Lebertumor

    Hallo,


    bei mir wurden Ende Januar per Zufall 2 Raumforderungen in der Leber festgestellt. Nach unendlichen Untersuchungen, x-Diagnosen, die von Blutschwämmen, über Metastasen, FNH bis zu Adenomen reichen, ist meine letzte Kenntnis, daß das eine, eine FNH oder Adenom ist (im Durchschnitt 46 mm) und das andere (Durchmesser 24 mm) sich weder als FNH noch Adenom klassifizieren läßt. Es war zwischenzeitlich schon ein Wachstum des größeren zu verzeichnen und vor dieser Feststellung hieß es, es wäre ein Zeichen für Bösartigkeit, wenn es wächst. Dann hieß es wir warten mal noch. Bis zur letzten Untersuchung war es nicht wieder gewachsen. Allerdings ist die Psychische Belastung einfach zu groß. Bisher wurde aller 3 Monate Ultraschall gemacht. Jetzt soll ich stattdessen zum MRT. Ich habe so keine Beschwerden und meine Leberwerte sind auch ok, aber ich kann nicht für den Rest meines Lebens mit der Angst leben, daß sich die Herde von gut- in bösartig umwandeln bzw. daß der kleinere vielleicht schon bösartig ist, nur können sie nicht feststellen. Das Problem ist auch noch, daß bei der Untersuchung mit dem speziellen Kontrastmittel (Sonovue) nur die Gutartigkeit des größeren Tumors festgestellt werden konnte und ich danach eine allergische Reaktion hatte, so daß eine Punktion nicht in Frage kommt. Hab im Januar einen Termin in Berlin bei Prof. Wermke, aber ich fürchte auch der kann ohne dieses Mittel nicht viel ausrichten. Vielleicht hat ja jemand eine andere Idee wie ich damit umgehen soll bzw was hilft. Übrigens hab ich 10 Jahre die Pille genommen (Lovelle) und davon scheint das zu kommen.

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    Ruhig bleiben! Mein Vater (79) hat Metastasen von Darmkrebs und nach einer Darmoperation und etlichen Wochen Chemotherapie, in denen die auf knapp die Hälfte geschrumpft sind, wird er morgen an der Leber operiert mit Aussicht auf vollständige Heilung. Ein wenig habe ich mich belesen, Experte bin ich aber nicht. - Die Leber ist selten Ausgangspunkt von Tumoren, ist aber oft erstes Ziel von Metastasen, insbesondere bei Darmkrebs. Leber und Darm verursachen auch keine Schmerzen, wodurch das lange unentdeckt bleiben kann; wie bei meinem Vater.


    Aber wenn es bei Dir einen Primärtumor außerhalb der Leber geben würde, hätte man das sicherlich bereits festgestellt, daher würde ich auf etwas weniger aufregendes tippen.


    Gutartige Tumoren sind gekapselt und verdrängen Gewebe, während bösartige dadurch charakterisiert ist, daß gesundes Gewebe durchsetzt und dadurch zerstört wird. Raumforderungen deutet dann wohl eher auf Verdrängung, also Gutartigkeit hin. - Meine Interpretation.


    MRT = Magnet Resonanz Tomographie


    Starkes Magnetfeld richten die körpereigenen Moleküle aus und werden zum Aussenden von Signalen angeregt, die mit Antennen aufgefangen und dann in Bilder umgerechnet werden. Besonders Weichteile kann man damit gut sichtbar machen. - Röntgen gut für Sichtbarmachung von Nicht-Weichteilen. - Die Untersuchung tut nicht weh und hat keine Nebenwirkungen.


    Ich drücke Dir die Daumen, daß es bei Dir wirklich komplett gutartig ist und sich vielleicht auch wieder zurückentwickeln wird.

    Meinem Vater hat man inzwischen den rechten Leberlappen entfernt. Die sonografische Auffälligkeit auf dem linken Leberlappen hat sich als unbedeutend herausgestellt. Nach 3 Tagen der Genesung bekam er plötzlichen Schüttelfrost und wurde notoperiert. Der Dünndarm hatte sich in die Lücke, die der rechte Leberlappen hinterlassen hatte, gedrängt; Darmverschluß. Danach 2 1/2 Tage im Koma, seit gestern wieder wach aber insgesamt entsprechend schwach. Seine Lunge ist schwach und benötigte Unterstützung. - Aber wenn jetzt nichts mehr dazwischen kommt, wird er wohl wieder gesund werden und hoffentlich noch einige Jahre ohne wesentliche Einschränkungen leben können. Der Krebs scheint besiegt zu sein und die Leber generiert sich wieder.


    Gibt es hier irgendwen, der auch Erfahrungen mit Leber-OP hat und mal berichten kann?


