Tipps bei chronischer Fatigue?

    Hallo zusammen!


    Meine Mutter kämpft seit einigen Jahren tapfer gegen den Lungenkrebs. Allerdings hat sie nach der letzten Chemo seit Februar eine schlimme Fatigue entwickelt. Kann sich kaum noch 20 Meter auf den Beinen halten, isst sehr schlecht, wird über Nacht ambulant an eine Infusion mit Nährstoffen gestöpselt. Starke Nervenschmerzen im Arm, vermutlich durch einen befallenen Halswirbel, der vergangenen Herbst entfernt wurde, führen mittlerweile zur Morphingabe (die Dosis ist mir nicht bekannt). Sie ist kein Freund von Schmerzmitteln, aber sie hat mir versichert, dass es ohne kaum zu ertragen sei.


    Ich habe den Eindruck, als würden die Ärzte keinen wirklichen Ansatz haben. Mittlerweile bin ich mir nicht sicher, ob die Schwäche oder der Krebs eine größere Bedrohung ist.


    Vielleicht hat schon mal jemand hier eine solche Situation überstanden und kann berichten, was für ihn die größte Hilfe in diesem Schlamassel ist? Bin für jede Erfahrung und Tipps dankbar. Bitte seid mir nicht böse, dass ich keine Google-Tipps lesen möchte, denn ihr könnt mir glauben, dass ich alles schon gelesen habe, was man auf Anhieb findet. Mir geht es um echte Tipps von Betroffenen, denn ich möchte mich auch hineinversetzen können, um ihren Zustand besser zu verstehen.


    Viele Grüße,


    Comran

  • 2 Antworten

    Ich wünsche deiner Mutter erstmal alles Gute und viel Glück und Kraft. Ich bin selber Brustkrebspatientin und kann vieles nachfühlen. Allerdings bestimmt viel jünger als deine Mutter.


    Wie sieht es mit einer Reha aus?


    Als ich sooo erschöpft war, lag es an einer Leberentzündung, die durch die vielen Chemos hervorgerufen wurde.


    Auf jeden fall alles Liebe und Gute.

    Hallo 4mm,


    vielen Dank für deine netten Worte.


    Leider hat sich meine Mutter nicht mehr erholt. Im Gegenteil. Das Endstadium hat sie in diesem Zustand eingeholt, bevor sie wieder auf die Beine kam. Die guten Tage wurden immer weniger. Mittlerweile ist sie kaum noch bei Bewusstsein und ein Pflegefall. Uns begleiten nun eine ambulante Hospiz-Vertretung mit Palliativmediziner und ein Pflegedienst. Wir hoffen, dass das Ende nun rasch kommt und dass sie nicht lange in diesem bedauernswerten Zustand daliegt. Es ist ein Segen, wenn sie schläft, denn dann ist sie sehr ruhig und wir wissen, dass sie nichts spürt.


    Ich wünsche dir, dass du selbst alles gut überstehst und wieder völlig genesen wirst!


    Comran