13 Jahren und wir hoffe, dass es wirklich vorbei ist.


    Da sie einen Sofortaufbau der Brust hat machen lassen, musste sie vorab auch ein MRT (oder war es ne Sinti?) machen lassen, um auszuschließen, dass das zu verpflanzene Bauchgewebe krebsbefallen ist.


    Ich hab es auch so interpretiert, dass in einigen wenigen Fällen die Wächterlymphknoten übersprungen werden. Was man jetzt für sich daraus zieht muss jeder selber wissen.


    Die Mutter einer guten Freundin hatte vor 16/17 Jahren BK und ihr wurden alle Lymphknoten entfernt und ich habe gesehen, was das gesundheitlich/beruflich bedeutet. Sie wurde erwerbsunfähig, musste immer Kompressions"handschuhe" (was ist das Gegenteil von K-strümpfen??) tragen, zur Lymphmassage etc. weil ihr Arm für Belastungen nicht mehr zu gebrauchen war und sich die Lymphe immer staute.


    Bei meiner Ma haben sie prophylaktisch eine "leichte" Chemo gemacht, wobei das Wort "leicht" echt n Witz ist.


    Wie gesagt bei der Diagnose sollte man sich ausführlich durch (mehrere) Ärzte beraten lassen und dann für sich entscheiden. Also natürlich nur, wenn der Wächterlymphknoten nicht befallen ist.

    Das freut mich dass sie wieder vollkommen gesund ist :)


    Die Sache mit dem Überspringen habe ich auch schonmal gelesen. Ebenso das mit den Lymphödemen... Das ist echt nicht schön.

    Es ist nicht möglich zu feststellen ob Krebs nicht in andere Organe gestreut hat.


    Einzelne Krebszellen sind mit normalen Untersuchungsmethoden nicht zu erkennen.


    Erst wenn die Metastasen eine Größe von ca. 5 mm oder mehr erreichen, werden sie sichtbarer: Da ist die Metastase zu mehrerer hundertausenden Krebszellen gewachsen.

    Es geht hier um Brustkrebs und da wird der s.g. Wächterlymphknoten schon als Richtwert genommen, ob der Krebs getreut hat. Ist wissenschaftlich untersucht – siehe Link zum Artikel oben.


    Du scheinst eher auf Prostatakrebs "spezialisiert" zu sein und da gilt dies leider nicht.