• "Sie haben nur noch wenige Monate zu leben"

    Genau das wurde heute meiner Mama gesagt.... Ich kann nicht mehr! Was soll ich tun? Wie soll ich mit ihr umgehen? Ihr geht es (körperlich) total gut.... Ohne sie kann ich doch nicht leben :°( :°( :°(
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    Bei meiner Mutter wurde auch gesagt, es geht um wenige Wochen, allenfalls um Monate. Zum Schluß ist es über ein Jahr geworden. Was haben wir in dieser Situatin gemacht? Zunächst erst mal so weiter wie immer. Dann habe ich mit meiner Mutter viel über die Zukunft geredet. Auch über Tod, und noch wichtiger, über Dinge im unmittelbaren Vorfeld dazu. Z.B. was soll geschehen, wenn sie das Bewußtsein verliert. Soll künstlich ernährt werden usw. Stichwort Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Die schlimmste Zeit war eigentlich die, als sie nicht mehr mit mir reden konnte. Ich wünsche Dir viel Kraft.

    ich kannte einen mann, den alle ärzte aufgaben und er trotzdem weitere 7 jahre gelebt hat. seit 7 jahren habe ich ihn nicht gesehen aber vielleicht ist er immer noch unter uns :)-


    gibt die hoffnung nicht auf ... :)*:)*:)*

    Hallo Desperados!


    Glaub nicht immer ganz, was die Ärzte sagen. Meinem Freund wurde auch mitgeteilt, dass er palliativ (also nicht mehr in Hinblick auf Heilung) behandelt wird. Siehe da, er lebt seit 3 Jahren mit Krebs und Metastasen.


    Das Problem ist, sobald Metastasen da sind, gilt der Patient als "unheilbar". Im Falle von meinem Freund wurde uns gesagt, dass niemand wissen kann, wie lange er noch lebt. Ich glaube, das ist bei deiner Mama ähnlich. Es kann Monate gut gehen oder Jahre oder auch Jahrzehnte, bis der Krebs zurückkommt, wenn momentan alles zum Stillstand gekommen ist. Es muss auch nicht sein, dass der Krebs überhaupt nochmal weiterwächst (wenn auch die Chancen mit Metastasen eher gering sind :°( ). Gib nicht auf, kämpf. Was die Zukunft bringt, weiß keiner.


    Lg @:)

    LIebes Sonnenscheinchen,


    Dein Papa muß Abschied nehmen, deswegen hat er sich so abgegrenzt. Abschied nehmen ist nicht einfach. Sprich mit ihm, aber wenn er so gar nicht will, laß ihn , aber bleib bei ihm, streichele seine Hand. er soll merken, daß Du da bist, wenn er Dich braucht.Es ist eine harte Zeit,auch für die Angehörigen, aber zeigt ihm immer, daß Ihr für ihn da seid. Wenn jemand stirbt, verlieren die Angehörigen ihn, aber er verliert alles, was seine Welt ist, deswegen ist so ein Mensch so schweigsam und in sich gekehrt.Ich wünsche DIr alles Gute. Auch wenn er dem Tode nah ist, laß ihn nicht allein.Kübler - Ross schrieb, daß der Tastsinn bei Sterbenden nicht erlischt.


    Ich wünsch Dir alles Gute L.G. Peggy47*:)

    Danke für die lieben Worte!


    Habe gerade einen Anruf von der Ärztin bekommen. Die Biopsiebefunde


    sind da. So wie es aussieht sind nun auch die Nieren schon befallen.


    Sie meinte die Entzündungen greifen jetzt den kompletten Organismus


    an. Sieht also nicht danach aus, daß es noch zu einer chemo kommt.


    Muß morgen um 11 Uhr hin für ein ausführlicheres Gespräch.


    Aber ich hab kein gutesGefühl. Und eigentlich möchte ich meinen Papa


    gehen lassen. Denn daß, was er im Moment durchmacht ist kein Leben


    (mehr wert). Nur wie soll ich ihm das sagen? Wo er doch nichts hören will?


    Mir graut davor nachher das Zimmer zu betreten, aber noch mehr es


    irgenwann spät Abends wieder zu verlassen mit dem Gedanken es könnte


    das letzte Mal sein.....

    Wirklich schlimm die ganzen Schicksale!


