Kinderwunsch ist im Moment nicht vorhanden, aber wie sieht es aus in ein paar Jahren? Wie heißt denn die Erkrankung genau? Zufällig Non-Hodgkin- Lymphom? So kann ich dir nix über das Thema Heilbarkeit sagen. Es gibt eine Menge körperliche Veränderungen in der Chemo; z. B. Haarausfall, Erbrechen, Gewichtzu- bzw. abnahme,... Je nach Nebenwirkung kann das Ganze auch Auswirkung auf die Psyche natürlich haben. Manche wollen dann in manchen Phasen lieber allein sein, andere brauchen dauernd Gesellschaft. Aber da ist jeder anders. Ich mußte am Anfang ab und zu auch als Blitzableiter herhalten. ich hab es akzeptiert, weil ich wußte warum er so reagiert.

    Entschuldige, ich wollte eigentlich schreiben, Kinderwunsch ist nicht vorhanden, also gar keine. Da sind wir uns einig. Wie die Erkrankung genau heisst kann ich nicht sagen, habe es nicht schriftlich oder so, und die vielen Begriffe, die die Ärzte verwenden, bleiben mir nicht im Gedächnis.


    Habe halt Angst, dass es mir plötzlich zu viel wird, weil ich noch nicht weiss, was genau auf uns zu kommt, und wie er auf die Therapie reagiert.

    Ich habe in dieser Zeit viel mit Freunden und Bekannten telefoniert. Die haben mir Mut gemacht und auch einfach zugehört. Du wirst für ihn der Halt in der Therapie sein, aber du mußt dir auch unbedingt Halt suchen, damit du nicht selber abrutscht. Für mich war die Situation nicht ganz so neu, da ich vor mittlerweile 14 Jahren meine Mum an den Krebs verloren hab. Wenn es dir hilft, schreib die Erlebnisse und Gefühle hier.


    :)* :)* :)* :)* :)*

    Danke für den Tipp. Ich spreche auch mit Freunden und Bekannten, aber eben, viele sind damit irgendwie überfordert, wenn ich von sowas spreche, wissen auch nicht was sagen, daher macht das mir auch nicht Mut oder gibt Kraft. Ist halt schwierig, ich weiss..


    Ich wünschte mir, es würde wieder alles so wie es war. Leider geht das nicht. Er zeigt mir immer mehr die kalte Schulter. Er sagt auch, dass er alleine sein möchte usw. Ich hab das jetzt so gemacht, ihm gesagt, wenn was ist ich bin da. Glaube er hat Mühe damit umzugehen. Er hat mir heut erklärt, dass ihn die Warterei verrückt macht. Seit 3 Monaten sind die Ärzte dran und die Diagnose ist auch klar, nun wieder warten, bis der Termin zur Chemo kommt. Ich versteh ihn ja, aber eben, es nimmt mich sehr mit, wenn ich ihn so sehe :(

    Als ich ihn am Anfang im KH besucht hab, war es auch so, daß er manchmal nix geredet hat und manchmal auch sehrt sehr harte Sachen gesagt hat. Wenn das so weiter geht hüpf ich aus dem 5. Stock,... das war noch das harmloseste. Ich bin dann auch mal raus aus dem Zimmer, hab es seinem zuständigen Pfleger gesagt. Der hat sich dann auch die Zeit genommen und hat länger mit ihm gesprochen. Als ich dann wieder kam, hatte er einen komplett anderen und besseren Gesichtsausdruck.


    Du mußt ihm die Zeit geben, daß er selber irgendwie damit klar kommt. Wenn er reden will oder dich braucht sei da, aber nicht aufdrängen. Das ist meine Erfahrung die ich gemacht hab. Ich hab damals auch häufig mit seiner Mum gesprochen. Das war für mich sehr hilfreich.


    So jetzt muß ich mich beeilen, die Arbeit wartet.

    Hallo, jetzt hab ich noch was seltsames erfahren. Und läuft was schief im Krankenhaus mit der Komunikation. Es geht darum, dass der Arzt seiner Mutter anruft, ihr hat er auch schon den Termin gegeben. Zwei Stunden später, rief er nochmals ihr an, und fragte ob Ihr Sohn schmerzen hätte? Sie sagte dann: Nicht dass sie wisse, er sei auf Arbeit. Darauf meinte der Arzt, was er arbeitet?