    Delphin22, melde dich mal wieder, wenn du neues erfährst. Ich drücke Dir jedenfalls die Daumen.

    Mein Vater ist noch im Krankenhaus aber befindet sich jetzt wieder auf dem Wege der Besserung. Er hat stark abgenommen und ist insgesamt noch sehr schwach. Konnte vorgestern aber von der Intensivstation auf Normalstation verlegt werden, da er jetzt kein Wasser in der Lunge mehr hat.

    mir gehts ähnlich

    hallo,


    erstmal gute besserung für deinen vater. hoffe das alles gut wird.


    bei mir ist vor ein paar monaten ein schatten auf der leber festgestellt worden. zufallsbefund. seitdem überschlagen sich die meinungen, ob es nun ein hämangiom oder eine architekturstöhrung der leber ist. von einer punktion hat der spezialist mir, nachdem mein hausarzt mich ins krankenhaus verwiesen hat, abgeraten, da man wohl 2mal hineinstechen müsste. dieses ding ist innerhalb von 2, 5 monaten um 1 cm gewachsen. neuerdings habe ich soetwas wie einen druck auf der rechten seite, unterhalb des brustkorbs. seitdem mach ich mir schon gedanken. ich soll die pille absetzen und bekomm in den nächsten wochen eine spirale eingesetzt. mit 22. nicht sehr toll wenn man darüber nachdenkt so einen fremdkörper in seinem körper zu haben.


    in 3 monaten muss ich wieder zum ultraschall und in 6 monaten zum mrt.


    weniger toll finde ich, dass keiner, weder der leberspezialist, noch der hausarzt mich über eine leberpunktion aufgeklärt hat oder mir gesagt hat, was ich selbst tun könnte (ausser die pille abzusetzen).


    kennst du (1. schreiber, hab grad den namen vergessen, sorry) dieses druckgefühl? wie siehts mit der op aus? schon vorbei?


    würde mich um antwort freuen, mach mir echt gedanken...


    mfg claudi

    danke, es geht ihm von Tag zu Tag besser. Gestern hat er eine Bluttransfusion bekommen, heute war sein Blutbild wieder ok. Ich denke, wenn nichts Unvorhergesehenes passiert (Erkältung oder so), dann wird er bald wieder entlassen werden können. Aber noch ist der Bauchschnitt nicht richtig verheilt. Die Normalstation tut ihm aber gut, denn nun liegt er in einem 2-Bett-Zimmer.


    claudia, da würde ich mir auch Sorgen machen. Ich hoffe sehr für dich, daß es nichts ernsthaftes ist. Wer hat die 3 bzw 6 Monate festgesetzt? Ich vermute, man will sehen, ob das Wechseln von der Pille zur Spirale sich auf das Wachstumsverhalten auswirkt (evtl. auch Rückbildung).


    Das mit der Spirale sollte dir keine Sorge bereiten, meine Frau hatte auch eine zeitlang eine. Sie vertrug sie gut. Wie lange nimmst du die Pille schon? Immer die selbe?


    Als mein Vater das erste Mal wegen des Primärtumors am Dickdarm im Krankenhaus war, lag im gleichen Raum ein Mann, der eine Leberpunktion hinter sich hatte. Es tat ihm (nicht sehr) weh, wobei ich aber nicht sagen kann, ob es sein eigentliches Problem oder aber die Punktion war.


    Auf welcher Seite der Leber liegt die Auffälligkeit bei dir?


    Der Druck in der Brust könnte Einbildung sein. Sprich aber trotzdem mit einem Arzt darüber.

    Hallo Delphin22

    Bei mir wurde im Oktober 06 ein FNH festgestellt. Durch Zufall bei einem CT und dann durch MRT gesichert. (Allerdings MIt Kontrastmittel).


    Der Röntgenarzt sagte mir, ich solle leben, als wenn nichts wäre, einfach ignorieren. Mein Hausarzt meinte ,um mich zu beruhigen, in 3 Jahren wieder kontrollieren. Am Freitag war ich bei meinem Frauenarzt und der meinte, man sollte es am Anfang viertel bis halbjährlich untersuchen, um erstmal fest zu stellen, wie und ob es wächst.


    3 Ärzte, 3 Meinungen. Also werde ich wieder zum Hausarzt rennen um zu erwirken, nochmal eine Kontrollunteruchung machen zu lassen.


    Vielleicht sollte ich auch zu Prof. Wermke. Ich weiß auch nicht!


    Ich hoffe und wünsche Dir, daß es nichts schlimmeres ist!