    Mein Papa ist an Lungenkrebs gestoreben, zwischen Diagnose und seinem Tod sind nur 3 Monate gewesen. Ihm hat man allerdings nicht mitgeteilt, dass er nicht mehr lange zu Leben hat, meine Mutter wusste es allerdings und hat ihm nichts gesagt. Im Nachhinein weiß ich auch nicht ob das richtig war. Einerseits man hat somit noch Hoffnung und kämpft, andererseits genießt man dann seine letzten Tage nicht mehr so, wie man es könnte :)-


    Lebt jeden Tag so gut es geht @:)

    Wenn ihr noch Fragen habt, schaut doch mal hier: www.krebskompass.de.


    Ich wünsche euch, desperados und sonnenscheinchen, ganz viel Kraft und Zuversicht!:)*:)*:)*


    Ich habe nach dem Auftreten von Knochenmetastasen bei meiner Mutter versucht, viel Zeit mit ihr zu verbringen, schöne Dinge mit ihr zu unternehmen (soweit sie das noch konnte) und möglichst unbefangen zu sein. Es gab durchaus Momente/Stunden, die wir gemeinsam genießen konnten!@:)

    Zitat

    "Sie haben nur noch wenige Monate zu leben"

    also ich finde es unverantwortlich so eine Aussage zu tätigen! Kann der Arzt hellsehen? Es gab schon viele totgeglaubte Fälle, die nach 10 Jahren immer noch gelebt haben *kopf schüttel*


    Ich würde mir auf jeden Fall auch mehrere Meinungen einholen (aber das machst du ja eh schon) und das ist auch gut so.


    Ich wünsche dir und deiner Mama ganz viel Kraft :)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*

    LIebes Sonnenscheinchen,


    Du brauchst Deinem Papa nichts zu sagen,sei nur da für ihn. Ich war Krankenschwester und habe schon viele Menschen beim Sterben begleitet.Sitz an seinem Bett und halte ihm die Hand. Du wirst schon alles richtig machen.Alles Gute Peggy 47

    Hallo desperados84 und sonnenscheinchen83,


    ich wünsche Euch die Kraft und Zuversicht, die ihr jetzt braucht. Es sind schwere Zeiten, aber ihr werdet über Euch hinauswachsen! Ich denke an Euch und fühle mit Euch.


    Meine Mama hat Darmkrebs mit befallenen Lymphknoten. Vor einem Monat wussten wir noch von nichts. Die Ärzte sagten, sie hat eine 50/50 Chance. Das heisst alles und nichts. Sie meinten aber auch, es ist "nur" eine Statistik, Menschen aber sind immer einzigartig und daher kann man das nie genau vorhersagen. Meine Mama kann ein langes und schönes Leben haben - nach der Chemo, die bald anfängt - es kann aber auch plötzlich überall wuchern und dann geht es ganz schnell...


    Einerseits ist es furchtbar, nicht genau zu wissen, wielange der geliebte Mensch noch bei einem ist, anderseits würde man sonst noch verrückter werden.


    Uns - meine Mama, meinen Bruder und mich - hat es so überaschend getroffen und meine Mama realisiert es noch garnicht richtig.


    Das Wichtigste ist nun wirklich, für Eure Liebsten da zu sein. Egal, ob ihr nur redet, oder zusammen schweigt, ein Eis essen geht, oder euch Bilder anseht, die Erkrankten brauchen soviel Liebe und "Normalität" in dem ganzen Wirrwarr, wie es nur geht!!


    Ich habe, seit ich ausgezogen war, mit meiner Mum viel telefoniert und so hat sich das klassische Mutter-Tochter-Verhältnis irgendwann gewandelt, so daß ich ihr auch schon Ratschläge geben konnte und - soweit ich glaube - manchesmal eine Hilfe war. Das mache ich jetzt einfach weiter. Am Anfang erschreckt es natürlich schon, daß Eltern vor einem weinen und plötzlich DU sie in den Arm nimmst und tröstest. Aber wenn sie es zulassen, ist es ok. Irgendwann ändern sich die Rollen, und dann bist Du der/diejenige, der/die Trost und Hilfe spendet.


    Ob die Eltern dies zulassen, ist allerdings von Fall zu Fall unterschiedlich. Wenn die Eltern nicht von ihrer Rolle lassen können, dann behandelt sie am Besten wie "vorher". Das heißt, fragt um Rat, albert rum etc. Ich denke, besonders Väter können es nicht ertragen, plötzlich "Der Schwache" zu sein und mitleidige Blicke (obwohl total verständlich!) ihrer Familie zu ernten. Das ist glaub' ich, für sie manchesmal schlimmer, als die eigentliche Krankheit.