    Was meint Ihr, warum rief der Arzt an? Um einfach zu wissen, wie es ihm geht, oder weil es mit seiner Krankheit vielleicht gar nicht gut aussieht? Mann kann das ja jetzt verstehen wie man will. Mach mir echt Sorgen. Mein Freund rief als er von der Arbeit kam, direkt im Krankenhaus an, leider war der Arzt nicht mehr anwesend. Dummerweise, hat Ihn seine Mutter nach dem Anruf nicht direkt kontaktiert. Was soll ich jetzt denken? Am Besten keine Sorgen machen oder läuft da was schief? Als mein Freund anrief, sagte der einte Arzt er wisse von all dem nichts, werde aber nach Fragen. Aber es käme ihm komisch vor, dass ein Arzt angerufen hat und sowas gefragt habe. Normalerweise sei dass nicht. hmm.. was soll das?? :-(

    Das ist direkt gesagt scheiße :(v


    Aber wir hatten auch solche Erlebnisse. Da kriegt er die Verdachtsdiagnose Leukämie an den Kopf geknallt, bekommt eine Knochenmarkspunktion und soll kurz nachdem er wieder wach ist, zig Sachen unterschreiben (Chemo, Teilnahme an Studie wenn Medis nicht wirken, Spermienkryokonservierung...). Ich hab dann auch gesagt, was das soll?!?!? Da wissen die noch nicht mal eine endgültige Diagnose, der Patient muß den möglichen Verdacht erst mal verdauen und dann wird man so überfallen!! Wir haben uns erst mal geweigert alles zu unterschreiben. Die haben dann noch die Frechheit besessen zu sagen, daß es erst Ergebnisse gibt, wenn unterschrieben >:( da bin ich dann komplett ausgerastet. Nach einem Gespräch verlief dann alles normal. Abgesehen davon, daß der ganze Unterschriftenkram nicht notwendig war, weil er keine akute Leukämie hat sondern eine chronische Variante die sehr gut behandelbar ist.


    Ihr müßt die Ärzte nerven, immer hinterfragen, sonst bekommt man keine Antwort. Mir wollten die Ärzte zuerst gar nix sagen, ich würd ja nix davon verstehen, von wegen!! Das war mein Arbeitsbereich die letzten Jahre. Und wenn euch das keine Ruhe laßt mehrfach anrufen, bis ihr eine Antwort habt.


    So hab ich es gemacht und es hat geklappt.


    Versucht, die Feiertage euch irgendwie zu erholen und tretet nächste Woche den Ärzten auf die Füße.


    Alles Gute euch beiden :)* @:)

    Was meinst du Choclate, wegen dem Anruf, ob er schmerzen habe? Und : was er arbeitet?. Was soll man von dem denken? Wollten die nur nach fragen wie es ihm geht, oder streckt da was schlimmeres dahinter? :(

    Diese Fragen sind ungewöhnlich, aber da ihr keine Hintergründe habt, würde ich nicht zu viel rein interpretieren. Leichter gesagt als getan. Bei uns haben die auch mal angerufen nachdem wir zur Kontrolle waren. Der Grund war ganz lapidar, die haben das Röhrchen für das Blutbild verschlampt und wir hatten schon da Schlimmste befürchtet. Wenn es euch wirklich keine Ruhe läßt, fahrt am Samstag ins KH und fragt nach.

    Übrigens das Krankenhaus hat zurück gerufen. Sie haben gestern nach gefragt, weil dass eine Art ist, die sich sehr schnell verschlechtern kann, und weil es jetzt schon 3 Monate her ist, und nichts gelaufen ist, oder dagegen gemacht wurde machte er sich Sorgen und fragte nach, ansonsten hätte er antretten müssen.

    Irgendwie hab ich zur Zeit ein sehr komisches Gefühl im Magen, und zwar hatte ich vergangene Nacht ein seltsamen Traum. Es ging darum, dass mein Freund vor meinen Augen erschossen wurde, ich musste mit erleben, wie er starb. Im Traum hielten sich meine Gefühle in Grenzen, doch ich fragte immer wieder die Leute um ihn, ob er zurück kommen wird. Ich weiss klingt echt komisch und bescheuert. Heute hab ich mit meinem Freund darüber gesprochen, er nahm es gelassen und meinte, na siehst du, im Unterbewusstsein nimmst du vielleicht schon Abschied von mir. Ich kann das nicht wahr haben, will das auch nicht. :-| Was meint Ihr, könnte es sein, das mein Gefühl bzw ich es spüre, das es vielleicht nicht gut ausgeht? :°( Bin irgendwie völlig aufgelöst. Habe leider plötzlich solche Momente, da holt mich alles wieder ein, und ich kann mich nicht mehr ablenken.

    Hallo!


    Das kenn ich. Ich glaube, daß du dich unterbewußt mit der Möglichkeit auseunandersetzt, daß das passieren könnte. Aber einerseits willst du es ja nicht, weil du immer wieder fragst "kommt er zurück"?


    Wann geht denn die Chemo jetzt los?


    :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*