    Lieber Gruß

    danke für die antworten

    hallo ihr 2.


    danke für eure antworten.


    ich bin seit tagen wieder so aufgeregt, dass mir richtig schlecht ist. aber ich weiss ja, dass es nix schlimmes ist. der leberexperte sagte, dass das auf meiner leber wie eine hasenscharte bei jemandem im gesicht, halt nur auf meiner leber sei.


    mein hausarzt sagte, genau wie die röntgendoktorin, alle 3 monate sonographie nachdem ich ins ct und mrt, beide male mit kontrastmittel, musste. find ich auch gut so, da hat man mehr sicherheit, wenn man weiss, dass öfters danach geschaut wird.


    nachdem ich einige foren durchsucht habe, ist mir auch schon ein stein vom herzen gefallen, weil das meiste doch "harmlos" klang. und man merkt, man ist gar nicht so allein, wie die ärzte es einen glauben lassen. hab von allen nur gehört wie selten es das gibt...


    dann wünsch ich allen viel glück und gesundheit, vorallem deinem vater, tänzer.


    viele liebe grüsse, claudi

    Alle die ihr hier gelesen habt,

    danke für Eure Anteilnahme und auch für die guten Wünsche. Mein Vater erholt sich von Tag zu Tag etwas mehr. Er kann schon mit Rolli den Gang auf der KH-Station auf- und abgehen. Die Schwäche schwindet ganz ganz langsam und der Appetit ist noch nicht wieder ganz da. Der Arzt meinte "es darf jetzt nur nichts mehr hinzukommen". Es wird bereits über Entlassung spekuliert. Werde mich morgen mit meiner Mutter um die Pflegeüberleitung und Schnelleinstufung kümmern, denn Duschen wird er sich noch nicht alleine können und auch der Verband muß gewechselt werden. Mal sehen, wie es jetzt weitergehen wird....

    Ja, meinem Vater geht es jetzt jeden Tag ein klein wenig besser. Gestern konnt er schon zwei mal den langen Gang hoch und runter laufen. Heute ist er dann tatsächlich entlassen worden. Man hat ihn mit dem Krankenwagen sitzend nach Hause gebracht aber ohne die Medikamente für wenigstens einen Tag und ohne die Wunde noch einmal zu verbinden, obwohl das heute wieder gemacht werden müßte. Da hat das HK gespart. Meine Mutter hat von der Ärztin Rezepte erhalten. Weil sie selbst aber nicht mehr gut auf den Beinen ist, habe ich vorhin versucht die Sachen aus der Apotheke zu bekommen. Hatten die natürlich nicht da. Nun sind sie bestellt und kommen mit der Notdienstlieferung um 20:30. Meine Cousine wird die dann abholen und zu meinem Vater bringen. - Es ist nicht leicht mit der Pflege. - Man hat eine Reha beantragt aber die Krankenkasse muß noch genehmigen und es muß ein Reha-Platz frei sein. Wir hoffen, daß er bald wieder so zu Kräften kommt, daß eine Entlastung eintritt.

    Zitat

    neuerdings habe ich soetwas wie einen druck auf der rechten seite, unterhalb des brustkorbs

    Claudia e, konnte das geklärt werden? Ich vermute, das war auch nichts Bedenkliches!? Alles Gute!

    nein, bis jetzt ist noch nichts geklärt worden. mal gucken wie sich das weiter entwickelt. muss jetzt erstmal bis zur nächsten sonographie warten.


    meine mutti will mir einen termin bei einer frau, die kinesiologie, macht, verschaffen. ja, mal sehn ob es hilft.


    morgen wird erstmal die spirale eingesetzt. bibber! %-|

    Hallo Ihr Lieben,

    wisst Ihr eigentlich, dass wir uns auf der Seite Krebs/Betroffene/84476/4 auch ganz eifrig über FNH's austauschen? Mir ist aufgefallen, dass es offensichtlich nicht nur ein Platz hier gibt, wo es um FNH's geht. Schön wäre es, wenn man das zusammenführen könnte. Wollte nur mal Bescheid sagen....

    Mein Vater ist seit einer Woche in der REHA und es geht ihm schon wieder ein weiteres Stück besser. Problem bleibt die große Bauchwunde, die noch immer nicht komplett verheilt ist und daher großer Aufmerksamkeit bedarf. Und psychisch habe ich den Eindruck, daß er granteliger geworden ist; nicht mehr so weltoffen wie vor den Operationen. Ich hoffe, das wird wieder besser, wenn er erst einmal weiter zu Kräften gekommen ist, die Wunde nicht mehr seine Hauptempfindungen beeinflussen und er sich wieder im gewohnten häuslichen Umfeld befinden wird.


    Nini21, danke für den Tip;


    hier nochmal als ein Hyperlink zum einfachen Anklicken http://www.med1.de/Forum/Krebs/84476/4/

    hallo, war lange nich hier. hoffe deinem papa geht es besser in der zwischenzeit???


    drück die daumen, wer schön was zu hören.


    liebe grüsse claudi