    Da ihr eure Eltern gut kennt, werdet ihr merken, was sie sich wünschen.


    Alles Liebe und Gute für Euch.

    Wirklich schlimm, es zeigt wie kostbar das Leben doch ist und man jeden Tag geniessen sollte. So schlimm es auch ist, ich denke und ja so ist es auch, es ist eine entgültige Diagnose, egal was man auch tut, man weiss es wird der Tag kommen. Ich habe das ganze in unserem Bekanntenkreis mitbekommen, die Frau hatte auch Krebs und hat nach Diagnosestellung 6 Monate zu Leben gehabt. Sie hat ganz normal weitergelebt, ihr ging es auch zunehmend schlechter, sie baute jeden Monat mehr ab. War furchtbar mitanzusehen. An wegfahren war gar nicht mehr zu denken, sie wollte es auch nicht mehr. Irgendwann hatte sie alle Phasen durchgemacht, wenn man totkrank ist und weiss as man sterben muss, dann gibt es so bestimmte Phasen die man durchlebt. Die letzte Phase ist die Phase des annehmens und akzeptierens. Sie war auch nach aussen sehr stark. Man hat dich Monate zuvor auch Gedanken darüber gemacht, wie das sterben aussehen soll, zuhause, oder im Hospiz. Ich finde es ist wichtig auch darüber zu sprechen, auch wenn es schmerzt, aber reden hilft unheimlich viel, als es zu verdrängen. Man muss leider lernen mit dem Schiksal zu leben und umzugehen, auch wenn es hart ist und der Schmerz so unendlich tief sein wird. Das du es schaffst, da bin ich mir sicher!

    Nein, das glaube ich auch nicht. Nach so einer Diagnose kann man einfach nicht so weiterleben wie bisher.


    Ich selbst habe es hautnah bei einem guten freund miterlebt, der am Pankreaskarzinom gestorben ist.Er war die restliche Zeit sehr verändert, was still und in sich gekehrt, ich denke , er hatte eine Depression, was man auch


    nachvollziehen kann.Sich vom Leben zu lösen ist ein sehr schmerzhafter langer Prozess.Vieleicht hat die Frau nach außen hin so getan.Dann muß sie sehr beherrscht gewesen sein, aber normal sind die 5 Stufen der Kübler- Ross. Erts Verneinen, dann auflehnen, dann verhandeln, dann zustimmen.:)*

    Guten Morgen!


    Ich komme gerade aus dem Krankenhaus. Ich habe heute Nacht


    bei Ihm geschlafen, einfach damit er nicht alleine ist.


    Das Gespräch mit der Ärztin gestern war noch schlimmer als befürchtet.


    Nach der Gewebeprobe handelt es sich definitiv um Gallengangskrebs.


    Metastiert in Leber und BAuchspeicheldrüse.


    Hinzu kommt ein harmloser Harnwegsinfekt, der jetzt den gesamten


    Organismus angreift. Die Bauchspeicheldrüse hat sich verabschiedet,


    der Blutzucker lag plötzlich bei 500. Die Nieren sind durch den Infekt


    angegriffen und eine Leberentzündung kommt dazu. Und zum guten


    Ende ist wohl auch das Herz angegriffen, Infarkt nicht ausgeschlossen.


    Wie kann ein Mensch innerhalb von 10 Tagen nur so zerfallen???


    Keiner kann mir das sagen! Man steht einfach nur hilflos daneben.


    Das einzig positive ist, daß sich die Schmerzen in Grenzen halten. Nur


    ab und zu wird er unruhig. Und das ist mit leichten Mitteln in Griff zu


    bekommen.


    Lange möchte ich ihn so nicht mehr leiden sehen. Manchmal ist er klar


    und möchte was sagen, aber er kann es nicht mehr. Ich wollte einfach


    bei ihm sein heute Nacht. Denn das er nicht alleine ist, das merkt er


    wohl. Und er weiß auch ganz genau auf welcher Seite Mama immer ist,


    und wo ich. Ich wünsche ihm Erlösung auch wenn ich nicht weiß, wie


    ich den Verlust verkraften soll.


    Grüße